Großbritannien

Ich wohne im Moment in Cardiff, Wales und schreibe hier immer mal wieder was zum britischen Alltag auf. Manchmal sind es witzige Anekdoten, manchmal auch nur Betrachtungen der Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

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Terraced Houses

JR am 12. November 2009 um 19:34 Uhr

Longcross StreetHeute will ich mal ein städtebauliches Merkmal beschreiben, dass mir extrem typisch für Großbritannien und besonders für England erscheint: Terraced Houses. Das sind Reihenhäuser, im ursprünglichsten Sinne des Wortes. Reihen von Häusern, eins am anderen. Das sieht dann zum Beispiel so aus wie auf nebenstehendem Bild. Das Bild habe ich letztes Jahr direkt um die Ecke aufgenommen. Was würde in Deutschland auf der Fläche stehen? Zehn Häuser, zwölf? Hier sind es 30 Hausnummern (2 bis 62, nur gerade Nummern, obwohl auf der gegenüberliegenden Seite die Royal Infirmary vermutlich nicht die anderen 30 Nummern belegt)! [weiterlesen]

TV Licence

JR am 28. Oktober 2009 um 08:01 Uhr

In einem Handelsblatt-Artikel mit dem schönen Titel „Der GEZ-Gebühr droht das Aus“* lese ich gerade: Bisher zahlen Nutzer in Deutschland die Gebühr auf Basis ihrer vorhandenen Empfangsgeräte. Dieses in Europa einmalige System ist umstritten. Kann sein, dass das deutsche System einmalig kompliziert ist, aber einmalig ist es in Europa nicht. Hier in UK zahlen wir [weiterlesen]

Schneekatastrophe

JR am 7. März 2009 um 16:30 Uhr

SchneekatastropheIch schreibe hier im Moment viel zu wenig. Man hat dann meistens doch leider anderes zu tun. Heute gibt es mal eine Impression von unserem London-Besuch Anfang Februar. Da hatte es ja im Süden Englands sogar mal geschneit, und in den Nachrichten klang das alles sehr dramatisch. Hier in Cardiff hatten wir nur einen Tag lang echten Schnee liegen, was ja für sich schon erstaunlich ist. Am nächsten Tag war alles wieder am Wegtauen. Na, jedenfalls hatten wir für den 7. Februar einen Besuch in London geplant und hofften schon, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen würde. Folgendes Bild illustriert sehr schön die Schneekatastrophe, die wir dort vorfanden… [weiterlesen]

Hole in the wall

JR am 25. Januar 2009 um 10:18 Uhr

BankautomatHeute nur mal eine kurze Beobachtung am Rande: Ich finde den Ausdruck „Hole in the wall“ so lustig, den sich die Barclays Bank für ihre Geldautomaten hat schützen lassen (ich sollte also vermutlich „Hole in the wall™“ schreiben). Keine Ahnung, ob man das vorher auch schon so sagte, aber an allen Barclays-Geldautomaten steht das jedenfalls so dran. Jedenfalls denen, die außerhalb der Bank stehen. Und man muss ja zugeben: Es ist eine treffende Beschreibung. ;-)

Mae hi’n bwrw glaw!

JR am 23. Januar 2009 um 09:08 Uhr

RegenWie der Waliser sagen würde. Soll heißen: Es regnet. Auf das Wetter als Blogthema zurückzugreifen ist eigentlich nicht direkt spannend, aber ich wollte wenigstens mal ein bisschen was zu den Unterschieden zum deutschen Wetter schreiben. Wales liegt an der Westseite der Insel und kriegt sein Wetter in der Regel direkt vom Atlantik geliefert. Wenn es in Jasper Ffordes Büchern scherzhaft heißt, das Motto des walisischen Tourismus-Ministeriums sei „It’s not always raining!“, dann ist da wirklich was dran: Es regnet nicht immer und vor allem nicht durchgehend, aber wir kommen nahe dran. [weiterlesen]

Chaos auf und neben dem Bürgersteig

JR am 17. Januar 2009 um 13:42 Uhr

Parkende AutosIch habe letztens mit ziemlicher Verspätung das Buch „A Year in the Merde“ gelesen, die Geschichte eines Briten, der ein Jahr in Paris lebt. Sehr lustig, vor allem da man als Deutscher über beide Seiten der Geschichte lachen kann. *g* Aber was ich eigentlich sagen wollte: Eine Szene des Buches hat eine Vermutung bestätigt, die ich schon länger hatte. [weiterlesen]

23:58 Uhr

JR am 4. Januar 2009 um 23:06 Uhr

23:58 Uhr – das ist die Minute, in der ich an Silvester den ersten Böller gehört habe! Vielleicht hatte ich den ganzen Tag was auf den Ohren, aber ich habe ehrlich noch nie ein so ruhiges Silvester erlebt. :-) Wir haben es dieses Jahr auch ruhig angehen lassen und spontan mit Freunden gefeiert. Aufgrund der Kälte haben wir uns nicht in den Park gestellt und das offizielle Feuerwerk angeschaut, dessen Aufbau wir mittags noch beobachten konnten. Aber als wir zwei, drei Minuten nach Mitternacht auf die Straße gingen, war auch dort alles ruhig und kaum etwas Knallerei zu hören. [weiterlesen]

Traffic Lights

JR am 27. November 2008 um 09:39 Uhr

AmpelanlageIn Cardiff gibt es an jeder zweiten Straßenecke eine Ampel, genau wie in Deutschland. Aber: Die haben hier zumindest für Fußgänger eher einen losen Empfehlungscharakter. Zu Hause warte ich normalerweise schon auf Grün, jedenfalls tagsüber und zumal wenn Kinder anwesend sind. Das habe ich hier anfangs auch gemacht, aber es fiel schon schnell auf, dass ich da wohl der einzige bin. So richtig aufgegeben habe ich diese Einstellung an einem Tag, als vor mir nacheinander eine Frau mit einem Baby im Kinderwagen und danach zwei Polizisten bei Rot über die Straße marschierten. ;-) [weiterlesen]

Proof of Address

JR am 23. November 2008 um 08:48 Uhr

Council Tax BillIn Großbritannien gibt es kein allgemeines Melderegister und keine Meldepflicht, im Gegensatz zu Deutschland. Vor ein paar Tagen hatte ich ja schon berichtet, mit welchen vergleichsweise simplen und vor allem unüberprüften Formalitäten der Umzug auf die Insel verbunden ist. Einen Personalausweis haben die Briten deshalb auch nicht, und so wie alle zwei Wochen teils massive und kritische Datenverluste der Behörden in den Nachrichten sind (alles dabei, von gestohlenen Laptops über unverschlüsselt per Post verschickten Datenträgern bis zu Top-Secret-Unterlagen, die im Pendlerzug liegen gelassen werden), wird das so schnell auch keine Regierung durchgesetzt kriegen. [weiterlesen]

Formalitäten

JR am 16. November 2008 um 23:36 Uhr

Großbritannien ist gewissermaßen „Ausland für Anfänger“, wie Diana treffend formulierte. Da es zur EU gehört, kann man einfach herziehen, wenn einem danach ist, und muss keine großartigen Formalitäten beachten. Visum, Aufenthaltserlaubnis, Green Card – kann man alles vergessen. Und es gibt hier nicht mal ein allgemeines Melderegister, wie das in Deutschland der Fall ist. Ein Umzug auf die Insel bringt, zumindest auf hiesiger Seite, eigentlich nur drei Formalitäten mit sich. [weiterlesen]

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