United Breaks Guitars
JR am 29. Juli 2009 um 11:01 UhrHier war es die letzten Wochen über furchtbar still, da mich ein Projekt auf Arbeit so ziemlich komplett beschäftigt hat. Das, und alles mögliche an anderen Sachen, wie das WordCamp UK hier in Cardiff. Das wird sich bald bessern, hoffe ich, aber fürs erste wollte ich schnell einen Link posten.
Die Story war vor ein paar Tagen im Morgenmagazin der BBC: Der kanadische Sänger Dave Carroll flog im Frühjahr 2008 von Halifax über Chicago nach Nebraska. Im Flugzeug in Chicago konnte er dann beobachten, wie die Crew auf dem Rollfeld seine Gitarre mit Schwung durch die Gegend warf. Kein Wunder, die Gitarre war am Ende kaputt, und als sich United Airlines nach neun Monaten immer noch weigerte, den Schaden zu bezahlen, versprach er der Fluglinie drei Songs über sie zu schreiben. Was er nun auch getan und damit wohl den größten Hit seiner Karriere gelandet hat: „United Breaks Guitars“
Klingt gar nicht mal schlecht. Wer weiß, wie viele Leute das in Zukunft vor sich hinsummen, wenn sie am United-Schalter stehen.
Ich frage mich vor allem aber: Sehen die Leute, die im Beschwerdemanagement arbeiten, sowas denn nicht kommen? Wenn das sogar auch noch angekündigt wird?! Vor zwanzig Jahren hätte Dave Carroll da wohl nur am Stammtisch drüber gelästert. Heute macht er ein YouTube-Video, das sich die halbe Welt anschaut, und weil die Story witzig ist, wird das auch noch durch sämtliche TV-Magazine gezerrt. Klar, man kann natürlich auch sagen, jede Publicity ist gute Publicity, aber irgenwie bezweifele ich, dass sich United Airlines da wirklich drüber freut.

Wir waren vier ganze Tage in Vancouver, plus den An- und den Abreisetag. In der Zeit haben wir trotz nicht so gutem Wetter und einer Erkältung eine Menge von der Stadt gesehen, und ich muss sagen, Vancouver gefällt mir. Die Stadt ist sehr grün, es gibt kaum eine Straße, in der nicht Bäume stehen, und überall sind kleine Mini-Parks angelegt. Das ist einfach schön anzuschauen, zumal jetzt im Frühling. Da hatte ich als Kontrastbild sofort die Straßen in Cardiff bei uns um die Ecke vor Augen, wo sich Reihen von Terraced Houses ohne einen Hauch von Grün strecken. [
Einer der ersten Eindrücke, die ich von einem kanadischen Supermarkt hatte: Ich stehe vor dem Getränkeregal auf der Suche nach Mineralwasser und was sehe ich da? Gerolsteiner! Und daneben Volvic! Viele bekannte Marken gibt es hier auch, aber eben Produced in Canada. In diesen beiden Fällen hat aber tatsächlich jemand das Wasser aus Deutschland bzw. Frankreich an die Westküste von Kanada geschafft!. Das ist schon ziemlich irre und sinnlos. [
Da wir im Flugzeug in der Mitte saßen, haben wir beim Anflug auf Vancouver nicht viel gesehen, und so bekamen wir unseren ersten Eindruck von Kanada am Flughafen von Vancouver. Sehr groß und um die nachmittägliche Uhrzeit halbwegs verlassen. So richtig beliebt machten sich die Kanadier nicht, da sie als allererstes unser Gepäck irgendwo anders hin schickten. Nach etwa 45 Minuten tauchten die Koffer dann aber doch noch auf dem Gepäckband auf, und immerhin kam in der Zeit dreimal eine Durchsage mit einer Entschuldigung. Das ist schon mehr als die Lufthansa-Leute beim Einchecken hinbekommen hatten, wo der „Quick Checkin“ dank technischer Probleme zum Extremely Slow Checkin wurde.
Nach über vier Monaten Arbeit daran habe ich am Wochenende endlich die neue Version meiner Highlanderseite online gestellt: