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	<title>Delta Orionis &#187; Filme</title>
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		<title>Avatar</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 00:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/avatar-86x128.jpg" alt="Avatar" title="Avatar" width="86" height="128" class="imgalignleft size-thumbnail" />Review zum Film "Avatar", USA, 2009

Im Jahr 2154: Auf dem Planeten Pandora bauen Menschen ein wertvolles Mineral ab und gehen dabei r&#252;cksichtslos gegen die eingeborenen Na'vi vor. Das Avatar-Projekt soll zu einer besseren Verst&#228;ndigung beitragen: Na'vi-K&#246;rper wurden gez&#252;chtet, welche von Menschen gesteuert werden k&#246;nnen. Einer dieser K&#246;rper wurde an Tom Sully angepasst. Als dieser bei einem Raub&#252;berfall get&#246;tet wird, bittet das Milit&#228;r seinen Zwillingsbruder, die Mission an Toms Stelle auszuf&#252;hren. Der querschnittsgel&#228;hmte Ex-Marine Jake nimmt den Auftrag an und fliegt nach Pandora. Auf der fremdartigen Dschungelwelt wird er in seinem Avatark&#246;rper schon bald von seinen Kollegen getrennt und trifft auf die Na'vi... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm843615744/tt0499549" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/avatar.jpg" alt="Avatar" title="Avatar" width="270" height="400" class="imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;Avatar&#8220;, USA, 2009</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000116/" class="liimdb">James Cameron</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000116/" class="liimdb">James Cameron</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000035/" class="liimdb">James Horner</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0941777/" class="liimdb">Sam Worthington</a> &#8230; Jake Sully<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0757855/" class="liimdb">Zoë Saldana</a> &#8230; Neytiri<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000244/" class="liimdb">Sigourney Weaver</a> &#8230; Dr. Grace Augustine<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0002332/" class="liimdb">Stephen Lang</a> &#8230; Colonel Miles Quaritch<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0735442/" class="liimdb">Michelle Rodriguez</a> &#8230; Trudy Chacon</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Im Jahr 2154: Auf dem Planeten Pandora bauen Menschen ein wertvolles Mineral ab und gehen dabei r&#252;cksichtslos gegen die eingeborenen Na&#8216;vi vor. Das Avatar-Projekt soll zu einer besseren Verst&#228;ndigung beitragen: Na&#8216;vi-K&#246;rper wurden gez&#252;chtet, welche von Menschen gesteuert werden k&#246;nnen. Einer dieser K&#246;rper wurde an Tom Sully angepasst. Als dieser bei einem Raub&#252;berfall get&#246;tet wird, bittet das Milit&#228;r seinen Zwillingsbruder, die Mission an Toms Stelle auszuf&#252;hren. Der querschnittsgel&#228;hmte Ex-Marine Jake nimmt den Auftrag an und fliegt nach Pandora. Auf der fremdartigen Dschungelwelt wird er in seinem Avatark&#246;rper schon bald von seinen Kollegen getrennt und trifft auf die Na&#8216;vi&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p><em>SPOILER-Alarm: Etwa ab der Mitte der Review komme ich zum Ende des Filmes und werde es auch in den nachfolgenden Abs&#228;tzen immer wieder mal erw&#228;hnen. Bitte ab dort nicht weiterlesen, wenn ihr &#8222;Avatar&#8220; noch sehen wollt.</em></p>
<p>Der bisher erfolgreichster Film aller Zeiten (nicht inflationsbereinigt). Wenn das keine Erwartungen weckt! Durch Gespr&#228;che mit Freunden und das Lesen einiger Reviews hatte ich auch eine ungef&#228;hre Vorstellung, was mich erwartet. &#8222;Visuell atemberaubend, die Story eher flach&#8220;. Und da mich eine unlogische oder zu simple Story normalerweise schon st&#246;rt, war ich gespannt, was von beidem &#252;berwiegen w&#252;rde. Erstaunlicherweise lautet die Antwort: keines von beidem. Yep, der erfolgreichste Film aller Zeiten &#8211; und er l&#228;sst mich irgendwie merkw&#252;rdig kalt.</p>
<p>Wobei ich es auch nicht zu sehr runterspielen will: &#8222;Avatar&#8220; ist schon ein optisches Spektakel, das man ruhig gesehen haben kann, und James Cameron beherrscht sein Handwerk soweit, dass der Film einfach von den Grundlagen her gut gemacht ist. Kameraarbeit, Musik, die Schauspieler, das alles ist mindestens solide, vielfach auch wirklich gut. Aber ist das Ergebnis eine Offenbarung? Wirklich mitrei&#223;end? Revolutioniert es in irgendeiner Weise die Filmgeschichte? Kann ich nicht behaupten.</p>
<p>Ein Wort zu 3D: Ja, der Film arbeitet tats&#228;chlich gro&#223;fl&#228;chig mit 3D-Effekten. Aber w&#228;hrend ich das letztes Jahr bei &#8222;Cloudy With A Chance Of Meatballs&#8220; noch sehr ansprechend fand, muss ich sagen, h&#228;tte dieser Film f&#252;r mich genauso gut auch in 2D funktioniert. Dass manche Bildteile etwas n&#228;her am Zuschauer dran sind als andere hat so ziemlich gar nichts zum Filmvergn&#252;gen beigetragen und soweit ich das mitbekommen habe wurde es auch nur sehr selten auff&#228;llig, und gar nicht st&#246;rend benutzt (wie in einem der Trailer vor dem Film, wo jemand als Schockeffekt irgendwas auf den Zuschauer wirft). Man sollte den Film aber schon auf der gro&#223;en Leinwand sehen, die umwerfende Optik Pandoras wirkt sicher nicht halb so gut auf einem kleinformatigen TV.</p>
<p>Ok, kommen wir zu Pandora und den Na&#8216;vi. Optisch hatte ich schon gesagt ist das spektakul&#228;r. Der Abspann gibt einen Eindruck davon, was f&#252;r Aufwand im Rendern des quietschbunten Dschungels gesteckt haben muss, und ja das ist schon h&#252;bsch anzusehen. Man hat auch sehr viele interessante Kreaturen geschaffen, etwa die Reittiere der Na&#8216;vi, die mich irgendwie an Seepferdchen erinnerten. Die Na&#8216;vi selber sind wohl Gollum-artig alle am Rechner entstanden, aber mit sehr genauem Motion-Capturing. Man kann es ehrlich gesagt nicht mal genau sagen als Zuschauer. In manchen Actionszenen dachte ich schon, da haben sie der Schauspielerin jetzt aber falsche Ohren angesteckt und sie blau angemalt. Dass man es nicht sagen kann und es auch nicht auff&#228;llt beim Schauen ist sicher ein Qualit&#228;tsmerkmal. Man denkt nicht wirklich dar&#252;ber nach, ob die ganzen Blauen nun echt sind oder nicht, und falls sie es nicht sind, sind Mimik und Gestik wirklich gelungen. In dieser Hinsicht revolutioniert &#8222;Avatar&#8220; vielleicht nicht die Filmgeschichte (das hat z.B. Gollum vor acht Jahren getan oder die Matrix vor elf), setzt aber durchaus sehr hohe Ma&#223;st&#228;be des technisch Machbaren.</p>
<p>An der vielen CGI st&#246;rt mich aber etwas anderes: Die Macher sind in die &#252;bliche CGI-Falle getappt, alles umzusetzen was sie umsetzen k&#246;nnen ohne dabei daran zu denken, ob das sinnvoll oder realistisch ist. Den Na&#8216;vi lasse ich es z.B. durchgehen, dass sie sich schwindelfrei von einem Ast zum n&#228;chsten schwingen, aber Jake Sully in seinem frisch erworbenen K&#246;rper?! Klar, das kann man sch&#246;n damit wegerkl&#228;ren, dass das alles in den Na&#8216;vi-Genen steckt. Aber mir als Zuschauer f&#228;llt die Identifikation sehr schwer, wenn ich das Gef&#252;hl habe, dass f&#252;r den Charakter die normalen Gesetze der Physik nicht gelten genau wie die normalen Realit&#228;ten des Lebens. Dass es weh tut, wenn man aus 100 Metern H&#246;he abst&#252;rzt und der Sturz dabei von 50 &#196;sten unsanft gebremst wird. Dass in 100 Metern H&#246;he auch mal heftigerer Wind herrschen kann. Dass es anstrengend und gruselig sein kann, an einer Wurzel wer-wei&#223;-wie-viele hundert Meter &#252;ber dem Boden empor zu klettern. Insbesondere der Umgang mit H&#246;he war f&#252;r einen Film, der derma&#223;en exzessiv damit spielt, unglaublich unglaubw&#252;rdig. Und um das mal in einen Kontext zu setzen: Ich zocke gerade <a href="http://johannes-ruthenberg.de/game-mini-ninjas" >&#8222;Mini Ninja&#8220;</a> auf der X-Box durch, und in einer Szene muss ich meinen Ninja &#252;ber ein Seil von einem Geb&#228;ude zum n&#228;chsten steuern. Dabei hatte ich tats&#228;chlich einen Anflug von H&#246;henangst, auch beim zweiten Spielen des Levels noch! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Bei &#8222;Avatar&#8220; nicht.</p>
<p>Dass es auch anders geht beweist im &#252;brigen eine Szene vom Ende des Filmes: Da liegt Neytiri unter einem toten Riesentier. Vom Stil des restlichen Filmes her h&#228;tte ich jetzt erwartet, dass sie sich elfengleich und m&#252;helos darunter hervorwindet, und ab zur&#252;ck in den Kampf. Aber hier hat man sich zur Abwechslung mal f&#252;r eine Dosis Realismus entschieden, und so braucht Neytiri gr&#246;&#223;ere Anstrengungen, um unter dem Koloss hervorzukriechen. Dass gibt einem als Zuschauer das Gef&#252;hl, dass man sich in diesem Moment mit ihr identifizieren kann, und man vergisst tats&#228;chlich, dass beide Bestandteile der Szene animiert sind.</p>
<p>Ok, soweit zum Handwerklichen. Zu den Schauspielern will ich nicht viel sagen. Zoë Saldana macht ihren Job als Neytiri exzellent, ihr Charakter ist der mit Abstand glaubw&#252;rdigste des Filmes. Sam Worthington spielt zumindest nicht schlecht, er h&#228;tte aber ein deutlich besseres Script ben&#246;tigt. Ansonsten fiel mir noch Michelle Rodriguez positiv auf. Ihr Part war klein, aber ihre Szenen immer unterhaltsam.</p>
<p>Der einzig andere wichtige Aspekt an &#8222;Avatar&#8220; ist meiner Meinung nach die Story, und es ist mir wirklich unbegreiflich, wie es bei so einem riesigen Projekt, dass so genial umgesetzt ist, passieren kann, dass die Story so flach ist. Sie ist auf den ersten Blick nicht mal schlecht im Sinne des Wortes, nur unheimlich flach. Die B&#246;sen sind b&#246;se, die Guten sind gut, Ende der Geschichte. Keine Abstufung, kein Hinterfragen, nichts. Und dabei w&#228;re es so einfach gewesen, das Ganze wenigstens etwas lebensnaher zu machen. Colonel Quaritch und der Vertreter der Sch&#252;rffirma h&#228;tten z.B. nicht so entsetzliche Karikaturen typischer Filmb&#246;sewichte sein m&#252;ssen. Um mal wahllos eine M&#246;glichkeit in den Raum zu werfen: Anstatt das Technobabble-Mineral, nach dem da gesch&#252;rft wird, einfach nur wertvoll sein zu lassen ohne weitere Begr&#252;ndung wieso, h&#228;tte dieses Mineral doch die interstellare Raumfahrt erm&#246;glichen k&#246;nnen (Dilithium l&#228;sst gr&#252;&#223;en) oder ein richtig tolles Heilmittel f&#252;r eine Seuche sein k&#246;nnen. Ja, da h&#228;tten wir spontan schon mal eine glaubw&#252;rdige Motivation f&#252;r die beiden. Aber nein, es geht um Geldsucht und Militarismus, und das muss reichen.</p>
<p>Und das ist irgendwie symptomatisch f&#252;r den Film: Die Geschichte probiert nicht mal, realistisch oder clever zu sein. Offensichtlich wird es, als die Charaktere zum fliegenden Gebirge kommen. An der Stelle verwandelt sich &#8222;Avatar&#8220; urpl&#246;tzlich von einem SF-Film zu einem Fantasyfilm. Hallo, fliegendes Gebirge?! Und niemand wundert sich dar&#252;ber? Jake fragt nicht mal nach, wie das funktionieren soll? Da in etwa hatten sie mich so halbwegs verloren. Auch so ein Symptom: Auch wenn Pandora wohl eigentlich ein Mond ist, ist es schon ein gro&#223;er Mond (hat ja eine brauchbare Schwerkraft). Aber klar, das einzige Vorkommen des Wunderminerals, das sich abzubauen lohnt, liegt ausgerechnet unter dem Baum der Na&#8216;vi, und das heiligste Heiligtum liegt keine Tagesreise entfernt. Dass es noch andere Na&#8216;vi-Gruppen gibt, wird sp&#228;ter im Film deutlich, aber prinzipiell wird hier wieder mal ein planetenweiter Konflikt auf die Gr&#246;&#223;e eines einzigen Dorfes herunterskaliert, ohne das wirklich zu begr&#252;nden. Wenn nun das Mineral Bestandteil des Heiligtums gewesen w&#228;re, ja dann&#8230;</p>
<p>In die gleiche Richtung geht das Ende (so, ab hier &#8211; SPOILER &#8211; ). Auf den ersten Blick wirkt das Ende angemessen. Die Na&#8216;vi haben hart gek&#228;mpft und eben gewonnen, super. Auf den zweiten Blick ist das Schwachsinn: Die Soldaten werden also in ihre Raumschiffe geleitet und dann was? Wer hindert sie daran, aus dem Orbit den Planeten platt zu bomben, wie <a href="http://wortvogel.de/2010/01/meine-verspatete-meinung-avatar/" class="liexternal">Wortvogel</a> in seiner Review ganz richtig anmerkte?! Oder eben in zehn Jahren mit einem gr&#246;&#223;eren Kriegsschiff wiederzukommen?! Das ist eher eine billige Art, sich aus der Verantwortung f&#252;r ein gutes Ende zu stehlen.</p>
<p>Die grundlegende Story ist ja die von &#8222;Pocahontas&#8220; oder &#8222;Der mit dem Wolf tanzt&#8220;. Den Vergleich mit letzterem Film finde ich interessant, denn (ganz ohne CGI) hat er fast die gleiche Story so viel besser erz&#228;hlt. John Dunbars Transformation zum Sioux war glaubw&#252;rdig in der Art wie sie erz&#228;hlt wurde. Bei Jake Sully bin ich nicht sicher, wieso er sein altes Leben so leicht hinter sich l&#228;sst. John Dunbars Sioux wurden nicht als &#8222;Edle Wilde&#8220; pr&#228;sentiert, sondern als ganz reale Menschen mit allen Macken, die Menschen eben so haben. Die Na&#8216;vi sind dagegen irgendwie nicht sehr lebensecht: Alle jung, schlank, schwindelfrei und furchtlos. Klar, es sind Aliens, James Cameron kann sie sich ausdenken wie er will. Aber das entfernt sie halt vom Zuschauer, finde ich. Und insbesondere gegen Ende f&#228;llt der Unterschied auf: John Dunbar wei&#223;, dass er 5 Soldaten t&#246;ten kann, oder 10 oder 100, aber dass er den Krieg nicht gewinnen kann. Das Ende von &#8222;Der mit dem Wolf tanzt&#8220; ist traurig, weil man genau wei&#223;, dass die Charaktere sich mit ihrer Flucht vielleicht zehn Jahre erkaufen. Jeder wei&#223;, wie die Geschichte ausgegangen ist. Unter &#228;hnlichen Voraussetzungen pr&#228;sentiert James Cameron uns dagegen ein scheinbar perfektes Happy End, das angesichts der gezeigten technischen M&#246;glichkeiten der Menschen einfach nicht glaubw&#252;rdig ist. Da h&#228;tte er tiefer in die Trickkiste greifen m&#252;ssen.</p>
<p>Ok, insofern die halbwegs offensichtlichen Kritikpunkte. Man kann aber auch noch etwas tiefer schauen. Ich finde zum Beispiel den Umgang mit Jake Sullys Behinderung sehr merkw&#252;rdig. Was ist das f&#252;r eine Message f&#252;r behinderte Menschen, wenn sie da sehen, dass man als Querschnittsgel&#228;hmter quasi nutzlos ist, wenn man nicht zuf&#228;llig die tolle Avatar-Steuerung zur Hand hat? Sicher, Sully wird als halbwegs unabh&#228;ngig dargestellt, er l&#228;sst sich nicht helfen mit seinen Beinen oder dem Rollstuhl. Und es gibt eine nette Szene, als er zum ersten Mal den Avatar steuert und alle Anordnungen missachtend einfach losl&#228;uft. Das war sch&#246;n gemacht, fast schon einf&#252;hlsam. Aber da h&#246;rt es dann leider auch schon wieder auf. Wir erfahren nichts &#252;ber die Urspr&#252;nge seiner Verletzung, keine Gedanken oder Gef&#252;hle, die er selber zu seinem Zustand hat, keine Art von &#220;berlegung, ob er tats&#228;chlich seinen eigenen K&#246;rper aufgeben, ihn sterben lassen soll. Wof&#252;r er sich ja durchaus entscheiden mag, nur entscheidet er sich eben nicht sichtbar, es passiert einfach, als m&#252;sste es so sein. Und das finde ich dann schon Schade und bedenklich.</p>
<p>Einen weiteren Kritikpunkt an der &#252;bersimplifizierten Story stellt der grundlegende Konflikt dar. Dieser ist ja nicht aus der Luft gegriffen, er ist real f&#252;r unz&#228;hlige Menschen. Im Amazonas-Gebiet werden Menschen von ihren L&#228;ndern vertrieben, damit gro&#223;e Firmen den Wald ausbeuten k&#246;nnen. In China werden riesige Landstriche zwangsentv&#246;lkert und zu Stauseen geflutet. Irgendwie h&#228;tte ich es da sch&#246;n gefunden, wenn der Film diesen Konflikt etwas ernster genommen h&#228;tte, vielleicht gar brauchbare L&#246;sungsans&#228;tze pr&#228;sentiert h&#228;tte. Mehr als auf Gewalt mit gr&#246;&#223;erer Gewalt zu reagieren hat &#8222;Avatar&#8220; leider nicht anzubieten. Und da der Amazonas-Dschungel leider nicht mit riesigen Sauriern in den Kampf eingreifen kann, bleibt &#8222;Avatar&#8220; da jede brauchbare Antwort schuldig. Was das betrifft, ist &#8222;Avatar&#8220; wirklich hirnloses Popcorn-Kino, dass sich selbst weder ernst nimmt noch auf unterhaltsame Art nicht ernst nimmt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ein optisches Spektakel, das in 3D wie in 2D Ma&#223;st&#228;be setzt. Die Schauspieler und Produktionswerte machen den Film durchaus sehenswert, aber die Story ist lachhaft eindimensional. James Cameron hat mit &#8222;Avatar&#8220; ein halbwegs vergn&#252;gliches Action-Kinoabenteuer geschaffen, aber er erschafft sicher keine faszinierende Mythologie, die nach dem Kinobesuch haften bleibt. Gehirn bitte am Eingang abgeben, Dankesch&#246;n. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>P.S.: Und je mehr ich &#252;ber &#8222;Avatar&#8220; nachdenke, desto &#228;rgerlicher wird der Film. Habe meine Wertung gerade mal von urspr&#252;nglich 3.5/5 auf 3/5 reduziert.</p>
<p>P.P.S.: Noch mal einige Monate sp&#228;ter, und ich bin ernsthaft versucht, das auf 2.5/5 zu reduzieren. Der optisch opulente Eindruck eines solchen Filmes verblasst im Ged&#228;chtnis halt schnell, w&#228;hrend eine geniale Story oder mitrei&#223;ende Charaktere haften bleiben. Avatar hat nichts davon zu bieten und h&#228;lt sich eigentlich nur durch die wirklich &#228;rgerlichen Schw&#228;chen in Erinnerung&#8230;</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>District 9</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 18:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/district9-86x128.jpg" alt="District 9" width="86" height="128" class="imgalignleft size-thumbnail wp-image-606" />Review zum Film "District 9", USA / Neuseeland, 2009

Johannesburg, S&#252;dafrika: Wickus Van De Merwe, ein Angestellter des B&#252;ros f&#252;r Alien Affairs der MNU, nimmt ein Video seines Arbeitsalltags auf. Dazwischen sehen wir immer wieder Statements von Zeugen der sich anschlie&#223;enden dramatischen Ereignisse, Interviews und News-Einblendungen. Die Dokumentation erinnert uns an die Vorgeschichte: Vor zwanzig Jahren trat ein riesiges Raumschiff in die Erd-Atmosph&#228;re ein. Es flog nicht nach Washington oder LA, sondern kam &#252;ber Johannesburg zum Stehen. Nach drei Monaten schlie&#223;lich drang die Armee in das Schiff ein und fand &#252;ber eine Million halbwegs hilflose Aliens vor. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm2398193664/tt1136608" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/district9.jpg" alt="District 9" width="275" height="406" class="imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;District 9&#8243;, USA / Neuseeland, 2009</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0088955/" class="liimdb">Neill Blomkamp</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0088955/" class="liimdb">Neill Blomkamp</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm2833612/" class="liimdb">Terry Tatchell</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0795141/" class="liimdb">Clinton Shorter</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm1663205/" class="liimdb">Sharlto Copley</a> &#8230; Wikus Van De Merwe<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm2271261/" class="liimdb">Jason Cope</a> &#8230; Christopher Johnson<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm3107870/" class="liimdb">David James</a> &#8230; Colonel Koobus Venter<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm3227023/" class="liimdb">Louis Minnaar</a> &#8230; Piet Smit<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm3241306/" class="liimdb">Vanessa Haywood</a> &#8230; Tanya Van De Merwe</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Johannesburg, S&#252;dafrika: Wickus Van De Merwe, ein Angestellter des B&#252;ros f&#252;r Alien Affairs der MNU, nimmt ein Video seines Arbeitsalltags auf. Dazwischen sehen wir immer wieder Statements von Zeugen der sich anschlie&#223;enden dramatischen Ereignisse, Interviews und News-Einblendungen. Die Dokumentation erinnert uns an die Vorgeschichte: Vor zwanzig Jahren trat ein riesiges Raumschiff in die Erd-Atmosph&#228;re ein. Es flog nicht nach Washington oder LA, sondern kam &#252;ber Johannesburg zum Stehen. Nach drei Monaten schlie&#223;lich drang die Armee in das Schiff ein und fand &#252;ber eine Million halbwegs hilflose Aliens vor.</p>
<p>Die &#8222;Prawns&#8220;, wie die Fremden abf&#228;llig genannt werden, werden in ein tempor&#228;res Auffanglager gebracht, das schnell um Stacheldraht erg&#228;nzt zur Dauerl&#246;sung wird. Johannesburg hat einen neuen Slum, doch die Menschen sind nicht gl&#252;cklich mit ihren neuen Nachbarn. Und so beschlie&#223;t die MNU, die Multi National Union, die Aliens in ein neues Lager umzusiedeln. Wickus leitet die Operation zum Zustellen der Eviction Notices&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Wow! Es ist lange her, dass mich ein Film so gefesselt und begeistert hat. Etwa ein Jahr, sch&#228;tze ich mal, denn da kommt mir spontan &#8222;The Dark Knight&#8220; in den Sinn. &#8222;District 9&#8243; ist ein Film, der sich gr&#246;&#223;tenteils nicht an die alt-bekannten Hollywood-Konventionen h&#228;lt. Der Erz&#228;hlstil ist ungewohnt und hektisch, das Bild oft per Handkamera leicht verwackelt. Gro&#223;e Stars gibt es unter den Schauspielern nicht, mir pers&#246;nlich kam kein einziges Gesicht bekannt vor. Die Effekte sind vom Feinsten, aber der Film protzt damit nicht sondern stellt sie in den Dienst der Geschichte. Und &#8222;District 9&#8243; hat tats&#228;chlich etwas zu erz&#228;hlen, eine echte Geschichte, bei der man nicht auf 5 Minuten genau die Eckpunkte der Handlung vorhersagen kann. &#220;ber lange Strecken wei&#223; man nicht mal so genau, mit wem man mitfiebern soll, wem man ein Happy End w&#252;nschen soll und wem nicht und ob es &#252;berhaupt eins geben wird.</p>
<p>Wenn ich den Film in einem Wort zusammenfassen m&#252;sste, dann w&#228;re das wohl &#8222;intense&#8220;. Mir f&#228;llt gerade nicht mal ein guter deutscher Ausdruck daf&#252;r ein. Der Film g&#246;nnt einem wirklich keine Pause, und der Pseudo-Dokumentar-Stil sorgt &#252;ber gro&#223;e Strecken f&#252;r eine recht hektische Erz&#228;hlweise. Sp&#228;ter im Film schlie&#223;en sich dem auch noch recht drastische Action- und Gewaltszenen an. &#8222;District 9&#8243; schenkt einem da nichts, und ich nehme an, dass allein deswegen der Film nicht jedem gefallen wird.</p>
<p>Mit ein Grund, warum mir der Film gefallen hat, ist sicher das Setting S&#252;dafrika. Ich glaube, ich habe zunehmend genug von den altbekannten Ansichten LAs oder auch Vancouvers (auch wenn Vancouver toll ist! *g*). So wie schon &#8222;Push&#8220; von einem unverbrauchten Setting profitierte, geht es in gewisser Weise auch &#8222;District 9&#8243;, obwohl man au&#223;er den Slums gar nicht so viel zu sehen kriegt von Johannesburg. Aber zusammen mit der Musik sorgt das schon daf&#252;r, dass es spannend bleibt. Auch ein Faktor dabei sind die deutlich h&#246;rbaren Akzente der Charaktere, die als S&#252;dafrikaner doch sehr niederl&#228;ndisch klingen.</p>
<p>Ist &#8222;District 9&#8243; storym&#228;&#223;ig absolut wasserdicht? Vermutlich nicht. Wenn ich dr&#252;ber nachdenke, fallen mir sicher viele Sachen ein, die schwer zu erkl&#228;ren sind. Aber das Sch&#246;ne ist: Der Film rei&#223;t einen so mit, fesselt einen und begeistert einen, dass man wenigstens nicht schon im Kino anf&#228;ngt &#252;ber die Story zu gr&#252;beln. Und da habe ich in den letzten Monaten und Jahren schon wirklich ganz andere Filme gesehen. Es ist leider eher selten, dass man ins Kino geht, ohne genau zu wissen, was einen erwartet, ohne die Story schon zu 90% vorhersagen zu k&#246;nnen. Und ich liebe es, von einem guten Film wirklich &#252;berrascht zu werden. Allein deshalb will ich eigentlich gar nicht &#252;ber die Story nachdenken, und das ist ein echter Erfolg des Filmes, denke ich. </p>
<p>Davon abgesehen hatte die Story Aspekte, die im Film einfach nicht erkl&#228;rt wurden, was aber auch wiederum passt, da der Film ja gr&#246;&#223;tenteils aus der Perspektive einer Dokumentation &#252;ber die Ereignisse erz&#228;hlt wird. Die Menschheit wei&#223; nun mal nicht wirklich, was auf dem Raumschiff geschehen ist. Das einzige, was mir w&#228;hrend des Schauens etwas auffiel, war die v&#246;llige Abwesenheit z.B. des amerikanischen Milit&#228;rs. Aber ich nehme mal an, dass sich MNU in den 20 vergangenen Jahren auch mit den USA arrangiert hat&#8230;</p>
<p>Alles in allem: Ein d&#252;sterer Film, schnell, fast hektisch, mit Handkameras aufgenommen und mit Charakteren, mit denen es schwer ist, sich zu identifizieren. Blutig, sehr blutig streckenweise. Spannend. Leider wohl auch ein realistisches Abbild unserer Welt: Was sonst w&#252;rden wir mit Aliens machen, die wir nicht wirklich verstehen und die uns nicht wirklich verstehen, aber deren Technik auf ihre DNA codiert ist? Angereichert wird das noch mit verschiedenen anderen Facetten menschlicher Dummheit, die sich alsbald im Alien-Slum wiederfinden. Sehr passend sind etwa die Nigerianer, die sich da rumtreiben, was allerdings auch Anlass zu einem Insider-Joke und absolutem Br&#252;ller bietet, Stichwort &#8222;Nigerian catfood scam&#8220;.</p>
<p>Wickus Van De Merwe hat mich &#252;brigens anfangs sehr stark an Stromberg erinnert. Ging das noch jemandem so?! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Schaut euch den Trailer an, da kriegt ihr einen gewissen Eindruck vom Film, auch wenn der Trailer den Erz&#228;hlstil des Filmes nicht so ganz wiedergibt. Wenn ihr meint, ihr verkraftet diese Tour de Force, dann unbedingt anschauen. Es lohnt sich, und ich denke durchaus, dass &#8222;District 9&#8243; das Zeug zum Klassiker hat. W&#228;re sch&#246;n, wenn es vielleicht auch zum Kassenschlager reichen w&#252;rde &#8211; es k&#246;nnen doch nicht immer nur hirnlose Blockbuster das gro&#223;e Geld scheffeln. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt1136608/" class="liimdb">&#8222;District 9&#8243; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Quantum of Solace</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/quantum-of-solace</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/quantum-of-solace#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 08:53:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/quantum_of_solace1.thumbnail.jpg" alt="Kinoplakat" title="Kinoplakat 'Quantum of Solace'" width="86" height="128" class="alignleft" />Review zum Film "Quantum of Solace" (dt. "Ein Quantum Trost"), UK / USA, 2008

Am Ende von "Casino Royale" wurde James Bond von seiner Geliebten Vesper verraten. Nun jagt er die Organisation "Quantum", die daf&#252;r verantwortlich ist und offensichtlich Beziehungen zu den h&#246;chsten politischen Establishments pflegt. Eine Spur f&#252;hrt nach Haiti, wo Bond auf die geheimnisvolle Camille und den skrupellosen Gesch&#228;ftsmann Greene trifft. Bond heftet sich an Greenes Fersen und geht bei dem Versuch, den Plan der Organisation zu enth&#252;llen, ohne R&#252;cksicht auf Verluste vor. M f&#228;llt es zunehmend schwerer, ihren au&#223;er Kontrolle geratenen Agenten zu decken... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm3813381120/tt0830515" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/quantum_of_solace1.jpg" alt="Kinoplakat" title="Kinoplakat 'Quantum of Solace'" width="275" height="409" class="alignleft" /></a>Review zum Film &#8222;Quantum of Solace&#8220; (dt. &#8222;Ein Quantum Trost&#8220;), UK / USA, 2008</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0286975/" class="liimdb">Marc Forster</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0353673/" class="liimdb">Paul Haggis</a>, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0701031/" class="liimdb">Neal Purvis</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0905498/" class="liimdb">Robert Wade</a> Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0003417/" class="liimdb">David Arnold</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0185819/" class="liimdb">Daniel Craig</a> &#8230; James Bond<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm1385871/" class="liimdb">Olga Kurylenko</a> &#8230; Camille<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0023832/" class="liimdb">Mathieu Amalric</a> &#8230; Dominic Greene<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0001132/" class="liimdb">Judi Dench</a> &#8230; M<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0316284/" class="liimdb">Giancarlo Gianinni</a> &#8230; Mathis<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm2605345/" class="liimdb">Gemma Arterton</a> &#8230; Strawberry Fields</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Am Ende von &#8222;Casino Royale&#8220; wurde James Bond von seiner Geliebten Vesper verraten. Nun jagt er die Organisation &#8222;Quantum&#8220;, die daf&#252;r verantwortlich ist und offensichtlich Beziehungen zu den h&#246;chsten politischen Establishments pflegt. Eine Spur f&#252;hrt nach Haiti, wo Bond auf die geheimnisvolle Camille und den skrupellosen Gesch&#228;ftsmann Greene trifft. Bond heftet sich an Greenes Fersen und geht bei dem Versuch, den Plan der Organisation zu enth&#252;llen, ohne R&#252;cksicht auf Verluste vor. M f&#228;llt es zunehmend schwerer, ihren au&#223;er Kontrolle geratenen Agenten zu decken&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Daniel Craig ist immer noch perfekt als Bond und Mathieu Amalric gibt einen charmanten und gef&#228;hrlichen Gegenspieler ab. Und das ohne dass er mit comichaften Elementen zum Superb&#246;sewicht &#252;berh&#246;ht wird, der Film baut da erfreulicherweise sehr auf Realismus und l&#228;sst &#252;bertriebene Fantasy-Elemente weg. Die Geschichte, die erz&#228;hlt wird, ist auch durchaus interessant. Vor allem aber baut sie zur Abwechslung mal lose auf dem letzten Film auf. </p>
<p>Was diesen Film ansonsten noch von den bisherigen Bond-Filmen abhebt und ihn mir sympathisch macht ist gerade das, was echte Bond-Fans zu st&#246;ren scheint: Man hat auf viele der &#252;blichen Bond-Klischees verzichtet. Es gibt keinen Auftritt des Bastelgenies Q, keine Miss Moneypenny, keine Super-Gadgets im Bond-Auto und nach den ersten zehn Minuten des Films auch kein fahrbares Bond-Auto mehr. Bond trinkt keinen gesch&#252;ttelten Martini, er wird nirgends als Agent 007 bezeichnet (glaube ich, nagelt mich nicht drauf fest), er schl&#228;ft nur mit einem der beiden Bond-Girls (yep, welche Zur&#252;ckhaltung *g*) und wenn ich es mir recht &#252;berlege stellt er sich vielleicht nicht mal als &#8222;Bond, James Bond&#8220; vor.</p>
<p>Ganz ehrlich, ich finde das gut. Am Anfang waren solche Elemente noch Stil, sp&#228;ter noch eine Hommage an die fr&#252;hen Filme. Aber irgendwann wird das dann eher witzlos und langweilig, wenn echte Charaktere hinter solchen Spielereien zur&#252;cktreten m&#252;ssen. Und genau das hat dieser Film stattdessen zu bieten: James Bond, Camille und auch M, die als einziger Stamm-Nebencharakter dabei ist, sind echte, glaubw&#252;rdige Charaktere.</p>
<p>Und da setzt leider auch mein Problem mit diesem und allen James-Bond-Filmen an: James Bond ist leider immer noch ganz der Alte, n&#228;mlich ein kaltbl&#252;tiger, psychopathischer M&#246;rder. Yep, ich kann diesen Charakter einfach nicht leiden. Vielleicht habe ich zu viel TNG, MacGyver und Doctor Who geschaut, aber die Spur an Leichen, die den Weg von James pflastern, finde ich nicht apart. Und auch die Art, wie er dabei zu Werke geht, ist doch irgendwie sinnlos: Sollte ein Geheimagent nicht, nun ja, geheim agieren? Also zum Beispiel subtil? Unauff&#228;llig? Ohne Spuren die Bildfl&#228;che wieder verlassen? Nicht so James Bond. Der nimmt eine Streitaxt, wo ein Skalpell angebracht w&#228;re, und sein blo&#223;er Blick bringt am Stra&#223;enrand stehende Autos zur Explosion. Nein, also wirklich&#8230;</p>
<p>Der Film thematisiert James&#8216; labilen Charakter ein wenig, was ja schon mal sch&#246;n ist, aber irgendwie auch nur halbherzig und ohne am Ende dazu wirklich ein Statement abzugeben. Am Ende ist alles wieder gut, James hat seine Raserei etwas in den Griff gekriegt und ansonsten hat er ja ohnehin die Lizenz, also macht das auch alles nichts. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Davon abgesehen und etwas objektiver st&#246;rend fand ich ansonsten die &#252;bel verwackelten und zerschnittenen Actionszenen. Es mag modern sein, nicht mehr alles in einem einzigen Take ohne Kamerabewegung zu filmen, aber man kann es &#252;bertreiben. Ist es noch Action, wenn man als Zuschauer nichts mehr erkennen kann? Insbesondere eine sicher mit gro&#223;em Aufwand gedrehte Kampfszene ragt da hervor, wo das Bild so sinnlos hin- und herwackelt, dass man am liebsten die Augen schlie&#223;en m&#246;chte, bis es vorbei ist&#8230;</p>
<p>Interessant fand ich &#252;brigens auch, dass die Produzenten der Versuchung widerstanden haben, die Geschichte irgendwie mit dem allgegenw&#228;rtigen &#8222;war on terror&#8220; zu verkn&#252;pfen. Statt dessen widmet sich der Film einem ganz anderen aber ebenfalls aktuellen Thema und entf&#252;hrt uns nach S&#252;damerika. Daneben gibt es aber auch Szenen in London, Haiti, Italien und in einer &#246;sterreichischen Oper. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In all dem Trubel schafft es James &#252;brigens, seine Uhr sch&#246;n lange in die Kamera zu halten und bevor James und Camille sich ihre fahrbaren Unters&#228;tze einfach klauen gehen, darf Camille ihn in einen netten Ford einladen, Modell &#8222;Knutschkugel&#8220;. <em>Diese</em> Verfolgungsjagd wirkte doch eher ein wenig lustig, muss ich sagen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und was den etwas kryptischen Titel betrifft: &#8222;Quantum of Solace&#8220; ist der Titel einer Kurzgeschichte von Ian Fleming, die 1959 zum ersten Mal erschien. Die Geschichte hat allerdings inhaltlich mit dem Film nichts zu tun. Zur Erkl&#228;rung zitiere ich mal die <a href="http://www.imdb.com/title/tt0830515/trivia" class="liimdb">Wikipedia</a> welche die Produzenten zitiert:</p>
<blockquote><p>The title originally comes from an Ian Fleming short story and, in the context of that, it means that a relationship cannot be salvaged unless there is a &#8218;quantum of solace&#8216; between the two parties &#8211; &#8218;Quantum&#8216; meaning &#8218;measure&#8216; and &#8217;solace&#8216; meaning &#8218;comfort&#8216; &#8211; so if they are not willing to share that then their relationship is not redeemable. In our case, it is a couple of things: Bond is looking for a &#8218;quantum of solace&#8216; after his experiences in Casino Royale (2006), and QUANTUM also happens to be the name of the villainous organization in the film.</p></blockquote>
<p>Oh, eine Kleinigkeit noch: Der Titelsong hat mich nicht umgehauen, genauso wenig wie die Titelanimation dazu. Keine Ahnung, ob das irgendwie ein Retro-Look sein sollte. Es h&#228;tte um 1990 vermutlich sehr cool ausgesehen, aber f&#252;r 2008 fand ich es eher unpassend.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Durchaus ein guter Film, mit einer spannenden Geschichte und durchweg gut besetzt. Man muss James Bond wenigstens ein bisschen m&#246;gen, um daran Spa&#223; zu haben, aber vielleicht auch nicht so sehr, um die &#252;blichen Bond-Klischees zu vermissen. &#8222;Casino Royale&#8220; vorher noch mal zu schauen, ist nicht zwingend erforderlich, hilft aber vielleicht beim Verstehen der Geschichte ein wenig.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0830515/" class="liimdb">&#8222;A Quantum of Solace&#8220; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hellboy II: The Golden Army</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/hellboy-ii-the-golden-army</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/hellboy-ii-the-golden-army#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 22:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/hellboy2.thumbnail.jpg" width="86" height="128" alt="Plakat Hellboy II" title="amerikanisches Kinoplakat" class="imageframe imgalignleft" />Review zum Film "Hellboy II: The Golden Army" (dt. "Hellboy II: Die goldene Armee"), USA, 2008

Die goldene Armee ist der Legende zufolge eine unbesiegbare Armee, welche die Fabelwesen im Kampf gegen die Menschheit unterst&#252;tzen sollte. Doch dann wurde ein Vertrag geschlossen zwischen Menschen und Elfen und die mechanische Armee fiel dem Vergessen anheim. Jahrhunderte sp&#228;ter geh&#246;rt die Erde den Menschen und die Fabelwesen leben als Ausgesto&#223;ene im Verborgenen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm31233792/tt0411477" title="" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/hellboy2.jpg" width="270" height="400" alt="Plakat Hellboy II" title="amerikanisches Kinoplakat" class="imageframe imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;Hellboy II: The Golden Army&#8220; (dt. &#8222;Hellboy II: Die goldene Armee&#8220;), USA, 2008</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0868219/" class="liimdb">Guillermo del Toro</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0868219/" class="liimdb">Guillermo del Toro</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000384/" class="liimdb">Danny Elfman</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0000579/" class="liimdb">Ron Perlman</a> &#8230; Hellboy<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0004757/" class="liimdb">Selma Blair</a> &#8230; Liz Sherman<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0427964/" class="liimdb">Doug Jones</a> &#8230; Abe Sapien<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0331577/" class="liimdb">Luke Goss</a> &#8230; Prinz Nuada<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0910472/" class="liimdb">Anna Walton</a> &#8230; Prinzessin Nuala<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0001787/" class="liimdb">Jeffrey Tambor</a> &#8230; Tom Manning</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p><em>&#8222;Believe it or not: He&#8217;s the good guy.&#8220;</em></p>
<p>Die goldene Armee ist der Legende zufolge eine unbesiegbare Armee, welche die Fabelwesen im Kampf gegen die Menschheit unterst&#252;tzen sollte. Doch dann wurde ein Vertrag geschlossen zwischen Menschen und Elfen und die mechanische Armee fiel dem Vergessen anheim. Jahrhunderte sp&#228;ter geh&#246;rt die Erde den Menschen und die Fabelwesen leben als Ausgesto&#223;ene im Verborgenen.</p>
<p>Ebenfalls im Verborgenen leben Hellboy und seine Kollegen vom BPRD. Jedenfalls wenn Hellboy nicht gerade mit &#246;ffentlichen Auftritten auf YouTube landet. Als in einem Auktionshaus eine antike Krone gestohlen wird, kommt das Team Prinz Nuada auf die Spur, dem Sohn des Elfenk&#246;nigs. Nuada kann sich mit dem Schicksal seines Volkes nicht abfinden und ist entschlossen, die goldene Armee zu erwecken, um mit ihr die Welt zur&#252;ckzuerobern&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Ich kannte keinen der Hellboy-Comics, als ich vor einigen Jahren den <a href="http://johannes-ruthenberg.de/hellboy" >ersten Film</a> sah. Aber Hellboy gefiel mir auf Anhieb! Mal abgesehen davon, dass Guillermo del Toro <em>wirklich</em> wei&#223; wie man einen guten Film macht, war Hellboy eine gelungene Mischung aus Action und Humor. Der Film nahm sich selber nur gerade so ernst wie n&#246;tig, und Ron Perlman verk&#246;rperte den riesigen aber doch auch sensiblen Superhelden perfekt.</p>
<p>Nun kam also Teil zwei in die Kinos, und bei aller Vorfreude hatte ich auch meine Bedenken, ob man diese gelungene Mischung so ein zweites Mal hinbekommen w&#252;rde. Und was soll ich sagen: &#8222;The Golden Army&#8220; hat meine Erwartungen voll erf&#252;llt! Genau wie der erste Film nimmt sich auch Hellboy II nicht bierernst und hat einiges an Witz eingebaut. Was der Film dagegen ernst nimmt sind die Charaktere, die sich glaubhaft weiterentwickeln.</p>
<p>Meine gr&#246;&#223;te Sorge war ehrlich gesagt, was aus Hellboy und Liz werden w&#252;rde. Am Ende des letzten Filmes haben sich die beiden ja ihre Liebe gestanden, und ich war so halbwegs &#252;berzeugt, dass man das nicht weiter verfolgen w&#252;rde. Das ist etwas, was ich an Filmen gar nicht leiden kann: Wenn eine Fortsetzung ein zentrales Element des vorherigen Filmes nimmt und einfach ignoriert oder negiert, so á la &#8222;MIB 2&#8243;, welches das komplette Ende des ersten Filmes ad absurdum gef&#252;hrt hat. Aber schon in den ersten Minuten wird man hier positiv &#252;berrascht, denn Hellboy und Liz sind tats&#228;chlich noch zusammen. Allerdings fliegen bei den beiden recht w&#246;rtlich die Fetzen. Wer h&#228;tte auch gedacht, dass Hellboy so endg&#252;ltig beziehungsf&#228;hig ist?! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#220;berrascht wird man vorher aber noch durch was anderes: Der Film beginnt mit einem Flashback nach 1955, wo Professor Bloom seinem Z&#246;gling, einem zw&#246;lfj&#228;hrigen Hellboy die Geschichte von der goldenen Armee erz&#228;hlt. Das war dann soweit auch der irgendwie gr&#246;&#223;er angek&#252;ndigte Auftritt von John Hurt, aber ich bin ganz froh, dass man den eigentlich verstorbenen Charakter nicht unter fadenscheinigen Vorw&#228;nden wieder in die Geschichte eingebaut hat (&#8222;Blade II&#8220; l&#228;sst gr&#252;&#223;en). So bleibt es bei einem netten Cameo-Auftritt und die Exposé-Arbeit w&#228;re damit auch schon abgehakt.</p>
<p>Die Geschichte des Krieges der Menschen gegen die Elfen ist im &#252;brigen sehr nett animiert und vermeidet damit geschickt, wie ein billiger Abklatsch der &#8222;Herr der Ringe&#8220;-Er&#246;ffnung auszusehen (ein Vergleich, der sich durchaus aufdr&#228;ngt). Auch sonst sind die Produktionswerte absolut top, Effekte, Kost&#252;me, Masken. Da ist nichts zu meckern.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zur Geschichte: Die n&#228;chste positive &#220;berraschung war f&#252;r mich, dass Abe Sapien eine wesentlich gr&#246;&#223;ere Rolle spielt als im ersten Film. Dort hatte er zwar auch mehrere Auftritte, aber als Charakter blieb er doch relativ flach. Hier bekommt er dagegen wesentlich mehr zu tun und auch ein bisschen Charakterentwicklung verpasst. Auch sonst sind eigentlich alle aus dem ersten Film wieder mit dabei, mit Ausnahme von Agent Meyers, den der eifers&#252;chtige Hellboy offenbar in die Antarktis hat versetzen lassen. Aber ich kann nicht sagen, dass ich ihn wirklich vermisst h&#228;tte. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
(Update: Ich lese gerade bei IMDB, dass Rupert Evans zur Drehzeit in London auf der B&#252;hne stand und deshalb keine Zeit f&#252;r den Film hatte.)</p>
<p>Eine Erweiterung des Teams gibt es noch: Den Ektoplasma-Agenten Johann Krauss. Gesprochen wird er von Seth MacFarlane, welcher Amerikaner ist, sich aber gro&#223;e M&#252;he mit dem deutschen Akzent gibt. Nicht direkt zu meiner Freude; das bleibt dem deutschen Publikum durch die Synchro wenigstens erspart (obwohl, wer wei&#223;, vielleicht spricht er da ja Bayerisch&#8230; *g*).</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm3578369792/tt0411477" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/hellboy2_nuada.jpg" width="500" height="278" alt="Prinz Nuada" title="Prinz Nuada" class="imageframe imgaligncenter" /></a></p>
<p>Neben den etablierten Charakteren lebt der Film vor allem von den beiden Elfen-Charakteren Nuada und Nuala. Es w&#228;re sicher einfach gewesen, sich einen weiteren Superb&#246;sewicht á la Rasputin auszudenken. Statt dessen haben es Hellboy und seine Freunde hier mit einem Gegner zu tun, der nicht &#8222;b&#246;se&#8220; ist, sondern einfach seine eigenen Ziele verfolgt, welche obendrein durchaus nachvollziehbar sind. Gerade Hellboy fragt sich mehr als einmal, warum er Nuada eigentlich bek&#228;mpft und ob er nicht eigentlich mehr in dessen Welt geh&#246;rt als in die Welt der Menschen, wo er sehr schnell von einem Star zu einer Monstrosit&#228;t werden kann. Das alles verleiht dem ganzen Film eine Portion Tragik und macht die Geschichte interessant, es macht aber nat&#252;rlich auch ein befriedigendes Ende f&#252;r den Film schwieriger.</p>
<p>Sowohl Nuala als auch Nuada sind sehr gut besetzt und die perfekte Maske tut ihr &#252;briges. Generell fand ich die Elfen sehr sch&#246;n gemacht, sie hatten etwas au&#223;erweltliches an sich. In diesem Zusammenhang soll auch die Kampfchoreographie nicht unerw&#228;hnt bleiben. Das war schon sehr sehenswert, was Prinz Nuada mit dem Schwert geboten hat.</p>
<p>Wie erw&#228;hnt waren Maske und Effekte aber auch sonst auf hohem Niveau. So wurde etwa mit Liebe zum Detail der Trollmarkt umgesetzt, wie eine Mischung aus Star Wars und Farscape. Und auch sehr nett waren die &#8222;Zahnfeen&#8220; vom Anfang des Filmes. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich habe ich nur einen wirklichen Kritikpunkt: Das Finale des Filmes wirkte f&#252;r meinen Geschmack etwas zu beil&#228;ufig, zu klein und zu leicht f&#252;r unsere Helden. Als ob das del Toro auch aufgefallen w&#228;re, wirft er vorher noch schnell ein paar Minuten eindrucksvoll gerenderte, aber f&#252;r die Geschichte v&#246;llig sinnlose Kampfszenen dazwischen, um das ganze etwas zu strecken. Da wirkte das Filmtempo doch irgendwie falsch.</p>
<p>Aber es ist nicht so, dass ich mich beschweren will: Der Film hat viel Spa&#223; gemacht, hatte tolle Charaktere und tollen Humor. Und nach dem Ende bin ich <em>wirklich</em> auf Film drei gespannt! Die guten Einspielergebnisse soweit machen einen dritten Teil hoffentlich m&#246;glich. Aber ich denke, da werden del Toro und das Studio sich schon einig, und sei es damit man die Hellboy-Trilogie noch mal als DVD-Box verkaufen kann. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ein guter Film, der einfach Spa&#223; macht. Die Charaktere des ersten Filmes werden glaubw&#252;rdig weiterentwickelt und obendrein gibt es eine interessante Geschichte und charismatische Gegenspieler. Das alles garniert mit Top-Produktionswerten und der richtigen Mischung aus Humor und Tragik.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0411477/" class="liimdb">&#8222;Hellboy&#8220; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>The Dark Knight</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/the-dark-knight</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/the-dark-knight#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 17:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://johannes-ruthenberg.de/the-dark-knight</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/the_dark_knight.thumbnail.jpg" width="86" height="128" alt="Kinoplakat 'The Dark Knight'" class="imageframe imgalignleft" />Review zum Film "The Dark Knight", USA, 2008

Batman hat das organisierte Verbrechen in Gotham City in ernste Bedr&#228;ngnis gebracht, und der neue engagierte Staatsanwalt Harvey Dent setzt den Mafia-Bossen ebenfalls zu. Doch dann betritt ein neuer Spieler die Szene: Der Joker ist an mehreren brutalen Bankrauben beteiligt und bietet den Mafiabossen schlie&#223;lich an, ihr Batman-Problem f&#252;r sie zu l&#246;sen. Und nicht nur die Gesetzesh&#252;ter von Gotham City geraten in die Schusslinie, der Joker t&#246;tet auch die dilettantischen Batman-Nachahmer und stellt dabei Batman ein Ultimatum: Er wird solange weitert&#246;ten, bis Batman seine wahre Identit&#228;t enth&#252;llt... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm1273140992/tt0468569" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/the_dark_knight.jpg" width="270" height="400" alt="Kinoplakat 'The Dark Knight'" class="imageframe imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;The Dark Knight&#8220;, USA, 2008</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0634240/" class="liimdb">Christopher Nolan</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0634300/" class="liimdb">Jonathan Nolan</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0634240/" class="liimdb">Christopher Nolan</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0006133/" class="liimdb">James Newton Howard</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001877/" class="liimdb">Hans Zimmer</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0000288/" class="liimdb">Christian Bale</a> &#8230; Bruce Wayne / Batman<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0005132/" class="liimdb">Heath Ledger</a> &#8230; Der Joker<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0001173/" class="liimdb">Aaron Eckhart</a> &#8230; Harvey Dent<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0350454/" class="liimdb">Maggie Gyllenhaal</a> &#8230; Rachel Dawes<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000323/" class="liimdb">Michael Caine</a> &#8230; Alfred<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000151/" class="liimdb">Morgan Freeman</a> &#8230; Lucius Fox<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000198/" class="liimdb">Gary Oldman</a> &#8230; Lieutenant Gordon</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Batman hat das organisierte Verbrechen in Gotham City in ernste Bedr&#228;ngnis gebracht, und der neue engagierte Staatsanwalt Harvey Dent setzt den Mafia-Bossen ebenfalls zu. Doch dann betritt ein neuer Spieler die Szene: Der Joker ist an mehreren brutalen Bankrauben beteiligt und bietet den Mafiabossen schlie&#223;lich an, ihr Batman-Problem f&#252;r sie zu l&#246;sen. Und nicht nur die Gesetzesh&#252;ter von Gotham City geraten in die Schusslinie, der Joker t&#246;tet auch die dilettantischen Batman-Nachahmer und stellt dabei Batman ein Ultimatum: Er wird solange weitert&#246;ten, bis Batman seine wahre Identit&#228;t enth&#252;llt&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Ich muss zugeben, ich mag Batman. W&#228;hrend Superman, Spiderman und der Rest der Superhelden mehr so in die Kategorie &#8222;ganz nett&#8220; fallen, finde ich Batman einfach faszinierend, seit ich Tim Burtons Version von 1989 gesehen habe. Und nein, ich habe nie einen Batman-Comic gelesen. Mein Bild von Batman ist durch Tim Burton und die Zeichentrickserie gepr&#228;gt und entspricht mehr dem &#8222;Dark Knight&#8220; als dem bunten Comichelden der Sechziger mit seiner gro&#223;en Bat-Familie. Deshalb hat mich auch &#8222;Batman Begins&#8220; vor einigen Jahren restlos begeistert, ein absolut gelungener Neustart des Franchise mit einem Batman, genauso wie ich ihn mag. Nachdem nun &#8222;The Dark Knight&#8220; schon mal eben den besten Filmstart der bisherigen Kinogeschichte hingelegt hat, waren meine Erwartungen nat&#252;rlich entsprechend hoch.</p>
<p>Die Bewertung von &#8222;The Dark Knight&#8220; wird durch einen Fakt noch etwas kompliziert: &#8222;Batman Begins&#8220; hatte noch mehr oder weniger eine eigene Geschichte erz&#228;hlt. Es wurden verschiedene Elemente von Tim Burtons erstem Film umgeschrieben (offenbar mehr an die Comics angelehnt), aber prinzipiell war es eine eigene Geschichte. &#8222;The Dark Knight&#8220; schildert nun das Zusammentreffen von Batman und dem Joker und hat somit un&#252;bersehbare Parallelen zum ersten Kinofilm. Man kann den Film also einmal f&#252;r sich bzw. nur in der Kontinuit&#228;t von &#8222;Batman Begins&#8220; sehen. Aber unweigerlich muss ich auch Vergleiche zu Tim Burtons &#8222;Batman&#8220; ziehen.</p>
<p>Gleich mal vorab, bevor ich mich in Kleinigkeiten verliere: &#8222;The Dark Knight&#8220; ist ein guter Film, ein unterhaltsamer Film und eine mehr als gelungene Fortsetzung von &#8222;Batman Begins&#8220;. Alles, was an &#8222;Batman Begins&#8220; gut war, ist hier immer noch gut. Christian Bale ist einfach perfekt gecastet als Bruce Wayne, so wie Michael Caine als Alfred perfekt ist. Wie schon im ersten Film unterst&#252;tzen au&#223;erdem Gary Oldman als Lieutenant Gordon und Morgan Freeman als Lucius Fox unseren Lieblingsmilliard&#228;r. Und auch der Rest des Castings ist gelungen, vor allem Heath Ledger verk&#246;rpert den Joker wirklich genial. Die &#220;berraschung schlechthin war f&#252;r mich aber Maggie Gyllenhaal. Im letzten Film wurde Rachel Dawes ja noch von Katie Holmes dargestellt. Das war soweit ok, auch wenn ich nicht direkt ein Fan von ihr bin. Aber seit sie Tom Cruise geheiratet hat, kann ich sie nicht mehr anschauen, ohne Tom Cruise wie einen Affen auf der Talkshow-Couch herumspringen zu sehen. Es war also so oder so eine gute Idee, diese Rolle neu zu besetzen (Katie Holmes hatte laut Wikipedia andere Projekte laufen, keine Ahnung also ob die ganze Tom-Cruise-Sache f&#252;r die Produzenten eine Rolle gespielt hat). Maggie Gyllenhaal sieht nun nicht nur Katie Holmes sehr &#228;hnlich, sie bringt auch wesentlich mehr Charme in die Rolle ein und macht sie sympathischer als sie es im letzten Film war.</p>
<p>Wor&#252;ber man eigentlich nicht weiter sprechen muss ist die Ausstattung des Filmes. Kost&#252;me, Effekte etc. sind gelungen und h&#246;chster Standard, was sicher auch am nicht geringen Budget gelegen hat. Da wurde nicht gespart, und wenn CGI zum Einsatz kam, dann unauff&#228;llig bzw. sehr realistisch umgesetzt. Die Actionszenen sehen jedenfalls allesamt sehr echt aus. Eine einzige Ausnahme was die CGIs betrifft gibt es am Ende des Filmes (keine Angst, den Effekt erkennt ihr wenn ihr ihn seht), und gerade weil im restlichen Film die Effekte so unauff&#228;llig sind, springt einen dieser Effekt irgendwie st&#246;rend an. Wobei er immer noch wirklich gut umgesetzt ist, es wirkt nur naturgem&#228;&#223; kein bisschen realistisch.</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm611358464/tt0468569" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/the_dark_knight_1.jpg" width="200" height="160" alt="Batman &#252;ber Hongkong" title="Batman &#252;ber Hongkong" class="imageframe imgalignright" /></a>Was an der Ausstattung auff&#228;llt, vielleicht mehr noch als in &#8222;Batman Begins&#8220;, ist dass Gotham City in diesem Film realer wirkt, nicht wie eine comic-hafte Kulisse, sondern wie eine moderne Gro&#223;stadt. Und obendrein ist Gotham auch eingebettet in die reale Welt. So unternimmt Batman u.a. einen Ausflug nach Hongkong, was meiner Erinnerung nach bisher noch in keinem Film zu sehen war. Passend dazu ein Detail, dass generell den neuen Look der Batman-Filme zusammenfasst: Gute Comicverfilmungen &#252;berraschen mich normalerweise mit einem unerwarteten Anfang. Der erste &#8222;X-Men&#8220;-Film etwa fing in einem Konzentrationslager an und &#8222;Batman Begins&#8220; mit einer Szene in Tibet! &#8222;The Dark Knight&#8220; beginnt, v&#246;llig untypisch f&#252;r die fr&#252;heren Batman-Filme, mit einer Szene in glei&#223;endem Sonnenschein. </p>
<p>Ebenfalls gelungen ist die Musik, welche den Film mit der n&#246;tigen Dramatik versorgt. Das Batman-Thema von Danny Elfman kommt leider nicht zum Einsatz, aber der Score ist &#228;hnlich genug und kann durchaus f&#252;r sich stehen.</p>
<p>Und dann h&#228;tten wir da noch den Joker. Hier fangen die Vergleiche mit Tim Burtons Film an, in dem Jack Nicholson den Joker verk&#246;rperte. Das sind keine kleinen Fu&#223;stapfen, die Heath Ledger da ausf&#252;llen musste, aber es ist absolut gelungen. Ledgers Joker ist j&#252;nger und das Make-Up sieht anders aus, aber wie Nicholsons Joker haftet ihm ein Hauch Wahnsinn an. Bei Ledger kommt das allerdings fast noch realistischer r&#252;ber, weniger comic-haft aufgesetzt. Auch das Make-Up finde ich interessant: Offensichtlich wurden ihm die Wangen aufgeschnitten, wovon dicke Narben zur&#252;ckblieben, die ein breites Grinsen andeuten. Oben dr&#252;ber dann wei&#223;es Make-Up, alles irgendwie etwas verschmiert, mit zotteligen Haaren und Klamotten, aber alles in allem sieht es wie gesagt weniger aufgemalt aus. Und nat&#252;rlich hat der Joker fast alle guten Zeilen des Filmes abbekommen. Meine Lieblingsstelle ist diese hier:</p>
<blockquote><p>&#8222;Do I really look like a man with a plan, Harvey? I don&#8217;t have a plan. The mob has plans, the cops have plans. You know what I am, Harvey? I&#8216;m a dog chasing cars. I wouldn&#8217;t know what to do if I caught one. I just <em>do</em> things.&#8220;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm3632240384/tt0468569" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/the_dark_knight_2.jpg" width="200" height="115" alt="der Joker" title="der Joker" class="imageframe imgalignleft" /></a>Das fasst diesen Charakter toll zusammen, finde ich. Abgesehen vom Joker kriegen wir einen guten Blick auf Harvey Dent, bevor dieser sich in Two-Face verwandelt. Two-Face kennen wir ja schon aus dem dritten Film, &#8222;Batman Forever&#8220;, wo er von Tommy Lee Jones dargestellt wurde. Hier sehen wir ihn noch als Staatsanwalt, der &#228;u&#223;erst ambitioniert das Verbrechen von Gotham City bek&#228;mpft und Batman darin durchaus Konkurrenz macht, mit seinen eigenen Methoden. Es ist nicht direkt ein sympatischer Charakter, aber Aaron Eckhart spielt ihn gut und relativ glaubw&#252;rdig. Trotzdem ist Dent irgendwie mit ein Schwachpunkt des Filmes, vielleicht weil er wenig Charme oder Charisma ausstrahlt, im Unterschied zu fast allen anderen Charakteren.</p>
<p>Kurz erw&#228;hnen wollte ich dann noch Morgan Freeman. Er spielt Lucius Fox, welcher in &#8222;Batman Begins&#8220; erstmals zu sehen war (habe aber gerade bei Wikipedia gelesen, dass er aus den Comics stammt und auch in der Zeichentrickserie schon zu sehen war). Fox ist gewisserma&#223;en Waynes &#8222;Mister Q&#8220;, und einige meiner Lieblingsszenen aus &#8222;Batman Begins&#8220; drehten sich um den Bau des Bat-Anzuges aus in Taiwan georderten Einzelteilen. Diese Rolle spielt Morgan Freeman hier weiter, aber sein Charakter kommt mir im neuen Film noch ein Eckchen glaubw&#252;rdiger vor, mit mehr Gelegenheit f&#252;r Freeman tats&#228;chlich etwas zu spielen.</p>
<p>Ok, bleibt noch ein Blick auf die Geschichte des Films. Und da habe ich leider auch einiges zu kritisieren. Der Film ist 152 Minuten lang und hat f&#252;r diese L&#228;nge meiner Meinung nach eine etwas zu wirre Story. Streckenweise wei&#223; man gar nicht so richtig, worum es gerade geht, und das Gesamtbild entfaltet sich eher langsam. Am Ende f&#252;gen sich alle Puzzlest&#252;cke sehr sch&#246;n zusammen, und ich finde vor allem toll, dass die Autoren sich n&#228;her angeschaut haben, was &#8222;Batman&#8220; ausmacht, was man unter &#8222;Dark Knight&#8220; tats&#228;chlich verstehen kann (im Unterschied zum sprichw&#246;rtlichen &#8222;White Knight&#8220; und im Kontrast zu Harvey Dent). In dieser Hinsicht ist der Film wesentlich ambitionierter als alle Batman-Filme seit Tim Burtons erster Version. Aber der Weg zum dramatischen Ende ist f&#252;r meinen Geschmack zu lang und nicht fokussiert genug. Fans von Batman wird das sicher nicht zu sehr st&#246;ren, aber ich denke, unbeteiligte Zuschauer werden da durchaus auch etwas verwirrt aus dem Kino kommen. Und das gl&#228;nzende Ergebnis des Startwochenendes verdankt der Film sicher nur zu einem kleinen Prozentsatz tats&#228;chlich den Fans der Fledermaus.</p>
<p>F&#252;r sich betrachtet bleibt &#8222;The Dark Knight&#8220; also ein faszinierender und gut gemachter Blick in die Welt von Batman, wenn auch mit einigen L&#228;ngen. Und wie sieht der direkte Vergleich mit Burtons Batman aus? Was die Story und die L&#228;nge betrifft f&#228;llt das im Vergleich noch mehr auf: Michael Keatons erster Auftritt als Fledermaus war mit 126 Minuten auch nicht gerade kurz, aber die Story kann man problemlos in drei S&#228;tzen zusammenfassen und sie f&#252;hlt sich zu keinem Zeitpunkt unfokussiert oder verwirrend an. In dieser Hinsicht war Tim Burtons Version tats&#228;chlich besser. Der Joker, das hatte ich schon erw&#228;hnt, ist in beiden Filmen einfach gelungen, jeweils auf seine ganz eigene Weise. Eine Sache finde ich allerdings etwas Schade, n&#228;mlich dass beim Neustart die pers&#246;nliche Beziehung des Jokers zu Batman verloren ging. Im ersten Film war der Joker derjenige, der als Kleingauner einst Bruce Waynes Eltern umbrachte und ihn damit erst zu Batman machte, so wie Batman f&#252;r die Erschaffung des Jokers verantwortlich war. Batmans Geschichte in den Comics ist eher verworren, folgt aber wohl mehr der neuen Version aus &#8222;Batman Begins&#8220;, ohne eine Beziehung zum Joker. Der Joker ist hier einfach nur ein Wahnsinniger, von dem niemand so genau wei&#223;, wo er herkommt.</p>
<p>Ein Element, das ich witzigerweise aus dem ersten Film ebenfalls vermisse, ist der Spruch des Jokers: &#8222;Have you ever danced with the devil in the pale moonlight?&#8220; Seine neue &#8222;catch phrase&#8220; ist dagegen: &#8222;Why so serious?&#8220; Alles in allem denke ich, haben diese Unterschiede auch ihr Gutes: Beide Filme k&#246;nnen f&#252;r sich stehen, und &#8222;The Dark Knight&#8220; ist bei weitem kein blo&#223;es Remake eines ohnehin schon genialen Filmes. Man kann sich beide Filme anschauen, und auch die bald zwanzig Jahre alte Version von Tim Burton ist immer noch sehenswert.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>F&#252;r alle Batman-Fans ist dieser Film ein Muss und eine mehr als gelungene Fortsetzung von &#8222;Batman Begins&#8220;. So unterhaltsam und spannend er aber auch ist, hat der Film leider auch einige L&#228;ngen, was nicht so Batman-interessierte Zuschauer etwas abschrecken k&#246;nnte.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0468569/" class="liimdb">&quot;The Dark Knight&quot; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hancock</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/hancock</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 13:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/hancock_01.thumbnail.jpg" width="86" height="128" alt="Kinoplakat 'Hancock'" title="Kinoplakat 'Hancock'" class="imageframe imgalignleft" />Review zum Film "Hancock", USA, 2008

John Hancock ist ein Superheld, t&#228;glich rettet er in LA Menschen vor Katastrophen oder f&#252;hrt Verbrecher ihrer gerechten Strafe zu. Und die Menschen von LA haben die Schnauze gr&#252;ndlich voll davon! Denn Hancock ist nicht nur mit Superkr&#228;ften ausgestattet, er ist auch Alkoholiker und v&#246;llig unverantwortlich. Seine Aktionen sorgen regelm&#228;&#223;ig f&#252;r Chaos und Millionensch&#228;den und seine Vorstellung einer gerechten Strafe bedeutet auch schon mal, einen Van voller Bankr&#228;uber auf der Antenne eines Hochhauses aufzuspie&#223;en. Doch Hancocks desastr&#246;ses Leben &#228;ndert sich als er dem PR-Mann Emrey das Leben rettet. Ray ist ernsthaft dankbar f&#252;r seine Rettung, und sehr zum Missfallen seiner Frau Mary beschlie&#223;t er, als Gegenleistung an Hancocks Image zu arbeiten... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm871864576/tt0448157" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/hancock_01.jpg" width="270" height="401" alt="Kinoplakat 'Hancock'" title="Kinoplakat 'Hancock'" class="imageframe imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;Hancock&#8220;, USA, 2008</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000916/" class="liimdb">Peter Berg</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm1378206/" class="liimdb">Vincent Ngo</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0319213/" class="liimdb">Vince Gilligan</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0694173/" class="liimdb">John Powell</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0000226/" class="liimdb">Will Smith</a> &#8230; John Hancock<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000867/" class="liimdb">Jason Bateman</a> &#8230; Ray Embrey<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000234/" class="liimdb">Charlize Theron</a> &#8230; Mary Embrey</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>John Hancock ist ein Superheld, t&#228;glich rettet er in LA Menschen vor Katastrophen oder f&#252;hrt Verbrecher ihrer gerechten Strafe zu. Und die Menschen von LA haben die Schnauze gr&#252;ndlich voll davon! Denn Hancock ist nicht nur mit Superkr&#228;ften ausgestattet, er ist auch Alkoholiker und v&#246;llig unverantwortlich. Seine Aktionen sorgen regelm&#228;&#223;ig f&#252;r Chaos und Millionensch&#228;den und seine Vorstellung einer gerechten Strafe bedeutet auch schon mal, einen Van voller Bankr&#228;uber auf der Antenne eines Hochhauses aufzuspie&#223;en. Doch Hancocks desastr&#246;ses Leben &#228;ndert sich als er dem PR-Mann Emrey das Leben rettet. Ray ist ernsthaft dankbar f&#252;r seine Rettung, und sehr zum Missfallen seiner Frau Mary beschlie&#223;t er, als Gegenleistung an Hancocks Image zu arbeiten&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Die Pr&#228;misse von &#8222;Hancock&#8220; ist witzig und vielversprechend: Eine andere Art von Superheld, der seine Kr&#228;fte nur m&#228;&#223;ig unter Kontrolle hat und statt Edelmut eine geh&#246;rige Portion alkoholisierte Verantwortungslosigkeit zu bieten hat. Das ist in etwa, was der Trailer r&#252;ber bringt, und dieser Teil des Filmes ist tats&#228;chlich mit viel Witz umgesetzt worden. Gerade im Kontrast zur Superheldenverfilmungs-Schwemme der letzten Jahre wirkt Hancock einfach erfrischend. Die Kr&#228;fte hat er von Superman, aber Spidermans Motto &#8222;Aus gro&#223;er Macht folgt gro&#223;e Verantwortung&#8220; hat er nicht wirklich verinnerlicht. Und so hinterl&#228;sst er bei jedem Start und jeder Landung ein gro&#223;es Loch im Asphalt, fliegt ohne R&#252;cksicht auf Verluste durch die Gegend und auf YouTube kann man sich anschauen, wie er einen gestrandeten Wal wieder ins Meer wirft und dabei ein Boot trifft.</p>
<p>Will Smith spielt die Rolle gewohnt souver&#228;n. Er w&#252;rde vermutlich aus fast jeder Rolle noch etwas rausholen, und Hancocks Charakter bietet da mehr als genug Ansatzpunkte. Jason Bateman und Charlize Theron wirken dagegen eher blass, aber das entspricht ja auch den Rollen.</p>
<p>Soweit, so gut. Doch das f&#252;r mich wirklich &#252;berraschende kommt etwa zur Mitte des Filmes. Die Story ver&#228;ndert sich, von Slapstick zu einer tats&#228;chlichen Geschichte. Einer, die man am Anfang nicht hat kommen sehen. Ich will niemanden spoilern, aber die Geschichte, die sich da entfaltet, fand ich sehr spannend. Sie verleiht auch Hancock und damit der ganzen Geschichte eine Portion Tiefgang. Und das Sch&#246;ne ist, dass die Trailer darauf keinen Hinweis bieten. Oft genug fassen die Trailer ja den ganzen Film komplett zusammen, aber hier kann man tats&#228;chlich noch &#252;berrascht werden.</p>
<p>Mehr kann ich dazu also leider nicht sagen. Alles in allem fand ich die erz&#228;hlte Geschichte jedoch interessant und vor allem unterhaltsam. Denn auch sp&#228;ter im Film bleibt der Humor nicht auf der Strecke. Hancocks Superkr&#228;fte bieten auch genug Gelegenheit f&#252;r vielf&#228;ltige Gags. Zwei Minuten in den Abspann hinein kommt &#252;brigens noch eine kurze Szene, am Ende dann aber nichts mehr.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ein witziger und unterhaltsamer Film, mit guten Darstellern und einer Story mit mehr Tiefgang als der Trailer erwarten lassen w&#252;rde. Au&#223;erdem hat der Film mit um die 90 Minuten auch zur Abwechslung mal genau die richtige L&#228;nge f&#252;r diese Art Geschichte. Sehenswert!</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0448157/" class="liimdb">&#8222;Hancock&#8220; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>21</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 07:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/04/plakat-21.thumbnail.jpg" width="91" height="128" alt="Plakat '21'" title="Kinoplakat zu '21'" class="imgalignleft" />Review zum Film "21", USA, 2008

Ben Campbell ist gerade 21 geworden. Er besucht das College des MIT in Boston und wurde gerade an der Harvard Medical School angenommen. Ben ist etwas sch&#252;chtern, aber gut in Mathe. Dadurch f&#228;llt er einem seiner Professoren auf, welcher an der Uni einer lukrativen Nebenbesch&#228;ftigung nachgeht: Er bildet eine kleine Gruppe Studenten zum Kartenlesen aus. Die Wochenenden verbringen sie in den Casinos von Las Vegas und machen an den Blackjack-Tischen dort ein Verm&#246;gen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm1155108864/tt0478087" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/04/plakat-21.jpg"  width="270" height="378" alt="Plakat '21'" title="Kinoplakat zu '21'" class="imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;21&#8243;, USA, 2008</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0525659/" class="liimdb">Robert Luketic</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0826042/" class="liimdb">Peter Steinfeld</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm1935734/" class="liimdb">Allan Loeb</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm2867565/" class="liimdb">David Sardy</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="">Jim Sturgess</a> &#8230; Ben Campbell<br />
<a href="">Kate Bosworth</a> &#8230; Jill Taylor<br />
<a href="">Kevin Spacey</a> &#8230; Prof. Micky Rosa<br />
<a href="">Josh Gad</a> &#8230; Miles Connoly<br />
<a href="">Laurence Fishburne</a> &#8230; Cole Williams</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Ben Campbell ist gerade 21 geworden. Er besucht das College des MIT in Boston und wurde gerade an der Harvard Medical School angenommen. Ben ist etwas sch&#252;chtern, aber gut in Mathe. Dadurch f&#228;llt er einem seiner Professoren auf, welcher an der Uni einer lukrativen Nebenbesch&#228;ftigung nachgeht: Er bildet eine kleine Gruppe Studenten zum Kartenlesen aus. Die Wochenenden verbringen sie in den Casinos von Las Vegas und machen an den Black-Jack-Tischen dort ein Verm&#246;gen.</p>
<p>Micky m&#246;chte Ben in die Gruppe aufnehmen, und dieser stimmt schlie&#223;lich zu, denn f&#252;r ein Studium an Harvard braucht er um die 300.000 Dollar. Doch Karten in Vegas zu z&#228;hlen ist nicht ohne Risiko, und zudem merkt Ben schon bald, dass die Mitgliedschaft in Mickys Gruppe ihn ver&#228;ndert&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>&#8222;21&#8243; ist kein schlechter Film, aber aus irgendeinem Grund hat er es v&#246;llig verfehlt, mich zu begeistern oder auch nur wirklich zu interessieren. Woran das liegt, ist gar nicht so leicht zu sagen, aber ich probiere es mal. Aber mehr als bei anderen Filmen ist das Folgende nur meine subjektive Meinung, andere finden den Film vielleicht h&#246;chst spannend.</p>
<p>Zuerst einmal: Black Jack ist in meinen Augen wie jedes Spiel eine vergleichsweise langweilige Angelegenheit, jedenfalls wenn man zuschauen muss. Das ist wie mit Sportfilmen: Wenn man einen Film &#252;ber so etwas Langweiliges dreht, muss man den Film einfach mit einer starken Geschichte anreichern. Glaubw&#252;rdige Charaktere und eine mitrei&#223;ende Geschichte sind da eigentlich ein Muss, endlose Montagen von Kartentischen k&#246;nnen meinetwegen auch sein, reichen allein aber nicht.</p>
<p>&#8222;21&#8243; ist in dieser Beziehung leider etwas halbgar. Der Hauptcharakter Ben Campbell ist noch recht nachvollziehbar geschildert und Jim Sturgess stellt ihn sehr gut da. Aber schon Kevin Spaceys Charakter l&#228;sst f&#252;r mich etwas Tiefe vermissen, vieles wird da nur angedeutet. Und das war es dann eigentlich schon, &#252;ber die anderen Mitglieder der Gruppe erf&#228;hrt man sehr wenig. Motivation? Echtes Charakterdrama? Da kommt nicht sehr viel r&#252;ber.</p>
<p>Die Handlung an sich pl&#228;tschert sehr lange vor sich hin. Gegen Ende dreht der Film dann noch mal etwas auf, aber gerade dieser pl&#246;tzliche Tempowechsel st&#246;rt dann auch eher. Zudem hatte ich das Gef&#252;hl, dass der Film sich nicht wirklich zwischen Drama und Kom&#246;die entscheiden konnte. Nicht, dass nicht beides ginge, aber das erfordert mehr Fingerspitzengef&#252;hl als Autoren und Regisseur hier bewiesen haben.</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm767662336/tt0478087" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/04/szene_21.jpg" width="275" height="193" alt="Szene aus '21'" title="Jill und Ben am Spieltisch" class="alignright" /></a>Der Film ist im &#252;brigen mal wieder nach einer wahren Geschichte entstanden (g&#228;hn, wahre Geschichten hat man eh jeden Tag um sich), und zwar nach dem Buch &#8222;Bringing Down the House: The Inside Story of Six M.I.T. Students Who Took Vegas for Millions&#8220; von Ben Mezrich. Wenn es nun einmal wirklich so passiert sein sollte, mag das nat&#252;rlich erkl&#228;ren, warum die Truppe immer wieder nach Las Vegas f&#228;hrt. Das macht es f&#252;r den Kinozuschauer aber auch nicht logischer. Auch wenn das Gl&#252;cksspiel in den USA restriktiver gehandhabt wird als bei uns, so erf&#228;hrt man bei Wikipedia doch, dass es in den USA mindestens 450 kommerzielle Casinos gibt. Leider w&#252;rde so ziemlich die ganze Geschichte in sich zusammenfallen, wenn die Truppe das F&#252;nkchen Verstand gehabt h&#228;tte, ihre Masche nicht immer in den gleichen Casinos zu versuchen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Kevin Spacey mal wieder im Kino zu sehen, ist nat&#252;rlich sch&#246;n. Jim Sturgess&#8216; gute Darstellung rettet den Film ansonsten vor der Mittelm&#228;&#223;igkeit. Wirklich auffallend gut waren im &#252;brigen die Szenen mit Bens alten Freunden und seiner Mutter. Die ragten aus dem Rest des Filmes wirklich heraus, weil sie &#252;berhaupt nicht k&#252;nstlich oder gespielt r&#252;berkamen. Wirklich gut. Das war vielleicht sogar Absicht, als Kontrast zu Bens neuer Glitzerwelt. Ebenfalls gut ist Laurence Fishburne in einer kleinen, aber pr&#228;gnanten Nebenrolle.</p>
<p>Der Film schneidet ansonsten verschiedene Themen an. Bens charakterliche Ver&#228;nderung, die Entfremdung von seinem alten Leben. Das Abenteuer des Casino-Betrugs und die Verlockungen der Spielwelt. Relativ sp&#228;t im Film erf&#228;hrt man auch &#252;ber Spaceys Charakter etwas mehr. Aber bei all dem pendelt der Film etwas hilflos zwischen Drama und Kom&#246;die hin und her, und verfolgt keines dieser Themen so richtig weiter.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Alles in allem ein vielversprechender Film, der mich leider nicht &#252;berzeugen konnte. Man kann ihn sich schon anschauen, aber mitrei&#223;end und spannend ist noch was anderes.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0478087/" class="liimdb">&#8222;21&#8243; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>The Other Boleyn Girl</title>
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		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/the-other-boleyn-girl#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 01:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/03/the_other_boleyn_girl1.thumbnail.jpg" width="86" height="128" alt="Kinoplakat 'The Other Boleyn Girl'" title="Kinoplakat 'The Other Boleyn Girl'" class="imageframe imgalignleft" />Review zum Film "The Other Boleyn Girl" (dt. "Die Schwester der K&#246;nigin"), UK / USA, 2008

England, 16. Jahrhundert: Die Frau des K&#246;nigs, Henry VIII., hat eine Missgeburt, und es wird klar, dass sie dem K&#246;nig keinen m&#228;nnlichen Thronfolger mehr geben wird. Die Adeligen des Landes sehen dadurch ihre Chance gekommen, ihre T&#246;chter dem K&#246;nig als M&#228;tresse zur Verf&#252;gung zu stellen, darunter auch der ehrgeizige Herzog von Norfolk. Bei einem Besuch soll dem K&#246;nig eine Aff&#228;re mit der Nichte des Herzogs, Anne Boleyn, schmackhaft gemacht werden. Doch der K&#246;nig beginnt statt dessen eine Aff&#228;re mit Annes Schwester Mary… [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm1737659904/tt0467200" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/03/the_other_boleyn_girl1.jpg" width="270" height="401" alt="Kinoplakat 'The Other Boleyn Girl'" title="Kinoplakat 'The Other Boleyn Girl'" class="imageframe imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;The Other Boleyn Girl&#8220; (dt. &#8222;Die Schwester der K&#246;nigin&#8220;), UK / USA, 2008</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0149491/" class="liimdb">Justin Chadwick</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0604948/" class="liimdb">Peter Morgan</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0134508/" class="liimdb">Paul Cantelon</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0424060/" class="liimdb">Scarlett Johansson</a> &#8230; Mary Boleyn<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000204/" class="liimdb">Natalie Portman</a> &#8230; Anne Boleyn<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0051509/" class="liimdb">Eric Bana</a> &#8230; Henry VIII<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0607375/" class="liimdb">David Morrissey</a> &#8230; der Herzog von Norfolk<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0868479/" class="liimdb">Ana Torrent</a> &#8230; Katharina von Aragorn</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>England, 16. Jahrhundert: Die Frau des K&#246;nigs Henry VIII hat eine Missgeburt, und es wird klar, dass sie dem K&#246;nig keinen m&#228;nnlichen Thronfolger mehr geben wird. Die Adeligen des Landes sehen dadurch ihre Chance gekommen, ihre T&#246;chter dem K&#246;nig als M&#228;tresse zur Verf&#252;gung zu stellen, darunter auch der ehrgeizige Herzog von Norfolk. Bei einem Besuch soll dem K&#246;nig eine Aff&#228;re mit der Nichte des Herzogs, Anne Boleyn, schmackhaft gemacht werden. Doch der K&#246;nig beginnt statt dessen eine Aff&#228;re mit Annes Schwester Mary…</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Der Film erz&#228;hlt die Geschichte aus der Perspektive von Anne und Mary, konzentriert sich auf die Dreiecksgeschichte der beiden Schwestern und des K&#246;nigs. W&#228;hrend Eric Bana als K&#246;nig Henry VIII und Scarlet Johansson als Mary Boleyn sehr &#252;berzeugend sind, hatte ich gr&#246;&#223;ere Schwierigkeiten, Natalie Portman als Anne Boleyn zu sehen. Ich sehe sie eigentlich immer sehr gerne, aber hier sah sie einfach zu sehr nach &#8222;Garden State&#8220; oder &#8222;Star Wars&#8220; aus. Eine weniger bekannte Schauspielerin h&#228;tte vielleicht geholfen, auch wenn das gegen Mitte des Filmes dann langsam besser wurde. Vielleicht lag es aber auch am Charakter von Anne, deren Motivation f&#252;r mich nicht so glaubw&#252;rdig r&#252;berkam wie die von Mary.</p>
<p>Scarlet Johansson ging in ihrer Rolle dagegen voll auf. Sie hat mich &#252;brigens in vielen Szenen immer wieder an Tara aus &#8222;Buffy&#8220; erinnert. *g* Und nicht unerw&#228;hnt lassen will ich ihre Geburtsszene, die mir weitaus realistischer erschien als man es sonst aus TV und Kino gewohnt ist.</p>
<p>Ok, was ist dieser Film und was ist er nicht? Unterhaltsam und spannend, wenn man historische Dramen mag, durchaus. Ein historisch akkurater Film? Eher nicht. In erster Linie ist es wohl eine Verfilmung des Romans von Philippa Gregory (und nicht die erste, die Geschichte hat ein paar Jahre davor schon die BBC verfilmt).</p>
<p>W&#228;hrend die Geschichte des K&#246;nigs und seiner wechselnden Beziehungen zu den Boleyn-Schwestern erz&#228;hlt wird, kommt nat&#252;rlich auch so einiges &#252;ber die damaligen Vorstellungen, zumindest in adeligen Kreisen, r&#252;ber. Da werden T&#246;chter als Handelsware angesehen, als Mittel zum sozialen Aufstieg. Heirat aus Liebe ist nicht drin, und schon gar nicht, wenn die Eltern schon eine standesgem&#228;&#223;e Heirat arrangiert haben. Feminismus ist wirklich noch was anderes, und vom Sitz neben mir kam mehr als einmal ein gemurmeltes &#8222;Sausack!&#8220; in Richtung fast aller m&#228;nnlichen Charaktere des Filmes. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Von diesen Einblicken in die h&#246;fische Kultur des 16. Jahrhunderts abgesehen sollte man sich aber nicht zu sehr f&#252;r Geschichte interessieren. &#8222;The Other Boleyn Girl&#8220; ist, entgegen meinen Erwartungen, kein Portr&#228;t dieser Zeit, kein Film &#252;ber die Losl&#246;sung von der katholischen Kirche etwa. Die gro&#223;en historischen Ereignisse werden leider komplett ausgeblendet oder auf Nebens&#228;tze reduziert. Und w&#228;hrend anfangs auch die h&#246;fischen Verwicklungen noch recht detailliert geschildert werden, wird sp&#228;ter im Film auch das ausgeblendet, genau wie alle inner-europ&#228;ischen Aspekte (Spannungen mit Spanien, Verhandlungen mit Frankreich). Es mag ja das Ziel der Geschichte sein, sich auf die beiden Boleyn-Schwestern zu konzentrieren, aber selbst da leuchtet es mir nicht ein, wie man solche Ereignisse einfach weglassen kann. Ereignisse, die auf Anne Boleyn gro&#223;en Einfluss haben und die zu einem guten Teil durch sie erst zustande kamen.</p>
<p>Und selbst die Geschichte von Mary und Anne ist vereinfacht worden, jedenfalls wenn man das mit der Version der Wikipedia vergleicht. Dort habe ich gerade mal &#252;ber das Leben der beiden gelesen und vermisse so einiges davon im Film. Ganze Jahre werden da zu (gef&#252;hlt) wenigen Minuten im Film eingedampft, Ereignisse verdreht, ganze Lebensabschnitte weggelassen. Dass zwischen Beginn und Ende des Filmes so um die 17 Jahre liegen m&#252;ssten, wird nicht mal ansatzweise deutlich. Nat&#252;rlich gibt es auch andere Filme, die es mit den historischen Gegebenheiten nicht so genau nehmen. Aber da gibt es meist einen zwingenden Grund, im Rahmen einer fiktiven Geschichte einige Fakten zu &#228;ndern. Bei &#8222;The Other Boleyn Girl&#8220; ist es dagegen f&#252;r mich nicht wirklich nachvollziehbar, warum man sich in so vielen Punkten nicht an den aktuellen Stand der Geschichtsforschung gehalten hat.</p>
<p>Vermutlich bin ich an dem Punkt ein wenig unfair, denn letztlich ist es eine Literaturverfilmung, und wenn es denn die Autorin aus welchen Gr&#252;nden auch immer in ihrem Buch so geschildert hat, kann der Film da ja auch nichts daf&#252;r. Ich fand es aber trotzdem etwas frustrierend, dass der Film gekonnt alle spannenden Aspekte der Story umschifft.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ich bin nicht direkt begeistert. Zu wenig Geschichte und an einigen Punkten nicht wirklich eine nachvollziehbare Charakterisierung haben mich beim Schauen doch ein wenig gest&#246;rt. Auf der anderen Seite liefern Eric Bana und Scarlett Johansson sehr gute Performances ab, und der Film ist durchaus spannend.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0467200/" class="liimdb">&#8222;The Other Boleyn Girl&#8220; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>No Country For Old Men</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/no-country-for-old-men</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/no-country-for-old-men#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 22:19:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://johannes-ruthenberg.de/no-country-for-old-men</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/no_country_for_old_men.thumbnail.jpg" width="86" height="128" alt="No Country For Old Men" title="amerianisches Kinoplakat" class="imageframe imgalignleft" />Review zum Film "No Country For Old Men", USA, 2007

Texas, 1980: Der Arbeiter Llewelyn Moss ist in der W&#252;ste zum Jagen. Durch Zufall findet er dabei den Ort eines schiefgelaufenen Drogendeals: Trucks, Leichen, Drogen. Und ein toter Mexikaner mit einem Koffer mit 2 Millionen Dollar. Llewelyn nimmt das Geld mit, kehrt sp&#228;ter jedoch zur&#252;ck, um dem einzigen &#252;berlebenden Drogenh&#228;ndler Wasser zu bringen. Dabei trifft er die Auftraggeber des Deals und entkommt nur knapp lebendig. Er musste sein Auto zur&#252;cklassen und wei&#223;, dass er nun gejagt wird. Doch Llewelyn ist auch nicht bereit, das Geld aufzugeben oder sich an die Polizei zu wenden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/gallery/ss/0477348/Ss/0477348/10i.jpg" rel="lightbox[171]" title="amerianisches Kinoplakat" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/no_country_for_old_men.jpg" width="270" height="400" alt="No Country For Old Men" title="amerianisches Kinoplakat" class="imageframe imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;No Country For Old Men&#8220;, USA, 2007</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001053/" class="liimdb">Ethan Coen</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001054/" class="liimdb">Joel Coen</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001053/" class="liimdb">Ethan Coen</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001054/" class="liimdb">Joel Coen</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001980/" class="liimdb">Carter Burwell</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0000982/" class="liimdb">Josh Brolin</a> &#8230; Llewelyn Moss<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000849/" class="liimdb">Javier Bardem</a> &#8230; Anton Chigurh<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000169/" class="liimdb">Tommy Lee Jones</a> &#8230; Ed Tom Bell<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0531808/" class="liimdb">Kelly Macdonald</a> &#8230; Carla Jean Moss<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000437/" class="liimdb">Woody Harrelson</a> &#8230; Carson Wells</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Texas, 1980: Der Arbeiter Llewelyn Moss ist in der W&#252;ste zum Jagen. Durch Zufall findet er dabei den Ort eines schiefgelaufenen Drogendeals: Trucks, Leichen, Drogen. Und ein toter Mexikaner mit einem Koffer mit 2 Millionen Dollar. Llewelyn nimmt das Geld mit, kehrt sp&#228;ter jedoch zur&#252;ck, um dem einzigen &#252;berlebenden Drogenh&#228;ndler Wasser zu bringen. Dabei trifft er die Auftraggeber des Deals und entkommt nur knapp lebendig. Er musste sein Auto zur&#252;cklassen und wei&#223;, dass er nun gejagt wird. Doch Llewelyn ist auch nicht bereit, das Geld aufzugeben oder sich an die Polizei zu wenden. Er schickt seine Frau zu ihrer Mutter und verl&#228;sst die Stadt. Er hat jedoch nicht mit dem beharrlichen wie psychopathischen Killer Anton Chigurh gerechnet, der sich an seine Fersen heftet&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Diesen Film zu bewerten ist sehr schwierig. Wirklich fair bewerten kann man ihn eigentlich nur, wenn man Texanisch spricht oder ihn synchronisiert gesehen hat. Mein Englisch ist wirklich nicht so schlecht, aber dieser Dialekt ist einfach nur gruselig. Ich stelle mir das so vor, als w&#252;rde man sich als Deutscher einen plattdeutschen Film anschauen.</p>
<p>Ok, nehmen wir also an, dass ich 3/4 der Dialoge nicht wirklich verstanden habe. Das macht erstmal eigentlich nichts, weil der Film nicht von Dialogen lebt. Es gibt jede Menge Szenen, die v&#246;llig ohne Dialoge auskommen (wie &#252;brigens auch ohne Musik). Der Film ist mit 122 Minuten durchaus l&#228;nger als der typische Kinofilm und nimmt sich sehr, sehr viel Zeit f&#252;r jede Szene. Dieses langsame Tempo kann man langweilig finden, aber mich hat es gar nicht mal so sehr gest&#246;rt. Verglichen mit so vielen heutigen Filmen war das eigentlich mal eine nette Abwechslung.</p>
<p>Von den Schauspielern her wird dieser Film komplett von Josh Brolin und Javier Bardem getragen, und beide sind sehr gut in ihrer Rolle. Ein bisschen entt&#228;uscht war ich, dass Tommy Lee Jones&#8216; Rolle so nebens&#228;chlich und uninteressant war. Ich sehe ihn eigentlich sehr gerne im Kino, und die Tatsache, dass er in Reviews und sogar auf dem Kinoplakat an erster Stelle genannt wird, empfinde ich doch irgendwie als T&#228;uschung des Zuschauers. Aber davon abgesehen liefern Brolin und Bardem wirklich gute Performances ab. Alle anderen Charaktere sind dagegen nebens&#228;chlich, und kaum einer &#252;berlebt zehn Filmminuten.</p>
<p>Das w&#228;re der n&#228;chste Punkt: Der Film ist gewaltt&#228;tig und blutig. Und zwar meistens beides gleichzeitig: Die Kamera h&#228;lt drauf, wenn Chigurh die Leute hinrichtet, obwohl er einige auch off-screen umbringen darf. Hatte ich erw&#228;hnt, dass Leichen seinen Weg pflastern? Als Mordwaffe der Wahl kommt hier ein Bolzenschuss-Ger&#228;t zum Einsatz, mit dem normalerweise K&#252;he hingerichtet werden. Zwar gibt es auch immer wieder stille Momente, aber die Gnadenlosigkeit, mit der Chigurh t&#246;tet, ist schon nicht sehr sch&#246;n anzuschauen.</p>
<p>Spannend war der Film trotz des langsamen Tempos. Man fiebert schon mit, wenn Llewelyn in ma&#223;loser Selbst&#252;bersch&#228;tzung den Kampf mit dem Killer aufnimmt. Er stellt sich dabei auch durchaus cleverer an als ich gedacht h&#228;tte, was auch mal eine nette Abwechslung zu vielen stereotypen Charakteren in anderen Filmen ist. Ich w&#252;rde auch durchaus sagen, dass der Film als solcher gut gemacht ist, was Kamera, Beleuchtung etc. betrifft. Au&#223;erdem f&#228;ngt der Film in vielen Aufnahmen die weite, trostlose Landschaft Texas&#8216; sehr sch&#246;n ein.</p>
<p>All das &#228;ndert leider nichts daran, dass einem ohne tieferes Verst&#228;ndnis der Story einfach sehr viel fehlt, womit wir wieder beim texanischen Akzent w&#228;ren. Ich habe mittlerweile einiges &#252;ber den Film gelesen und verstehe etwas besser, was die Coen-Br&#252;der damit ausdr&#252;cken wollten. Aber ich bezweifele trotzdem, dass dieses einfach nur merkw&#252;rdige und abgehackte Ende mir besser gefallen h&#228;tte, wenn ich Tommy Lee Jones&#8216; Monologen h&#228;tte folgen k&#246;nnen. Nein, das l&#228;sst einen einfach unzufrieden zur&#252;ck und man fragt sich dann schon, warum man sich diese Schlachterei nun eigentlich zwei Stunden lang angetan hat.</p>
<p>Nun, in unserem Fall l&#228;sst sich das ganz leicht beantworten: Wir haben uns den Film angetan, weil wir keine Pl&#228;tze f&#252;r &#8222;Sweeny Todd&#8220; reserviert hatten und der Film schon ausverkauft war, als wir im Kino ankamen. So wie auch &#8222;P.S. I Love You&#8220; und der &#8222;Kite Runner&#8220; ausverkauft waren. *seufz* Da erschien &#8222;No Country For Old Men&#8220; als brauchbare Alternative, vor allem, da ich eigentlich noch nie einen schlechten Film mit Tommy Lee Jones gesehen hatte. Vermutlich h&#228;tte ich vorher doch mal eine Review lesen sollen&#8230; <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Film ist &#252;brigens nach dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy entstanden (2005). Der Titel stammt aus dem Gedicht &#8222;Sailing to Byzantium&#8220; von William Butler Yeats (ver&#246;ffentlicht 1928). Wenn ich mir die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/No_Country_for_Old_Men" rel="nofollow" class="liwikipedia">Zusammenfassung des Buches</a> so durchlese, werde ich das Gef&#252;hl nicht los, dass die Story dort wesentlich mehr Sinn ergibt, gerade durch den Background des Sheriffs, der im Film komplett fehlt (oder in unverst&#228;ndlichen, texanischen Monologen enthalten ist).</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Nicht wirklich gut, aber synchronisiert vielleicht ertr&#228;glich.  Spannend, blutig, brutal. Gut gespielt, aber eine etwas sinnlose Story mit einem verpatzten Ende.</p>
<h3>Update 25. Feb 2008</h3>
<p>Der Film hatte ja schon einige Preise eingeheimst und war dann tats&#228;chlich f&#252;r acht Oscars nominiert. Wie immer bei den Oscars muss man die Wahl der Jury nicht verstehen, denn der Film hat tats&#228;chlich vier davon auch gewonnen: Bester Film, beste Regie, Javier Bardem als bester m&#228;nnlicher Nebendarsteller und bestes adaptiertes Drehbuch. Bardem g&#246;nne ich den Preis f&#252;r seine Darstellung, keine Frage. Aber die anderen drei Preise h&#228;tte ich weitergereicht. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0477348/" class="liimdb">&#8222;No Country For Old Men&#8220; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Star Trek: Nemesis</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/star-trek-nemesis</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 12:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Star Trek]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/star_trek_nemesis_01.thumbnail.jpg" width="90" height="128" alt="Star Trek: Nemesis" class="imageframe imgalignleft" />Review zum Film "Star Trek: Nemesis", USA, 2002

Auf Romulus werden der imperiale Senat und der Pr&#228;tor ermordet und ein gewisser Shinzon schwingt sich zum neuen Pr&#228;tor auf. Die F&#246;deration schickt die Enterprise zu Verhandlungen ins romulanische Reich, um mehr &#252;ber Shinzon und die aktuelle Lage zu erfahren. Doch dort angekommen entpuppt sich Shinzon als Klon von Captain Picard, vor Jahren vom romulanischen Geheimdienst "angefertigt" und sp&#228;ter in die Minen von Remus verbannt. W&#228;hrend Picard die wahren Motive Shinzons erforscht, ist Commander Data mit einem fr&#252;hen Androiden seines Sch&#246;pfers Dr. Soong besch&#228;ftigt, welchen die Enterprise bei einer Au&#223;enmission gefunden hatte... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://us.imdb.com/gallery/ss/0253754/Ss/0253754/KeyArt1.jpg" rel="lightbox[140]" title="Star Trek: Nemesis" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/star_trek_nemesis_01.jpg" width="270" height="382" alt="Star Trek: Nemesis" class="imageframe imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;Star Trek: Nemesis&#8220;, USA, 2002</p>
<p>Regie: <a href="http://us.imdb.com/name/nm0000829/" class="liimdb">Stuart Baird</a>, Drehbuch: <a href="http://us.imdb.com/name/nm0517589/" class="liimdb">John Logan</a>, Musik: <a href="http://us.imdb.com/name/nm0000025/" class="liimdb">Jerry Goldsmith</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://us.imdb.com/name/nm0001772/" class="liimdb">Patrick Stewart</a> &#8230; Jean-Luc Picard<br />
<a href="http://us.imdb.com/name/nm0000653/" class="liimdb">Brent Spiner</a> &#8230; Data / B4<br />
<a href="http://us.imdb.com/name/nm0362766/" class="liimdb">Tom Hardy</a> &#8230; Shinzon<br />
<a href="http://us.imdb.com/name/nm0000579/" class="liimdb">Ron Perlman</a> &#8230; Remanischer Viceroy<br />
<a href="http://us.imdb.com/name/nm0000539/" class="liimdb">Dina Meyer</a> &#8230; Commander Donatra </p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Auf Romulus werden der imperiale Senat und der Pr&#228;tor ermordet und ein gewisser Shinzon schwingt sich zum neuen Pr&#228;tor auf. Die F&#246;deration schickt die Enterprise zu Verhandlungen ins romulanische Reich, um mehr &#252;ber Shinzon und die aktuelle Lage zu erfahren. Doch dort angekommen entpuppt sich Shinzon als Klon von Captain Picard, vor Jahren vom romulanischen Geheimdienst &#8222;angefertigt&#8220; und sp&#228;ter in die Minen von Remus verbannt. W&#228;hrend Picard die wahren Motive Shinzons erforscht, ist Commander Data mit einem fr&#252;hen Androiden seines Sch&#246;pfers Dr. Soong besch&#228;ftigt, welchen die Enterprise bei einer Au&#223;enmission gefunden hatte&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Die folgende Review habe ich 2003 kurz nach dem Kinobesuch aufgeschrieben. Siehe weiter unten zu meiner aktuellen Meinung. Achtung: Die folgende Review enth&#228;lt <strong>Spoiler</strong> f&#252;r das Ende des Filmes!</p>
<p>Insgesamt war ich positiv &#252;berrascht. Nach all den vernichtenden Kritiken, den schlechten Einspielergebnissen und mit &#8222;Insurrection&#8220; im Hinterkopf hatte ich schon Schlimmes bef&#252;rchtet, aber Nemesis hat sich als guter Film entpuppt. Ich finde, er muss sich hinter &#8222;First Contact&#8220; nicht verstecken, au&#223;er was die Spannung betrift. Nachdem ich nun einige Stunden dr&#252;ber nachgedacht habe, ist mir schon bewusst geworden, dass der Film nicht so schrecklich spannend war. Obwohl mich hier einfach die Tatsache, einen neuen Star-Trek-Film gesehen zu haben, schon gefesselt hat! Ich meine, als &#8222;Insurrection&#8220; ins Kino kam, bin ich noch zur Schule gegangen&#8230;</p>
<p>Also spannender h&#228;tte er echt sein k&#246;nnen, in vielen Teilen, vor allem am Ende, war er leider auch stark geschnitten. Es hie&#223; ja schon im Vorfeld, dass der Film noch einmal auf mehr Action und Tempo hin geschnitten w&#252;rde, und das haben sie definitiv &#252;bertrieben. Ich denke, zwei Stunden h&#228;tte er schon lang sein d&#252;rfen. Naja, da gibt es hoffentlich auch eine l&#228;ngere DVD-Fassung! (Leider nein: Sie Szenen sind auf der DVD enthalten, aber nicht wieder in den Film eingef&#252;gt worden.)</p>
<p><a href="http://us.imdb.com/gallery/ss/0253754/1011_28.jpg.html" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/star_trek_nemesis_02.jpg" width="250" height="172" alt="Picard und Shinzon" class="imageframe imgalignright" /></a>Was mir aber sehr positiv aufgefallen ist, ist die ganze Atmosph&#228;re des Films! Man hat so ein vertrautes Gef&#252;hl, das ich einfach sch&#246;n fand. Es hat etwas von der typischen TNG-Atmosph&#228;re. Erfreulicherweise hat man diesmal auch nicht wieder alles Bekannte &#252;ber den Haufen geschmissen: Die Uniformen sind noch so wie im letzten Film, die Kommunikatoren, die Enterprise selber, sogar das Licht hat man dort endlich mal angeknipst (verglichen mit &#8222;First Contact&#8220;&#8230;). Die Enterprise wirkte hier auch wesentlich vertrauter als in den vorhergehenden Filmen, wo sie mir noch sehr fremd vorkam.</p>
<p>Sehr sch&#246;n auch die Kleinigkeiten f&#252;r die Fans: Guinan, Spot (Wie alt werden Katzen im 24. Jahrhundert? *g*), Janeway und (f&#252;r&#8217;s Kino leider geschnitten) auch Wesley Crusher. Solche Details haben &#8222;First Contact&#8220; sehr sch&#246;n abgerundet und auch in &#8222;Generations&#8220; f&#252;r einige der besseren Momente gesorgt, in &#8222;Insurrection&#8220; habe ich sie dagegen gr&#246;&#223;tenteils vermisst. Auch der Humor kam nicht zu kurz, ohne aufgesetzt zu wirken. Ich sage nur &#8222;Mr. Troi&#8220;. *bg*</p>
<p>Wird dieser Film der letzte der TNG-Crew sein? Es w&#252;rde mich ehrlich gesagt nicht wundern. Ich hatte schon ein bisschen das Gef&#252;hl, das man mit diesen Charakteren nicht viel Neues mehr erz&#228;hlen kann, Crusher, Worf und Geordi hatten eh nur Statistenrollen. Und nun trennen sich endlich die Wege der Crew. Das w&#228;re schon viel fr&#252;her f&#228;llig gewesen, niemand glaubt doch, dass so eine Crew jahrzehntelang zusammen bleibt, ohne Bef&#246;rderung, ohne Versetzung. Wer wei&#223; also, vielleicht bietet diese Zerstreuung gerade den Ansatz, doch noch eine neue Geschichte mit den bekannten Charakteren zu erz&#228;hlen, ohne sich zu wiederholen. Zumindest denke ich, werden wir die USS Titan wohl wiedersehen. Trotzdem hatte ich schon ein etwas merkw&#252;rdiges, nostalgisches Gef&#252;hl, als dann der Abspann kam&#8230;</p>
<p>Ok, was f&#228;llt mir noch so ein?! Eine ganze Menge, f&#252;rchte ich. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p>Shinzon, der war definitiv gut besetzt. Tom Hardy hat ihn hervorragend gespielt, und das Drehbuch hat dem guten Shinzon sogar etwas Tiefe verliehen, vielleicht mehr als Khan und die Borg-Queen zusammen hatten. Was die Haare betrifft: Warum Shinzon keine hat, dar&#252;ber kann man spekulieren, aber das Photo von Picard als Kadett wollte uns ja offenbar wei&#223; machen, dass Picard schon mit einer Glatze zur Welt gekommen ist, und das ist absoluter Bl&#246;dsinn. Wir haben ihn in &#8222;Tapestry&#8220; am Ende seiner Akademiezeit gesehen, da hatte er ganz normalen Haarwuchs. Und in &#8222;Violations&#8220; hatten wir einen Flashback zur Zeit von Jack Crushers Tod (ca. 10 Jahre vor TNG), und da hatte Picard auch noch deutlich Haare. Ok, es war ein ziemlich d&#228;mliches Toupet, aber es sollten Haare sein. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wirklich l&#228;cherlich fand ich &#252;brigens dieses W&#252;stenauto! Wenn man &#252;ber 300 Jahre lang das Geheimnis der Antigravitation kennt, warum sollte man dann ein Auto bauen? Mit R&#228;dern? Da h&#228;tte ich schon einen schnittigen Gleiter erwartet. Aber was wetten wir, dass &#8222;Enterprise&#8220; demn&#228;chst ein wirklich schickes W&#252;stenauto einf&#252;hren wird&#8230;?! *eg* Davon mal abgesehen ist es auch nicht die feine englische Art, einfach auf die Einheimischen zu ballern. Dass der Trip durch die W&#252;ste nicht unbemerkt bleibt und dass jeder Kontakt einen Versto&#223; gegen die Erste Direktive darstellt, h&#228;tte man sich ja vorher mal &#252;berlegen k&#246;nnen&#8230;</p>
<p>In die Kategorie &#8222;absolut unverst&#228;ndlich&#8220; kommt bei mir Worfs Auftritt! Das letzte, was wir onscreen von ihm geh&#246;rt haben, war dass er Botschafter auf Qo&#8216;nos wurde. Das bedeutet, denke ich mal, das er auch aus Starfleet ausgetreten ist. Und selbst wenn nicht, warum sollte er sich wie selbstverst&#228;ndlich auf der Enterprise rumtreiben und dort normal Dienst tun?!? Haben die in all den Jahren keinen neuen Sicherheitschef gefunden?!</p>
<p><a href="http://us.imdb.com/gallery/ss/0253754/STX-12573_12473R.jpg.html" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/star_trek_nemesis_03.jpg" width="250" height="168" alt="B4 und Data" class="imageframe imgalignleft" /></a>B4 kam &#252;brigens nicht halb so schlimm r&#252;ber, wie ich erwartet hatte. Dass Soong andere Androiden gebaut hat, wissen wir ja aus &#8222;Inheritance&#8220;, die Frage ist da eher, wo die Remaner ihn aufgetrieben haben. Dass in der Synchro das sch&#246;ne Wortspiel (B4 = Before) kaputt ging, ist schon Schade. Aber ansonsten hat mich der Gute einfach nicht weiter tangiert, genau wie Data selber. Dummerweise hatte ich vorher schon aufgeschnappt, dass er das Zeitliche segnen w&#252;rde, aber es kam merkw&#252;rdig undramatisch r&#252;ber, muss ich sagen. Kein Kampf, kein Z&#246;gern, keine Diskussion mit Picard, kaum &#252;berhaupt ein Abschied&#8230;</p>
<p>Dass die Romulaner mal wieder im Mittelpunkt standen, fand ich Klasse! Schicke Schiffe haben die da gebaut! Dass Shinzon mit seiner Scimitar mal eben ein Schiff besitzt, dass mit Tarnung feuern kann, schien ja auch niemand erstaunlich zu finden. Kann mich nicht erinnern, dass das auch nur erw&#228;hnt wurde. Das hat vorher nur der gute Chang geschafft, und der hatte einen mickrigen Bird of Prey&#8230;</p>
<p>Die Commanderin der Valdore fand ich Klasse, und &#252;berhaupt ist es sch&#246;n, die in DS9 begonnene Ann&#228;herung der Romulaner an die F&#246;deration fortgesetzt zu sehen. Aber: Wer um alles in der Welt kleidet das romulanische Milit&#228;r ein??? Ihre TNG-Uniformen fand ich &#228;u&#223;erst schick, der DS9-Dress war dagegen schon ziemlich h&#228;sslich, aber diese bunten Pailleten-Gew&#228;nder sind ja wohl der Hammer! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Remaner zu integrieren war auch mal ein nette Idee. Die Maske ist gelungen, und alles in allem war es ja &#252;berf&#228;llig, dass wir die Remaner mal zu sehen kriegen. Riker und Worf haben &#252;brigens nicht wirklich mitgedacht: Wenn mein Schiff von Typen geentert wird, die &#228;u&#223;erst lichtempfindlich sind (wie sie offen und absolut unn&#246;tig dem Feind gegen&#252;ber zugeben&#8230;), dann drehe ich ja als erstes wohl mal das Flutlicht an&#8230; <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Rammszene war exzellent. Selbst Schuld, w&#252;rde ich da sagen, wenn Shinzon dumm genug ist, der Enterprise n&#228;her als sagen wir mal tausend Kilometer zu kommen. Auf der anderen Seite verstehe ich die Aktion mit der Selbstzerst&#246;rung da nicht ganz: Als die Schiffe ineinander verkeilt waren, war man definitiv innerhalb von Shinzons Schild-Perimeter. Also, ein paar Quantentorpedos (oder was man halt sonst so Explosives zur Hand hat) auf seine Br&#252;cke und in seinen Maschinenraum beamen und dann taktischer R&#252;ckzug. Zum Thema kaputte Technik nur so viel: Die Selbstzerst&#246;rung kann eigentlich nicht au&#223;er Betrieb sein, unm&#246;glich. Einfach die Eind&#228;mmungsfelder des Warpkerns abschalten, das ist die schnellste und effektivste Methode der Selbstzerst&#246;rung. Und was die Transporter betrifft: Erz&#228;hlt mir nicht, dass keines der Shuttles der Enterprise &#252;ber einen Transporter verf&#252;gt!</p>
<p>Die Szene, in der die Scimitar der Enterprise den Frontbildschirm wegpustet, fand ich &#252;brigens sehr interessant. Das beweist mal wieder, wie unheimlich unsagbar d&#228;mlich es ist, die Br&#252;cke eines Schiffes irgendwo auf die Oberfl&#228;che zu pappen. Und wenn man schon keine massiven (Kugelform, W&#252;rfelform&#8230;) Schiffe baut, dann aber bitte doch wenigstens ein paar Decks ins Innere damit. H&#228;tte Shinzon ein paar Meter weiter nach links gezielt, h&#228;tte Dr. Crusher pl&#246;tzlich unverhofft das Kommando bekommen und dann die Schlacht von der Krankenstation aus dirigieren k&#246;nnen&#8230; *eg*</p>
<p>Und dann noch was, wo ich echt lachen musste: Picard schickt eine Text-Nachricht an Trois Konsole, w&#228;hrend er mit Shinzon redet. Also haben sie tats&#228;chlich einen Instant Messenger auf diesen Konsolen laufen! Da kann ich mir lebhaft vorstellen, wie die Offiziere w&#228;hrend langweiliger Schichten rumchatten&#8230; <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Rikers Worte zum Abschied von Data (die Erinnerung an sein Pfeifen w&#228;hrend der Farpoint-Mission) fand ich exzellent gew&#228;hlt, &#228;u&#223;erst unsensibel dagegen Picard: Niemand stand Data wohl so nahe wie Geordie, und ausgerechnet ihn beauftragt er damit, die Romulaner willkommen zu hei&#223;en! Die abschlie&#223;enden Bilder von der Enterprise im Dock waren dann wieder sehr sch&#246;n, ein guter Schluss f&#252;r den Film. Schade nur, dass man nicht die USS Titan vorbeiziehen sieht&#8230;</p>
<p>Update: Mittlerweile sind einige Jahre vergangen und meine subjektive Bewertung des Filmes ist mittlerweile nicht mehr ganz so gut. Mich st&#246;rt r&#252;ckblickend einfach der Stillstand in diesem Film: Wenn man die ST-Romane liest, welche das ganze ST-Universum einbeziehen und faszinierende Storys erz&#228;hlen, dann w&#252;nscht man sch doch, dass die Produzenten auch in den Filmen mal etwas Ver&#228;nderung zugelassen h&#228;tten. Dann w&#228;re das vielleicht alles etwas spannender gewesen und h&#228;tte nicht das Aus f&#252;r die TNG-Filme bedeuten m&#252;ssen. Obwohl ich ja auf J.J. Abrams&#8216; Versuch eines ST-Filmes wirklich gespannt bin! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Fazit</h3>
<p>H&#228;tte spannender sein k&#246;nnen, h&#228;tte insbesondere l&#228;nger sein k&#246;nnen, aber vom Gef&#252;hl her ein guter Star Trek-Film, der sich vor dem Rest nicht zu verstecken braucht.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://us.imdb.com/Title?0253754" class="liimdb">&#8222;Star Trek: Nemesis&#8220; bei IMDB.com</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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