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	<title>Delta Orionis &#187; Kurzgeschichten</title>
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		<title>Hellgate</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 22:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Perry Rhodan]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte (Perry Rhodan, 2000): Ein Haluter beobachtet ein denkw&#252;rdiges Psychoduell. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="infostrip">Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, spielt im Perry-Rhodan-Universum, <a href="#anmerkungen" >Anmerkungen</a> und <a href="#copyright" >Copyright-Hinweise</a> am Ende der Seite</p>
<p>Druv Rankor zuckte zusammen. Der Drang war in ihm, und er konnte nichts dagegen tun. Es wurde immer schlimmer. Rankor sah das Schaltpult vor sich, und alles in ihm dr&#228;ngte danach, es mit blo&#223;en H&#228;nden aus der Verankerung zu rei&#223;en und zu zerquetschen. Nur m&#252;hsam konnte er sich beherrschen, seine Disziplin schwand mit jeder Stunde.</p>
<p>Der schwarzh&#228;utige Riese starrte in einen Holow&#252;rfel zu seiner Linken. Er fuhr seine drei Augen ein St&#252;ckchen aus, w&#228;hrend sein Gehirn versuchte, in den Informationen einen Sinn zu erkennen. Endlich gelang es dem Planhirn, die Einfl&#252;sse des im Chaos befindlichen Ordin&#228;rhirns zur&#252;ckzudr&#228;ngen. 3 Stunden 12 Minuten. Das war die Zeit bis zur Ankunft auf dem Zielplaneten. Viel zu lange&#8230;</p>
<p>&#8222;Autopilot!&#8220; erklang es aus dem Rachen des Riesen. Er erschrak &#252;ber seine eigene Stimme, so kratzig klang sie. Langsam erhob er sich. &#8222;Unser Ziel hat sich ge&#228;ndert. Verlasse den Linearraum beim n&#228;chsten Sonnensystem und setz mich so schnell es geht auf einem Planeten ab.&#8220;</p>
<p>Druv Rankor hatte gewusst, dass es so kommen w&#252;rde. Viel zu lange hatte er versucht, seine Drangw&#228;sche zu ignorieren. Ein Wissenschaftler war er, Geologe. Es war nicht seine Art, strukturverh&#228;rtet durch die Reihen seiner Gegner zu fegen und sie mit einem Impulsstrahler niederzum&#228;hen. Doch die Natur war unerbittlich, sie forderte auch von ihm ihr Recht.</p>
<p>Druv Rankors H&#228;nde kr&#252;mmten sich um die Lehne seines Sessels und einem pl&#246;tzlichen Impuls folgend, riss er diesen mit Wucht aus seiner Verankerung. Er konnte sich nicht mehr beherrschen, immer wieder drosch er den Sessel auf den Boden.</p>
<p>Dies war das Schicksal seines Volkes: Einst waren sie wilde Kreaturen gewesen, von ihren Feinden &#8222;Bestien&#8220; genannt. Doch dann hatten sie sich in einem jahrhundertelangen Prozess in friedliche, moralisch hochstehende Wesen gewandelt. Die Haluter zogen sich in ein kleines System unterhalb der Milchstra&#223;en-Hauptebene zur&#252;ck und f&#252;hrten ein einsiedlerisches Leben. Doch auch wenn sie sich den gr&#246;&#223;ten Teil ihres Lebens der Wissenschaft oder Kultur widmeten, alle paar Jahrzehnte brach ihre urspr&#252;ngliche Natur wieder durch. F&#252;r eine kurze Zeit wurden sie wild, unbeherrscht, vom Drang nach Abenteuer beseelt. Ein Haluter, der diese Phase durchmachte, zog f&#252;r gew&#246;hnlich aus, um sich in den Weiten der Galaxis abzureagieren, ausweglosen Gefahren zu trotzen und sich von dem scheinbar unstillbaren Drang in ihm reinzuwaschen. Drangw&#228;sche wurde dieser Vorgang folgerichtig genannt.</p>
<p>Alle Haluter waren davon betroffen, nur er, Druv Rankor hatte geglaubt, drumherum zu kommen. Doch was hatte es gen&#252;tzt? Letztlich hatte er doch seine Studien unterbrechen und in aller Eile sein Schiff besteigen m&#252;ssen. Und nun w&#252;rde er noch nicht einmal sein eigentliches Ziel erreichen, einen Planeten, wo es galt, der eingeborenen Bev&#246;lkerung gegen akonische Minenarbeiter beizustehen.</p>
<p>Druv Rankor lie&#223; langsam die Reste des Sessels sinken und starrte auf die gro&#223;e Holoprojektion. W&#228;hrend seines Ausbruches hatte der Autopilot ein System mit zwei Planeten entdeckt und war unter Lichtgeschwindigkeit gegangen. Gef&#228;hrlich nahe am zweiten Planeten schoss das kleine halutische Schiff dahin. Noch eine Stunde w&#252;rde es dauern, sch&#228;tzte Rankor, bis sie gelandet waren. Ruckartig wandte er sich um und verlie&#223; die Zentrale. Der Autopilot w&#252;rde den Rest erledigen, Rankor konnte sowieso kaum noch klar denken.</p>
<p class="center">***</p>
<p><em>Auf den Bildschirmen der Rundumgalerie leuchtete die Oberfl&#228;che eines W&#252;stenplaneten. Wir waren noch 200 m hoch, als ich zum Sprung ansetzte. Rhodan hatte sich f&#252;r einige Augenblicke seinen Kontrollen zugewandt. Als er herumfuhr, hatte ich ihn bereits erreicht. Ich sah sein pl&#246;tzlich verzerrtes Gesicht und das grenzenlose Erstaunen in seinen Augen. Wahrscheinlich hatte er mich f&#252;r kampfunf&#228;hig gehalten.</em></p>
<p><em>Ich riss ihn r&#252;cklings aus dem Sessel. Dann schmetterte ich ihn mit einem Schulterwurf zu Boden, fasste das hochschnappende Bein und drehte es im Gelenk herum.</em></p>
<p><em>Rhodan reagierte sehr rasch, indem er dem Griff durch ein blitzschnelles Herumwerfen seines K&#246;rpers die Wirkung nahm. Daf&#252;r kam er aber auf den Leib zu liegen.</em></p>
<p><em>Ich warf mich nach vorn und setzte einen Dagor-Griff an. Als ich triumphierend zu lachen begann, geschah das, was infolge meiner un&#252;berlegten Handlung unvermeidlich war.</em></p>
<p><em>Das Raumboot schlug mit Donnerget&#246;se auf. Ich erhaschte einen Blick auf die Bildschirme, die in diesen Sekundenbruchteilen nur lohende Flammen und stiebende Sandwolken zeigten. Dann riss eine unwiderstehliche Gewalt mich aus meiner knienden Haltung, l&#246;ste meinen Griff und schleuderte mich nach hinten.</em></p>
<p class="center">***</p>
<p>Die momentane Geschwindigkeit des Haluters betrug sechzig Stundenkilometer. Schon lange raste er &#252;ber die Oberfl&#228;che dieser kahlen Welt, doch er hatte jedes Zeitgef&#252;hl verloren. Anfangs hatte er den Helm seines roten Kampfanzugs nicht geschlossen, doch vor zwei Stunden machte sich dann der Sauerstoffmangel bemerkbar. Immerhin besa&#223; dieser Planet nur elementare Reste einer Atmosph&#228;re, nichts, was man wirklich atmen k&#246;nnte.</p>
<p>Nun verlie&#223; sich der Haluter auf die Sauerstoffversorgung seines Anzugs, w&#228;hrend er weiter dem unb&#228;ndigen Drang, sich auszutoben, nachgab. Ein Blick auf die Anzeigen seines Helmes verriet ihm, dass die Au&#223;entemperatur auf 146 Grad gestiegen war. Doch das war nichts, was einem Haluter Sorgen machen m&#252;sste, zumal wenn er &#252;ber seinen Kampfanzug verf&#252;gte.</p>
<p>Vor sich sah er einen Felsvorsprung. Nur Sekunden, bevor er darauf prallte, ver&#228;nderte Druv Rankor die Beschaffenheit seines Metabolismus. Wie alle Haluter konnte Rankor seinen K&#246;rper willentlich in einen Zustand versetzen, der den besten Stahllegierungen ebenb&#252;rtig war. In dieser Gestalt durchbrach der Haluter die Felsformation ohne auch nur an Geschwindigkeit zu verlieren.</p>
<p>Er stie&#223; ein ohrenbet&#228;ubendes Br&#252;llen aus, das allerdings nur innerhalb seines Helmes zu h&#246;ren war. Pl&#246;tzlich stutzte er. Nach wenigen Dutzend Metern kam er zum Stehen.</p>
<p>Die umliegenden Steine besa&#223;en ein eigenartiges Glitzern, eine Kristallformation. Druv Rankor merkte, wie sein Planhirn wieder die Oberhand gewann. Die Raserei war vorerst in den Hintergrund gedr&#228;ngt, wenn auch nicht f&#252;r lange. Er starrte die Kristalle an, die alle nahen Felsen &#252;berzogen. F&#252;r jeden anderen w&#228;re es nur eine kaum wahrnehmbare Kristallschicht gewesen, doch f&#252;r den halutischen Geologen war es ein Ausdruck von Sch&#246;nheit. Das Sonnenlicht wurde von der tausendfach gebrochenen Kristallfl&#228;che reflektiert, und in Rankors Geist begannen sich erste Strukturformeln zu bilden.</p>
<p>Doch w&#228;hrend er noch versuchte, sich die Beschaffenheit der Kristalle vorzustellen, bemerkte er pl&#246;tzlich das blinkende Licht in seinem Helm. Der Ortungsalarm! Wie hatte er den so lange &#252;bersehen k&#246;nnen? Per Sprachbefehl lie&#223; sich der Haluter von seiner Anzugpositronik &#252;ber die genauen Vorg&#228;nge informieren, und dann sah er es selber: Eine flache Metallkuppel ragte auf dem n&#228;chsten H&#252;gel aus dem Boden. Eine Station? Hier, auf diesem abgelegenen, unbewohnbaren Planeten?</p>
<p>Doch nichts anderes konnte es sein, denn von ihr waren Ortungsimpulse ausgegangen. Zum Gl&#252;ck hatte der Anzug automatisch alle Ortungsschutzmechanismen inklusive des Deflektorfeldes aktiviert. Der hundert Meter durchmessende Raumer des Haluters, der schon lange hinter dem Horizont verschwunden war, hatte sicher genauso verfahren.</p>
<p>In diesem Moment passierten zwei Dinge gleichzeitig. Ein gro&#223;es, gl&#252;hendes Metallfragment fiel dem Haluter praktisch vor die F&#252;&#223;e und blieb in einer der Kristallformationen stecken. Und w&#228;hrend Druv Rankor noch Zorn &#252;ber die sinnlose Zerst&#246;rung dieses kleinen Naturwunders empfand, sp&#252;rte er eine Ersch&#252;tterung. Seitlich von ihm huschte ein Schemen &#252;ber die Ebene. Ein Ball aus Feuer und aufgewirbeltem Sand hob gerade wieder einige Meter vom Boden ab und glitt in rasender Fahrt weiter. Zweifellos ein abst&#252;rzendes Raumschiff, erkannte der Haluter. Es war nur einige Sekunden lang zu sehen, dann verschwand es, eine Feuer- und Tr&#252;mmerspur hinter sich herziehend, hinter dem H&#252;gel mit der Station darauf.</p>
<p>Druv Rankor starrte einige Sekunden lang auf die Spuren, die es im Sand hinterlassen hatte. Ein ellipsenf&#246;rmiges Schiff, sehr klein, wahrscheinlich ein Beiboot, sagten ihm die in seinem Planhirn gespeicherten Bilder. Diese universelle Bauweise lie&#223; sich kaum einem bestimmten Volk zuordnen. Rankors Blick senkte sich auf das vor ihm im Boden steckende Tr&#252;mmerst&#252;ck. Es gl&#252;hte noch, aber mangels Sauerstoff stieg kein Rauch mehr auf. Ein abst&#252;rzendes Schiff! Bot sich hier vielleicht die M&#246;glichkeit f&#252;r ein Abenteuer? In seinem momentanen Zustand dachte Rankor keine Sekunde daran, dass an Bord des Schiffes vielleicht Lebewesen mit dem Tod k&#228;mpften. Er warf sich nach vorne, lie&#223; sich auf die Laufarme fallen und gewann schnell an Tempo. Sein Ziel war die Absturzstelle hinter dem H&#252;gel. Er w&#252;rde nicht lange brauchen, um sie zu erreichen.</p>
<p class="center">***</p>
<p><em>Taumelnd griff ich nach den Sprossen der Notleiter und zog mich nach oben. Das enge Mannluk besa&#223; keine Schleuse. Es war nur f&#252;r Notf&#228;lle gedacht.</em></p>
<p><em>Ich kletterte weiter und lie&#223; mich sofort auf der Wandung der schr&#228;gliegenden Maschine nach unten rutschen. Das Metall war gl&#252;hend hei&#223;. Dicht vor dem zertr&#252;mmerten Bug des unbrauchbar gewordenen Raumschiffes fiel ich in den Sand.<br />
Ich blieb f&#252;r einen Augenblick liegen, bis ich die Augen &#246;ffnete. Rhodan hatte nicht geschossen. Ich hob die Waffe und blickte mich um.</em></p>
<p class="center">***</p>
<p>Druv Rankor umrundete den H&#252;gel und sah eine weitere Sandebene vor sich. Gut zwei Kilometer entfernt lag das Wrack des Raumschiffes. Und davor bemerkte er ein Lebewesen. Es bewegte sich in leichtem Laufschritt auf die Station zu. F&#252;r eine Sekunde &#252;berkam den Haluter der Impuls, einfach loszust&#252;rmen, doch er k&#228;mpfte dagegen an. Neugierde machte sich in ihm breit und dr&#228;ngte die Einfl&#252;sse der Drangw&#228;sche zur&#252;ck. Was wurde hier gespielt? Warum hatte das Wesen es so eilig?</p>
<p>Rankors Helmautomatik zoomte an den Laufenden heran. Hinter dem einfachen Helm seines Raumanzugs erkannte der Haluter einen humanoiden Mann. Er &#228;hnelte v&#246;llig dem &#228;u&#223;eren Erscheinungsbild der Akonen, nur seine Haut war etwas heller. Eine Verwandtschaft mit den Akonen oder einem ihrer zahlreichen Kolonialv&#246;lker war aber nicht abzustreiten.</p>
<p>In dieser Sekunde vernahm Rankor &#252;ber seinen Helmfunk eine Stimme. Sie sagte ein oder zwei S&#228;tze in einer v&#246;llig unbekannten Sprache. Dann zuckte ein Blitz vom Wrack zu dem Laufenden her&#252;ber, und ein kleiner Explosionskrater bildete sich. Eine andere Stimme erklang, sicherlich die des vorderen Humanoiden, der sich mittlerweile in Deckung geworfen hatte. Rankor verstand sie genauso wenig, aber er war fast sicher, dass es ein Fluch war. Und wieder sprach die erste Stimme.</p>
<p>Vor kurzem noch war Druv Rankor wie ein Berserker &#252;ber den Planeten gerast, jetzt stand er v&#246;llig still und beobachtete, was sich vor ihm in der Ebene abspielte. Ein Seitenblick auf die Kontrollen zeigte ihm, dass sein Deflektorfeld ordnungsgem&#228;&#223; arbeitete und ihn vor den Augen und Instrumenten der beiden Lebewesen verbarg.</p>
<p>Der Mann, der sich hinter eine kleine Erhebung geworfen hatte, er&#246;ffnete nun das Feuer auf das Wrack. Wahrscheinlich versuchte er, die Deckung seines Gegners zu reduzieren. F&#252;r einen Augenblick sah der Haluter hinter dem Wrack eine Gestalt. Wei&#223;e Haare, rote Augen, ergab die Planhirnauswertung. Mit 69,7% Wahrscheinlichkeit ein Arkonide.</p>
<p>Der vordere Humanoide erhob sich und begann, in einem beachtlichen Tempo auf die Kuppelstation zuzulaufen. Kurz darauf kam der Arkonide hinter dem Wrack hervorgesprintet und hielt auf eine nahe Anh&#246;he zu. Dort verschwand er hinter einigen Felsbl&#246;cken und er&#246;ffnete kurz darauf wieder das Feuer auf den Laufenden. Dieser ging zu Boden, war aber nicht getroffen, soweit der Haluter das erkennen konnte. Er verschwand in einer kleinen H&#246;hle im Boden, die der Arkonide sicher nicht einsehen konnte.</p>
<p>Einige Zeit verging, und es passierte nichts. Druv Rankor wusste nicht so recht, was er tun sollte, da begannen die beiden wieder zu sprechen. Diesmal mehr als nur ein paar S&#228;tze, und nach einigen Minuten meldete der Translator des Haluters Bereitschaft. Schon den n&#228;chsten Satz konnte Rankor verstehen:</p>
<p>&#8222;Mein Name ist Atlan, Flottenbefehlshaber des Gro&#223;en Imperiums, Wissenschaftler und Techniker Erster Klasse, Fachgebiete Kosmo-Kolonisation und Hochenergie-Technik. Ich werde dein Sonnensystem zur Provinz machen, Barbar.&#8220;</p>
<p>Damit best&#228;tigte sich Rankors Vermutung, der Mann auf dem H&#252;gel war ein Arkonide. Im Verlauf des weiteren Gespr&#228;chs fielen noch einige Details, aber ein geschlossenes Bild von dem anderen Humanoiden konnte sich Rankor nicht machen. Er hatte seinen Namen nicht genannt, aber sich als Terraner bezeichnet. Offensichtlich stammte er von einer bisher unbekannten Welt, vielleicht einer vergessenen Kolonie. Er und der Arkonide schienen hier ein ausgefeiltes Psychoduell zu spielen.</p>
<p>Sie versuchten, sich gegenseitig zu reizen, zur Aufgabe zu bewegen und schlie&#223;lich beendeten sie jede Kommunikation. Beide lagen in der f&#252;r sie sicher unertr&#228;glichen Hitze der gro&#223;en, grellwei&#223;en Sonne und konnten ihre Deckung nicht verlassen.</p>
<p>Druv Rankors haupts&#228;chliches Interesse galt der Geologie, aber er konnte nachvollziehen, dass man an Wesen wie diesen und ihren komplexen Verhaltensmustern Gefallen finden mochte. Einige seiner Artgenossen hatten sich auf die Erforschung dieser Humanoiden regelrecht spezialisiert.</p>
<p>Der Haluter stand unsichtbar in der W&#252;ste und beobachtete die Szenerie vor sich. Nach einer ereignislosen Stunde wurde er es langsam leid. Pl&#246;tzlich bemerkte er, wie der Terraner sich umdrehte und in seine Richtung sah. Sofort zoomte Rankor dessen Gesicht heran. Nein, er beobachtete nichts bestimmtes, sah nur zuf&#228;llig in seine Richtung. Alles andere w&#228;re auch kaum m&#246;glich gewesen.</p>
<p>Der Mann trug einen einfachen, aus halutischer Sicht primitiven Raumanzug und kauerte sich in eine winzige H&#246;hlung des Bodens. Trotzdem rettete ihn das nicht vor der gnadenlosen Sonne, die fast genau im Zenit stand und die Schatten auf ein Minimum reduzierte.</p>
<p>Rankor betrachtete dessen Gesicht, und zum ersten Mal lie&#223; er seine &#252;berlegene Beobachter-Position au&#223;er Acht. Dieses Gesicht hatte etwas kraftvolles, unnachgiebiges und einnehmendes an sich. Mit einem Mal war sich Druv Rankor sicher, dass dieser Terraner das Psychoduell gewinnen w&#252;rde.</p>
<p>Rankor spielte kurz mit dem Gedanken, in den Kampf der beiden Wesen einzugreifen, doch das verwarf er wieder. Er hatte keine Ahnung, welchen von beiden er favoritisieren sollte. Wer hatte die ehrenhafteren Motive? Wen h&#228;tte er unterst&#252;tzen sollen? Rankor wusste noch immer nicht genau, worum es hier eigentlich ging.</p>
<p>&#8218;Ich muss Tolotos davon erz&#228;hlen&#8216;, dachte der Haluter. Ja, das w&#228;re genau das richtige f&#252;r seinen alten Freund. Icho Tolot, der begeisterte Erforscher des humanoiden Lebens. An dieser Situation h&#228;tte er sicher seine helle Freude gehabt. Bei ihrem n&#228;chsten Treffen w&#252;rde er ihm davon berichten, vielleicht waren die Terraner ihm ja eine Forschungsreise wert.</p>
<p>Der Terraner drehte sich gerade wieder um und sp&#228;hte zu dem Arkoniden hinauf, dessen genaue Position er wohl nicht kannte. Wie lange wollten die beiden ihr Spiel noch treiben? In dem Haluter stieg endg&#252;ltig eine nagende Ungeduld auf. Er konnte nicht hier stehen und nur abwarten. Wenn er sich jetzt beeilte, w&#252;rde er sein urspr&#252;ngliches Ziel in wenigen Stunden erreichen.</p>
<p>Druv Rankor zog sich vorsichtig zur&#252;ck. Hinter dem H&#252;gel lie&#223; er sich zu Boden sinken, fiel auf die Laufarme und beschleunigte in Richtung seines Raumschiffes.</p>
<p>Als er sieben Stunden sp&#228;ter startete, kopierte er vorsorglich alle Informationen aus dem Rechner der Kuppelstation. Dann lie&#223; er sich in dem zwischenzeitlich reparierten Kontrollsessel der Zentrale nieder und schaltete die Au&#223;enbeobachtung ein. Auf einem der Bildschirme wurde die Ebene angezeigt, und dort sah er immer noch zwei Lebewesen, die sich gegenseitig belauerten. Trotz seines von der Drangw&#228;sche beeintr&#228;chtigten Zustandes empfand er Respekt f&#252;r soviel Durchhalteverm&#246;gen. Er hoffte nur, dass die beiden es auch &#252;berleben w&#252;rden.</p>
<p>Der Haluter verkrampfte seine H&#228;nde um das Kontrollpult. Der kurze Aufenthalt auf der W&#252;stenwelt hatte ihm geholfen, doch er musste sich jetzt beeilen. &#8222;Autopilot, geh in den Linearraum, sobald wir die Eintauchgeschwindigkeit erreicht haben!&#8220; befahl er.</p>
<p>Mit einem letzten Seitenblick streifte er das Bild vom Planeten, ehe er es abschaltete. &#8222;Viel Gl&#252;ck euch beiden&#8220;, murmelte er, dann wandte er sich wieder seinen eigenen Problemen zu.</p>
<div class="infobox">
<div class="infobox_inner">
<h3 id="anmerkungen">Anmerkungen</h3>
<p>Geschrieben: 18. Jun 2000, W&#246;rter: 2.443</p>
<p>Fan Fiction zu: <a href="http://www.perry-rhodan.net" class="liexternal">Perry Rhodan</a></p>
<p>Ver&#246;ffentlicht: <a href="http://www.terracom-online.net/archiv.php" class="liexternal">Terracom #24 (8/2000)</a></p>
<p>Diese Story entstand f&#252;r den Perry Rhodan Online Club. Thomas Rabenstein hatte vorgeschlagen, unter dem Motto &#8222;Wendepunkte der terranischen Geschichte&#8220; eine Reihe von Stories zu verfassen und darin wichtige Punkte der PR-Geschichte aus einem anderen Blickwinkel zu schildern, vielleicht entscheidende Ereignisse, die die Handlungstr&#228;ger gar nicht mitbekamen. Dies inspirierte mich zu dieser Story, die das bekannte Psychoduell von Atlan und Perry Rhodan auf dem Planeten Hellgate aus ungew&#246;hnlicher Sicht schildert.</p>
<p>Die kursiven Einsch&#252;be im Text sind Ausz&#252;ge aus PR-Heft 50: &#8222;Der Einsame der Zeit&#8220; von K.H.Scheer.</p>
<h3 id="copyright">Copyright-Hinweis</h3>
<p>Die Rechte am Perry-Rhodan-Universum, den dort vorkommenden Charakteren, V&#246;lkern, Raumschiffen etc. liegen bei der Verlagsunion Pabel M&#246;wig KG, Rastatt. Diese Story dient keinerlei kommerziellen Zwecken, eine Copyright-Verletzung ist nicht beabsichtigt.</p>
<p>Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr d&#252;rft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte ver&#246;ffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverst&#228;ndnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spa&#223; verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.</p>
</div>
</div>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Ende eines Traumes</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/das-ende-eines-traumes</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 20:57:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte (Star Trek, 1998): Drei Momente im Leben eines Sternenflotten-Captains und der Traum von den Sternen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="infostrip">Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, spielt im Star-Trek-Universum, <a href="#anmerkungen" >Anmerkungen</a> und <a href="#copyright" >Copyright-Hinweise</a> am Ende der Seite</p>
<p>&#8222;Alarmstufe Rot!&#8220; &#8211; &#8222;Volle Energie auf die Schilde!&#8220; &#8211; &#8222;Phaser aktivieren!&#8220;</p>
<p>Mehrere Treffer sch&#252;ttelten das Schiff durch. Etwas explodierte auf der Br&#252;cke und Metallsplitter wirbelten durch die Gegend.</p>
<p class="center">***</p>
<p>Stille. Und Trauer. Warum hatte es so kommen m&#252;ssen? Sie war vierzehn und sa&#223; unter einem gro&#223;en Baum in einem Garten. Im Hintergrund war ein erleuchtetes Haus auf einem H&#252;gel zu sehen, doch um das M&#228;dchen herum herrschte Dunkelheit. Und auch in ihrem Innern herrschte Dunkelheit. Vor einer Woche hatte man die ersten Nachrichten geh&#246;rt. &#8222;Romulaner belagern Tomed-System! <em>USS Chrachas</em> und <em>USS Machiavelli</em> zerst&#246;rt!&#8220;</p>
<p>Alle hatten es bef&#252;rchtet, doch niemand wollte es glauben. Sie erinnerte sich noch gut an ihn, obwohl er lange nicht mehr bei ihnen gewesen war. Besonders erinnerte sie sich an einen Abend, vor sechs Jahren.</p>
<p>Sie hatte sich mit ihrer Mutter gestritten, die ihr keinen zweiten Nachtisch replizieren wollte. Sie war einfach hinausgelaufen in die Dunkelheit und hatte sich am Ende des Gartens unter genau diesen Baum gesetzt.</p>
<p>Irgendwann hatte sie Schritte geh&#246;rt. Eine leise Stimme. &#8222;Rachel?&#8220; Sie erkannte ihn, doch sie antwortete nicht, sie war schlie&#223;lich beleidigt. Er setzte sich neben sie, und nach einer Weile sagte er: &#8222;Komm doch wieder mit rein! Du willst doch nicht meinen letzten Abend verpassen?&#8220; Sie rang mit sich selbst, doch schlie&#223;lich entschied sie, dass sie auf ihre Mutter sauer war und nicht auf ihn. &#8222;Musst du denn wieder weg?&#8220; fragte sie leise und sah ihn an.</p>
<p>&#8222;Ja. Mein Schiff fliegt morgen los. Und ich muss an Bord sein.&#8220;</p>
<p>&#8222;Aber warum denn? Schaffen die das denn nicht ohne dich?&#8220; Der kindliche Trotz einer Achtj&#228;hrigen. Er l&#228;chelte dar&#252;ber und meinte: &#8222;Ich will ja mit. Ich will dort oben sein.&#8220;</p>
<p>&#8222;Aber warum? Warum willst du denn nicht bei uns bleiben?&#8220; Darauf erwiderte er nichts, er sah einfach zum Himmel hoch, an dem tausende von Sternen funkelten. &#8222;Siehst du die Sterne?&#8220; fragte er schlie&#223;lich. &#8222;Ja&#8220;, meinte sie mit einem kurzen Blick auf das Gefunkel. &#8222;Nein. Sieh richtig hin! Saug ihr Bild in dich auf!&#8220;</p>
<p>Rachel folgte seinem Rat und er fuhr fort: &#8222;Wenn du lange genug die Sterne betrachtest, wei&#223;t du, warum ich dorthin will. Jedes einzelne Licht, das du dort siehst, hat eine unheimlich lange Reise hinter sich. Die meisten dieser Lichter waren l&#228;nger unterwegs als es uns Menschen &#252;berhaupt gibt. Und ich habe nun die Chance, zwischen ihnen zu reisen und all die Wunder zu erleben, die sie f&#252;r uns bereithalten. Das ist es wert, f&#252;r eine Weile von seiner Familie getrennt zu sein.&#8220;</p>
<p>Er sah sie an und lachte. &#8222;Eines Tages wirst du es verstehen, Rachel. Vielleicht folgst du mir sogar zu den Sternen!&#8220; Und wieder lachte er und zeigte mit ausgestrecktem Arm auf den Himmel. &#8222;Ich warte dort auf dich, Schwesterchen.&#8220;</p>
<p>&#8222;Ich warte dort auf dich, Schwesterchen.&#8220; Diese Worte kamen ihr wieder in den Sinn, als sie jetzt zu den Sternen hoch sah. Doch diesmal war sie allein, niemand war bei ihr und erkl&#228;rte ihr die Wunder des Universums.</p>
<p>Und niemand wartete mehr dort oben auf sie.</p>
<p>Vor drei Tagen waren die Bef&#252;rchtungen zur Gewissheit geworden. Ein Offizier war zu ihnen gekommen, er hatte mit ihren Eltern gesprochen und ihnen etwas &#252;berreicht. Eine goldgelbe, sternf&#246;rmige Medaille. Rachel hielt sie in der Hand, auf ihrer R&#252;ckseite konnte sie im Licht der Sterne gerade noch die Inschrift erkennen. &#8222;Er starb in Erf&#252;llung seiner Pflicht.&#8220; Nur durch den darunterstehenden Namen unterschied sich die Medaille von hunderten anderen, die in diesen Tagen wahrscheinlich &#252;berbracht worden waren. Sonst blieb nichts von ihm, keine Leiche, keine pers&#246;nlichen Sachen, keine letzte Nachricht. &#8222;Sie m&#252;ssen das verstehen&#8220;, hatte der Offizier gesagt. &#8222;Die <em>Machiavelli</em> wurde durch einen Kernbruch zerst&#246;rt. Es blieb nichts &#252;brig, was man h&#228;tte bergen k&#246;nnen.&#8220;</p>
<p>Sie konnte nicht mehr weinen, all ihre Tr&#228;nen hatte sie in den letzten Tagen schon vergossen. Und so sa&#223; sie einfach da und sah zu den Sternen hinauf.</p>
<p>Sie wollte diese Sterne verfluchen, weil sie ihr ihren Bruder genommen hatten. Dieses unendliche Gefunkel dort oben hatte ihn von der sicheren Erde weggelockt. Und doch konnte sie die Sterne nicht als etwa B&#246;ses ansehen. So sehr sie sich auch bem&#252;hte, sie konnte die Faszination der Sterne nicht absch&#252;tteln. Seit jenem Abend vor sechs Jahren hatten die Sterne sie fasziniert, sie hatte abends zu ihnen aufgeblickt und versucht, das Licht zu finden, an dem er jetzt gerade vorbeiflog.</p>
<p>Sie dachte an seine Worte. &#8222;Jedes einzelne Licht, das du dort siehst, hat eine unheimlich lange Reise hinter sich.&#8220; Das Licht, das jetzt zur Erde kam, wusste noch nichts von dem, was passiert war. Es hatte seine Reise vor vielen Jahrtausenden angetreten, und sie konnte es f&#252;r das Geschehene nicht verdammen. Aber eines Tages w&#252;rde das Licht aus dem fernen Tomed-System, das Licht, das die Katastrophe beleuchtet hatte, das vielleicht sogar etwas von der Energie des Kernbruches mitgenommen hatte, auch die Erde erreichen, und vielleicht war es besser, wenn sie dann nicht mehr hier war.</p>
<p>&#8222;Eines Tages wirst du es verstehen, Rachel.&#8220; Ja, sie verstand ihn jetzt. Sie blickte zum Himmel hinauf und f&#252;hlte den selben magischen Sog, dem auch er erlegen war. Sollte sie ihm folgen, obwohl er dort den Tod gefunden hatte? Oder sollte sie ihm gerade deswegen folgen, um seinen Traum fortzuf&#252;hren?</p>
<p>Sie h&#246;rte wieder sein Lachen, sah seinen ausgestreckten Arm, der auf die Sterne deutete. &#8222;Ich warte dort auf dich, Schwesterchen.&#8220;</p>
<p>Langsam hob sie das PADD, das sie in ihrer rechten Hand hielt. &#8222;Anmeldung f&#252;r die Akademie der Sternenflotte&#8220; stand darauf. Rachel legte die Medaille neben sich auf den Boden und nahm den elektronischen Stift, der an dem PADD baumelte. Sie w&#252;rde noch warten m&#252;ssen, bis sie mit der Schule fertig war, aber sie konnte das Formular ja schon ausf&#252;llen. Sie legte das PADD auf ihre Knie und trug in die erste Zeile des beleuchteten Displays ihren Namen ein &#8211; Rachel Garrett.</p>
<p class="center">***</p>
<p>Der Druck der Explosion warf sie aus ihrem Sessel. Das Bild der Br&#252;cke wirbelte an ihrem Auge vorbei. Rauch, die Besatzung an ihren Stationen. Als ihr K&#246;rper aufprallte und &#252;ber den Boden rollte, war Rachel Garrett schon tot. Ihre starren Augen konnten den langen Metallsplitter in ihrer Stirn nicht mehr sehen, sie waren auf die Sterne auf dem Bildschirm gerichtet.</p>
<div class="infobox">
<div class="infobox_inner">
<h3 id="anmerkungen">Anmerkungen</h3>
<p>Geschrieben: 30. Dez 1998, W&#246;rter: 1026</p>
<p>Fan Fiction zu: Star Trek</p>
<p>Als ich wieder einmal die Folge &#8222;Yesterday&#8217;s Enterprise&#8220; sah, fragte ich mich pl&#246;tzlich, was Rachel Garrett wohl f&#252;r ein Mensch war. Immerhin wirkte sie sehr interessant und hatte es als erste Frau zum Captain einer Enterprise gebracht. Daraus entstand diese kleine Story. Es steckt kein gro&#223;er Sinn darin, daf&#252;r aber drei verschiedene Zeitebenen. *g* Eigentlich ist es nur eine Art Momentaufnahme und eine kleine Hommage an einen sehr interessanten Charakter.</p>
<p>Der Roman <a href="http://johannes-ruthenberg.de/serpents-among-the-ruins" >&#8222;Serpents Among The Ruins&#8220;</a> verr&#228;t uns zum ersten Mal Einzelheiten &#252;ber den Tomed-Zwischenfall, welcher 2311 zum Abbruch der Beziehungen zwischen F&#246;deration und Romulanischem Reich f&#252;hrte. Als ich diese Story schrieb, war au&#223;er einigen vagen Andeutungen in TNG dazu nichts weiter bekannt, weswegen ich daraus einen Konflikt im Tomed-System machte. Im Roman ist die <em>Tomed</em> das Flaggschiff der romulanischen Flotte. Ich lasse die Geschichte jetzt aber so wie sie ist, zumal das ja auch kein gravierendes Detail ist.</p>
<p>F&#252;r alle, die die Folge &#8222;Yesterday&#8217;s Enterprise&#8220; nicht kennen oder nicht mehr im Kopf haben, hier ein paar Links zu Memory Alpha: <a href="http://memory-alpha.org/de/wiki/Rachel_Garrett" class="liexternal">Rachel Garrett</a>, <a href="http://memory-alpha.org/de/wiki/USS_Enterprise_%28NCC-1701-C%29" class="liexternal">Enterprise-C</a></p>
<h3 id="copyright">Copyright-Hinweis</h3>
<p>Die Rechte am Star-Trek-Universum, den dort vorkommenden Charakteren, V&#246;lkern, Raumschiffen etc. liegen bei Paramount Pictures. Diese Story dient keinerlei kommerziellen Zwecken, eine Copyright-Verletzung ist nicht beabsichtigt.</p>
<p>Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr d&#252;rft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte ver&#246;ffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverst&#228;ndnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spa&#223; verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.</p>
</div>
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                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Stellen Sie sich vor&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 20:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte (1998): Ein Raumschiff n&#228;hert sich der Erde mit einer t&#246;dlichen Mission. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="infostrip">Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, <a href="#anmerkungen" >Anmerkungen</a> und <a href="#copyright" >Copyright-Hinweise</a> am Ende der Seite</p>
<p>Der Schatten n&#228;herte sich lautlos. Er fiel auf den Mond, verdeckte die Sterne. Noch ahnte niemand etwas davon, was da auf die Erde zukam. Erst allm&#228;hlich wurde man in den milit&#228;rischen Kontrollzentren aufmerksam. Bald wurde Alarm gegeben.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt hatte sich schon ein riesiger Diskus zwischen die Sonne und die Erde geschoben. Binnen weniger Minuten wurde es finster auf der Erde, und jetzt merkte auch der Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung, das etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Doch nur die Spezialisten vor den Ortungsger&#228;ten wurden Zeuge, wie sich das Schiff aufl&#246;ste und zu einer kleinen Flotte zerfiel.</p>
<p>Unsichtbar aus dem All begann sich nun eine hektische Aktivit&#228;t zu entfalten. Man war auf diesen Fall nicht vorbereitet, nicht im mindesten. Wenn man so etwas im Kino sah, wirkte es so einfach, eine weltweite Verteidigung aufzubauen und die Aliens nach Hause zu bomben. Doch die Schiffe im All lie&#223;en den Milit&#228;rs der Erde nicht die geringste Chance. Es gab keine Koordinierungssignale, keine mehrst&#252;ndige Vorbereitungsphase. Die Schiffe hatten ihre Befehle, es gab keinen Grund, l&#228;nger zu warten.</p>
<p>Vier Einheiten schoben sich n&#228;her an den Planeten heran und begannen, einen Energiestrahl zu emittieren. Dem Kommandanten der Flotte wurde gemeldet, dass der Computer einige primitive, atomare Raketen auf Angriffskurs entdeckt und neutralisiert hatte. Der Kommandant nickte desinteressiert und konzentrierte sich auf das weitere Geschehen.</p>
<p>Der Strahl fra&#223; sich in die Atmosph&#228;re und begann, sie aufzul&#246;sen. Schon nach kurzer Zeit war der gesamte Luftvorrat des Planeten in Energie umgewandelt, die den Schiffsmaschinen zugef&#252;hrt wurde. Jegliches Leben erstarb. Die meisten der Bewohner vergingen, ehe sie begriffen, was passierte, und mit ihnen starben alle Tiere und Pflanzen. Die K&#228;lte des Weltalls bem&#228;chtigte sich des Planeten, die Reste der gro&#223;en Ozeane hielten sich nur einige Minuten, bevor sie zu Eis erstarrten.</p>
<p>Phase II beginnt, wurde dem Kommandanten gemeldet. Eine aus drei&#223;ig Schiffen bestehende Flotteneinheit n&#228;herte sich dem Planeten und schaltete ihre Spezialmaschinen ein. F&#252;r den uneingeweihten Beobachter, den es in dieser Situation nur hypothetisch gab, w&#228;re nichts zu erkennen gewesen. Doch das h&#246;herdimensional denkende Gehirn des Kommandanten mit den entsprechend ausgebildeten Sinnesorganen nahm die Wirkung der Maschinen sofort wahr. Der Planet begann sich zu ver&#228;ndern. Unter der Einwirkung einer unbegreiflichen Strahlungsart erstarrten der obere und der untere Mantel. Nach einer halben Stunde reichte die Wirkung schlie&#223;lich bis in den tiefsten Kern des Planeten. Das Eis an der Oberfl&#228;che war verschwunden, ebenso der fl&#252;ssige Kern, und f&#252;r den Kommandanten stellte sich der Planet nun als eine einheitliche, homogene Kugel dar.</p>
<p>Der letzte Akt dieses Dramas konnte beginnen. Das Bohrschiff landete auf dem Planeten. In dem 4 Kilometer hohen Kegel liefen starke Maschinen an, die Zielvorrichtungen wurden auf den Mittelpunkt des Planeten justiert. Ein stark geb&#252;ndelter Energiestrahl begann, sich in den Boden zu fressen, Absaugvorrichtungen beseitigten den vergasten Planetenboden. Ein Schacht entstand, mit einem mittleren Durchmesser von 20 Zentimetern.</p>
<p>Und immer weiter fra&#223; sich der Strahl in den Boden. Erst nach etwa einer Stunde wurden die Maschinen abgestellt, der Strahl hatte den Planetenboden auf der anderen Seite durchbrochen.</p>
<p>Das Bohrschiff startete und gesellte sich zum Rest der Flotte, daf&#252;r l&#246;ste sich ein anderes Schiff aus dem Verband und nahm Kurs auf den Planeten. An Bord hatte es den Kommandanten. Das Schiff ging unmittelbar neben dem Schacht nieder, eine Schleuse &#246;ffnete sich und entlie&#223; den Kommandanten. Er trug einen klobigen Schutzanzug und bewegte sich auf den Schacht zu. Seine Schritte waren lautlos, denn es gab keine Atmosph&#228;re mehr, die die Schallwellen h&#228;tte leiten k&#246;nnen. Doch im Innern des Anzugs war das Zischen seines Atems ganz deutlich zu h&#246;ren.</p>
<p>Suchend blickte er sich auf dem Boden um, dann hob er einen kleinen Stein auf und hielt ihn genau &#252;ber den Schacht. Er war bereit. Bereit, die gr&#246;&#223;te Aufgabe seines Lebens zu vollenden und hinter das ultimate Geheimnis dieses Universums zu kommen. Er lie&#223; den Stein los. Der Stein fiel. Und fiel. Und fiel.</p>
<p>Mit seinem unglaublich komplexen Gehirn wertete der Kommandant die Bewegung des Steines aus. Beschleunigungsphase, Bremsphase, Umkehrpunkt. Der Stein verlie&#223; den Schacht nicht am anderen Ende, sondern bewegte sich wieder in Richtung auf den Mittelpunkt und dar&#252;ber hinaus, bis zum hiesigen Ende des Schachtes. Und so schwang er zwischen diesen beiden Punkten hin und her.</p>
<p>&#8218;Harmonisch&#8216;, murmelte der Kommandant. &#8218;Eine harmonische Schwingung, ohne Zweifel!&#8216;</p>
<p>Und in diesem Moment verging das Universum, es hatte seinen Zweck erf&#252;llt. Es h&#246;rte einfach auf, zu existieren und wurde abgel&#246;st von einem schrillen Ger&#228;usch, das entfernt dem Klingeln eines Weckers &#228;hnelte. Dieses Klingeln hallte wider in dem leeren Raum, den das Universum hinterlassen hatte, bis ein metallisches Scheppern zu h&#246;ren war und dann nur noch Stille. Helligkeit drang auf einmal herein und ein verschwommenes Bild wurde sichtbar. &#8222;Aufstehen, es ist halb sieben!&#8220;</p>
<p>Mist! Montag morgen. Martin qu&#228;lte sich aus dem Bett und schleppte sich ins Bad. W&#228;hrend er seinen Kopf unter kaltes Wasser hielt, fiel ihm wieder ein, wor&#252;ber er gestern Abend eingeschlafen war: die Physik-Hausaufgaben. Also noch mal ins Zimmer und den Hefter hinter dem Bett hervorzerren. Da war es ja.</p>
<p>&#8222;Stellen Sie sich vor, die Erde w&#228;re eine Kugel mit homogener Dichte und wir w&#252;rden ein 20 cm durchmessendes Loch genau durch ihren Mittelpunkt bohren. Wenn wir jetzt einen Stein in dieses Loch werfen, was passiert dann mit ihm, unter Vernachl&#228;ssigung von Reibung und Luftwiderstand?&#8220;</p>
<p>Martin starrte auf seinen Hefter. Ein Gedanke fuhr ihm durch den Kopf: Gott, wie kann man sich nur solche Fragen ausdenken?</p>
<div class="infobox">
<div class="infobox_inner">
<h3 id="anmerkungen">Anmerkungen</h3>
<p>Geschrieben: 07. Sep 1998, W&#246;rter: 892</p>
<p>Die Story spielt (teilweise) in unserem Universum und beruht auf einer wahren Begebenheit. *g* Eine zugegebenerma&#223;en etwas surreale und fast schon sinnlose Story. Die erw&#228;hnte Aufgabe haben wir damals wirklich bekommen, und sie zwang mich in ihrer Skurrilit&#228;t einfach dazu, etwas dar&#252;ber zu schreiben. Das hier ist also eine Hommage an die Kreativit&#228;t meines Physiklehrers. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3 id="copyright">Copyright-Hinweis</h3>
<p>Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr d&#252;rft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte ver&#246;ffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverst&#228;ndnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spa&#223; verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.</p>
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                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Beginn</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 09:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte (Star Trek, 1998): Vor langer Zeit erf&#228;hrt ein Jem'Hadar von einer Verschw&#246;rung auf Vorth. Eine Geschichte von den Anf&#228;ngen des Dominions. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="infostrip">Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, spielt im Star-Trek-Universum, <a href="#anmerkungen" >Anmerkungen</a> und <a href="#copyright" >Copyright-Hinweise</a> am Ende der Seite</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/03/jem-hadar.jpg" width="200" height="320" alt="Jem‘Hadar" title="Jem'Hadar" class="imageframe imgalignleft" />Die Stra&#223;en von Labrar lagen im D&#228;mmerlicht. Hoch am Himmel stand ein wei&#223;er Zwergstern, der aber nur wenig Licht und W&#228;rme spendete. Und bis zum Aufgang der zweiten Sonne w&#252;rden noch einige Stunden vergehen.</p>
<p>Dementsprechend leer waren die Stra&#223;en, als Haska&#8216;thuur auf das Administrationsgeb&#228;ude zuging. Wie jeder Jem&#8216;Hadar hatte Haska&#8216;thuur eine humanoide Gestalt, sein haarloser Sch&#228;del konnte aber die reptilischen Vorfahren nicht verleugnen. Mehrere Knochenk&#228;mme liefen von den Augen bis zum Hinterkopf, und auch das Gesicht war vom Hals durch einen solchen Kamm getrennt. Haska&#8216;thuur war der Kommandant der Jem&#8216;Hadar-Truppen im Sektor Labrar. Seit Abschluss des Koalitionsvertrages sorgten die Jem&#8216;Hadar auf der Heimatwelt der humanoiden Vorta f&#252;r die n&#246;tige Sicherheit, w&#228;hrend die Vorta sich vorwiegend wissenschaftlichen und politischen Aufgaben widmeten.</p>
<p>Die beiden Jem&#8216;Hadar-Wachen gr&#252;&#223;ten ihren Vorgesetzten vorschriftsm&#228;&#223;ig, als Haska&#8216;thuur das Geb&#228;ude betrat, in den dritten Stock fuhr und sich bei dem Sekret&#228;r Dooklars meldete. Er wurde sofort vorgelassen, was ungew&#246;hnlich war, denn normalerweise musste Haska&#8216;thuur bei Dooklar, der Verbindungsoffizierin der Vorta zu den auf Vorth stationierten Jem&#8216;Hadar-Truppen, lange warten. Aber andererseits war es schon ungew&#246;hnlich, dass sie ihn zu so fr&#252;her Stunde um ein Gespr&#228;ch ersuchte.</p>
<p>Nach einigen Dienstangelegenheiten kam die Sprache auf die Politik. &#8222;Was halten Sie von der Entscheidung des Koalitionsrates, eine Strafexpedition nach Dosi Gura zu schicken?&#8220; fragte sie. </p>
<p>Haska&#8216;thuur &#252;berlegte einen Augenblick, ob es sich um eine Fangfrage handeln k&#246;nnte, dann antwortete er vorsichtig: &#8222;Ich glaube nicht, dass es mir zusteht, die Entscheidungen des Koalitionsrates zu beurteilen.&#8220; An Dooklars Mine sah er, dass dies nicht die Art von Antwort war, die sie h&#246;ren wollte, deshalb f&#252;gte er hinzu: &#8222;Aber ich pers&#246;nlich h&#228;tte erst einmal das Ende der Untersuchungen abgewartet. Es steht noch gar nicht fest, dass die Dosi Rakella Prime angegriffen haben.&#8220;</p>
<p>&#8222;Sprechen Sie ruhig weiter&#8220;, ermunterte ihn Dooklar und sah ihn dabei interessiert an.</p>
<p>Etwas mutiger geworden, fuhr der Jem&#8216;Hadar fort: &#8222;Solange noch Zweifel an der Schuld der Dosi besteht, k&#246;nnte ein Vergeltungsschlag der Koalition viele Feinde schaffen. Es ist mir, ehrlich gesagt, ein R&#228;tsel, warum Dala&#8216;ghar dieser Strafexpedition zugestimmt hat. Ich kenne Dala&#8216;ghar pers&#246;nlich. Seit er im Koalitionsrat f&#252;r die Jem&#8216;Hadar spricht, hat er es immer geschafft, die Interessen unseres Volkes und die der Koalition zu vereinen.&#8220;</p>
<p>Dooklar schwieg eine Weile, dann fragte sie: &#8222;Haben Sie von der Explosion der Labrar-Energiewerke geh&#246;rt?&#8220; Haska&#8216;thuur war von diesem pl&#246;tzlichen Themawechsel ziemlich &#252;berrascht, deswegen nickte er nur. Die Vorta fuhr fort: &#8222;Die Hauptversorgung der Stadt wird jetzt durch das neue Kraftwerk im Norden gew&#228;hrleistet. Wussten Sie eigentlich, dass es bei der Explosion mehrere Tote gab?&#8220;</p>
<p>&#8222;Soweit ich wei&#223;, waren es zehn Arbeiter&#8220;, antwortete Haska&#8216;thuur immer noch verwirrt.</p>
<p>&#8222;Was Sie aber nicht wissen, ist, dass zur Zeit der Explosion eine Besichtigung des Kraftwerkes stattfand. Vier Abgeordnete des Parlaments von Vorth wurden dabei get&#246;tet. Diese Information wurde vor der Presse absichtlich geheimgehalten&#8220;, er&#246;ffnete sie ihm und f&#252;gte dann eindringlicher hinzu: &#8222;Hohe Milit&#228;rs werden pl&#246;tzlich in den Ruhestand geschickt und durch andere ersetzt, Personen verhalten sich untypisch, es kommt zu Unf&#228;llen und der politische Kurs der Koalition wird immer aggressiver. Die Wenigsten sehen diese Ereignisse im Zusammenhang, aber wer das tut, erkennt ganz deutlich, dass etwas auf Vorth vorgeht.&#8220;</p>
<p>&#8222;Dass etwas vorgeht?&#8220; fragte der Jem&#8216;Hadar verwundert.</p>
<p>&#8222;Ja. Das Gesamtbild, das sich ergibt, ist erschreckend: Jemand ist dabei, auf Vorth die Macht zu &#252;bernehmen.&#8220; Haska&#8216;thuur war nicht dumm, er hatte selbst bemerkt, dass sich in letzter Zeit einiges auf Vorth ver&#228;ndert hatte. Und doch hatte er die Ver&#228;nderungen bisher nicht im gro&#223;en Zusammenhang gesehen. Doch Dooklars weitere Ausf&#252;hrungen &#252;berzeugten ihn.</p>
<p>&#8222;Warum erz&#228;hlen Sie mir das alles?&#8220; fragte er schlie&#223;lich.</p>
<p>&#8222;Ganz einfach. Wir brauchen Sie f&#252;r eine bestimmte Mission.&#8220;</p>
<p>Haska&#8216;thuur horchte auf. &#8222;Wir?&#8220;</p>
<p>&#8222;Es gibt noch mehr, denen die Ver&#228;nderungen auf Vorth aufgefallen sind. Und die bereit sind, den oder die Unbekannten aufzuhalten.&#8220;</p>
<p>Haska&#8216;thuur nickte nachdenklich und fragte dann: &#8222;Wie sieht diese Mission aus?&#8220;</p>
<p>&#8222;Wir haben eine Spur, die unter Umst&#228;nden zu den Unbekannten f&#252;hrt. Sie wissen sicher, dass vor zwei Wochen ein Schiff der Delta-Staffel von den Sherrick vernichtet wurde.&#8220;</p>
<p>Dooklar sah ihn fragend an und Haska&#8216;thuur nickte. &#8222;Ich habe die Aufnahmen gesehen. Die Rettungsschiffe fanden nur noch ausgl&#252;hende Tr&#252;mmer.&#8220;</p>
<p>Dooklar lachte bitter und schob ihm etwas &#252;ber den Tisch. Haska&#8216;thuur musterte den Gegenstand und meinte dann &#252;berrascht: &#8222;Das ist eine ID-Plakette. Delta-20, sie stammt also von einem der Soldaten an Bord des vernichteten Schiffes. Wo haben Sie die her?&#8220;</p>
<p>&#8222;Ein Mitglied unserer Gruppe entdeckte vorgestern diesen Soldaten &#8211; tot. Der Informant arbeitete im Thabori-Forschungskomplex und drang illegal in die tieferen Etagen vor. Dabei fand er den Toten.&#8220; Als Haska&#8216;thuur schwieg, f&#252;gte Dooklar noch hinzu: &#8222;Sie sollten wissen, dass es eine gef&#228;hrliche Aufgabe ist. Unser Informant wurde entdeckt und verschwand gestern spurlos.&#8220; </p>
<p>Haska&#8216;thuur sah sie ungl&#228;ubig an, dann fragte er leise: &#8222;Was soll ich tun?&#8220;</p>
<p class="center">***</p>
<p>Die Wachen dieses Nebeneingangs waren ausgeschaltet worden. Der s&#252;dliche Stadtteil, in dem der Forschungskomplex errichtet worden war, galt normalerweise als relativ sichere Gegend, so dass die Wachen nicht mit einem Angriff gerechnet hatten. Haska&#8216;thuur kam ungehindert bis zum Eingang.</p>
<p>Hier zeigte sich, warum gerade er f&#252;r diese Mission ausgew&#228;hlt worden war. Die Gruppe hatte zwar eine Zugangskarte f&#252;r die inneren Sektionen des Komplexes von wer-wei&#223;-wem erbeutet, aber zum Betreten brauchte man eine allgemeine Alpha-2-Sicherheitseinstufung. Und Haska&#8216;thuur besa&#223; als Sektorenkommandant der Jem&#8216;Hadar-Truppen diesen Code. Damit gelang es ihm, die T&#252;r zu &#246;ffnen. Er huschte ins Innere und sah sich schnell um, doch niemand war zu sehen. Hinter ihm schloss sich das Schott wieder, von nun an war er auf sich allein gestellt.</p>
<p>Kurz dachte er an seine Frau, die glaubte, er w&#228;re auf einer au&#223;erplanm&#228;&#223;igen Truppen&#252;bung. Die Chancen hier lebend herauszukommen, waren nicht allzu gut. Doch Haska&#8216;thuur wusste, dass er es auf keinen Fall schaffen w&#252;rde, wenn er weiter hier herumstand und seinen Gedanken nachhing.</p>
<p>Deshalb konzentrierte er sich auf seine Mission, welche darin bestand, herauszufinden was in den Kellerlabors vorging und wie der Delta-Soldat aus dem angeblich explodierten Schiff gekommen war. Haska&#8216;thuur machte sich auf den Weg. Ohne Zwischenf&#228;lle erreichte er den Antigravlift, der in die unteren Stockwerke f&#252;hrte. Hier in der Alpha-2-Zone waren noch keine besonderen Sicherheitsma&#223;nahmen getroffen worden. Doch im Antigravschacht wurde es gef&#228;hrlicher, denn es konnte jederzeit einer der hier arbeitenden Thabori den Schacht betreten. Haska&#8216;thuur konzentrierte sich deshalb auf sein Symboflex-Organ, und innerhalb weniger Sekunden verschwammen seine Konturen, bis sie schlie&#223;lich ganz verschwanden. Auf optischem Wege war er jetzt nicht mehr auszumachen.</p>
<p>Er schwang sich in den Schacht und schwebte abw&#228;rts, bis er die F-Sektion erreichte. Dort verlie&#223; er den Schacht. Hier begegnete er den ersten anderen Wesen: Zwei der insektoiden Thabori, ebenfalls ein Volk der Koalition, kamen aus einem Gang und verschwanden, ohne ihn zu bemerken, im Antigravschacht.</p>
<p>Haska&#8216;thuur wandte sich der nahe gelegenen Sicherheitsschleuse zu, durch die er die Kernsektion dieser Ebene betreten konnte. Kurz kamen ihm Zweifel. Was, wenn es sich bei dem Soldaten nur um einen &#220;berlebenden handelte, der vielleicht rechtzeitig mit einem Beiboot geflohen war? Doch er hatte keine Wahl, er war schon zu weit gekommen. Jetzt musste er es zu Ende bringen, so oder so.</p>
<p>Er trat vor den Sensor und schaltete ein Ger&#228;t ein, dass eine k&#252;nstliche Gehirnwellenstrahlung emittierte, seine eigene &#252;berlagerte und gleichzeitig falsche ID-Daten an den &#220;berwachungscomputer &#252;bermittelte. Verbunden mit einer Magnetkarte, die er von Dooklar erhalten hatte, konnte er so die zust&#228;ndige Automatik &#252;berzeugen, dass er berechtigt war, diese Sektion zu betreten. Die T&#252;r &#246;ffnete sich, und Haska&#8216;thuur trat hindurch.</p>
<p>Er zog eine Waffe aus einer Tasche. Es war eine antike Projektilwaffe, mit der er in jedem offenen Kampf unterlegen w&#228;re, doch etwas besseres hatte er nicht an den Wachautomatiken vorbeischmuggeln k&#246;nnen, die nach Energiequellen scannten. Damit konnten sie jede Energiewaffe entdecken, nicht aber diese altert&#252;mliche Projektilwaffe.</p>
<p>Vor Haska&#8216;thuur tat sich ein schier endloser Gang auf, der nur schwach beleuchtet und leer war. Von Dooklar hatte er erfahren, wo ihr Informant bei seinen illegalen Recherchen den toten Jem&#8216;Hadar gesehen hatte. Er suchte die richtige T&#252;r heraus und &#246;ffnete sie mittels eines Mikro-Impulsgebers. Die T&#252;r glitt zischend zur Seite und gab den Blick auf das Innere des Raumes frei. Der Raum war stockdunkel, aber Haska&#8216;thuurs Augen nahmen die W&#228;rmestrahlung der Gegenst&#228;nde auf, so dass sich ein Infrarotbild des Raumes ergab. Mit dieser F&#228;higkeit erkannte er einige laufende Computerterminals, mehrere K&#252;hlkammern an der rechten Wand und schlie&#223;lich nahm er auch den K&#246;rper wahr, der auf einer Liege in einer Ecke des Raumes ruhte. Nach der K&#246;rperw&#228;rme zu urteilen, lebte er noch, war aber zumindest stark geschw&#228;cht.</p>
<p>Bevor Haska&#8216;thuur weitere Einzelheiten ausmachen konnte, vernahm er pl&#246;tzlich Ger&#228;usche aus dem Nebenraum. Dort ging das Licht an, und Haska&#8216;thuur konnte durch eine riesige Glasscheibe einen weiteren Laborraum sehen.</p>
<p>Ein Thabori hatte den anderen Raum betreten. Haska&#8216;thuur wusste, dass der Thabori ihn nicht sehen konnte, deshalb k&#252;mmerte er sich nicht mehr um ihn. Sein Blick fiel auf den K&#246;rper, den er entdeckt hatte. Im Licht aus dem Nebenraum sah er, dass es sich um einen Jem&#8216;Hadar handelte, und erst jetzt d&#228;mmerte es ihm, auf was er hier gesto&#223;en war: Dies war definitiv keine Medosektion, eher ein Labor. Man hatte mit dem Jem&#8216;Hadar Experimente angestellt!</p>
<p>Anhand der Plakette erkannte er ihn als einen Soldaten des Delta-Schiffes. In seinem Hals klaffte eine gro&#223;e Wunde, aus der ein Schlauch zu einem Beh&#228;lter mit einer wei&#223;en Fl&#252;ssigkeit f&#252;hrte. Die Fl&#252;ssigkeit wurde dem Jem&#8216;Hadar auf diesem Wege st&#228;ndig zugef&#252;hrt. Haska&#8216;thuur konnte nichts f&#252;r ihn tun, der Jem&#8216;Hadar w&#252;rde diese Nacht nicht &#252;berleben. &#8218;Wie barbarisch&#8216;, dachte Haska&#8216;thuur verbittert, und gleichzeitig wurde ihm klar, dass er dieses Geb&#228;ude nicht lebend verlassen w&#252;rde, sollte er entdeckt werden. Wer immer dies auch getan hatte, konnte auf keinen Fall riskieren, dass es an die &#214;ffentlichkeit kam.</p>
<p>Pl&#246;tzlich h&#246;rte er weitere Ger&#228;usche von nebenan: Ein Vorta hatte den Raum betreten. Haska&#8216;thuur erkannte ihn sofort: Es war Lakool, der Forschungsminister von Vorth. Langsam begriff Haska&#8216;thuur, wie Recht Dooklar mit ihren Vermutungen gehabt hatte: Auch Lakool hatte seinen Posten erst vor einigen Monaten erhalten, nachdem sein Vorg&#228;nger pl&#246;tzlich einer Krankheit erlegen war.</p>
<p>Haska&#8216;thuur n&#228;herte sich vorsichtig der leicht ge&#246;ffneten Verbindungst&#252;r, um zu h&#246;ren, was Lakool und der Thabori zu besprechen hatten. Ohne ein Wort der Begr&#252;&#223;ung ging Lakool gleich zum Grund seines Hierseins &#252;ber: &#8222;Ihr hattet Erfolg?&#8220; verstand Haska&#8216;thuur.</p>
<p>&#8222;Ja, Erhabener.&#8220; Das war die zirpende Stimme des Thabori. &#8222;Die chemische Struktur ist stabil und die ersten Tests fielen positiv aus.&#8220;</p>
<p>Der Thabori wies in den Hintergrund, wo ein weiterer Jem&#8216;Hadar auf einer Liege festgebunden war. Lakool n&#228;herte sich dem Bedauernswerten. Haska&#8216;thuur glaubte, Verachtung in seiner Haltung wahrnehmen zu k&#246;nnen. Auf jeden Fall hatte Lakool eine unheimliche Ausstrahlung, die sich auch in seinem kalten Tonfall widerspiegelte. Er trat an die Liege heran und betrachtete den Schlauch, durch den auch diesem Jem&#8216;Hadar die wei&#223;e Fl&#252;ssigkeit zugef&#252;hrt wurde.</p>
<p>&#8222;L&#228;sst sich das Enzym in Massenproduktion herstellen?&#8220; h&#246;rte Haska&#8216;thuur ihn fragen. Der Thabori antwortete eilig: &#8222;Ja, Herr. Sobald wir die Feinabstimmung der chemischen Zusammensetzung beendet haben.&#8220;</p>
<p>&#8222;Gut. Alle Unterlagen &#252;ber den Forschungsprozess, der zur Entdeckung des White f&#252;hrte, m&#252;ssen vernichtet werden. Niemand au&#223;er uns darf in der Lage sein, das White zu synthetisieren.&#8220;</p>
<p>Der Thabori f&#252;gte vorsichtig hinzu: &#8222;Da gibt es aber noch ein Problem: Die Abh&#228;ngigkeit vom Ketracel White l&#228;sst sich leicht in den Gencode der Jem&#8216;Hadar implantieren, aber diese Sequenzen lassen sich nicht vererben. Der Organismus der schwangeren Jem&#8216;Hadar-Frauen filtert sie einfach heraus.&#8220;</p>
<p>Lakool erwiderte ohne zu z&#246;gern: &#8222;Dann m&#252;ssen die Jem&#8216;Hadar eben k&#252;nstlich gez&#252;chtet werden. F&#252;r ein Kriegervolk sind Frauen sowieso von geringem Nutzen.&#8220; Der Thabori zirpte zustimmend.</p>
<p>Lakool wandte sich direkt an das insektoide Wesen und sah es mit seinem stechenden Blick an. Seine Stimme schien noch um einige Grad k&#228;lter zu werden. &#8222;Dein Volk kennt seinen Auftrag. Diesmal muss ihnen der Gehorsam eingebrannt werden, bis in die tiefsten Tiefen ihrer genetischen Struktur. Die Ordnung der Dinge muss f&#252;r sie wichtiger werden als ihr Leben. Nie wieder darf es zu einer Rebellion wie auf Rakella Prime kommen.&#8220;</p>
<p>Haska&#8216;thuur stand im Nebenraum und lauschte ohnm&#228;chtig dem Gespr&#228;ch. Er war noch nicht in der Lage, ganz zu begreifen, was er da h&#246;rte. Sein Verstand konnte all diese Ungeheuerlichkeiten nicht auf einmal verarbeiten.</p>
<p>Benommen lehnte sich Haska&#8216;thuur gegen einen Schrank, der dabei ein knarrendes Ger&#228;usch von sich gab. Sofort verharrte er in bewegungslosem Entsetzen. Einige Sekunden vergingen, doch nichts regte sich nebenan. Lakool und der Thabori besprachen noch Details der Forschung. Die Ohren der Vorta waren anscheinend doch nicht so gut, wie sie aussahen.</p>
<p>Langsam entspannte sich Haska&#8216;thuur, und seine Gedanken setzten wieder ein. Abh&#228;ngigkeit, Gencode der Jem&#8216;Hadar, das hatte zweifellos etwas mit den Experimenten zu tun. Und der Aufstand auf Rakella Prime? Langsam d&#228;mmerte es Haska&#8216;thuur, dass die Dosi tats&#228;chlich unschuldig an diesem &#220;berfall waren. Wenn die Jem&#8216;Hadar auf Rakella gemeutert hatten&#8230;</p>
<p>Aber welchen Grund h&#228;tte es f&#252;r solch eine Meuterei gegeben? Den Jem&#8216;Hadar ging es gut, seit sie der Koalition beigetreten waren. Und die Vorta w&#252;rden doch nicht eine ihrer wichtigsten Kolonien zerst&#246;ren, nur um einige Aufst&#228;ndische zu vernichten, oder? Haska&#8216;thuur dachte mit Grausen an den Jem&#8216;Hadar, der hinter ihm im Sterben lag und war sich dessen pl&#246;tzlich nicht mehr sicher.</p>
<p>Nur am Rande bekam Haska&#8216;tuur mit, wie Lakool und der Thabori den Nebenraum verlie&#223;en. Haska&#8216;thuur zwang sich, alle seine Gedanken beiseite zu schieben und sich auf seine jetzige Situation zu konzentrieren. Vorsichtig trat er auf den Gang hinaus, und sah gerade noch, wie Lakool in einer gro&#223;en T&#252;r auf der anderen Gangseite verschwand.</p>
<p>Einen Moment z&#246;gerte er. Das Vern&#252;nftigste w&#228;re gewesen, sofort den Komplex zu verlassen, um Dooklar von den Vorf&#228;llen zu berichten. Doch andererseits, was wusste er schon wirklich? So schnell w&#252;rde man niemanden mehr hier herein schmuggeln k&#246;nnen, also musste er so viel wie m&#246;glich in Erfahrung bringen. Haska&#8216;thuur setzte sich in Bewegung, trat auf die T&#252;r zu, durch die der Vorta verschwunden war. Mit der Hand umklammerte er seine Waffe, dann bet&#228;tigte er den &#214;ffnungskontakt.</p>
<p class="center">***</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/03/vorta.jpg" width="200" height="320" alt="Vorta" title="Vorta" class="imageframe imgalignright" />Die T&#252;r glitt vor ihm zur Seite und gab die Sicht auf ein gro&#223;es B&#252;ro frei. Lakool stand an einer Konsole und wandte ihm den R&#252;cken zu. Doch beim Ger&#228;usch der sich &#246;ffnenden T&#252;r drehte er sich um.</p>
<p>Er wirkte nicht erstaunt, obwohl er den Grund, warum die T&#252;r sich &#246;ffnete, nicht sehen konnte. Haska&#8216;thuur wusste, dass er von Lakool nur etwas erfahren w&#252;rde, wenn er sich zu erkennen gab. Er konzentrierte sich auf sein Symboflex-Organ und im selben Augenblick wurde er f&#252;r Lakool sichtbar. Immer noch wirkte der Vorta nicht im mindesten erstaunt, er fragte nur mit seiner kalten Stimme: &#8222;Was machen Sie hier, Jem&#8216;Hadar?&#8220;</p>
<p>Haska&#8216;thuur war &#252;ber die Ruhe Lakools etwas besorgt, doch er hob entschlossen seine Waffe und richtete sie auf den Vorta. Dann sagte er, so ruhig er konnte: &#8222;Sie wissen sicher, dass ich sie damit ohne weiteres t&#246;ten kann. Und jetzt m&#246;chte ich wissen, was hier unten vorgeht, wozu die Experimente dienen und was auf Rakella Prime geschehen ist.&#8220;</p>
<p>Der Vorta verzog sein maskenhaftes Gesicht zu einem kalten L&#228;cheln und antwortete: &#8222;Sie sind ja erstaunlich gut informiert.&#8220; Und nach einer kleinen Pause: &#8222;Nun gut, es schadet nichts, wenn Sie es erfahren. Auf Rakella Prime wurde eine Regierungsverschw&#246;rung aufgedeckt. Die gesamten Jem&#8216;Hadar-Truppen des Planeten rebellierten daraufhin, bevor sie von einer Flotte der alliierten Caremma vernichtet wurden.&#8220; Er trat einen Schritt auf Haska&#8216;thuur zu, doch der hob warnend die Waffe.</p>
<p>Lakool fuhr fort: &#8222;Und damit so etwas nie wieder geschehen kann, haben wir Ma&#223;nahmen ergriffen. Die Jem&#8216;Hadar werden in Zukunft nur noch k&#252;nstlich gezeugt werden und von der Substanz Ketracel White abh&#228;ngig sein. Ihr Gehorsam uns gegen&#252;ber wird ihnen zur zweiten Natur werden, wenn er erst einmal in ihren Gencode eingef&#252;gt ist.&#8220;</p>
<p>Entsetzt stand Haska&#8216;thuur da, unf&#228;hig einen vern&#252;nftigen Gedanken zu fassen. Seine schlimmsten Bef&#252;rchtungen hatten sich also bewahrheitet. Dass die Vorta zu solch abscheulichen Verbrechen in der Lage waren, h&#228;tte er sich fr&#252;her nicht im Traum vorstellen k&#246;nnen. Doch &#8222;fr&#252;her&#8220; war jetzt vorbei, mit dem, was er wusste, war die Koalition in ihren Grundfesten bedroht. Er musste sein Wissen an die &#214;ffentlichkeit bringen. Und dazu gab es nur einen Weg.</p>
<p>Er richtete die Waffe auf den Vorta, doch er z&#246;gerte. Er war zwar Soldat, aber er str&#228;ubte sich dagegen, einen Unbewaffneten quasi zu exekutieren.</p>
<p>&#8222;Sie haben keine Wahl. Wenn Sie hier lebend herauskommen wollen, m&#252;ssen Sie schie&#223;en&#8220;, meinte der Vorta. Haska&#8216;thuur dachte wieder an seine Frau. Er wollte sie wiedersehen, sie und die Kinder. Er warf seine moralischen Bedenken &#252;ber Bord und dr&#252;ckte ab. Drei Projektile, gef&#252;llt mit einem chemischen Explosivstoff, verlie&#223;en den Lauf der Waffe. Doch was nun passierte, &#252;berstieg den Verstand Haska&#8216;thuurs.</p>
<p>Lakools K&#246;rper begann sich zu verformen, blitzschnell bildete sich ein Loch in seinem Oberk&#246;rper, die drei Projektile durchflogen dieses Loch und explodierten an der Wand hinter dem Vorta. Dem Vorta? Kein Vorta konnte seinen K&#246;rper so verformen, das war absolut unm&#246;glich. Haska&#8216;thuur wurde noch im selben Moment von den F&#252;&#223;en gerissen, als sich die Arme des Wesens in zwei Pseudopodien verwandelten, die zu ihm her&#252;berwuchsen und ihn mit unglaublicher Kraft an die Wand dr&#252;ckten.</p>
<p>Der restliche K&#246;rper war jetzt etwas geschrumpft, hatte aber immer noch die Gestalt Lakools. Er kam zu Haska&#8216;thuur her&#252;ber und blickte ihn voller Verachtung an: &#8222;Du hattest schon verloren, als du den Raum betratst, Jem&#8216;Hadar!&#8220; Haska&#8216;thuur verstand gar nichts mehr.</p>
<p>&#8222;Du bist ein Wechselbalg&#8220;, murmelte er ungl&#228;ubig.</p>
<p>&#8222;So ist es, Solid.&#8220;</p>
<p>&#8222;Aber ihr seid Sagengestalten, mit denen man kleine Kinder erschreckt&#8220;, kam es von Haska&#8216;thuur.</p>
<p>&#8222;Offensichtlich nicht!&#8220; meinte der Formwandler zynisch. Er beugte sich ganz dicht &#252;ber Haska&#8216;thuur und fl&#252;sterte: &#8222;Wir sind &#252;berall. Und eines Tages werden wir euch Solids vollst&#228;ndig kontrollieren. Dann wird wieder Ordnung in der Galaxis herrschen.&#8220;</p>
<p>Das waren die letzten Worte, die Haska&#8216;thuur h&#246;rte. Er sah noch, wie der Formwandler sich wieder vollkommen in Lakool zur&#252;ckverwandelte. Die Pseudopodien wurden wieder zu Armen, doch die Finger lagen noch um Haska&#8216;thuurs Hals und jetzt begannen sie, zuzudr&#252;cken. Mit der Kraft eines Schraubstockes schn&#252;rten sie ihm die Kehle ab. Haska&#8216;thuur versuchte, sich zu wehren, doch der Fremde war st&#228;rker. Sein letzter Gedanke galt seiner Familie und seinem Volk. Er hatte versagt, sein Wissen w&#252;rde in wenigen Sekunden mit ihm untergehen und niemand konnte dann das Unheil noch aufhalten. Es dauerte nicht lange, dann wurde Haska&#8216;thuur ohnm&#228;chtig.</p>
<p>Der Formwandler lie&#223; von ihm ab, nahm einen Desintegrator vom Schreibtisch und zerstrahlte den Jem&#8216;Hadar.</p>
<p>&#8218;So berechenbar&#8216;, dachte er. Diese Solids waren einfach zu berechenbar. Niemand auf Vorth w&#252;rde merken, dass die Macht von Wechselb&#228;lgern &#252;bernommen wurde. Der falsche Dala&#8216;ghar w&#252;rde eine Strafexpedition nach Dosi Gura schicken, um die Dosi f&#252;r die Zerst&#246;rung Rakella Primes zur Rechenschaft zu ziehen, und man w&#252;rde sich schlie&#223;lich so einigen, dass die Dosi der Koalition zu denkbar schlechten Konditionen beitreten w&#252;rden. Und mit den verbesserten Jem&#8216;Hadar w&#252;rde bald eine un&#252;berwindliche Streitmacht zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p>&#8218;Berechenbar, aber gef&#228;hrlich&#8216;, dachte &#8222;Lakool&#8220;. Er legte den Desintegrator weg, ohne noch einmal zu einer bestimmten Stelle auf dem Boden zu sehen.</p>
<p>&#8218;Zeit, sich zu regenerieren&#8216; war sein letzter Gedanke, bevor er die T&#252;r verschloss und sich in seinen fl&#252;ssigen Urzustand begab.</p>
<div class="infobox">
<div class="infobox_inner">
<h3 id="anmerkungen">Anmerkungen</h3>
<p>Geschrieben: 26. Aug 1998, W&#246;rter: 3.118</p>
<p>Fan Fiction zu: Star Trek</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht: Storyzine XXeL Nr. 1 (Nov. 1998)</p>
<p>Dies ist meine erste gr&#246;&#223;ere Geschichte. Die Idee war, die Anf&#228;nge des Dominions zu zeigen. In der siebenten DS9-Staffel haben wir allerdings von Weyoun einiges &#252;ber die Entstehung der Vorta erfahren, was meiner Story widerspricht (&#8222;Treachery, Faith and the Great River&#8220;). Die Geschichte basiert auf einer <a href="http://johannes-ruthenberg.de/der-beginn-alternativ" >fr&#252;heren Version</a>, welche aber um einiges k&#252;rzer war. Viele der Namen habe ich wiederverwendet, wenn auch teilweise in anderer Bedeutung.</p>
<p>Perry-Rhodan-Fans entdecken hier einige Anspielungen auf die Serie (Antigravlift, Symboflex-Organ, Desintegrator), was ich mir damals einfach nicht verkneifen konnte. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>F&#252;r alle, die sich mit DS9 und dem Dmonion nicht so gut auskennen, hier ein paar Links zu Memory Alpha: <a href="http://memory-alpha.org/de/wiki/Dominion" class="liexternal">Dominion</a>, <a href="http://memory-alpha.org/de/wiki/Jem%27Hadar" class="liexternal">Jem&#8216;Hadar</a>, <a href="http://memory-alpha.org/de/wiki/Vorta" class="liexternal">Vorta</a>, <a href="http://memory-alpha.org/de/wiki/Gr%C3%BCnder" class="liexternal">Gr&#252;nder</a></p>
<h3 id="copyright">Copyright-Hinweis</h3>
<p>Die Rechte am Star-Trek-Universum, den dort vorkommenden Charakteren, V&#246;lkern, Raumschiffen etc. liegen bei Paramount Pictures. Diese Story dient keinerlei kommerziellen Zwecken, eine Copyright-Verletzung ist nicht beabsichtigt.</p>
<p>Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr d&#252;rft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte ver&#246;ffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverst&#228;ndnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spa&#223; verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.</p>
</div>
</div>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Beginn [Alternative Version]</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/der-beginn-alternativ</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 08:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte (Star Trek, 1998): Eine Geschichte von den Anf&#228;ngen des Dominions. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="infostrip">Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, spielt im Star-Trek-Universum, <a href="#anmerkungen" >Anmerkungen</a> und <a href="#copyright" >Copyright-Hinweise</a> am Ende der Seite</p>
<p>Das Wesen erwachte. Es konnte sich kaum bewegen, sein ganzer K&#246;rper tat weh, als h&#228;tte man sein Innerstes nach au&#223;en gest&#252;lpt.</p>
<p>&#8222;Wo bin ich? Wer bin ich?&#8220; murmelte es. Me-Laku. Ja, so war sein Name. Und pl&#246;tzlich kam die Erinnerung zur&#252;ck. Die Lichter am Himmel, die G&#246;tter von den Sternen. Das Fest zu ihren Ehren. Er hatte zu den T&#228;nzern geh&#246;rt, die die G&#246;tter begr&#252;&#223;ten. Das Licht! Unertr&#228;gliches Licht und dann Dunkelheit. Und Schmerz. Der Schmerz war noch da, erinnerte ihn daran, das er nicht tr&#228;umte. </p>
<p>Me-Laku richtete sich so gut es ging auf. Er war in einem gro&#223;en Raum, voller merkw&#252;rdiger Gegenst&#228;nde. Angst erfasste ihn, denn dieser Raum war anders als alles, was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte. Er sprang von der Liege und blickte sich um. Es war kein Ausgang zu sehen, doch Me-Laku begann, die W&#228;nde zu untersuchen. Pl&#246;tzlich stie&#223; er mitten in der Luft auf ein unsichtbares Hindernis. Obwohl er nichts sah, konnte er mit den H&#228;nden eine Wand ertasten. Entsetzt wich er zur&#252;ck, verkroch sich in einer Ecke und wartete ab.</p>
<p class="center">***</p>
<p>Der Haska&#8216;thuur stand auf der Br&#252;cke seines Schiffes und starrte auf die Flotte auf dem Hauptschirm. Seit drei Wochen belagerten die Vortha nun das Thabora-System, und noch immer war kein Ende dieser fatalen Situation abzusehen. Dural hatte regelm&#228;&#223;ig die Meldungen &#252;ber Subraum geh&#246;rt.</p>
<p>&#8218;Die Vortha sind einfach nicht f&#252;r den Krieg geschaffen&#8216;, dachte er und rieb seine F&#252;hler aneinander. Daf&#252;r gab es ja die Thaborii. Und nun das! Eine Rebellion!</p>
<p>Dural wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ein Offizier sich an ihn wandte: &#8222;Sir, ein Beiboot bittet um die Erlaubnis zum Andocken. Es hat Dragh&#8216;at an Bord, den Oberkommandierenden der Vortha-Flotte.&#8220; Dural zirpte leise. Noch mehr &#196;rger, dachte er, bevor er den Befehl zum Andocken gab und sich auf den Weg in die Landebucht machte.</p>
<p class="center">***</p>
<p>Dural hatte schon von Dragh&#8216;at geh&#246;rt. Ger&#252;chten zufolge sollte er zu dem Kreis geh&#246;ren, der auf Vorth inoffiziell die Macht &#252;bernommen hatte und aus dem Hintergrund das Volk regierte. Dural hatte keine Ahnung, wie viel Wahrheit diese Ger&#252;chte enthielten. Doch als er dann Dragh&#8216;at gegen&#252;berstand, war er geneigt, ihnen Glauben zu schenken. Er wusste nicht genau, woran es lag, aber Dragh&#8216;at besa&#223; eine unheimliche Ausstrahlung.</p>
<p>Ohne ein Wort der Begr&#252;&#223;ung ging er gleich zum Grund seines Hierseins &#252;ber: &#8222;Habt ihr eine passende Spezies lokalisiert?&#8220; Eine rhetorische Frage, denn er hatte Durals Bericht zweifelsohne gelesen.</p>
<p>&#8222;Ja, Erhabener&#8220;, antwortete Dural. &#8222;Ein Exemplar befindet sich an Bord, viele weitere sind schon nach Haskath gebracht worden.&#8220; In Dragh&#8216;ats Mine war keine Regung zu sehen, als er befahl: &#8222;F&#252;hr mich hin!&#8220;</p>
<p class="center">***</p>
<p>Me-Laku hockte noch immer in der dunklen Ecke, als pl&#246;tzlich ein Loch in der gegen&#252;berliegenden Wand entstand. Zwei Wesen betraten den Raum. Eines &#228;hnelte ihm sehr, das andere war wesentlich filigraner und mit sechs Gliedma&#223;en ausgestattet. Me-Laku wusste instinktiv, dass diese Wesen eine Gefahr f&#252;r ihn darstellten. Und er reagierte so, wie es ihm seine Instinkte f&#252;r eine solche Situation vorschrieben.</p>
<p class="center">***</p>
<p>&#8222;Dort drinnen befindet sich das Wesen, Erhabener&#8220;, sagte Dural und wies auf eine Kammer, die hinter einem Energieschirm lag. Dragh&#8216;at trat n&#228;her heran und drehte sich dann ver&#228;rgert um: &#8222;Die Kammer ist leer! Wo ist dieses Wesen?&#8220; Dural zirpte siegessicher und meinte: &#8222;Das ist der Grund, warum wir gerade diese Spezies ausgew&#228;hlt haben. Passen Sie auf! Ich flute jetzt den Raum mit UV-Licht.&#8220;</p>
<p>Urpl&#246;tzlich wurden humanoide Umrisse hinter dem Schirm sichtbar, die sich schlie&#223;lich zu einem k&#246;rperlichen Wesen verdichteten. Dragh&#8216;at sah den Haska&#8216;thuur fragend an, und Dural erkl&#228;rte: &#8222;Es ist eine Art Tarnorgan, das die Lichtstrahlen um das Wesen herumlenkt. Wir sind noch dabei, diesen Effekt genauer zu untersuchen, aber er ist auf jeden Fall organisch.&#8220;</p>
<p>Dragh&#8216;at musste wohl gemerkt haben, wie stolz Dural auf die Entdeckung des Wesens war, denn er meinte: &#8222;Mit diesen Wesen hat dein Volk eine sehr bedeutsame Entdeckung gemacht. Damit werdet ihr vielleicht in der Lage sein, eure Schuld abzutragen.&#8220;</p>
<p>&#8222;Schuld? Welche Schuld, Erhabener?&#8220; zirpte Dural erstaunt.</p>
<p>Der Vortha trat pl&#246;tzlich nahe an Dural heran und sagte mit leiser, aber gef&#228;hrlicher Stimme: &#8222;Euer Volk hatte einen Auftrag! Eine Kriegerrasse solltet ihr erschaffen, unbesiegbar und gehorsam. Wie also konnte es zu der Rebellion der Thaborii kommen?&#8220; Dural schwieg betreten, obwohl er wusste, dass ihn keine Schuld traf. Die Anpassung der Thaborii war schon vor &#252;ber 300 Jahren erfolgt. </p>
<p>Dragh&#8216;at sah ihn mit seinem stechenden Blick an, dann wandte er sich dem Wesen zu und teilte Dural mit: &#8222;Der Rat der Koalition hat beschlossen, den Thaborii uneingeschr&#228;nkte Autonomie zuzugestehen. Meine Flotte wird sich aus diesem System zur&#252;ckziehen.&#8220;</p>
<p class="center">***</p>
<p>Me-Laku wusste nicht, wor&#252;ber die beiden Wesen redeten, doch er hatte den Eindruck, dass es wichtige Dinge waren. Es musste um ihn gehen, sonst w&#228;ren sie nicht extra hierher gekommen. Das gr&#246;&#223;ere, humanoidere der beiden Wesen wandte sich ihm zu und blickte ihn an. Me-Laku sah direkt in seine Augen, und pl&#246;tzlich wusste er, dass es f&#252;r ihn keine Rettung mehr gab. Sein ganzes Volk hatte seine Zukunft in diesem einen Augenblick verloren.</p>
<p class="center">***</p>
<p>Dragh&#8216;at wandte sich wieder um. &#8222;Dein Volk kennt seinen Auftrag. Diesmal muss ihnen der Gehorsam eingebrannt werden, bis in die tiefsten Tiefen ihrer genetischen Struktur. Ein erneutes Versagen kann nicht toleriert werden.&#8220; Er &#252;berlegte einen Augenblick, dann deutete er auf das Wesen in der Kammer und fragte: &#8222;Wie nennen sich die Wesen?&#8220;</p>
<p>&#8222;Jem&#8216;Hadar, Herr.&#8220;</p>
<p>Dragh&#8216;at drehte sich um und verlie&#223; ohne ein weiteres Wort den Raum. &#8218;So berechenbar&#8216;, dachte er. Diese Solids waren einfach zu berechenbar. Die Thaborii w&#252;rden dem neuen Frieden nicht trauen, doch mit den Jahren w&#252;rde ihre Aufmerksamkeit nachlassen. Und wenn die Haska&#8216;thuur in etwa 20 Jahren das Projekt &#8222;Jem&#8216;Hadar&#8220; abgeschlossen hatten, konnte man die Thaborii wieder unterwerfen.</p>
<p>&#8218;Berechenbar und gef&#228;hrlich. Aber eines Tages werden wir sie alle kontrollieren!&#8216;, dachte Dragh&#8216;at und freute sich darauf, der gro&#223;en Verbindung von diesem neuen Erfolg berichten zu k&#246;nnen.</p>
<div class="infobox">
<div class="infobox_inner">
<h3 id="anmerkungen">Anmerkungen</h3>
<p>Geschrieben: 05. Jul bis 01. Aug 1998, W&#246;rter: 961</p>
<p>Fan Fiction zu: Star Trek</p>
<p>Diese Geschichte ist vor der anderen Version von <a href="http://johannes-ruthenberg.de/der-beginn" >Der Beginn</a> entstanden und hat im Prinzip das gleiche Thema: Die Anf&#228;nge des Dominion. Einiges ist ver&#228;ndert, insbesondere die Rolle der Jem&#8216;Hadar, und viele Namen habe ich in der neuen Version in anderer Bedeutung verwendet (also nicht verwirren lassen). Trotzdem fand ich die Story bei nochmaligem Lesen gar nicht so schlecht, so dass ich sie euch nicht vorenthalten will.</p>
<p>Kurioses Detail am Rande: Mit dem Erfinden eigener Namen habe ich mich ja manchmal schwer getan fr&#252;her, aber dass ich den Jem&#8216;Hadar nach einer Hustenbonbon-Marke benannt habe, ist auch f&#252;r meine Verh&#228;ltnisse weit hergeholt. Im gro&#223;en und ganzen will ich die alten Geschichte nicht mehr &#228;ndern, aber das musste ich jetzt einfach korrigieren. Aber mit etwas Fantasie k&#246;nnt ihr noch erahnen, wie Me-Laku fr&#252;her mal hie&#223;. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3 id="copyright">Copyright-Hinweis</h3>
<p>Die Rechte am Star-Trek-Universum, den dort vorkommenden Charakteren, V&#246;lkern, Raumschiffen etc. liegen bei Paramount Pictures. Diese Story dient keinerlei kommerziellen Zwecken, eine Copyright-Verletzung ist nicht beabsichtigt.</p>
<p>Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr d&#252;rft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte ver&#246;ffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverst&#228;ndnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spa&#223; verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.</p>
</div>
</div>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abschied</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/abschied</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 08:28:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Perry Rhodan]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte (Perry Rhodan, 1998): Abschied eines Akonen von einer Terranerin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="infostrip">Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, spielt im Perry-Rhodan-Universum, <a href="#anmerkungen" >Anmerkungen</a> und <a href="#copyright" >Copyright-Hinweise</a> am Ende der Seite</p>
<p>Zeit: 1290 NGZ (4877 n.Chr.)</p>
<p>In der Mittagszeit war immer besonders viel los in dieser Zone des Jefferson Towers. Im 27. Stock des riesigen Wohnturms gab es eine Art Einkaufsstra&#223;e, mit vielen Gesch&#228;ften und Restaurants. Alisha verlie&#223; den Hauptantigravlift und bahnte sich einen Weg durch die Menschenmassen. Sie war eine gutaussehende Frau von 35 Jahren und arbeitete in der Werbeabteilung eines gro&#223;en Reiseb&#252;ros, unten im zweiten Stock. Zum Mittagessen kam sie immer hierher zu ihrem Lieblingsrestaurant, dem &#8222;Golden Flame&#8220;. Es geh&#246;rte einem alten Unither, und sie mochte die w&#252;rzige Note des unithischen Essens.</p>
<p>Sie setzte sich an ihren Lieblingstisch, nahe dem gro&#223;en Fenster, durch das sie die fast 100 Meter tiefer gelegene Stra&#223;e beobachten konnte, all die kleinen Menschen und die Gleiter.</p>
<p>Nachdem sie eine Viertelstunde gewartet hatte, sah sie verwundert auf die Uhr. Seit fast vier Jahren a&#223;en sie mittags gemeinsam und er hatte sich bisher nicht ein einziges Mal versp&#228;tet. Sie entschloss sich, ihr Essen schon zu bestellen und wandte sich an den Tischservo: &#8222;Ich h&#228;tte gern ein Hasperath mit Tulabeeren.&#8220;</p>
<p>F&#252;nf Minuten sp&#228;ter, als ihr gerade das Essen serviert wurde, sah sie pl&#246;tzlich wie er sich durch die Menge dr&#228;ngelte. Als er das Restaurant betreten hatte, ging er langsamer und setzte sich schlie&#223;lich an ihren Tisch. Er war hochgewachsen und hatte eine samtbraune Haut. In seinem schwarzen Haar war eine Str&#228;hne blau gef&#228;rbt, das Zeichen der Familie Likari und dar&#252;ber hinaus gro&#223; in Mode auf Akon.</p>
<p>&#8222;Ist etwas passiert?&#8220; fragte Alisha. &#8222;Du hast dich doch noch nie versp&#228;tet.&#8220;</p>
<p>Satur von Likari nickte langsam, eine Geste, die er sich hier auf Terra angew&#246;hnt hatte. Er sah &#228;lter aus als Alisha, aber er hatte nie &#252;ber sein Alter gesprochen. Sie hatte ihn vor vier Jahren in diesem Restaurant kennengelernt, in dem er wie sie jeden Tag seine Mittagspause verbrachte. Soweit sie wusste, arbeitete er f&#252;r eine Gesellschaft, die sich die Erforschung des lemurischen Erbes zum Ziel gesetzt hatte. Satur hatte schon auf Akon auf diesem Gebiet viel geleistet und war schlie&#223;lich von der terranischen Gesellschaft angeworben worden.</p>
<p>Satur deutete wortlos auf den gro&#223;en Tri-Video-Schirm, der &#252;ber der Bar hing. Es war eine Nachrichtensendung auf dem offiziellen LFT-Kanal, sie brachte erste Berichte von der Front. Alisha sah stumm auf den Schirm, wo gerade eine Schleusenkammer zu sehen war. Das Bild wackelte stark, und schlie&#223;lich erkannte Alisha, dass die Kamera in einen Raumanzug eingebaut war. Der Timecode in der rechten Ecke zeigte, dass die Aufnahmen von gestern stammten. Der Tr&#228;ger des Anzugs &#246;ffnete die Schleuse hastig und stie&#223; sich ab. Sie konnte f&#252;r einen kurzen Augenblick seine F&#252;&#223;e sehen, dann wirbelte ein schwer besch&#228;digter Schlachtkreuzer der LFT durchs Bild, von dem sich unz&#228;hlige Rettungsboote und Menschen in Raumanz&#252;gen l&#246;sten. Eine halbe Minute sp&#228;ter hatte sich der Flug des Anzugs stabilisiert, der Kreuzer der LFT geriet wieder ins Blickfeld, und Alisha konnte gerade noch sehen wie er sich pl&#246;tzlich aufbl&#228;hte und explodierte, wobei er alle, die sich nicht weit genug entfernt hatten, mit ins Verderben riss. Das Bild wechselte, es war jetzt ein Studio mit mehreren Sprechern der LFT zu sehen.</p>
<p>&#8222;Als ich vorgestern die ersten Nachrichten h&#246;rte, wollte ich es nicht glauben&#8220;, sagte Alisha bedr&#252;ckt. &#8222;Es tut mir wirklich leid, dass es soweit gekommen ist. &#8222;</p>
<p>&#8222;Es ist der reinste Wahnsinn. Wir sind ein Volk, wir alle sind aus den Lemurern hervorgegangen&#8220;, meinte Satur leise. Dann straffte er sich und blickte Alisha an. &#8222;Der eigentliche Grund f&#252;r meine Versp&#228;tung ist aber das hier&#8220;, meinte er, holte eine Schreibfolie aus der Tasche und reichte sie ihr. Alisha sah das offizielle Siegel der LFT-Einwanderungsbeh&#246;rde, der Brief war an Satur von Likari adressiert. Sie las ihn leise durch und blickte Satur dann entsetzt an. &#8222;Aber das k&#246;nnen sie doch nicht machen! Sie k&#246;nnen doch nicht einfach deine Aufenthaltsgenehmigung widerrufen. &#8222;</p>
<p>&#8222;Doch, das k&#246;nnen sie, du hast es doch gelesen. Laut Paragraph 53 der LFT-Charta ist es Angeh&#246;rigen eines Volkes, mit dem sich die Liga Freier Terraner im Krieg befindet, nicht gestattet, sich auf dem Territorium der LFT aufzuhalten. Die Beh&#246;rde war so freundlich, mir schon einen Flug zu buchen, das Schiff startet in f&#252;nf Stunden. Ich bin nur gekommen, um mich zu verabschieden. &#8222;</p>
<p>&#8222;Aber der Krieg ist sicher bald vorbei. Wenn sie dich jetzt ausweisen, st&#246;ren sie doch deine Arbeit. &#8222;</p>
<p>&#8222;Ich k&#246;nnte ein Saboteur des Energiekommandos sein&#8220;, meinte Satur mit einem bitteren L&#228;cheln. &#8222;Nein, es ist sicher besser so. Wer wei&#223;, wenn der Krieg andauert, k&#246;nnte es f&#252;r einen Akonen hier bald ungem&#252;tlich werden.&#8220; Satur stand auf, und Alisha erhob sich ebenfalls. Er reichte ihr die Hand und meinte: &#8222;Vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder. Ich w&#252;rde es mir w&#252;nschen, du hast meinen Aufenthalt hier wesentlich angenehmer gemacht.&#8220; Alisha ergriff seine Hand, dann umarmte sie ihn. Nach einiger Zeit l&#246;ste er sich aus der Umarmung. &#8222;Bete zum Autorion, dass es diesen Krieg bald beendet!&#8220; sage er leise, dann ging er.</p>
<p>Sie setzte sich wieder und beobachtete, wie Satur in dem Menschenstrom vor der T&#252;r des Restaurants verschwand. Ihr Blick glitt &#252;ber das unber&#252;hrte Hasperath auf ihrem Teller, dann sah sie aus dem Fenster. Von hier aus konnte sie sogar die Dolan-Gedenkst&#228;tte sehen. Der Krieg gegen die Schwingungsw&#228;chter war schon so unvorstellbar lange her, dass sie sich wenig darunter vorstellen konnte. Aber sie wusste, dass die Menschen, deren Namen dort unten an den schwarzen Granitbl&#246;cken standen, bei der Verteidigung der Erde gestorben waren. Doch wof&#252;r starben die Besatzungen der LFT-Schiffe heute? Die wahren Gr&#252;nde f&#252;r den Krieg kannte sie nicht, aber Alisha war sich sicher, dass niemand ihn wollte, sie nicht, Satur nicht und auch die Besatzungen der Schiffe nicht.</p>
<p>Ihr Blick l&#246;ste sich von der Gedenkst&#228;tte, glitt weiter nach Osten. Hinter dem brachliegenden Gel&#228;nde, das mit dem Faktorelement nach Terrania gekommen war, konnte sie den kleinen akonischen Tempel sehen, der den G&#246;ttern des Autorions geweiht war. Satur hatte ihr von dieser alten akonischen Religion erz&#228;hlt. &#8218;Vielleicht gibt es ja wirklich eine h&#246;here Kraft, die diesen Krieg ohne den Willen der Beteiligten angezettelt hat&#8216;, dachte Alisha. Sie wusste es einfach nicht. Sie wusste nur, dass ihr das gemeinsame Mittagessen fehlen w&#252;rde, dass ihr Satur fehlen w&#252;rde. Langsam stand sie auf und verlie&#223; das Restaurant. In n&#228;chster Zeit w&#252;rde sie nicht mehr hierher kommen.</p>
<div class="infobox">
<div class="infobox_inner">
<h3 id="anmerkungen">Anmerkungen</h3>
<p>Geschrieben: 09. Apr 1998, W&#246;rter: 1.031</p>
<p>Fan Fiction zu: <a href="http://www.perry-rhodan.net" class="liexternal">Perry Rhodan</a></p>
<p>Meine zweite Kurzgeschichte. Als ich sie schrieb, kursierte gerade das Ger&#252;cht, dass in der Perry-Rhodan-Serie ein Krieg zwischen den Milchstra&#223;env&#246;lkern ausbrechen w&#252;rde. Die Story hatte ich vorsorglich als Protest-Story geschrieben, allerdings lie&#223; besagter Krieg doch lange auf sich warten. Nach Band 2000 h&#228;tte ich die Story auf die Arkoniden umschreiben k&#246;nnen, aber ich habe mich letztlich entschieden, sie so zu lassen.</p>
<p>Star-Trek-Fans entgeht sicher nicht, dass ich mal wieder ein paar Anspielungen eingebaut habe: Tulabeeren stammen aus dem Gammaquadranten, w&#228;hrend Hasperath eine bajoranische Spezialit&#228;t ist. Fragt mich nicht warum, aber sowas habe ich in meinen fr&#252;hen Geschichten &#246;fters gemacht. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3 id="copyright">Copyright-Hinweis</h3>
<p>Die Rechte am Perry-Rhodan-Universum, den dort vorkommenden Charakteren, V&#246;lkern, Raumschiffen etc. liegen bei der Verlagsunion Pabel M&#246;wig KG, Rastatt. Diese Story dient keinerlei kommerziellen Zwecken, eine Copyright-Verletzung ist nicht beabsichtigt.</p>
<p>Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr d&#252;rft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte ver&#246;ffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverst&#228;ndnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spa&#223; verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.</p>
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                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>T&#246;dliche Waffen</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/toedliche-waffen</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 22:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Perry Rhodan]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzgeschichte (Perry Rhodan, 1997): Eine arkonidische Delegation ger&#228;t in Probleme auf der Welt der C'thurru. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="infostrip">Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, spielt im Perry-Rhodan-Universum, <a href="#anmerkungen" >Anmerkungen</a> und <a href="#copyright" >Copyright-Hinweise</a> am Ende der Seite</p>
<p>Teros dom Herakal rannte keuchend den Gang entlang. W&#228;hrend er fieberhaft eine T&#252;r suchte, erinnerte er sich an die Ereignisse der letzten Stunden. Die arkonidische Delegation, die schon gestern mit zehn Schiffen auf dem Planeten gelandet war, hatte heute morgen mit den Verhandlungen begonnen. Die Diskussion war immer heftiger geworden, und Hadar da Merat, der Leiter der Delegation, hatte schlie&#223;lich die Beherrschung verloren. Es war zu einem Handgemenge gekommen, in dessen Verlauf das Regierungsoberhaupt der C&#8216;thurru schwer verletzt wurde.</p>
<p>Teros konnte Hadar verstehen, die Forderungen der C&#8216;thurru waren unversch&#228;mt. Nat&#252;rlich h&#228;tten sie als neues Mitglied des Imperiums keinen Anspruch auf innere Selbstverwaltung, diese wurde nur in seltenen F&#228;llen einigen arkonidischen Kolonien gew&#228;hrt, aber doch keinem Fremdvolk! Und es war selbstverst&#228;ndlich, dass alle Planeten des Imperiums unter der Gesetzgebung Arkons standen. Hadar, der der neue Gouverneur dieses Planeten werden sollte, hatte seinen wohlverdienten Posten in Gefahr gesehen und die Verhandlungen auf seine Art beendet. Allerdings hatte keiner der Arkoniden damit gerechnet, dass die C&#8216;thurru derart hart zur&#252;ckschlagen w&#252;rden, normalerweise begegnete man den Abgesandten Arkons mit Respekt, wie es sich geh&#246;rte.</p>
<p>Ein Problem war daraus aber erst geworden, als die C&#8216;thurru ein D&#228;mpfungsfeld &#252;ber den Geb&#228;udekomplex gelegt hatten, das den Funkverkehr unterband. So mussten sich die Arkoniden ohne Hilfe von ihren Schiffen nach drau&#223;en durchschlagen. Teros dom Herakal war dabei von der Hauptgruppe der Delegation getrennt worden. Jetzt suchte er einen Weg nach drau&#223;en.</p>
<p>Er &#246;ffnete die n&#228;chste T&#252;r und seine Augen begannen vor Aufregung zu tr&#228;nen. Er hatte tats&#228;chlich einen Gleiterhangar entdeckt, jetzt konnte ihm nicht mehr viel passieren. Der C&#8216;thurru, der neben einem der Gleiter stand, hatte keine Zeit zu reagieren. Teros schoss und der Fremde brach zusammen. Die Waffe, die er noch gezogen hatte, entglitt seiner Hand und schlitterte einige Meter &#252;ber den Boden. Teros, dessen eigene Waffe kaum noch Energie hatte, hob sie auf und sah sie sich an. In der Mitte des zylinderf&#246;rmigen Laufes war der schr&#228;ge Griff befestigt. Der Ausl&#246;seknopf war seltsamerweise an der Seite angebracht, wo ihn Teros nur schwer erreichen konnte. Am vorderen Ende der Waffe gab es eine kleine Abstrahl&#246;ffnung. &#8218;Wahrscheinlich ein Nadelstrahler&#8216;, dachte Teros dom Herakal, der sich nie sonderlich f&#252;r Waffen interessiert hatte, und schon gar nicht f&#252;r nichtarkonidische.</p>
<p>Am anderen Ende der Waffe gab es sogar eine Art Bel&#252;ftungsgitter, wahrscheinlich um eine &#220;berhitzung zu vermeiden. &#8222;Primitiv&#8220;, murmelte Teros, &#8222;aber es muss gen&#252;gen.&#8220; Er steckte die Waffe in seinen G&#252;rtel, dann &#252;berzeugte er sich davon, dass er allein im Hangar war. W&#228;hrend er an die Kontrollen trat, um das Hangartor zu &#246;ffnen, h&#246;rte er pl&#246;tzlich ein Zischen. Die T&#252;r &#246;ffnete sich und ein weiterer C&#8216;thurru, der offensichtlich zu den Suchtruppen geh&#246;rte, kam herein. Er eilte sofort zu seinem toten Artgenossen. Teros betrachtete ihn, der K&#246;rperbau war entfernt arkonidisch, die schuppige Haut verriet aber die reptilischen Vorfahren.</p>
<p>Teros trat hinter dem Pult hervor und zog die Waffe aus dem G&#252;rtel. Durch das Ger&#228;usch aufgeschreckt, richtete sich der andere auf und bemerkte den Arkoniden. Teros wollte abdr&#252;cken, da begann der C&#8216;thurru seltsame Ger&#228;usche auszusto&#223;en, es klang fast wie Lachen. &#8222;Was soll das?&#8220; begann Teros in einem scharfen Ton, dann fiel ihm ein, dass er seinen Translator unterwegs verloren hatte. Teros ging einige Meter nach links, um nicht den Gleiter hinter dem Fremden zu besch&#228;digen. Dabei behielt er ihn genau im Blick. Das Zischeln des Fremden hatte sich noch intensiviert, und Teros war sich jetzt sicher, dass er lachte. W&#252;tend hob er die Waffe erneut und dr&#252;ckte ab.</p>
<p>Der C&#8216;thurru h&#246;rte auf zu lachen und kam zu dem toten Arkoniden her&#252;ber. Er sch&#252;ttelte verwundert den Kopf und beugte sich &#252;ber Teros, in dessen Brust ein gro&#223;es, verbranntes Loch klaffte. Dass die Fremden keinen Verstand hatten, war Niyaijar&#8216;hay sofort klar gewesen. Aber dass sie zu dumm waren, eine Waffe richtig herum zu halten, h&#228;tte er nicht gedacht. Niyaijar&#8216;hay nahm den schweren Impulsstrahler aus den Fingern des Toten. Wenn der Arkonide etwas mehr auf die C&#8216;thurru geachtet h&#228;tte, w&#228;re ihm nat&#252;rlich aufgefallen, dass ihre H&#228;nde, aus der Sicht eines Arkoniden, verkehrt herum sa&#223;en und sie dementsprechend auch ihre Waffen anders anfassten.</p>
<p>Es war auf jeden Fall richtig gewesen, sich ihrem Imperium nicht anzuschlie&#223;en, dachte der C&#8216;thurru, als er kopfsch&#252;ttelnd den Raum verlie&#223;.</p>
<div class="infobox">
<div class="infobox_inner">
<h3 id="anmerkungen">Anmerkungen</h3>
<p>Geschrieben: 26. Dez 1997, W&#246;rter: 696</p>
<p>Fan Fiction zu: <a href="http://www.perry-rhodan.net" class="liexternal">Perry Rhodan</a></p>
<p>Ver&#246;ffentlicht: auf der LKS von Perry Rhodan 802/803 / 5. Auflage</p>
<p>Meine erste Kurzgeschichte. Aus heutiger Sicht kein Glanzlicht, aber immerhin. Die Idee dazu kam mir im Bad, beim Haare f&#246;nen. Unser damaliger F&#246;n hatte n&#228;mlich so einen Griff, das man ihn am liebsten immer verkehrt herum gehalten h&#228;tte. Vielleicht hatten die Entwickler ja ihre Daumen unten an der Hand?!</p>
<h3 id="copyright">Copyright-Hinweis</h3>
<p>Die Rechte am Perry-Rhodan-Universum, den dort vorkommenden Charakteren, V&#246;lkern, Raumschiffen etc. liegen bei der Verlagsunion Pabel M&#246;wig KG, Rastatt. Diese Story dient keinerlei kommerziellen Zwecken, eine Copyright-Verletzung ist nicht beabsichtigt.</p>
<p>Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr d&#252;rft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte ver&#246;ffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverst&#228;ndnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spa&#223; verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.</p>
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