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	<title>Delta Orionis &#187; Terry Pratchett</title>
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		<title>Sir Terry Pratchett: Shaking Hands With Death</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 21:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich die diesj&#228;hrige &#8222;Richard Dimbelby Lecture&#8220; geschaut, welche am Montag auf der BBC lief und dieses Jahr von Sir Terry Pratchett gehalten wurde. Richard Dimbelby war ein britischer Journalist und Moderator, der 1965 an Krebs starb. Seit 1972 gibt es die nach ihm benannte Vortragsreihe, in der jedes Jahr einflussreiche Personen aus Politik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/pratchett-dimbleby-1.jpg" alt="Terry Pratchett" title="Terry Pratchett" width="200" height="219" class="imgalignright size-full" />Heute habe ich die diesj&#228;hrige &#8222;Richard Dimbelby Lecture&#8220; geschaut, welche am Montag auf der BBC lief und dieses Jahr von Sir Terry Pratchett gehalten wurde. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Dimbleby" rel="nofollow" class="liwikipedia">Richard Dimbelby</a> war ein britischer Journalist und Moderator, der 1965 an Krebs starb. Seit 1972 gibt es die nach ihm benannte Vortragsreihe, in der jedes Jahr einflussreiche Personen aus Politik und Wirtschaft &#252;ber verschiedenste Themen sprechen. Terry Pratchetts Thema war seine Alzheimer-Erkrankung, der Umgang der Gesellschaft mit dem Tod und Sterbehilfe. Der Titel des Vortrags, &#8222;Shaking Hands With Death&#8220;, ist angesichts von Pratchetts Romanen nat&#252;rlich auch mit einem Augenzwinkern gew&#228;hlt.</p>
<p>Unter Fans hat sich sicher herumgesprochen, dass der Autor der Scheibenwelt-Romane 2007 mit einer Form von Alzheimer diagnostiziert wurde. Es ist eine seltenere Alzheimer-Form, aber <em>Posterior Cortical Atrophy</em> f&#252;hrt bei anderen Symptomen trotzdem zum gleichen Endergebnis. Terry Pratchett hat &#252;ber seine Erkrankung relativ fr&#252;h &#246;ffentlich gesprochen, wohl auch um das Verst&#228;ndnis f&#252;r die Krankheit in der &#214;ffentlichkeit zu f&#246;rdern und Unterst&#252;tzung f&#252;r die Forschung zu gewinnen. In diesem Zusammenhang hat er auch &#246;ffentlich &#252;ber Sterbehilfe gesprochen. Ich erinnere mich da zum Beispiel an einen merkw&#252;rdigen Moment im BBC-Morgenmagazin letztes Jahr, als er sinngem&#228;&#223; meinte, er h&#228;tte nicht vor, die schlimmsten Auswirkungen der Krankheit abzuwarten. Das ist nat&#252;rlich weit jenseits des Levels an Kontroverse, was im flauschig-weichgesp&#252;lten BBC Breakfast geht. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In diesem Zusammenhang war ich sehr gespannt auf diesen 45-min&#252;tigen Vortrag, in dem er seine Position ausf&#252;hrlicher erl&#228;utern konnte. Nach einer kurzen Einleitung &#252;bergab er dabei das Wort an Tony Robinson, welcher an Pratchetts Stelle den Vortrag als &#8222;Stunt-Pratchett&#8220; hielt, wie er meinte. Die Krankheit fordert halt u.a. beim Lesen und Schreiben ihren Tribut, was f&#252;r einen Autoren nat&#252;rlich doppelt bitter ist. Tony Robinson ist jedem Briten und den meisten anderen auch als Baldrick aus Rowan Atkinsons &#8222;Black Adder&#8220; bekannt, hat in den letzten Jahren aber auch viele Dokumentationen gedreht, u.a. auch eine sehr pers&#246;nliche Doku &#252;ber die Demenzerkrankung seiner Mutter. Pratchetts Vortrag hielt er wirklich perfekt, ruhig, fl&#252;ssig und ohne sich selber in den Vordergrund zu spielen. Man h&#246;rte einfach, dass die Worte Pratchett pur waren, auch wenn jemand anders vortrug.</p>
<p>Der Vortrag beginnt mit Erinnerungen an den Tod seines Gro&#223;vaters und Vaters und geht dann zu Pratchetts Alzheimer-Erkrankung &#252;ber. Er erz&#228;hlt von der ersten Diagnose und den Auswirkungen auf seinen Alltag. All das hat er in seinem eigenen humorvollen Stil geschrieben, und das Publikum lachte nat&#252;rlich an den richtigen Stellen. Aber das Wissen, dass es hier um eine reale Person geht, verschaffte dem Vortrag schon eine eigenartig bedr&#252;ckte Atmosph&#228;re, fand ich.</p>
<blockquote lang="en"><p>
PCA manifests itself through sight problems, and difficulty with topological tasks, such as buttoning up a shirt. I have the opposite of a superpower; sometimes I cannot see what is there. [&#8230;] I have little work-arounds to deal with this sort of thing –- people with PCA live in a world of work-arounds.</p>
<p>If you did not know there was anything wrong with me, you would not know there is anything wrong with me. The disease moves slowly, but you know it&#8217;s there. Imagine a very, very slow-motion car crash. Nothing much seems to be happening. There&#8217;s an occasional little bang, a crunch, a screw pops out and spins across the dashboard as if we&#8216;re in Apollo 13. But the radio is still playing, the heater is on and it doesn&#8217;t seem all that bad, except for the certain knowledge that sooner or later you will definitely be going headfirst through the windscreen.
</p></blockquote>
<p>Der Vortrag kommt dann auch bald zum eigentlichen Thema: Sterbehilfe. Immer noch irgendwie ein Tabu-Thema und auf jeden Fall ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Pratchetts Gedanken dazu kommen mir sehr vern&#252;nftig und wohl begr&#252;ndet vor. Pratchetts Argumente sind insbesondere so nachvollziehbar, weil seine Argumentation nicht abstrakt oder akademisch ist, sondern zutiefst pers&#246;nlich. Er erz&#228;hlt von seinem Vater, der nicht an Schl&#228;uchen langsam dahinsiechen wollte, aber dessen Krebserkrankung seinem Leben langsam und nicht speziell w&#252;rdevoll ein Ende setzte. Er vergleicht die heutige Situation mit der Vergangenheit, wo es wesentlich normaler war, dass ein Doktor das Leiden eines Patienten beendete. Insbesondere argumentiert Pratchett gegen Begriffe wie &#8222;assisted suicide&#8220;. Wenn ein unheilbar kranker Patient ohne Hoffnung auf Besserung und mit der Aussicht auf einen h&#228;sslichen Krankheitsverlauf seinem Leben selbst ein Ende setzt, w&#252;rde ich das auch eher nicht als &#8222;Selbstmord&#8220; bezeichnen. Technisch mag es der richtige Begriff sein, aber die Konnotation von &#8222;Mord&#8220; passt einfach nicht.</p>
<p>Der Vortrag endet mit praktischen &#220;berlegungen: Im US-Bundesstaat Oregon ist Sterbehilfe seit 13 Jahren legal (wusste ich noch nicht, Infos dazu finden sich z.B. bei <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/109/424867/text/" class="liexternal">der SZ</a>), und das System funktioniert offenbar relativ gut, ohne dass es massenhaft zu Missbrauch der M&#246;glichkeiten gekommen w&#228;re. Aus anderen L&#228;ndern gibt es sicher ebenfalls Erfahrungswerte dazu. Pratchett schl&#228;gt ein System vor, bei dem sinnvoll besetzte Gremien nach sorgf&#228;ltiger Abw&#228;gung jedes Einzelfalles die Verschreibung eines entsprechenden Medikamentes m&#246;glich machen w&#252;rdenhe. Das w&#252;rde dann insbesondere die heute existierende Kriminalisierung von &#196;rzten und Angeh&#246;rigen vermeiden.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/pratchett-dimbleby-2.jpg" alt="Tony Robinson und Terry Pratchett" title="Tony Robinson und Terry Pratchett" width="300" height="190" class="imgalignleft size-full" />Und darauf l&#228;uft es letztlich hinaus: Man muss jeden einzelnen Fall neu bewerten. Generalisierende Gegenargumente (&#8222;slippery slope&#8220;) sind nat&#252;rlich &#252;berzeugend und haben Gewicht, sonst h&#228;tte sich diese Debatte schon vor Jahren erledigt. Aber mit ihnen betrachtet man das Problem immer gesamtgesellschaftlich, abstrakt. Es ist eine ganz andere Sache, &#252;ber das Leben eines konkreten Menschen zu sprechen. Wie gesagt, die Atmosph&#228;re des Vortrags war aus diesem Grund etwas bedr&#252;ckend, aber den Vortrag an sich fand ich sehr gut. Alle Argumente sind klar und nachvollziehbar begr&#252;ndet, und wenn man sich Pratchetts Situation anschaut, kann man ihm einfach nicht widersprechen. Es besteht f&#252;r ihn keine Aussicht auf eine Wunderheilung, er kann quasi dabei zuschauen, wie er selber nach und nach verschwindet. Noch ist er bei klarem Verstand und in der Lage, f&#252;r sich selber eine Entscheidung zu treffen. Wer will ihm das wirklich streitig machen?</p>
<blockquote lang="en"><p>
Back in my early reporting days I was told that nobody has to do what the doctor tells them. [&#8230;] I remember what George said and vowed that rather than let Alzheimer&#8217;s take me, I would take it. I would live my life as ever to the full and die, before the disease mounted its last attack, in my own home, in a chair on the lawn, with a brandy in my hand to wash down whatever modern version of the &#8222;Brompton cocktail&#8220; some helpful medic could supply. And with Thomas Tallis on my iPod, I would shake hands with Death. This seems to me quite a reasonable and sensible decision for someone with a serious, incurable and debilitating disease to elect for a medically assisted death by appointment.
</p></blockquote>
<p>Alles in allem: Wirklich sehenswert! Mittlerweile findet sich die Aufnahme auch auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qUE3pBIuAGk&#038;feature=player_embedded" class="liexternal">YouTube</a> und anderen einschl&#228;gigen Quellen. Wen die Debatte um Sterbehilfe an sich interessiert oder wer sich f&#252;r Terry Pratchett interessiert, sollte sich das anschauen oder das <a href="http://www.guardian.co.uk/society/2010/feb/02/terry-pratchett-assisted-suicide-tribunal" class="liexternal">gek&#252;rzte Transkript</a> beim Guardian lesen. Pratchett f&#252;gt der Debatte vermutlich keine wirklich neuen Argumente hinzu, aber er vertritt die vorhandenen Argumente aus seiner pers&#246;nlichen Sichtweise einfach sehr &#252;berzeugend. Ich finde es vor allem sehr achtenswert, dass er dieses Tabuthema anpackt und &#246;ffentlich Stellung dazu bezieht. Aber wie auch immer man dazu stehen mag, es bleibt nat&#252;rlich traurig, dass es gerade einen genialen Autoren wie Terry Pratchett treffen musste.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Voll im Bilde</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 07:43:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/cover_voll_im_bilde.thumbnail.jpg" alt="Cover 'Voll im Bilde'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" width="81" height="128" class="alignleft" />Rezension zu "Voll im Bilde" von Terry Pratchett, 10. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: "Moving Pictures", Ersterscheinung: 1990 (UK)

Unweit von Ankh-Morpork gibt es einen H&#252;gel am Meer, der als "Holy Wood" bekannt ist. Als die Alchimistengilde eine neue Erfindung macht (eine weniger explosive als ihre &#252;blichen Erfindungen), sucht sie sich ausgerechnet Holy Wood aus, um dort die neuen <em>bewegten Bilder</em> zu produzieren. Und schnell wird daraus ein Riesen-Gesch&#228;ft, nicht zuletzt dank Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper, der das W&#252;rstchen-Business gegen ein Filmstudio eintauscht. Die Leinwandabenteuer von Schauspielern wie Victor und Ginger halten ganz Ankh-Morpork in Atem. Doch bald zeichnet sich ab, dass in Holy Wood nicht alles mit rechten Dingen zugeht... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/cover_voll_im_bilde.jpg" alt="Cover 'Voll im Bilde'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" width="200" height="315" class="alignleft" />Rezension zu &#8222;Voll im Bilde&#8220; von Terry Pratchett, 10. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: &#8222;Moving Pictures&#8220;, Ersterscheinung: 1990 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;Voll im Bilde&#8220;, 1993, Wilhelm Goldmann Verlag M&#252;nchen, 340 Seiten</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Unweit von Ankh-Morpork gibt es einen H&#252;gel am Meer, der als &#8222;Holy Wood&#8220; bekannt ist. Als die Alchimistengilde eine neue Erfindung macht (eine weniger explosive als ihre &#252;blichen Erfindungen), sucht sie sich ausgerechnet Holy Wood aus, um dort die neuen <em>bewegten Bilder</em> zu produzieren. Und schnell wird daraus ein Riesen-Gesch&#228;ft, nicht zuletzt dank Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper, der das W&#252;rstchen-Business gegen ein Filmstudio eintauscht. Die Leinwandabenteuer von Schauspielern wie Victor und Ginger halten ganz Ankh-Morpork in Atem. Doch bald zeichnet sich ab, dass in Holy Wood nicht alles mit rechten Dingen zugeht&#8230;</p>
<h3>Hauptpersonen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Victor Tugelbend &#8211; der junge Fast-Zauberer wird ein Star</li>
<li>Ginger &#8211; die Schauspielerin ger&#228;t unter einen unheimlichen Einfluss</li>
<li>Gaspode &#8211; wird zum Wunder-Hund</li>
<li>Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper &#8211; treibt sich mit seinen beweglichen Bildern selbst in den Ruin</li>
</ul>
<h3>In weiteren Rollen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Tod</li>
<li>Binky, Tods Pferd</li>
<li>Erzkanzler Mustrum Ridcully, der Qu&#228;stor, der Dekan, der Dozent f&#252;r neue Runen, Windle Poons und Ponder Stibbons von der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>der Bibliothekar der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>Feldwebel Colon und Korporal Nobbs</li>
<li>Lord Vetinari, der Patrizier</li>
<li>Detritus</li>
<li>Frau Alleswei&#223;</li>
</ul>
<h3>Schaupl&#228;tze</h3>
<p>Ankh-Morpork, Holy Wood, Klatsch</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Tery Pratchett persifliert in seinen Scheibenwelt-Romanen oft ein bestimmtes Thema, und hier hat es die Filmindustrie erwischt. Auf der Scheibenwelt werden also die <em>beweglichen Bilder</em> erfunden, und das gibt Pratchett Gelegenheit, unz&#228;hlige Facetten von Hollywood durch den Kakao zu ziehen. Dieser Aspekt des Buches ist auch am unterhaltsamsten, denn Pratchett geht hier mit gro&#223;er Liebe zum Detail zur Sache: So erfahren wir viel &#252;ber die technischen Aspekte des Business, &#252;ber den Einbruch der bezahlten Werbung in die Filmwelt, &#252;ber Stars und Sternchen, auf Klischee-Rollen festgelegte Zwerge und Trolle, halsabschneiderische Produzenten und gr&#246;&#223;enwahnsinnige Autoren. Gerade die Details wissen hier zu begeistern. So gibt es etwa das Jahrhundert-des-Flughunds-Filmstudio (welches auf der Scheibenwelt ja bekanntlich dem 20. Jahrhundert entspricht), und es gibt eine absolut herrlich verdrehte Anspielung auf <em>King Kong</em>.</p>
<p>Wie in den meisten Ankh-Morpork-Romanen ist nat&#252;rlich auch &#8222;Voll im Bilde&#8220; eine Spielwiese f&#252;r bekannte und noch unbekannte Charaktere. Victor und Ginger, die beiden Hauptfiguren, sind neu und kommen nur in diesem Buch vor. Aber unterst&#252;tzt werden sie von Schnapper, der bekannten Zaubererhorde samt Bibliothekar, dem Patrizier und dem Tod. Zwei Charaktere der <a href="http://johannes-ruthenberg.de/wachen-wachen" >kurz zuvor</a> eingef&#252;hrten Nachtwache haben einen Auftritt, genau wie Detritus, der ja sp&#228;ter ebenfalls zur Wache st&#246;&#223;t. Und Windle Poons wird meines Wissens zufolge das erste Mal erw&#228;hnt &#8211; sein Ableben spielt im n&#228;chsten Buch, <a href="http://johannes-ruthenberg.de/alles-sense" >&#8222;Alles Sense&#8220;</a>, eine Rolle.</p>
<p>Und dann w&#228;re da Gaspode, welchen ich schon aus dem sp&#228;ter erschienenen <a href="http://johannes-ruthenberg.de/rollende-steine" >&#8222;Rollende Steine&#8220;</a> kenne (und offensichtlich noch weiteren B&#252;chern, wie ich gerade bei Wikipedia lese &#8211; ich muss wohl &#8222;Men at Arms&#8220; wirklich noch mal lesen). Gaspode verwandelt sich durch die Magie von Holy Wood von einem normalen Stra&#223;enk&#246;ter in einen sprechenden Hund, und ich muss sagen, er hat einige der besten Szenen des ganzen Buches. Insbesondere der Kontrast zum vorzeigbaren aber strohdummen Filmhund Laddie ist herrlich geschildert. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Apropos &#8222;Rollende Steine&#8220;: Vier Jahre und f&#252;nf andere Scheibenwelt-Romane liegen zwischen diesen beiden B&#252;chern, aber die Parallelen beider Romane haben mich doch einigerma&#223;en verbl&#252;fft. Vielleicht tr&#252;gt mich da ja mein Ged&#228;chtnis, immerhin ist es viele Jahre her, dass ich &#8222;Rollende Steine&#8220; gelesen habe. Aber ich k&#246;nnte wetten, Terry Pratchett hat sich hier quasi selbst kopiert. Hier wie da ger&#228;t Ankh-Morpork unter einen nicht ganz nat&#252;rlichen Einfluss, welcher sich spezielle Individuen rauspickt und dann die Stadt mit Filmen respektive Rockmusik &#252;berzieht (unter entsprechend vielf&#228;ltigen Anspielungen auf die Musik- bzw. Filmbranche). Hier wie da spielen die Zauberer und Gaspode eine Rolle. Fand ich beim Lesen schon etwas merkw&#252;rdig, und ich musste mich st&#228;ndig daran erinnern, dass &#8222;Voll im Bilde&#8220; zuerst geschrieben wurde.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ein solider und unterhaltsamer Scheibenwelt-Roman, der sehr gekonnt die Welt der Filmindustrie auf die Schippe nimmt. Die Hintergrundstory konnte mich nicht so begeistern, aber der Rest des Buches und insbesondere Gaspodes Szenen sind lesenswert.</p>
<h3>Zitate</h3>
<p>Es hei&#223;t, alle Stra&#223;en f&#252;hren nach Ankh-Morpork, der gr&#246;&#223;ten Stadt auf der Scheibenwelt. Nun, man <em>erz&#228;hlt</em> sich zumindest, dass es hei&#223;t, alle Stra&#223;en f&#252;hrten nach Ankh-Morpork. Es stimmt nicht. Alle Stra&#223;en f&#252;hren von Ankh-Morpork <em>fort</em>, doch ab und zu gehen manche Leute in die falsche Richtung.<br />
<em>[S. 12]</em></p>
<p>&#8222;Fleischpasteten! Hei&#223;e W&#252;rstchen! In Br&#246;tchen! So frisch, dass die Schweine noch gar nicht gemerkt haben, dass ihnen was fehlt.&#8220;<br />
<em>[S. 15]</em></p>
<p>Der Vollmond kroch &#252;ber der Dunstglocke von Ankh-Morpork am Himmel entlang, dankbar daf&#252;r, dass ihn einige tausend Meilen von der Stadt trennten.<br />
<em>[S. 20]</em></p>
<p>Zauberer verabscheuten die Zusammenarbeit, aber sie wussten Hierarchien zu sch&#228;tzen und neigten zu ausgepr&#228;gtem Ehrgeiz. Sie <em>brauchten</em> Organisation. Was n&#252;tzte es, ein Magus der siebten Stufe zu sein, wenn man nicht auf sechs andere Stufen hinabsehen und die achte anstreben konnte?<br />
<em>[S. 22]</em></p>
<p>Es handelte sich um jene Art von reizvoller Gegend, die nur dann reizvoll ist, wenn man sie f&#252;r kurze Zeit bewundern kann, um anschlie&#223;end zu einem Ort mit hei&#223;en B&#228;dern und kalten Drinks zur&#252;ckzukehren. Es kommt einer Strafe gleich, dort l&#228;nger verweilen zu m&#252;ssen.<br />
<em>[S. 49]</em></p>
<p>&#8222;Ich habe einmal von einer Stadt geh&#246;rt, in der es so lasterhaft zuging, dass die g&#246;tter sie in eine Pf&#252;tze aus geschmolzenem Glas verwandelten&#8220;, bemerkte Gaspode ganz nebenbei. &#8222;Nur eine Person beobachtete, wie es geschah, und sie verwandelte sich ebenfalls: tags&#252;ber in eine Salzs&#228;ule, und des Nachts in einen Pfefferstreuer.&#8220;<br />
<em>[S. 169]</em></p>
<p>W&#228;hrend ihrer langen Geschichte war die echte Stadt mehrmals in Flammen aufgegangen. [&#8230;] Die meisten gro&#223;en Steingeb&#228;ude &#252;berstanden die Br&#228;nde ohne nennenswerte Sch&#228;den. Viele B&#252;rger (zumindest jene, die in Steingeb&#228;uden wohnten) glaubten, ein ordentliches Feuer einmal in hundert Jahren oder so sei wichtig f&#252;r die Gesundheit der Metropole, da es die Anzahl von Ratten, Kakerlaken, Fl&#246;hen und Leuten, die sich keine H&#228;user aus Stein leisten konnten, in vertretbaren Grenzen hielt.<br />
<em>[S. 222]</em></p>
<p><em>Die Rechte an obigen Zitaten liegen bei Terry Pratchett und den Verlagen. Dies soll keine Copyright-Verletzung darstellen, sondern lediglich zum Lesen des Buches anregen. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Goldmann-Ausgabe.</em></p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.co.uk.lspace.org/books/apf/moving-pictures.html" class="liexternal">Dieses Buch im <em>Annotated Pratchett File</em></a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett" >&#220;bersicht aller Scheibenwelt-B&#252;cher</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eric</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 07:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/cover_eric.thumbnail.jpg" width="84" height="128" alt="Cover 'Eric'" title=""Cover der Heyne-Ausgabe class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Eric" von Terry Pratchett, 9. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: "Eric", Ersterscheinung: 1990 (UK)

Rincewind, den gl&#252;cklosen Zauberer, hat es in die Kerkerdimensionen verschlagen. Von dort wird er von Eric beschworen, der eigentlich auf einen etwas m&#228;chtigeren D&#228;monen gehofft hatte. Denn Eric ist der j&#252;ngste D&#228;monologe der Scheibenwelt (er ist vierzehn), und er m&#246;chte die &#252;blichen drei W&#252;nsche erf&#252;llt haben: Herrschaft &#252;ber die K&#246;nigreiche der Welt, die sch&#246;nste Frau aller Zeiten und ewiges Leben. Keiner ist &#252;berraschter als Rincewind als sich auf sein Fingerschnippen hin Erics W&#252;nsche zu erf&#252;llen beginnen, wenn auch nicht ganz so, wie Eric es sich vorgestellt hatte... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/cover_eric.jpg" width="200" height="303" alt="Cover 'Eric'" title="">Rezension zu &#8222;Eric&#8220; von Terry Pratchett, 9. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: &#8222;Eric&#8220;, Ersterscheinung: 1990 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgaben: &#8222;Eric&#8220;, 1992, Wilhelm Heyne Verlag M&#252;nchen, 154 Seiten; &#8222;Eric&#8220;, 2006, Piper Verlag</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Rincewind, den gl&#252;cklosen Zauberer, hat es in die Kerkerdimensionen verschlagen. Von dort wird er von Eric beschworen, der eigentlich auf einen etwas m&#228;chtigeren D&#228;monen gehofft hatte. Denn Eric ist der j&#252;ngste D&#228;monologe der Scheibenwelt (er ist vierzehn), und er m&#246;chte die &#252;blichen drei W&#252;nsche erf&#252;llt haben: Herrschaft &#252;ber die K&#246;nigreiche der Welt, die sch&#246;nste Frau aller Zeiten und ewiges Leben. Keiner ist &#252;berraschter als Rincewind als sich auf sein Fingerschnippen hin Erics W&#252;nsche zu erf&#252;llen beginnen, wenn auch nicht ganz so, wie Eric es sich vorgestellt hatte&#8230;</p>
<h3>Hauptpersonen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Eric Thursley &#8211; der j&#252;ngste D&#228;monologe der Scheibenwelt</li>
<li>Rincewind &#8211; wird wie &#252;blich gegen seinen Willen in Abenteuer verwickelt</li>
<li>Astfgl &#8211; der K&#246;nig der Unterwelt hat Probleme mit seinen Untergebenen</li>
<li>Lavaeolus &#8211; ein ephebischer Kriegsheld</li>
</ul>
<h3>In weiteren Rollen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Truhe</li>
<li>TOD</li>
<li>der Bibliothekar</li>
<li>der Qu&#228;stor, der Oberste Tutor und andere Professoren der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>Ponce da Quirm</li>
</ul>
<h3>Schaupl&#228;tze</h3>
<p>Tods Haus, Ankh-Morpork, Dschungel von Klatsch, Tsort, Beginn des Universums, die H&#246;lle</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Eric ist kein normaler Scheibenwelt-Roman. Das Buch ist nur 150 Seiten dick, und viele davon werden von farbigen Illustrationen von Josh Kirby eingenommen. Die Geschichte ist also betr&#228;chtlich k&#252;rzer als die normalen Romane, und deshalb auch schwer mit diesen zu vergleichen. Ich denke, am ehesten trifft es das Pr&#228;dikat &#8222;nett&#8220;.</p>
<p>Terry Pratchett hat hier, wie das Cover des Buches dezent andeutet, &#8222;Faust&#8220; als Inspiration genommen, die Geschichte aber an die Scheibenwelt angepasst. Rincewind ist der D&#228;mon, der Erics W&#252;nsche erf&#252;llen soll, ohne dass er so genau wei&#223;, woher seine Kr&#228;fte eigentlich kommen. Und was die Erf&#252;llung der W&#252;nsche betrifft, klappt das nat&#252;rlich nicht ganz so, wie Eric es sich vorstellt. Pratchett packt hier eine ganze Reihe netter Iden hinein, und das Buch f&#252;hrt dabei mal wieder quer &#252;ber die Scheibenwelt und durch die Zeit. So treiben sich Rincewind und Eric, wie immer beharrlich verfolgt von der Truhe, u.a. im legend&#228;ren Krieg Ephebe gegen Tsort herum, von dem man ja in <a href="http://johannes-ruthenberg.de/pyramids" >&#8222;Pyramiden&#8220;</a> schon geh&#246;rt hat. Und was die Schilderung der H&#246;lle betrifft, hat sich Pratchett wohl von Dante inspirieren lassen. War mir bisher gar nicht klar, dass es neben den vielen G&#246;ttern auf der Scheibenwelt auch noch eine Unterwelt gibt.</p>
<p>Da es noch eines der fr&#252;heren Scheibenwelt-B&#252;cher ist und aufgrund der K&#252;rze, machen nicht zu viele bekannte Charaktere einen Auftritt. Trotzdem sehen wir neben Rincewind und der Truhe den Bibliothekar und den Tod wieder sowie einige der Zauberer der Unsichtbaren Universit&#228;t. Damit ist die Atmosph&#228;re des Buches schon mal vertraut. Und auch einige der Schaupl&#228;tze sind ja schon bekannt, w&#228;hrend mit den Tezumanern im Dschungel von Klatsch die Scheibenwelt um ein Maya-Pendant bereichert wird. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Illustrationen von Josh Kirby sind im &#252;brigen sch&#246;n anzuschauen und phantasievoll gestaltet, wie seine Cover ja auch schon. Da das Buch bei Heyne in einem gr&#246;&#223;eren Format und auf wei&#223;em, gl&#228;nzenden Papier erschienen ist, kommen sie auch sehr sch&#246;n zur Geltung.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die Geschichte selbst haut einen nicht um und ist ja auch nicht lang. Die Illustrationen sind h&#252;bsch, aber f&#252;r sich nicht direkt ein Grund, das Buch zu kaufen. Trotzdem ist &#8222;Eric&#8220; eine nette kleine Episode aus Rincewinds bewegtem Leben, und das Buch enth&#228;lt durchaus auch viele nette Ideen. Man sollte nur nicht zu viel erwarten oder es mit den l&#228;ngeren Scheibenwelt-Romanen vergleichen.</p>
<h3>Zitate</h3>
<p>Zu Rincewinds herausragenden Talenten geh&#246;rte die F&#228;higkeit, schnell wegzulaufen, und in den vergangenen Jahren hatte er sie zu einer regelrechten Wissenschaft weiterentwickelt. [&#8230;] Ich fliehe, und deshalb bin ich. Besser gesagt: Ich fliehe, und daher werde ich, mit ein wenig Gl&#252;ck, auch weiterhin <em>sein</em>.<br />
<em>[S. 44]</em></p>
<p>Es war kein h&#252;bscher, interessanter und offener Dschungel, wie ihn in Leopardenfelle gekleidete Helden bevorzugten, sondern ein Dschungel, der es ernst meinte, dessen gr&#252;ne, mit Myriaden Dornen ausgestattete Mauern viele Stockwerke weit nach oben ragten, ein Dschungel, in dem alle Repr&#228;sentanten der Flora die Borke hochgekrempelt hatten und sich der anstrengenden Aufgabe widmeten, &#252;ber die Konkurrenten hinauszuwachsen.<br />
<em>[S. 45]</em></p>
<p>Die wenigen zur&#252;ckgekehrten Forscher haben einige n&#252;tzliche Ratschl&#228;ge f&#252;r Teilnehmer zuk&#252;nftiger Expeditionen notiert. 1) Man gehe allen herabh&#228;ngenden Kletterpflanzen aus dem Weg, die am Ende mit Knopfaugen und einer gespaltenen Zunge ausgestattet sind. 2) Man r&#252;hre keine orangefarben und schwarz gestreiften Kletterpflanzen an, die auf dem Pfad liegen und zucken; h&#228;ufig befindet sich ein Tiger am anderen Ende. 3) Man bleibe zu Hause.<br />
<em>[S. 48]</em></p>
<p>Jetzt begriff Rincewind, warum die Langeweile einen so gro&#223;en Reiz auf ihn aus&#252;bte. Mit ihr ging die &#220;berzeugung einher, dass woanders aufregende und gef&#228;hrliche Dinge geschahen, die einen zum Gl&#252;ck nicht betrafen. Wenn Langeweile angenehm sein sollte, musste man sie mit etwas vergleichen.<br />
<em>[S. 132]</em></p>
<p><em>Die Rechte an obigen Zitaten liegen bei Terry Pratchett und den Verlagen. Dies soll keine Copyright-Verletzung darstellen, sondern lediglich zum Lesen des Buches anregen. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Heyne-Ausgabe.</em></p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.co.uk.lspace.org/books/apf/eric.html" class="liexternal">Dieses Buch im <em>Annotated Pratchett File</em></a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett" >&#220;bersicht aller Scheibenwelt-B&#252;cher</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pyramids</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/pyramids</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/pyramids#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 13:35:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/cover_pyramids.thumbnail.jpg" width="76" height="128" alt="Cover 'Pyramids'" title="Cover der britischen Corgi-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Pyramids" von Terry Pratchett, 7. Scheibenwelt-Roman, Corgi Books, ca. 285 Seiten, Ersterscheinung: 1989 (UK)

Teppicymon, Sohn von Teppicymon XXVII., genannt Teppic, hat vor Jahren das heimatliche K&#246;nigreich verlassen um in Ankh-Morpork eine Ausbildung bei der Assassinengilde zu beginnen. Nun hat er gerade die Abschlusspr&#252;fung bestanden (und &#252;berlebt), als ihn der Ruf der Familie ereilt: Teppics Vater ist verstorben, was Teppic automatisch zum neuen Pharao des kleinen aber stolzen W&#252;stenk&#246;nigreichs Djelibeybi macht. Teppic muss nun unverz&#252;glich nach Djelibeybi zur&#252;ckkehren und sich wichtigen Aufgaben widmen, wie morgens die Sonne aufgehen zu lassen und den Pyramidenbau zu beaufsichtigen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/cover_pyramids.jpg" width="200" height="336" alt="Cover 'Pyramids'" title="Cover der britischen Corgi-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Pyramids&#8220; von Terry Pratchett, 7. Scheibenwelt-Roman, Corgi Books, ca. 285 Seiten, Ersterscheinung: 1989 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgaben: &#8222;Pyramiden&#8220;, 1991, Wilhelm Heyne Verlag M&#252;nchen; &#8222;Pyramiden&#8220;, 2004, Piper Verlag</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Teppicymon, Sohn von Teppicymon XXVII., genannt Teppic, hat vor Jahren das heimatliche K&#246;nigreich verlassen um in Ankh-Morpork eine Ausbildung bei der Assassinengilde zu beginnen. Nun hat er gerade die Abschlusspr&#252;fung bestanden (und &#252;berlebt), als ihn der Ruf der Familie ereilt: Teppics Vater ist verstorben, was Teppic automatisch zum neuen Pharao des kleinen aber stolzen W&#252;stenk&#246;nigreichs Djelibeybi macht. Teppic muss nun unverz&#252;glich nach Djelibeybi zur&#252;ckkehren und sich wichtigen Aufgaben widmen, wie morgens die Sonne aufgehen zu lassen und den Pyramidenbau zu beaufsichtigen. Doch als f&#252;r seinen Vater eine au&#223;ergew&#246;hnlich gro&#223;e Pyramide errichtet wird (der Geist des alten Pharaos ist sich recht sicher, dass er eigentlich gar nicht die Ewigkeit in einer Pyramide verbringen m&#246;chte, aber er hat Probleme mit den Lebenden zu kommunizieren), ger&#228;t das zeitlose K&#246;nigreich in ernste Gefahr&#8230;</p>
<h3>Hauptpersonen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Teppic alias Teppicymon XXVIII. &#8211; macht Karriere vom Assassinen zum Pharao</li>
<li>Teppicymon XXVII. &#8211; entwickelt im Leben nach dem Tod ganz neue Ansichten</li>
<li>Dios &#8211; der Hohepriester von Djelibeybi ringt darum, die Ordnung aufrecht zu erhalten</li>
<li>Ptaclusp &#8211; der Pyramidenbauer errichtet die Gro&#223;e Pyramide</li>
<li>Ptraci &#8211; die Lieblingsdienerin des alten Pharao hat mit dem Leben noch nicht abgeschlossen</li>
<li>You Bastard &#8211; der beste Mathematiker der Welt</li>
</ul>
<h3>In weiteren Rollen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Chidder und Arthur, Assassinen</li>
<li>Dil und Gern, K&#246;nigliche Balsamierer</li>
<li>Ptaclusp IIa und Ptaclusp IIb</li>
<li>Tod</li>
<li>Binky, Tods Pferd</li>
<li>Hoot Koomi, Hohepriester des Khefin</li>
<li>Xeno, Copolymer, Pthagonal, Iesope, Antiphon und Ibid, ephebische Philosophen</li>
</ul>
<h3>Schaupl&#228;tze</h3>
<p>Djelibeybi, Ankh-Morpork, Ephebe, W&#252;ste zwischen Tsort und Ephebe</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Dieses Buch zu bewerten f&#228;llt mir schwer. Ich habe seit Jahren keinen Scheibenweltroman mehr gelesen, und dieser war der erste, den ich im englischen Original gelesen habe. Auf der anderen Seite wird &#8222;Pyramids&#8220; oft als einer der besten Scheibenweltromane genannt, so dass meine Erwartungen doch eher hoch gesteckt waren. So richtig begeistert hat mich &#8222;Pyramids&#8220; dann leider nicht, und es ist wie gesagt nicht einfach zu sagen wieso.</p>
<p>Zu erst einmal muss man sich vergegenw&#228;rtigen, dass dies gerade einmal das siebente Scheibenwelt-Buch ist. Als es erschien, gab es erst ein Buch &#252;ber den Tod und einen echten Hexen-Roman. Die Stadtwache war noch nicht erfunden, und &#8222;Small Gods&#8220; erschien erst drei Jahre sp&#228;ter. Das Buch entspricht so gesehen eher dem Stil der fr&#252;hen Pratchett-Romane, wobei ich selbst dann <a href="http://johannes-ruthenberg.de/gevatter-tod" >&#8222;Mort&#8220;</a> zum Beispiel besser fand.</p>
<p>Dass ich den Schreibstil dieses Buches etwas anders wahrnehme kann nat&#252;rlich auch daran liegen, dass ich bisher nur die &#220;bersetzungen kannte. So mancher Witz in diesem Buch wurde sicher wieder weg&#252;bersetzt (siehe das Mummy-Zitat weiter unten, das kann nicht korrekt &#252;bersetzt worden sein, oder?), w&#228;hrend so manche andere Anspielung an mir unbemerkt oder unverstanden vorbeiging. Alles in allem finde ich deshalb aber, nimmt es sich nicht so viel, ob man das Original oder die deutsche &#220;bersetzung liest. So witzig wie manch anderes Pratchett-Buch war &#8222;Pyramids&#8220; jedenfalls nicht, und streckenweise zog sich die Handlung dann doch etwas.</p>
<p>Mit zu der nicht so leichten Zug&#228;nglichkeit beigetragen hat sicher auch, dass &#8222;Pyramids&#8220; losgel&#246;ster vom Rest der Scheibenwelt-B&#252;cher ist als die meisten anderen B&#252;cher. Einige Kapitel spielen in Ankh-Morpork und der Tod hat einen kurzen Auftritt, aber das war es im gro&#223;en und ganzen. Kein Bibliothekar, keine Zauberer, keine Stadtwache (ok, das ginge wie gesagt auch schlecht), keine Hexen, kein Patrizier etc. Sicher ist es auch sch&#246;n, zur Abwechslung mal neue Charaktere und neue L&#228;nder pr&#228;sentiert zu bekommen, aber es f&#228;llt doch einfacher, mit den Charakteren mitzufiebern, wenn sie einem vertraut sind (siehe z.B. <a href="http://johannes-ruthenberg.de/ruhig-blut" >&#8222;Ruhig Blut&#8220;</a>).</p>
<p>Ok, worum geht es in &#8222;Pyramids&#8220;? Wie der Titel schon verr&#228;t, ist Djelibeybi eine Anspielung auf das Alte &#196;gypten. Das K&#246;nigreich im Tal des Djel ist unendlich alt und v&#246;llig mit Pyramiden und Traditionen &#252;berfrachtet. Pratchett packt viel Witz in die Schilderung der Zust&#228;nde in Djelibeybi, die festgefahrenen Rituale, das praktische Gesch&#228;ft des Pyramidenbaus, den schwierigen Umgang des Pharaos mit seinen Untergebenen etc. Da Teppic lange in Ankh-Morpork gelebt hat, vermisst er auch so die ein oder andere Annehmlichkeit, Toiletten etwa, aber Ver&#228;nderungen sind etwas, was in Djelibeybi einfach nicht passiert.</p>
<p>Dazu gesellt sich noch der ein oder andere Spa&#223; &#252;ber Kamele und ephebische Philosophen. Ein anderer interessanter Teil der Handlung besch&#228;ftigt sich mit Teppics Ausbildung zum Assassinen in Ankh-Morpork. Dieser Teil des Buches erinnert noch am ehesten an andere Scheibenwelt-Romane und er&#246;ffnet interessante und witzige Einblicke ins Leben der Assassinengilde. So ganz passt diese Geschichte allerdings auch nicht zum Rest des Buches.</p>
<p>Ebenfalls etwas irritiert war ich &#252;ber die Rolle des Todes im Zusammenhang mit dem alten Pharao. Kann sein, dass das erst in sp&#228;teren B&#252;chern so richtig eingef&#252;hrt wurde, aber seit wann l&#228;sst der Tod den Geist des Verstorbenen einfach zur&#252;ck? Nicht dass es nicht nett geschildert w&#228;re, wie der Geist des Pharao seiner eigenen Einbalsamierung zuschaut und zum ersten Mal &#252;ber die Details dieser Prozedur so richtig nachdenkt&#8230;</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>&#8222;Pyramids&#8220; ist immer noch ein Scheibenweltroman und als solcher nicht wirklich schlecht. F&#252;r Fans der Reihe ist das Buch durchaus empfehlenswert, aber ich w&#252;rde es nicht gerade als Einstieg empfehlen.</p>
<h3>Zitate</h3>
<p><span lang="en">&#8222;Oh, just some new kid,&#8220; he said. &#8222;Arthur someone. Still hanging on to his mummy, I see. He won&#8217;t last long.&#8220;<br />
&#8222;Oh, I don&#8217;t know,&#8220; said Teppic. &#8222;We do, too, and we&#8216;ve lasted for thousands of years.&#8220;</span><br />
<em>[S. 27]</em></p>
<p><span lang="en">Bloat is extracted from the deep sea blowfish, <em>Singularis minutia gigantica</em>, which protects itself from enemies by inflating itself to many times its normal size. If taken by humans the effect is to make every cell in the body instantaneously try to swell some 2,000 times. This is invariably fatal, and very loud.</span><br />
<em>[S. 37]</em></p>
<p><span lang="en">A fellow could really <em>believe</em> in gods like that. But it was extremely hard to believe in a god when you saw him at breakfast every day.</span><br />
<em>[S. 38]</em></p>
<p><span lang="en">He could send for Ptraci, his favourite handmaiden. She was <em>special</em>. Her singing always cheered him up. Life seemed so much brighter when she stopped.</span><br />
<em>[S. 45]</em></p>
<p><span lang="en">Broadly, therefore, the three even now lurching across the deserted Brass Bridge were dead drunk assassins and the men behind them were bent on inserting the significant comma.</span><br />
<em>[S. 50]</em></p>
<p><span lang="en">Dios, First Minister and high priest among high priests, wasn&#8217;t a naturally religious man. It wasn&#8217;t a desirable quality in a high priest, it affected your judgement, made you <em>unsound</em>. Start believing in things and the whole business became a farce</span><br />
<em>[S. 57]</em></p>
<p><span lang="en">We&#8216;re really good at it, Teppic thought. Mere animals couldn&#8217;t possibly manage to act like this. You need to be a human being to be really stupid.</span><br />
<em>[S. 122]</em></p>
<p><span lang="en">The Ephebians made wine out of anything they could put in a bucket, and ate anything that couldn&#8217;t climb out of one.</span><br />
<em>[S. 200]</em></p>
<p><span lang="en">He glanced at the sun which, old professional that it was, chose that moment to drop below the horizon.</span><br />
<em>[S. 264]</em></p>
<p><em>Die Rechte an obigen Zitaten liegen bei Terry Pratchett und den Verlagen. Dies soll keine Copyright-Verletzung darstellen, sondern lediglich zum Lesen des Buches anregen. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Corgi-Ausgabe.</em></p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.co.uk.lspace.org/books/apf/pyramids.html" class="liexternal">Dieses Buch im <em>Annotated Pratchett File</em></a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett" >&#220;bersicht aller Scheibenwelt-B&#252;cher</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bibliographie Terry Pratchett</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 01:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ich schon eine ganze Reihe Rezensionen zu den Romanen von Terry Pratchett ver&#246;ffentlicht habe, wollte ich kurz einen chronologischen &#220;berblick der B&#252;cher geben, mit entsprechenden Links zu den ausf&#252;hrlicheren Rezensionen. Mehr zum Inhalt der B&#252;cher und zum Autor erfahrt ihr auch in meiner kurzen Vorstellung der Scheibenwelt. Ich werde versuchen, diese Bibliographie auch in Zukunft aktuell zu halten, aber versprechen kann ich nichts. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich schon eine ganze Reihe Rezensionen zu den Romanen von Terry Pratchett ver&#246;ffentlicht habe, wollte ich kurz einen chronologischen &#220;berblick der B&#252;cher geben, mit entsprechenden Links zu den ausf&#252;hrlicheren Rezensionen. Mehr zum Inhalt der B&#252;cher und zum Autor erfahrt ihr auch in meiner kurzen Vorstellung der <a href="http://johannes-ruthenberg.de/die-scheibenwelt" >Scheibenwelt</a>. Ich werde versuchen, diese Bibliographie auch in Zukunft aktuell zu halten, aber versprechen kann ich nichts.</p>
<h3>Die Scheibenwelt</h3>
<table style="width: 100%;">
<colgroup>
<col width="10%">
<col width="45%">
<col width="45%"></colgroup>
<tr>
<td>1983</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/die-farben-der-magie" >The Colour of Magic</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/die-farben-der-magie" >Die Farben der Magie</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1986</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/das-licht-der-phantasie" >The Light Fantastic</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/das-licht-der-phantasie" >Das Licht der Phantasie</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1987</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/das-erbe-des-zauberers" >Equal Rites</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/das-erbe-des-zauberers" >Das Erbe des Zauberers</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1987</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/gevatter-tod" >Mort</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/gevatter-tod" >Gevatter Tod</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1988</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/der-zauberhut" >Sourcery</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/der-zauberhut" >Der Zauberhut</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1988</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/macbest" >Wyrd Sisters</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/macbest" >MacBest</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1989</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/pyramids" >Pyramids</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/pyramids" >Pyramiden</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1989</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/wachen-wachen" >Guards! Guards!</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/wachen-wachen" >Wachen! Wachen!</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1990</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/eric" >Eric</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/eric" >Eric</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1990</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/voll-im-bilde" >Moving Pictures</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/voll-im-bilde" >Voll im Bilde</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1991</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/alles-sense" >Reaper Man</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/alles-sense" >Alles Sense!</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1991</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/total-verhext" >Witches Abroad</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/total-verhext" >Total Verhext</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1992</td>
<td>Small Gods</td>
<td>Einfach G&ouml;ttlich</td>
</tr>
<tr>
<td>1992</td>
<td>Lords and Ladies</td>
<td>Lords und Ladies</td>
</tr>
<tr>
<td>1993</td>
<td>Men at Arms</td>
<td>Helle Barden</td>
</tr>
<tr>
<td>1994</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/rollende-steine" >Soul Music</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/rollende-steine" >Rollende Steine</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1994</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/echt-zauberhaft" >Interesting Times</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/echt-zauberhaft" >Echt Zauberhaft</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1995</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/mummenschanz" >Maskerade</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/mummenschanz" >Mummenschanz</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1996</td>
<td>Feet of Clay</td>
<td>Hohle K&ouml;pfe</td>
</tr>
<tr>
<td>1996</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/schweinsgalopp" >Hogfather</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/schweinsgalopp" >Schweinsgalopp</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1997</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/fliegende-fetzen" >Jingo</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/fliegende-fetzen" >Fliegende Fetzen</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1998</td>
<td>The Last Continent</td>
<td>Hei&#223;e H&uuml;pfer</td>
</tr>
<tr>
<td>1998</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/ruhig-blut" >Carpe Jugulum</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/ruhig-blut" >Ruhig Blut!</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1999</td>
<td>The Fifth Elephant</td>
<td>Der F&uuml;nfte Elefant</td>
</tr>
<tr>
<td>2000</td>
<td>The Truth</td>
<td>Die volle Wahrheit</td>
</tr>
<tr>
<td>2001</td>
<td>Thief of Time</td>
<td>Der Zeitdieb</td>
</tr>
<tr>
<td>2001</td>
<td>The Last Hero</td>
<td>Wahre Helden</td>
</tr>
<tr>
<td>2001</td>
<td>The Amazing Maurice and his Educated Rodents</td>
<td>Maurice, der Kater</td>
</tr>
<tr>
<td>2002</td>
<td>Night Watch</td>
<td>Die Nachtw&#228;chter</td>
</tr>
<tr>
<td>2003</td>
<td>The Wee Free Men</td>
<td>Kleine freie M&#228;nner</td>
</tr>
<tr>
<td>2003</td>
<td>Monstrous Regiment</td>
<td>Weiberregiment</td>
</tr>
<tr>
<td>2004</td>
<td>A Hat Full of Sky</td>
<td>Ein Hut voller Sterne</td>
</tr>
<tr>
<td>2004</td>
<td>Going Postal</td>
<td>Ab die Post</td>
</tr>
<tr>
<td>2005</td>
<td>Thud!</td>
<td>Klonk!</td>
</tr>
<tr>
<td>2006</td>
<td>Wintersmith</td>
<td>Der Winterschmied</td>
</tr>
<tr>
<td>2007</td>
<td>Making Money</td>
<td>Sch&#246;ne Scheine</td>
</tr>
<tr>
<td>2009</td>
<td>Unseen Academicals</td>
<td>Der Club der unsichtbaren Gelehrten</td>
</tr>
<tr>
<td>2010</td>
<td>I Shall Wear Midnight</td>
<td>Das Mitternachtskleid</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3">&#160;<br /><strong>mit Josh Kirby (Illustrator):</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1996</td>
<td>The Josh Kirby Discworld Portfolio</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3">&#160;<br /><strong>mit Paul Kidby (Illustrator):</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1996</td>
<td>The Pratchett Portfolio: A Compendium of Discworld Characters</td>
<td>Das Scheibenwelt-Album</td>
</tr>
<tr>
<td>2006</td>
<td>The Art of Discworld</td>
<td>Die Kunst der Scheibenwelt</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3">&#160;<br /><strong>mit Stephen Briggs:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1993</td>
<td>The Streets of Ankh-Morpork</td>
<td>Die Stra&#223;en von Ankh-Morpork</td>
</tr>
<tr>
<td>1994</td>
<td>The Discworld Companion</td>
<td>Die Scheibenwelt von A-Z</td>
</tr>
<tr>
<td>1995</td>
<td>The Discworld Mapp</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>1998</td>
<td>A Tourist Guide to Lancre</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>1999</td>
<td>Death&#8217;s Domain</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>2003</td>
<td>The New Discworld Companion</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3">&#160;<br /><strong>mit Stephen Briggs und Tina Hannan und Paul Kidby (Illustrator):</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2001</td>
<td>Nanny Ogg&#8217;s Cook Book</td>
<td>Nanny Oggs Kochbuch</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3">&#160;<br /><strong>mit Ian Stewart und Jack Cohen:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1999</td>
<td>The Science of Discworld</td>
<td>Die Gelehrten der Scheibenwelt</td>
</tr>
<tr>
<td>2002</td>
<td>The Science of Discworld II: The Globe</td>
<td>Rettet die Rundwelt! Die Gelehrten der Scheibenwelt 2</td>
</tr>
<tr>
<td>2005</td>
<td>The Science of Discworld III: Darwin&#8217;s Watch</td>
<td>Darwin und die G&#246;tter der Scheibenwelt</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3">&#160;<br /><strong>mit Melvyn Grant (Illustrator):</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>2005</td>
<td>Where&#8217;s My Cow?</td>
<td></td>
</tr>
</table>
<p></p>
<h3>Die Nomen-Trilogie</h3>
<table style="width: 100%;">
<colgroup>
<col width="10%">
<col width="45%">
<col width="45%"></colgroup>
<tr>
<td>1989</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/trucker" >Truckers</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/trucker" >Trucker</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1990</td>
<td>Diggers</td>
<td>W&uuml;hler</td>
</tr>
<tr>
<td>1990</td>
<td>Wings</td>
<td>Fl&uuml;gel</td>
</tr>
</table>
<p></p>
<h3>Die Johnny-Maxwell-Romane</h3>
<table style="width: 100%;">
<colgroup>
<col width="10%">
<col width="45%">
<col width="45%"></colgroup>
<tr>
<td>1992</td>
<td>Only You Can Save Mankind</td>
<td>Nur du kannst die Menschheit retten</td>
</tr>
<tr>
<td>1993</td>
<td>Johnny and the Dead</td>
<td>Nur du kannst sie verstehen</td>
</tr>
<tr>
<td>1996</td>
<td>Johnny and the Bomb</td>
<td>Nur du hast den Schl&uuml;ssel</td>
</tr>
</table>
<p></p>
<h3>Andere B&uuml;cher</h3>
<table style="width: 100%;">
<colgroup>
<col width="10%">
<col width="45%">
<col width="45%"></colgroup>
<tr>
<td>1971 / 1992</td>
<td>The Carpet People</td>
<td>Die Teppichv&#246;lker</td>
</tr>
<tr>
<td>1976</td>
<td>The Dark Side of the Sun</td>
<td>Die dunkle Seite der Sonne</td>
</tr>
<tr>
<td>1981</td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/strata" >Strata</a></td>
<td><a href="http://johannes-ruthenberg.de/strata" >Strata</a></td>
</tr>
<tr>
<td>1989</td>
<td>The Unadulterated Cat</td>
<td>Echte Katzen tragen niemals Schleifen</td>
</tr>
<tr>
<td>2008</td>
<td>Nation</td>
<td>&#160;</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="3">&#160;<br /><strong>mit Neil Gaiman:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>1990</td>
<td>Good Omens</td>
<td>Ein gutes Omen</td>
</tr>
</table>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Scheibenwelt</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 08:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Beitrag m&#246;chte ich die Scheibenwelt von Terry Pratchett ein wenig vorstellen und einen &#220;berblick &#252;ber die bisher erschienenen B&#252;cher geben. Am Ende des Beitrags findet ihr auch Tipps, welche B&#252;cher f&#252;r einen Einstieg in die Scheibenwelt geeignet sind. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Beitrag m&#246;chte ich die Scheibenwelt von Terry Pratchett ein wenig vorstellen und einen &#220;berblick &#252;ber die bisher erschienenen B&#252;cher geben. Am Ende des Beitrags findet ihr auch Tipps, welche B&#252;cher f&#252;r einen Einstieg in die Scheibenwelt geeignet sind.</p>
<h3>Der Autor</h3>
<p><a href="http://www.lspace.org/ftp/images/misc/terry-publicity-1.jpg" rel="lightbox[185]" title="Die Scheibenwelt" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/terry-pratchett.jpg" width="175" height="252" alt="Terry Pratchett" class="imageframe imgalignright" /></a>Terry Pratchett wurde am 28. April 1948 in Beaconsfield, England geboren. Schon in seiner Kindheit las er gerne und hielt sich viel in der &#246;rtlichen Bibliothek auf. Mit 13 Jahren wurde seine Kurzgeschichte &#8222;The Hades Business&#8220; in der Sch&#252;lerzeitung ver&#246;ffentlicht, was sich als der erste Schritt auf dem Weg zum weltbekannten Schriftsteller herausstellte.</p>
<p>1965 verlie&#223; Terry Pratchett die Schule und begann, als Journalist f&#252;r verschiedene Zeitungen zu arbeiten. In seiner Freizeit schrieb er jedoch weiter, und 1971 wurde schlie&#223;lich sein erster Roman ver&#246;ffentlicht, &#8222;The Carpet People&#8220;. Dem folgten zwei weitere B&#252;cher, &#8222;The Dark Side of the Sun&#8220; und &#8222;Strata&#8220;.</p>
<p>1980 ging Pratchett zu Central Electricity Generating Board, wo er als Pressesprecher f&#252;r drei Kernkraftwerke verantwortlich war. Dort arbeitete er auch, als 1983 sein erster Scheibenwelt-Roman ver&#246;ffentlicht wurde.</p>
<p>Die Popularit&#228;t von Terry Pratchetts Romanen steigerte sich kontinuierlich, und im September 1987, als er gerade &#8222;Mort&#8220; geschrieben hatte, entschied er sich, seinen Job als Pressesprecher aufzugeben und sich statt dessen nur noch seinen Romanen zu widmen. Seitdem sind j&#228;hrlich B&#252;cher von ihm erschienen, teilweise sogar zwei pro Jahr. Die Scheibenwelt-Romane f&#252;hren mittlerweile regelm&#228;&#223;ig die Bestsellerlisten an und Terry Pratchett ist zu einem der erfolgreichsten lebenden Autoren geworden.</p>
<p>Neben den Scheibenwelt-Romanen hat Pratchett verschiedene andere B&#252;cher geschrieben, darunter die Nomen-Trilogie und die f&#252;r j&#252;ngere Leser gedachten Johnny Maxwell-Romane.</p>
<h3>Die Scheibenwelt</h3>
<blockquote><p>&#8222;Die Scheibenwelt drehte sich vor dem glitzernden Hintergrund des Weltraums, und zwar auf dem R&#252;cken von vier riesigen Elefanten, die wiederum auf dem Panzer der Himmelsschildkr&#246;te Gro&#223;-A&#8216;Tuin standen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Umkreist wird dieses Gebilde von einer kleinen, gelben Sonne und stellt somit eine Welt dar, wie man sie sich im irdischen Mittelalter vorgestellt hat. Der Zivilisationsstand der Scheibenwelt entspricht in etwa der beginnenden Neuzeit. Au&#223;er, dass es dort Magie und allerlei andere merkw&#252;rdige Erscheinungen wirklich gibt. Die Scheibenwelt wimmelt von unterschiedlichen organischen und anorganischen, lebendigen, toten und untoten Lebensformen. Neben normalen Menschen h&#228;tten wir da Zwerge, Trolle, Vampire, Werw&#246;lfe, Golems, Schwarze M&#228;nner, Wasserspeier und alles, was sonst noch jemals in irgendeiner Sage aufgetaucht ist.</p>
<p>Hauptschauplatz vieler Romane ist die Stadt Ankh-Morpork:</p>
<blockquote><p>&#8222;Dies ist Ankh-Morpork, &#8218;St&#228;tte der tausend &#220;berraschungen&#8216;, wie es in einer Brosch&#252;re der Kaufmannsgilde hei&#223;t. Was ist dem noch hinzuzuf&#252;gen? Es ist ein wildwuchernder Ort mit einer Million Bewohnern, die gr&#246;&#223;te Stadt auf der Scheibenwelt. Sie erstreckt sich auf beiden Seiten des Flusses Ankh, der so schlammig ist, dass er mit dem Grund nach oben zu flie&#223;en scheint.&#8220;</p></blockquote>
<p>Regiert wird diese Stadt von Lord Vetinari, dem Patrizier, und sie funktioniert, allen Gesetzen der Wahrscheinlichkeit zum Trotz. Neben den gro&#223;en Adeligen haben in Ankh-Morpork die Gilden das Sagen, z.B. die B&#228;cker-Gilde, die Fleischer-Gilde, die Alchimisten-Gilde, die Diebes-Gilde und die Assassinen-Gilde.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_farben_der_magie.thumbnail.png" width="81" height="128" alt="Cover 'Die Farben der Magie'" title="Cover der Heyne-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Angefangen hat alles mit den Geschichten um den trotteligen Zauberer Rincewind und sein Reisegep&#228;ck, eine h&#246;chst lebendige Truhe. Sp&#228;tere B&#252;cher handeln von Oma Wetterwachs und Nanny Ogg, zwei Hexen aus dem kleinen K&#246;nigreich Lancre.<br />
Und nicht zuletzt w&#228;ren da die Angeh&#246;rigen der Stadtwache von Ankh-Morpork. Unter ihrem Kommandeur Mumm dienen (sp&#228;testens seit dem Eingreifen des &#8222;B&#252;ndnisses gegen die Verunglimpfung von Siliziumleben&#8220;) die verschiedensten Lebensformen in der Wache und besch&#252;tzen Ankh-Morpork gegen subversive Elemente.</p>
<p>Manche Scheibenwelt-Romane haben auch ganz eigenst&#228;ndige Charaktere. Die einzige Konstante in den Romanen ist die Scheibenwelt selbst und der Tod. Sobald jemand stirbt, wird er unweigerlich von dem GROSSGEDRUCKT sprechenden Knochenmann in Empfang genommen.</p>
<p>In Deutschland erschienen die Scheibenwelt-Romane anfangs im Heyne-Verlag, wo auch Pratchetts fr&#252;here Romane und die Nomen-Trilogie verlegt wurden. Nach &#8222;Eric&#8220; wechselten die Romane jedoch zum Goldmann-Verlag. Dazu las ich in einem Interview, dass Terry Pratchett die Maggi-Suppenwerbung massiv gegen den Strich ging, die man um 1990 in vielen Heyne-Romanen fand. Ich kenne sie aus meinen alten Star-Trek-Romanen: Mitten im Buch eine Seite voll schwarzer Zeilen und Text wie &#8222;Unsere Helden brauchen jetzt dringend eine Pause. Wie w&#228;re es in der Zwischenzeit mit einer 5-Minuten-Terrine&#8230;&#8220; Und da der Verlag nicht versprechen wollte, so etwas in Pratchetts B&#252;chern zu unterlassen, wechselten die Rechte zum Goldmann-Verlag. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Heyne-B&#252;cher sind im normalen Taschenbuch-Format erschienen, Goldmann verlegte die Scheibenwelt-Romane dagegen in einem gr&#246;&#223;eren Format, was mir eigentlich immer recht gut gefiel. In den letzten Jahren sind die B&#252;cher aber wieder im kleineren Taschenbuch-Format erschienen. Mittlerweile erscheinen sie bei Blanvalet und Piper.</p>
<h3>Einstieg</h3>
<p><a href="http://www.lspace.org/books/reading-order-guides/german/german-discworld-reading-order-guide-1-5.png" rel="lightbox[185]" title="Discworld Reading Order Guide" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/scheibenwelt-reihenfolge.jpg" width="175" height="131" alt="Discworld Reading Order Guide" title="Discworld Reading Order Guide" class="imageframe imgalignleft" /></a>Wenn ihr tats&#228;chlich noch keinen Scheibenwelt-Roman gelesen habt, solltet ihr euch nicht von der Masse der B&#252;cher abschrecken lassen. Es gibt verschiedene Einstiegspunkte und prinzipiell kann man fast mit jedem Roman anfangen. Allerdings ist es schon so, dass Pratchett die Charaktere mit jedem Buch weiterentwickelt, so dass man mehr davon hat, wenn man die jeweilige Reihe am Anfang beginnt. Eine sehr sch&#246;ne &#220;bersicht &#252;ber die einzelnen Reihen der Scheibenwelt gibt es &#252;brigens beim <a href="http://www.lspace.org/books/reading-order-guides/german/german-discworld-reading-order-guide-1-5.png" class="liexternal">L-Space Web</a>.</p>
<p>Im Prinzip kann man folgende Reihen mit ihren jeweiligen ersten B&#228;nden unterscheiden:</p>
<ul class="spaced">
<li>Rincewind und die Zauberer der Unsichtbaren Universit&#228;t: <a href="http://johannes-ruthenberg.de/die-farben-der-magie" >&#8222;Die Farben der Magie&#8220;</a> (1. Scheibenwelt-Roman, 1983)</li>
<li>Die Hexen von Lancre: <a href="http://johannes-ruthenberg.de/das-erbe-des-zauberers" >&#8222;Das Erbe des Zauberers&#8220;</a> (3. Scheibenwelt-Roman, 1987) bzw. <a href="http://johannes-ruthenberg.de/macbest" >&#8222;MacBest&#8220;</a> (6. Scheibenwelt-Roman, 1988)</li>
<li>Der Tod: <a href="http://johannes-ruthenberg.de/gevatter-tod" >&#8222;Gevatter Tod&#8220;</a> (4. Scheibenwelt-Roman, 1987)</li>
<li>Die Stadtwache von Ankh-Morpork: <a href="http://johannes-ruthenberg.de/wachen-wachen" >&#8222;Wachen! Wachen!&#8220;</a> (8. Scheibenwelt-Roman, 1989)</li>
</ul>
<p>Jedes dieser B&#252;cher baut sehr wenig auf den vorherigen auf und kann im Prinzip als Einstieg dienen. Wenn ihr ganz am Anfang mit &#8222;Die Farben der Magie&#8220; anfangt, m&#252;sst ihr im Hinterkopf behalten, dass dieses das erste der Scheibenwelt-B&#252;cher ist. Es ist noch nicht so gut wie viele sp&#228;tere. Ich pers&#246;nlich habe mit &#8222;Gevatter Tod&#8220; angefangen, was ich als Einstieg auch durchaus empfehlen mag. Ich habe es mittlerweile dreimal gelesen, ohne dass es langweilig wurde. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnt ihr auch woanders anfangen: &#8222;Einfach g&#246;ttlich&#8220; (13. Scheibenwelt-Roman, 1992) zum Beispiel ist locker einer der f&#252;nf besten Scheibenwelt-Romane und relativ losgel&#246;st von den anderen B&#252;chern. Ebenfalls als Einstieg geeignet k&#246;nnte &#8222;Helle Barden&#8220; (15. Scheibenwelt-Roman, 1993) sein. Dies ist zwar der zweite der Stadtwache-Romane, aber man kann ihn ohne &#8222;Wachen! Wachen!&#8220; lesen und er ist um einiges witziger als sein Vorg&#228;nger.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ruhig Blut!</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 00:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_ruhig_blut.thumbnail.jpg" width="80" height="128" alt="Cover 'Ruhig Blut!'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Ruhig Blut!" von Terry Pratchett, 23. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: "Carpe Jugulum", Ersterscheinung: 1998 (UK)

In Lancre r&#252;stet sich alles f&#252;r die Taufe des Kindes von Magrat Knoblauch und K&#246;nig Verence. Nanny Ogg und Magrats Nachfolgerin Agnes sind im Schloss erschienen, doch auf Oma Wetterwachs warten sie vergeblich. Deshalb organisiert der K&#246;nig als Ersatz den omnianischen Priester Hilbert Himmelw&#228;rts, der die Taufe durchf&#252;hrt. Normalerweise h&#228;tte das schon &#196;rger genug bedeutet, doch diesmal gibt es gr&#246;&#223;ere Schwierigkeiten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_ruhig_blut.jpg" width="200" height="318" alt="Cover 'Ruhig Blut!'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Ruhig Blut!&#8220; von Terry Pratchett, 23. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: &#8222;Carpe Jugulum&#8220;, Ersterscheinung: 1998 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgaben: &#8222;Ruhig Blut!&#8220;, 2000, Wilhelm Goldmann Verlag M&#252;nchen, 374 Seiten; &#8222;Ruhig Blut!&#8220;, 2005, Blanvalet Verlag</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>In Lancre r&#252;stet sich alles f&#252;r die Taufe des Kindes von Magrat Knoblauch und K&#246;nig Verence. Nanny Ogg und Magrats Nachfolgerin Agnes sind im Schloss erschienen, doch auf Oma Wetterwachs warten sie vergeblich. Deshalb organisiert der K&#246;nig als Ersatz den omnianischen Priester Hilbert Himmelw&#228;rts, der die Taufe durchf&#252;hrt.</p>
<p>Normalerweise h&#228;tte das schon &#196;rger genug bedeutet, doch diesmal gibt es gr&#246;&#223;ere Schwierigkeiten. K&#246;nig Verence n&#228;mlich hat, im Bestreben sich der neuen Weltordnung zum Ende des Jahrhunderts des Flughundes anzupassen, auch ausl&#228;ndische G&#228;ste zur Hochzeit eingeladen, darunter auch die Familie des Grafen Elstyr aus dem nahen &#220;berwald. Vielleicht wusste er nicht, dass Vampire nur dann einen anderen Ort aufsuchen, wenn man sie ausdr&#252;cklich einl&#228;dt&#8230;</p>
<p>Und dem Grafen gef&#228;llt es in Lancre sehr gut. Den K&#246;nig bringt er leicht unter seinen Bann und beschlie&#223;t dann, seine Vorstellungen einer neuen Welt in Lancre umzusetzen. Denn der Graf hat seine Familie gegen alles, was einem traditionellen Vampir gef&#228;hrlich werden kann, immun gemacht. Nanny, Magrat und Agnes haben nun die kaum zu l&#246;sende Aufgabe, Lancre von der Vampir-Herrschaft zu befreien. Und nebenbei m&#252;ssen sie sich auch noch um die verschwundene Oma Wetterwachs k&#252;mmern.</p>
<h3>Hauptpersonen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Esme &#8222;Oma&#8220; Wetterwachs und Gytha &#8222;Nanny&#8220; Ogg &#8211; die beiden Hexen bekommen es mit ihrem gr&#246;&#223;ten Gegner zu tun</li>
<li>Agnes Nitt &#8211; in Magrats Nachfolgerin steckt mehr, als man denkt</li>
<li>Magrat Knoblauch &#8211; sie ist Mutter und K&#246;nigin, aber immer noch eine Hexe</li>
<li>Hilbert Gelobt-sind-jene-die-Om-verehren Himmelw&#228;rts &#8211; ein omnianischer Priester</li>
<li>Graf und Gr&#228;fin Elstyr, Vlad und Lacrimosa &#8211; eine gef&#228;hrliche Vampyrsippe</li>
<li>Igor &#8211; ein Diener der alten Schule</li>
</ul>
<h3>In weiteren Rollen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Esmerelda Margaret Auf Die Richtige Schreibweise Achten von Lancre</li>
<li>Tod</li>
<li>Rattentod</li>
<li>Binky, Tods Pferd</li>
<li>Shawn, Jason und weitere 77 Oggs</li>
<li>Nannys Kater Greebo</li>
<li>K&#246;nig Verence II. von Lancre</li>
<li>der Zwerg Casanunda</li>
<li>der Wir-sind-die-Gr&#246;&#223;ten-Stamm von Kobolden</li>
<li>der Prophet Brutha und sein Gott Om</li>
<li>der Falkner Festgreifaah</li>
</ul>
<h3>Schaupl&#228;tze</h3>
<p>Bl&#246;des Kaff, Lancre, &#220;berwald</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Erneut ein Roman aus dem kleinen K&#246;nigreich Lancre inmitten der Spitzhornberge. Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat sind dem Leser schon aus fr&#252;heren Hexen-B&#252;chern Pratchetts bekannt. Agnes Nitt mit ihrer inneren Stimme Perdita stie&#223; in <a href="http://johannes-ruthenberg.de/mummenschanz" >&#8222;Mummenschanz&#8220;</a> zu ihnen.</p>
<p>Das Buch spielt fast ausschlie&#223;lich in Lancre und dem benachbarten &#220;berwald. Zur Abwechslung also mal kein Reise-Roman. Der Originaltitel &#8222;Carpe Jugulum&#8220; ist eine Variante des bekannten Carpe Diem und bedeutet &#8222;Nutze das Blut&#8220;.</p>
<p>Wie der Zusammenfassung zu entnehmen ist, geht es diesmal um eine feindliche Invasion Lancres. Und der Gegner, die Vampirfamilie Elstyr, ist so stark, dass die vier Hexen kaum eine Chance gegen sie haben. Der Graf hat seine Familie von den alten Schw&#228;chen befreit, sie essen nun unger&#252;hrt Knoblauch und umgeben sich mit Weihwasser, religi&#246;sen Symbolen und sauberen Fenstern. Ein hartes St&#252;ck Arbeit also f&#252;r unsere Heldinnen, und so ist dieser Scheibenwelt-Roman auch ein wenig d&#252;sterer geraten als andere Pratchett-B&#252;cher. Trotzdem hat der Autor sehr gut die Waage gehalten, das ganze hat sich nur ein wenig verlagert.</p>
<p>Trotz allen Ernstes steckt nat&#252;rlich auch viel Humor in dem Buch, wenn auch diesmal eher schwer zitierbarer. Aber was an oberfl&#228;chlichen Slapstick-Einlagen nicht vorhanden ist, das kommt als Running Gags und auch als Spannung. Ja, das Buch ist definitiv spannend, und die Handlung l&#228;sst einen regelrecht mitfiebern, wie denn nun die Vampire aus Lancre vertrieben werden. Zudem steckt eine Menge an Charakterarbeit in dem Roman. Nanny Ogg und insbesondere Oma Wetterwachs bekommen mehr Tiefe und einige neue Seiten ihres Charakters. Auch Magrat Knoblauch hat sich ver&#228;ndert, ihre Rolle als junge Hexe &#252;bernimmt nun eher Agnes Nitt, die sehr erfrischend geschildert ist.</p>
<p>Und dann h&#228;tten wir da noch den Omnianer Hilbert Himmelw&#228;rts. Er tritt in den Vordergrund, da er ebenfalls gegen den Einfluss der Vampire immun ist. Mit ihm nimmt Pratchett auf seinen exzellenten Roman &#8222;Einfach g&#246;ttlich&#8220; Bezug, &#246;fters wird der Prophet Brutha erw&#228;hnt und nat&#252;rlich auch der gro&#223;e Gott Om. Nat&#252;rlich treffen wir auch jede Menge alte Bekannte aus fr&#252;heren Hexen- und anderen Romanen wieder. Neben den Hauptrollen der Hexen gibt es Auftritte von TOD, Binky, Nannys Kater Greebo und von Casanunda. Selbst der Rattentod aus <a href="http://johannes-ruthenberg.de/alles-sense" >&#8222;Alles Sense!&#8220;</a> und <a href="http://johannes-ruthenberg.de/rollende-steine" >&#8222;Rollende Steine&#8220;</a> hat einen Cameo-Auftritt.</p>
<p>Ob Pratchett mit der Invasions-Story auf etwas bestimmtes anspielt, irgendein historisches Ereignis vielleicht, ist mir bis jetzt nicht ganz klar. Auf jeden Fall verarbeitet er in diesem Buch so ziemlich alle Klischees und Sagen &#252;ber Vampire, die es gibt. Und &#252;ber die sozialen Experimente der Elstyrs und den Charakter von Oma Wetterwachs transportiert Pratchett auch wieder etwas Tiefgr&#252;ndigkeit. Die Message kommt teilweise etwas holzhammerm&#228;&#223;ig r&#252;ber, aber da sie nicht im Vordergrund steht, macht das eigentlich nichts aus.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Alles in allem also ein absolut gelungenes Buch. Weniger oberfl&#228;chlicher Witz, daf&#252;r Spannung und liebenswerte Charaktere. Das Ende ist ein wenig wirr (oder war ich nur zu m&#252;de?), aber mir hat &#8222;Carpe Jugulum&#8220; trotzdem sehr gefallen.</p>
<h3>Zitate</h3>
<p>Sie bezogen Aufstellung, blickten ins Tal, schwangen die Waffen und stie&#223;en einen Schlachtruf aus. Alles w&#228;re viel eindrucksvoller gewesen, wenn sie sich zuvor auf einen gemeinsamen geeinigt h&#228;tten.<br />
<em>[S. 6]</em></p>
<p>Es gibt Dutzende von M&#246;glichkeiten, Vampire zu erledigen, ganz abgesehen von einem Pflock durchs Herz, was auch bei normalen Leuten funktioniert &#8211; &#252;briggebliebene Pfl&#246;cke werden also nicht vergeudet.<br />
<em>[S. 8]</em></p>
<p>&#8222;So feucht hinter den Ohren kann man normalerweise nur nach mehreren Stunden im Regen sein.&#8220;<br />
<em>[S. 133, Nanny Ogg]</em></p>
<p>&#8222;Man kann keine w&#252;tende Menge <em>organisieren</em>&#8220;, gab Agnes zu bedenken. &#8222;Eine w&#252;tende Menge findet sich <em>spontan</em> ein.&#8220;<br />
Es leuchtete in Nanny Oggs Augen.<br />
&#8222;Hier leben neunundsiebzig Oggs&#8220;, sagte sie. &#8222;Das ist Spontaniet&#228;t genug.&#8220;<br />
<em>[S. 185, Text]</em></p>
<p>&#8222;Sie soll im Blut von bis zu zweihundert Jungfrauen gebadet haben&#8220;, sagte Vlad. &#8222;Ich glaube nicht daran. Wenn man mehr als achtzig Jungfrauen benutzt, l&#228;uft selbst eine sehr gro&#223;e Badewanne &#252;ber. Das wei&#223; ich von Lacrimosa.&#8220;<br />
<em>[S. 194, Vlad]</em></p>
<p>Es war sogar verdrie&#223;lich klingender Donner zu vernehmen; nicht die kontaktfreudige Art, die &#252;ber den ganzen Himmel kracht, sondern eine m&#252;rrische Variante, die am Horizont herumh&#228;ngt und dort mit anderen Gewittern schwatzt.<br />
<em>[S. 272]</em></p>
<p>&#8222;Du hast&#8230; Teile von Menschen auf Eis gelegt?&#8220; brachte Nanny entsetzt hervor. &#8222;Fremde Leute? Zerhackt? Ich gehe keinen Schritt weiter!&#8220;<br />
Daraufhin wirkte Igor entsetzt. &#8222;Keine fremden Leute&#8220;, sagte er. &#8222;Familienangeh&#246;rige.&#8220;<br />
<em>[S. 283]</em></p>
<p>Die alten Stammesoberh&#228;upter von Lancre wollten mit ihren Waffen begraben werden, damit sie im Jenseits gegen ihre Feinde k&#228;mpfen konnten. Und da es im alten Lancre notwendig gewesen war, ziemlich viele Feinde ins Jenseits zu schicken, um zu einem Stammesoberhaupt zu werden, w&#252;nschten sie sich Waffen, auf die man sich verlassen konnte.<br />
<em>[S. 290]</em></p>
<p>Igor hatte zwei Daumen an der linken Hand. Er vertrat den Standpunkt: Wenn sich etwas bew&#228;hrt, sollte man ruhig ein zweites Exemplar hinzuf&#252;gen.<br />
<em>[S. 322]</em></p>
<p>&#8222;Quiek?&#8220; fragte der Rattengeist in mitleiderweckendem Tonfall.<br />
QUIEK, erwiderte der Rattentod. Mehr gab es eigentlich nicht zu sagen.<br />
<em>[S. 350]</em></p>
<p>BEI FUSS! BEI FUSS, SAGE ICH! H&#214;RST DU ENDLICH DAMIT AUF&#8230; LASS LOS! LASS SOFORT LOS; ALSO GUT &#8230; &#196;H &#8230; FASS? FASS? NA BITTE &#8230;<br />
<em>[S. 372, Tod]</em></p>
<p><em>Die Rechte an obigen Zitaten liegen bei Terry Pratchett und den Verlagen. Dies soll keine Copyright-Verletzung darstellen, sondern lediglich zum Lesen des Buches anregen. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Goldmann-Ausgabe.</em></p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.co.uk.lspace.org/books/apf/carpe-jugulum.html" class="liexternal">Dieses Buch im <em>Annotated Pratchett File</em></a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett" >&#220;bersicht aller Scheibenwelt-B&#252;cher</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fliegende Fetzen</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/fliegende-fetzen</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/fliegende-fetzen#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 09:21:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_fliegende_fetzen.thumbnail.jpg" width="80" height="128" alt="Cover 'Fliegende Fetzen'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Fliegende Fetzen" von Terry Pratchett, 21. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: "Jingo", Ersterscheinung: 1997 (UK)

Aus den Weiten des Ozeans steigt eine vor langer Zeit versunkene Insel wieder auf. Und da Leshp ziemlich genau in der Mitte zwischen Ankh-Morpork und Klatsch liegt, entbrennt schon bald ein Streit darum, wer die Insel in Besitz nehmen darf. Fremdenfeindliche Tendenzen machen sich in Ankh-Morpork breit, die Stimmung richtet sich eindeutig gegen die "Handtuchk&#246;pfe" aus Klatsch. W&#228;hrend dieser schwierigen Phase kommt Prinz Khufura von den Klatschianern zu Verhandlungen in die Stadt. Doch auf ihn wird ein Attentat ver&#252;bt, ein Bogensch&#252;tze verletzt ihn schwer. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_fliegende_fetzen.jpg" width="200" height="319" alt="Cover 'Fliegende Fetzen'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Fliegende Fetzen&#8220; von Terry Pratchett, 21. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: &#8222;Jingo&#8220;, Ersterscheinung: 1997 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgaben: &#8222;Fliegende Fetzen&#8220;, 1999, Wilhelm Goldmann Verlag M&#252;nchen, 416 Seiten; &#8222;Fliegende Fetzen&#8220;, 2004, Blanvalet Verlag</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Aus den Weiten des Ozeans steigt eine vor langer Zeit versunkene Insel wieder auf. Und da Leshp ziemlich genau in der Mitte zwischen Ankh-Morpork und Klatsch liegt, entbrennt schon bald ein Streit darum, wer die Insel in Besitz nehmen darf. Fremdenfeindliche Tendenzen machen sich in Ankh-Morpork breit, die Stimmung richtet sich eindeutig gegen die &#8222;Handtuchk&#246;pfe&#8220; aus Klatsch.</p>
<p>W&#228;hrend dieser schwierigen Phase kommt Prinz Khufura von den Klatschianern zu Verhandlungen in die Stadt. Doch auf ihn wird ein Attentat ver&#252;bt, ein Bogensch&#252;tze verletzt ihn schwer. W&#228;hrend Vetinari die Herrschaft &#252;ber die Stadt an einen Kriegsrat unter der Kontrolle von Lord Rust abtreten muss und die ersten Regimenter gebildet werden, kommt Kommandeur Mumm von der Stadtwache Ankh-Morporks einem ungeheuerlichen Verbrechen auf die Spur. Wer hat das Attentat auf den Prinzen in Auftrag gegeben? Wer will es so aussehen lassen, als h&#228;tten Klatschianer den Attent&#228;ter bezahlt und dann ermordet? Und kann es sein, dass jemand sich hinsetzt und beschlie&#223;t, absichtlich einen Krieg anzuzetteln?</p>
<p>F&#252;r Kommandeur Mumm sind das neue Dimensionen des Verbrechens, er wird zusehends in die Politik hineingezogen. Doch schlie&#223;lich bricht er mit der gesamten Stadtwache nach Klatsch auf, um das Verbrechen aufzukl&#228;ren und den Krieg zu verhindern.</p>
<h3>Hauptpersonen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Kommandeur Mumm &#8211; er muss ein Verbrechen aufkl&#228;ren, dass die &#252;blichen Dimensionen weit &#252;bersteigt</li>
<li>Hauptmann Karotte und Angua &#8211; wie immer die f&#228;higsten Leute der Stadtwache</li>
<li>Feldwebel Colon und Korporal Nobby &#8211; erf&#252;llen einen geheimen Auftrag</li>
<li>Lord Vetinari &#8211; der Patrizier greift pers&#246;nlich ein</li>
<li>Lord Rust &#8211; m&#246;chte Ankh-Morpork in den Krieg gegen die Handtuchk&#246;pfe f&#252;hren</li>
<li>71-Stunden-Ahmed &#8211; ein mysteri&#246;ser Klatschianer</li>
</ul>
<h3>In weiteren Rollen</h3>
<ul class="spaced">
<li>der Tod</li>
<li>Leonard von Quirm</li>
<li>der Bibliothekar der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>Detritus, Dorfl, Besuch-die-Ungl&#228;ubigen-mit-erl&#228;uternden-Schriften, Abfluss, Reg Schuh, Grinsi Kleinpo und andere W&#228;chter</li>
<li>Lady Sybil K&#228;sedick</li>
<li>Willikins</li>
<li>der Disorganizer</li>
<li>Prinz Khufura und Prinz Cadram von Klatsch</li>
<li>Jabbar, nicht-der-Anf&#252;hrer-der-D&#8216;regs</li>
<li>Kapit&#228;n Jenkins</li>
</ul>
<h3>Schaupl&#228;tze</h3>
<p>Ankh-Morpork, Leshp, W&#252;ste von Klatsch, Al-Khali, Ozean</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Mal wieder ein Roman der gutbekannten Stadtwache Ankh-Morporks. Mittlerweile sind einem Mumm, Karotte und der Rest der Wache ja schon ans Herz gewachsen, und so f&#252;hlt man sich auch in diesem Roman gleich wie unter alten Bekannten. Pratchett spinnt nebenbei die Story um den nicht j&#252;nger werdenden Mumm und die stetig wachsende Wache weiter. Gerade auf Mumm wird viel Augenmerk gelegt. Aber auch Nobby darf neue Seiten an sich entdecken.</p>
<p>Die Story ist fl&#252;ssig und mit dem &#252;blichen Humor erz&#228;hlt. Anfangs erinnert mich das Ganze an das Kennedy-Attentat, diese Hommage ist unverkennbar. Sp&#228;ter befasst sich das Buch vor allem mit Politik und der Rechtm&#228;&#223;igkeit des Krieges. Mumms Idee, beide Regimenter einfach zu verhaften, aus Gr&#252;nden wie &#8222;Komplott mit der Absicht, Krawalle zu schaffen. [&#8230;] Bedrohliches Gebaren. Vors&#228;tzliches Herumlungern. Unerlaubtes Zelten in der W&#252;ste. Reisen mit dem Ziel ein Verbrechen zu ver&#252;ben.&#8220; hat schon etwas Bestechendes. Terry Pratchett versucht hier auch durchaus, uns eine ernste Botschaft vor Augen zu f&#252;hren. In seinem k&#246;stlichen, humoristischen Stil zieht er den Krieg und den Fremdenhass zwischen &#8222;Handtuchk&#246;pfen&#8220; und &#8222;W&#252;rstchenfressern&#8220; ins L&#228;cherliche und zeigt dadurch die Absurdit&#228;t des Ganzen. Immer beh&#228;lt aber die humoristische Seite die Oberhand, das Buch ergeht sich nicht zu sehr in Tiefgr&#252;ndigkeit, was auch ganz gut so ist.</p>
<p>Ein guter Teil des Romans dreht sich um die Klatschianer, die das Scheibenwelt-&#196;quivalent der Araber bzw. Moslems sind. Ihre Kultur wird hier etwas n&#228;her beleuchtet, au&#223;erdem treffen wir die D&#8216;regs wieder. Die meisten alten Bekannten aus Ankh-Morpork haben mehr oder weniger gro&#223;e Auftritte, nat&#252;rlich auch der GROSSGEDRUCKT SPRECHENDE. Auch Leonard von Quirm, der Da Vinci der Scheibenwelt, hat wieder Gelegenheit, verr&#252;ckte Erfindungen zu machen.</p>
<p>Mehr als sonst ist diesmal Lord Vetinari involviert, der nat&#252;rlich nicht einfach zusehen kann, wenn seine Stadt ins Verderben rennt. Seine L&#246;sung des Ganzen folgt dabei dem Motto &#8222;Veni, vici &#8230; Vetinari&#8220;.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Insgesamt ein unterhaltsamer, aber auch angemessen tiefgr&#252;ndiger Roman um die Stadtwache. M&#246;glich, dass die Stadtwache irgendwann einmal abgenutzt ist. Hier jedenfalls pr&#228;sentiert sie sich wieder einmal auf interessante und erfrischende Weise.</p>
<h3>Zitate</h3>
<p>Mumms Grinsen war ebenso humorvoll wie jenes, das sich einem Ertrinkenden ziemlich schnell n&#228;hert und oben mit einer Flosse ausgestattet ist.<br />
<em>[S. 14]</em></p>
<p>Es war bemerkenswert, was auf Ankh-Morpork herabfallen konnte. Niemand verlor ein Wort dar&#252;ber, wenn es kleine Fische und Fr&#246;sche regnete, aber Bettgestelle erregten doch Aufmerksamkeit.<br />
<em>[S. 50]</em></p>
<p>Auf Leshp regnete es so heftig, dass es f&#252;r die Insel kaum einen Unterschied machte, dass sie aus dem Meer aufgestiegen war.<br />
<em>[S. 60]</em></p>
<p>In Ankh-Morpork gab es keine Feuerwehr mehr. Manchmal dachten die B&#252;rger der Stadt sehr direkt, und es dauerte nicht lange, bis sie einsahen: Es konnte falsch sein, eine Gruppe von M&#228;nnern f&#252;r die Anzahl der Br&#228;nde zu bezahlen, die sie l&#246;schten.<br />
<em>[S. 136]</em></p>
<p>Karottes Meinung nach dr&#252;ckte solch ein Verhalten die instinktive Erkenntnis der Leute aus, dass Zivilisation auf dem gegenseitigen Respekt von Besitz basiert. Angua hingegen hielt diese Personen f&#252;r kleingeistige Mistkerle, die f&#228;hig waren, einem die Uhrzeit zu verkaufen.<br />
<em>[S. 143]</em></p>
<p>&#8222;Wei&#223; jemand wie sp&#228;t es ist?&#8220;<br />
&#8222;Bimmel-bimmel-bamm!&#8220; ert&#246;nte eine fr&#246;hliche Stimme aus seiner Tasche.<br />
&#8222;Verdammt!&#8220; fluchte Mumm, aber es war bereits zu sp&#228;t.<br />
&#8222;Es ist &#8230; etwa so um neun&#8220;, erkl&#228;rte eine quiekende, freundliche Stimme, deren Tonfall darum bat, erdrosselt zu werden.<br />
&#8222;Etwa so um neun?&#8220;<br />
&#8222;Ja. Haargenau etwa so um neun.&#8220;<br />
Mumm rollte mit den Augen. &#8222;<em>Haargenau</em> etwa so um neun?&#8220; fragte er. Er zog ein kleines Objekt aus der Tasche und hob den Deckel. Der D&#228;mon darin bedachte ihn mit einem zornigen Blick.<br />
&#8222;Gestern&#8220;, verk&#252;ndete er, &#8222;hast du folgendes gesagt, und ich zitiere: &#8218;Wenn du nicht mit dem Acht-Uhr-sechsundf&#252;nfzig-und-sechs-Sekunden-Pr&#228;zisions-Unsinn aufh&#246;rst, wirst du bald die Unterseite eines Hammers betrachten.&#8216; Woraufhin ich erwiderte: &#8218;Dadurch wird die Garantie hinf&#228;llig. Hier Namen einf&#252;gen.&#8216; Woraufhin du gesagt hast: &#8218;Nimm die Garantie und steck sie dir&#8230;&#8216;&#8220;<br />
<em>[S. 148, Mumm und sein Disorganizer]</em></p>
<p>&#8222;Viele Soldaten haben in vielen verschiedenen Regimentern gedient&#8220;, sagte Nobby.<br />
&#8222;Ja, das stimmt&#8220;, r&#228;umte Colon ein. &#8222;Aber nicht w&#228;hrend der gleichen Schlacht.&#8220;<br />
<em>[S. 177]</em></p>
<p>Eine der allgemeinen Regeln des Gl&#252;cks lautet: H&#252;te dich vor angeblich n&#252;tzlichen Gegenst&#228;nden, die weniger wiegen als ihr Handbuch.<br />
<em>[S. 178]</em></p>
<p>&#8222;Um eine Niederlage zu vermeiden, wenn man es mit einem zahlenm&#228;&#223;ig &#252;berlegenen Feind zu tun hat, der &#252;ber bessere Waffen und Stellungen verf&#252;gt, schl&#228;gt General Taktikus folgendes vor.&#8220; Mumm bl&#228;tterte. <em>&#8222;Man lasse sich nicht auf einen Kampf ein.&#8220;</em><br />
<em>[S. 256, Mumm]</em></p>
<p>Gib einem Mann Feuer, und er hat es einen Tag lang warm. Steck ihn in Brand, und er hat es warm f&#252;r den Rest seines Lebens.<br />
<em>[S. 265, Fester Fanggut]</em></p>
<p>Es mag durchaus einen Sinn haben, alle Br&#252;cken hinter sich abzubrechen, aber dabei sollte man besser nicht auf ihnen stehen.<br />
<em>[S. 373]</em></p>
<p><em>Die Rechte an obigen Zitaten liegen bei Terry Pratchett und den Verlagen. Dies soll keine Copyright-Verletzung darstellen, sondern lediglich zum Lesen des Buches anregen. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Goldmann-Ausgabe.</em></p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.co.uk.lspace.org/books/apf/jingo.html" class="liexternal">Dieses Buch im <em>Annotated Pratchett File</em></a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett" >&#220;bersicht aller Scheibenwelt-B&#252;cher</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schweinsgalopp</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/schweinsgalopp</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 09:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_schweinsgalopp.thumbnail.jpg" width="85" height="128" alt="Cover 'Schweinsgalopp'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Schweinsgalopp" von Terry Pratchett, 20. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: "Hogfather", Ersterscheinung: 1996 (UK)

Alles nimmt seinen Anfang, als die Assassinen-Gilde ihren vielleicht schwersten Auftrag annimmt: Die Ermordung des Schneevaters. Daf&#252;r setzt der Gilden-Pr&#228;sident einen Assassinen ein, der selbst ihm suspekt ist: Herrn Kaffeetrinken. Derweil ist Susanne Sto-Helit, die Enkelin von Tod, eifrig bem&#252;ht, sich ein normales Leben aufzubauen und arbeitet als Gouvernante in Ankh-Morpork. Doch kurz vor Hogswatch trifft sie erst auf den Rattentod und den sprechenden Raben und dann auf ihren Gro&#223;vater -- als Schneevater verkleidet kommt er durch den Kamin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_schweinsgalopp.jpg" width="200" height="298" alt="Cover 'Schweinsgalopp'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Schweinsgalopp&#8220; von Terry Pratchett, 20. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: &#8222;Hogfather&#8220;, Ersterscheinung: 1996 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;Schweinsgalopp&#8220;, 1998, Wilhelm Goldmann Verlag M&#252;nchen, 382 Seiten</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Alles nimmt seinen Anfang, als die Assassinen-Gilde ihren vielleicht schwersten Auftrag annimmt: Die Ermordung des Schneevaters. Daf&#252;r setzt der Gilden-Pr&#228;sident einen Assassinen ein, der selbst ihm suspekt ist: Herrn Kaffeetrinken.</p>
<p>Derweil ist Susanne Sto-Helit, die Enkelin von Tod, eifrig bem&#252;ht, sich ein normales Leben aufzubauen und arbeitet als Gouvernante in Ankh-Morpork. Doch kurz vor Hogswatch trifft sie erst auf den Rattentod und den sprechenden Raben und dann auf ihren Gro&#223;vater &#8211; als Schneevater verkleidet kommt er durch den Kamin. Irgend etwas ist passiert, und Tod hielt es f&#252;r n&#246;tig, diese Rolle zu &#252;bernehmen, mit Albert als Kobold an seiner Seite. W&#228;hrend Tod weiter an seinem &#8218;HO. HO. HO.&#8216; feilt, bleibt es Susanne &#252;berlassen, der Sache auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Unterst&#252;tzt wird sie dabei von Gallig, dem o Gott des Katzenjammers, der sich pl&#246;tzlich vor ihren F&#252;&#223;en manifestiert. Er macht dabei nur den Anfang, denn bald schon laufen den Zauberern der Unsichtbaren Universit&#228;t die merkw&#252;rdigsten Gesch&#246;pfe &#252;ber den Weg. Und dabei geht es um weit mehr als nur die Existenz des Schneevaters&#8230;</p>
<h3>Hauptpersonen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Tod &#8211; der Tod &#252;bernimmt den Job des Schneevaters</li>
<li>Susanne &#8211; auf Tods Enkelin wartet ein neuer Einsatz</li>
<li>Herr Kaffeetrinken &#8211; der Assassine nimmt den schwersten Auftrag der Gilden-Geschichte an</li>
<li>Albert &#8211; Tods Diener bet&#228;tigt sich als Sherry-trinkender Kobold</li>
<li>die Revisoren &#8211; sie haben etwas gegen die Menschheit</li>
</ul>
<h3>In weiteren Rollen</h3>
<ul class="spaced">
<li>der Rattentod und der sprechende Rabe</li>
<li>Gallig, der o Gott des Katzenjammers</li>
<li>Mustrum Ridcully, Erzkanzler der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>der Dekan, der Oberste Hirte, der Qu&#228;stor, der Dozent f&#252;r neue Runen und der Professor f&#252;r unbestimmte Studien von der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>der Bibliothekar der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>Ponder Stibbons und HEX</li>
<li>Binky</li>
<li>Korporal Nobbs und Obergefreiter Besuch von der Stadtwache</li>
<li>Violett, die Zahnfee</li>
<li>Mittlerer Dave, Banjo, Pfirsich, Katzenauge und Herr Braun</li>
<li>Lord Witwenmacher von der Assassinengilde</li>
<li>Twyla und Gawain</li>
<li>der Stinkende Alte Ron</li>
<li>Gaspode</li>
</ul>
<h3>Schaupl&#228;tze</h3>
<p>Ankh-Morpork, Tods Haus und Garten, einige andere Orte der Scheibenwelt und jenseits davon</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>&#8222;Schweinsgalopp&#8220; ist wirklich ein Geniestreich! Terry Pratchett nimmt sich des Themas Weihnachten an und strickt unter Einsatz einer Vielzahl bekannter Charaktere eine wirklich rundum gelungene Story.</p>
<p>Vorab ein kurzes Wort zur &#220;bersetzung: Hier bin ich eindeutig unzufrieden. Pratchett hat sich die M&#252;he gemacht, ein eigenes Fest f&#252;r die Scheibenwelt zu erfinden. So wie der Seelenkuchen-Dienstag unser Ostern repr&#228;sentiert, steht &#8218;Hogswatch&#8216; f&#252;r eine Mischung aus Weihnachten und Silvester. Es ist der Jahreswechsel, zu dem der &#8218;Hogfather&#8216; mit einem von vier Schweinen gezogenen Schlitten von Haus zu Haus f&#228;hrt, durch den Kamin steigt und den Kindern Geschenke in aufgeh&#228;ngte Socken stopft. Die &#220;bersetzung von &#8218;Hogfather&#8216; mit &#8218;Schneevater&#8216; ist noch relativ gelungen, aber bei &#8218;Hogswatch&#8216; hat den &#220;bersetzer dann wohl die Kreativit&#228;t verlassen, so dass im Deutschen einfach &#8218;Silvester&#8216; daraus wird. Schade, finde ich.</p>
<p>Wie schon erw&#228;hnt, lebt das Buch u.a. von all den bekannten Charakteren. Wir sehen Tod und Albert in einer wirklich ungewohnten Rolle, w&#228;hrend Susanne und der Rattentod mal wieder hinter ihnen aufr&#228;umen d&#252;rfen. Dies ist der zweite Auftritt von Susanne nach <a href="http://johannes-ruthenberg.de/rollende-steine" >&#8222;Rollende Steine&#8220;</a>. Au&#223;erdem kommt nat&#252;rlich auch der ganze Zauberer-Haufen der Unsichtbaren Universit&#228;t in diesem Buch vor. Angef&#252;hrt von Mustrum Ridcully bereiten sich die Zauberer auf Hogswatch und das damit verbundene Festmahl vor, als die Manifestationen anfangen. Die Zauberer tragen zu einem gro&#223;en Teil zum Humor dieses Buches bei. So trottelig wie hier hat sich der Haufen schon lange nicht mehr angestellt, es ist einfach zum Wegschmei&#223;en. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Und mittendrin nat&#252;rlich Ponder Stibbons mit seiner in <a href="http://johannes-ruthenberg.de/echt-zauberhaft" >&#8222;Echt zauberhaft&#8220;</a> erfundenen Rechenmaschine HEX.</p>
<p>Als Gegenspieler des Buches wei&#223; Herr Kaffeetrinken ebenfalls zu &#252;berzeugen. Der Assassine wird von Pratchett sehr interessant und glaubw&#252;rdig geschildert und man kommt wirklich erst ganz zum Schluss darauf, welchen Plan er verfolgt, um sein Ziel zu erreichen. Das ganze Buch dreht sich letztlich nicht nur um eine Parabel auf Weihnachten, es geht auch um Kinderwelten allgemein und deren Unterschiede zur Welt der Erwachsenen. Die Bedeutung des Glaubens und die kindliche Perspektive geh&#246;ren denn auch zu den grundlegenden Themen des Buches.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Oft genug schreibe ich ja &#8218;Kommt nicht in die Top Ten der Scheibenwelt&#8216;, um ein Buch von den wirklichen Perlen der Scheibenwelt-Reihe abzusetzen. Aber dieses hier kommt definitiv in die Top Ten! Eine phantasievolle und irrwitzige Geschichte mit einer &#252;berraschenden Aufl&#246;sung, liebenswert-verschrobene Charaktere und jede Menge Gags! Unbedingt lesen!</p>
<h3>Zitate</h3>
<p>Pfirsich geh&#246;rte nicht zu den Leuten, denen man Fragen stellte. Es sei denn, sie klangen so: &#8222;Wenn, wenn, wenn, wenn ich dir mein ganzes Geld gebe, verzichtest du dann darauf, mir auch das andere Bein zu brechen, bitte?&#8220;<br />
<em>[S. 35]</em></p>
<p>[Der Rattentod] nahm eine sehr wichtige Aufgabe wahr, die ihn normalerweise in Heuschober, dunkle Keller, das Innere von Katzen und jene finsteren L&#246;cher brachte, wo Ratten und M&#228;use herausfanden, ob es tats&#228;chlich ein K&#228;separadies gab.<br />
<em>[S. 57]</em></p>
<p>Der in der Unsichtbaren Universit&#228;t t&#228;tige Professor f&#252;r Anthropik hatte das &#8218;besondere und unausweichliche anthropische Prinzip&#8216; entdeckt, nach dem das Universum nur zu dem Zweck existierte, schlie&#223;lich einen an der Unsichtbaren Universit&#228;t t&#228;tigen Professor f&#252;r Anthropik hervorzubringen. Doch das war nur die offizielle Formulierung jener Theorie, an die eigentlich jeder glaubt. Die individuellen Unterschiede betreffen Details, wie zum Beispiel die Stelle &#8218;Hier den eigenen Namen eintragen&#8216;.<br />
<em>[S. 122]</em></p>
<p>DU BIST ACHT UND GEHST AUF&#8230; AUF DIE F&#220;NFUNDVIERZIG ZU, sagte der Schneevater<br />
<em>[S. 128]</em></p>
<p>DU M&#214;CHTEST WALLNUSS&#8216; &#8218;HARMLOSE REPTILIEN DER STO-EBENE&#8216;, EINEN SCHAUKASTEN, EIN SAMMELALBUM, EIN KONSERVIERUNGSGLAS UND EINE EIDECHSENPRESSE. WAS IST EINE EIDECHSENPRESSE?<br />
&#8222;Man kann die Biester nicht ins Album kleben, solange sie noch dick sind.&#8220;<br />
<em>[S. 128/129, der 'Schneevater' und ein Kind]</em></p>
<p>[Tods gewaltige Bibliothek] war so gro&#223;, dass sich unter ihrer Decke Wolken geformt h&#228;tten, wenn der Wasserdampf mutig genug gewesen w&#228;re.<br />
<em>[S. 129]</em></p>
<p>&#8222;<em>Ich</em> bekomme immer Badesalz&#8220;, klagte Nobby. &#8222;Und Seife und Schaumbad und Badekr&#228;uter und noch viele andere Badesachen. Der Grund daf&#252;r ist mir ein R&#228;tsel, denn ich bade nur sehr selten, und das wissen die Leute doch.&#8220;<br />
<em>[S. 152/153, Nobby &#252;ber Hogswatch]</em></p>
<p>&#8222;Weidenborke&#8220;, lie&#223; sich der Qu&#228;stor vernehmen.<br />
&#8222;Gute Idee&#8220;, lobte der Dozent f&#252;r neue Runen. &#8222;Ein Analgetikum.&#8220;<br />
&#8222;Im Ernst?&#8220; fragte Ridcully. &#8222;Aber es ist vermutlich besser, wenn er das Zeug mit dem Mund einnimmt.&#8220;,<br />
<em>[S. 158]</em></p>
<p>Es war ein gro&#223;er Drink. Gro&#223; und sehr lang. Einer jener besonderen Cocktails, dessen klebrige Ingredienzen ganz langsam ins Glas gesch&#252;ttet werden, damit sie dort einzelne Schichten bilden. Solche Getr&#228;nke nannte man Ampel oder Rache des Regenbogens. An Orten, wo man gr&#246;&#223;eren Wert auf die Wahrheit legte, trugen sie auch Namen wie Hallo und lebt wohl, liebe Gehirnzellen.<br />
<em>[S. 170; eins meiner Lieblingszitate, ich w&#228;re damals vor Lachen fast erstickt! *g*]</em></p>
<p>Die Stimme verriet: Hier stand jemand, der sich w&#228;hrend des Weltuntergangs fragen w&#252;rde, ob man ihm die Schuld daf&#252;r gab.<br />
<em>[S. 219]</em></p>
<p>&#8222;Es ist von gro&#223;er Bedeutung, dass ich mit ihm spreche. Immerhin hat er eine Ich-war-dem-Tod-nahe-Erfahrung hinter sich.&#8220;<br />
&#8222;Das gilt f&#252;r uns alle. Man nennt es &#8218;Leben&#8216;&#8220;, erwiderte der Erzkanzler.<br />
<em>[S. 348, Ponder Stibbons &#038; Ridcully]</em></p>
<p><em>Die Rechte an obigen Zitaten liegen bei Terry Pratchett und den Verlagen. Dies soll keine Copyright-Verletzung darstellen, sondern lediglich zum Lesen des Buches anregen. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Goldmann-Ausgabe.</em></p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.co.uk.lspace.org/books/apf/hogfather.html" class="liexternal">Dieses Buch im <em>Annotated Pratchett File</em></a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett" >&#220;bersicht aller Scheibenwelt-B&#252;cher</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mummenschanz</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 16:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Terry Pratchett]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_mummenschanz.thumbnail.jpg" width="86" height="128" alt="Cover 'Mummenschanz'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Mummenschanz" von Terry Pratchett, 18. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: "Maskerade", Ersterscheinung: 1995 (UK)

Tr&#252;be Stimmung herrscht bei den Hexen von Lancre, denn Magrat Knoblauch ist mittlerweile mit K&#246;nig Verence verheiratet, weshalb der Hexenzirkel auf Oma Wetterwachs und Nanny Ogg geschrumpft ist. Auf der Suche nach einer Nachfolgerin verfallen sie auf die junge Agnes Nitt, doch die ist mittlerweile nach Ankh-Morpork gegangen. Nanny Ogg hat w&#228;hrenddessen ein h&#246;chst erstaunliches Kochbuch verfasst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/cover_mummenschanz.jpg" width="200" height="295" alt="Cover 'Mummenschanz'" title="Cover der Goldmann-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Mummenschanz&#8220; von Terry Pratchett, 18. Scheibenwelt-Roman, Originaltitel: &#8222;Maskerade&#8220;, Ersterscheinung: 1995 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgaben: &#8222;Mummenschanz&#8220;, 1997, Wilhelm Goldmann Verlag M&#252;nchen, 315 Seiten; &#8222;Mummenschanz&#8220;, 2002, Blanvalet Verlag</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Tr&#252;be Stimmung herrscht bei den Hexen von Lancre, denn Magrat Knoblauch ist mittlerweile mit K&#246;nig Verence verheiratet, weshalb der Hexenzirkel auf Oma Wetterwachs und Nanny Ogg geschrumpft ist. Auf der Suche nach einer Nachfolgerin verfallen sie auf die junge Agnes Nitt, doch die ist mittlerweile nach Ankh-Morpork gegangen. Nanny Ogg hat w&#228;hrenddessen ein h&#246;chst erstaunliches Kochbuch verfasst. Als Oma Wetterwachs ihr ausrechnet, um wie viel Autorenhonorar sie betrogen wurde, sehen die beiden Hexen darin den willkommenen Anlass, nach Ankh-Morpork zu reisen und neben dem Besuch bei Nannys Verleger Agnes von ihrer Zukunft als Hexe zu &#252;berzeugen.</p>
<p>Agnes ist w&#228;hrenddessen an der Oper von Ankh-Morpork gelandet. Sie hat einen erstaunlichen Stimmumfang, doch leider auch einen nicht minder gro&#223;en K&#246;rperumfang, weswegen sie hinter die gertenschlanke, wenn auch grottenschlechte S&#228;ngerin Christine zur&#252;cktreten muss. Doch schon bald bekommt Agnes Wind von einer Mordreihe, die allem Anschein nach von dem &#8218;Geist der Oper&#8216; ausgef&#252;hrt wurde. Ausgerechnet in die Suche nach dem Geist und die Angst vor neuen Morden platzen Nanny Ogg und Oma Wetterwachs hinein, und zusammen versuchen die drei, das R&#228;tsel zu l&#246;sen&#8230;</p>
<h3>Hauptpersonen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Esme &#8222;Oma&#8220; Wetterwachs &#8211; &#8218;die Hexe von Lancre&#8216; ist auf Nachwuchs-Suche</li>
<li>Gytha &#8222;Nanny&#8220; Ogg &#8211; die andere &#8218;Hexe von Lancre&#8216; hat ein Buch geschrieben</li>
<li>Agnes Nitt alias Perdita X. Nitt &#8211; Agnes will ein Opernstar werden</li>
<li>Herr Emil Eimer &#8211; kommt aus dem K&#228;segesch&#228;ft und hat die Oper gekauft</li>
<li>der Geist &#8211; verbreitet an der Oper von Ankh-Morpork Schrecken</li>
</ul>
<h3>In weiteren Rollen</h3>
<ul class="spaced">
<li>Tod</li>
<li>Rattentod</li>
<li>Greebo, der Kater von Nanny Ogg</li>
<li>Herr Unterschaft und Herr Salzella von der Oper</li>
<li>Frau Plinge und ihr Sohn Walter</li>
<li>Christine, hoffnungsvolle S&#228;ngerin</li>
<li>der Bibliothekar der Unsichtbaren Universit&#228;t</li>
<li>Korporal Nobby Nobbs und Detritus von der Stadtwache</li>
</ul>
<h3>Schaupl&#228;tze</h3>
<p>Lancre, Ankh-Morpork</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Ein weiterer Hexen-Roman. Diesmal nimmt Terry Pratchett die Oper aufs Korn. All die vielen Anspielungen und Anekdoten rund um die Oper, die im Laufe der Geschichte erz&#228;hlt werden, drehen sich letztlich um das Motto &#8222;the show must go on&#8220;. Und so geht die Show denn auch weiter, obwohl ein mordender Geist an der Oper sein Unwesen treibt. Mittendrin sind unsere beiden Hexen aus Lancre, bem&#252;ht die Identit&#228;t des Geistes zu entr&#228;tseln.</p>
<p>Oma Wetterwachs und Nanny Ogg sind dem Leser schon gut vertraut aus fr&#252;heren Hexen-Romanen. Neu im Bunde ist Agnes Nitt, mit ihrer alternativen Identit&#228;t Perdita X Dream (ein Scherz, der in der &#220;bersetzung verloren geht). Sie wurde von den beiden Hexen als Nachfolgerin Magrats auserkoren, doch sie weigert sich standhaft, eine Hexe zu werden. Durch ihre Augen stellt uns Terry Pratchett auch gr&#246;&#223;tenteils die absurde aber auch liebenswerte Welt der Oper vor. Dabei gibt es nat&#252;rlich zahlreiche Anspielungen auf Opern und Musicals, aber man kann das Buch durchaus genie&#223;en, wenn man sich in der Opernwelt nicht weiter auskennt. Im Gegenteil, meinereiner teilt durchaus die etwas skeptisch-ungl&#228;ubige Perspektive Pratchetts auf die gr&#246;&#223;tenteils fremde Welt der Oper.</p>
<p>Es gibt nat&#252;rlich wieder zahlreiche Auftritte alter Bekannter. TOD hat einige wirklich k&#246;stliche Szenen, au&#223;erdem sehen wir den Rattentod wieder, genau wie Nannys Kater Greebo und Nobby und Detritus von der Stadtwache. Auch der Bibliothekar hat seinen obligatorischen Auftritt. Zum Ensemble des Buches st&#246;&#223;t ansonsten haupts&#228;chlich die Belegschaft der Oper hinzu. Dabei gibt es nat&#252;rlich eine junge, h&#252;bsche aber unbegabte S&#228;ngerin, einen dicken Tenor, einen ignoranten Opernbesitzer und einen Quasimodo-&#228;hnlichen Angestellten. Nicht zu vergessen nat&#252;rlich der Geist, der seit Jahren in Loge acht haust, sich aber k&#252;rzlich aufs Morden verlegt hat. All diese Personen spiegeln auf sehr humorvolle Art die &#252;blichen Klischees der Opernwelt wieder. Den Humor bezieht das Buch allerdings mehr aus Running Gags und der allgemeinen Handlung, denn aus vordergr&#252;ndigen Wortspielen.</p>
<p>Der Roman f&#228;ngt ruhig an, gewinnt aber nach einer gewissen Zeit an Schwung. Am Anfang steht viel Charakterarbeit, das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren der beiden Hexen und die Einf&#252;hrung von Agnes. Oma Wetterwachs und Nanny Ogg sind wohl zu Recht Pratchetts Lieblingscharaktere, er schildert das Zusammenspiel der beiden virtuos. Agnes ist auf ihre eigene Art auch ein interessanter Charakter und eine gute Erg&#228;nzung der beiden Hexen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Einer der besseren Scheibenwelt-Romane. Nicht der verr&#252;ckteste, aber trotzdem voller Charme und im Rahmen der Hexen-B&#252;cher mit der Einf&#252;hrung von Agnes durchaus wichtig.</p>
<h3>Zitate</h3>
<p>Ihre Stimme versah sogar eine Frage mit einem Ausrufezeichen. Ein aufgeregtes Quieken schien daran festgeschraubt zu sein.<br />
<em>[S. 27]</em></p>
<p>Nanny Ogg dachte an Agnes Nitt. Man ben&#246;tigte ziemlich gro&#223;e Gedanken, damit Agnes ganz hineinpasste.<br />
<em>[S. 29]</em></p>
<p>Der Frage des Eigentums begegnete er mit der f&#252;r alle Katzen charakteristischen Einstellung. Er vertrat die Ansicht, dass nichts Essbares berechtigt war, jemand anderem zu geh&#246;ren.<br />
<em>[S. 73]</em></p>
<p>&#8222;Die&#8230; &#228;h&#8230; Abschiedsarie, wie wir sie nennen, ist ein kleines Meisterwerk&#8220;, sagte er. &#8222;Sie stellt keinen absoluten H&#246;hepunkt in der Opernwelt dar, aber ich halte sie trotzdem f&#252;r denkw&#252;rdig.&#8220; Seine Augen tr&#252;bten sich ein wenig. &#8222;Questa maledetta singt Jod, als sie Peccadillo mitteilt, wie schwer es ihr f&#228;llt, ihn zu verlassen&#8230; Questa maledetta porta si bloccccca, si blocca comunque diavolo io facccccio&#8230;&#8220;</p>
<p><em>[Ein Charakter &#252;bersetzt Agnes kurz darauf, was die Worte der Abschiedsarie bedeuten...]</em></p>
<p>Diese verdammte T&#252;r klemmt.<br />
Diese verdammte T&#252;r klemmt.<br />
Ganz gleich, was zum Teufel ich auch mache.<br />
Es steht Ziehen drauf, und ich ziehe tats&#228;chlich.<br />
Vielleicht sollte sie besser mit &#8218;Dr&#252;cken&#8216; beschriftet sein?<br />
<em>[S. 111/113]</em></p>
<p>Agnes l&#228;chelte betr&#252;bt. Wenn man Christine etwas l&#228;nger kannte, musste man gegen die Versuchung ank&#228;mpfen, ihr in ein Ohr zu sehen &#8211; um festzustellen, ob man auf der anderen Seite das Tageslicht erkennen konnte.<br />
<em>[S. 115]</em></p>
<p>&#8222;Das ist also ein Opernhaus, wie?&#8220; fragte Oma. &#8222;Sieht aus, als h&#228;tte jemand einen gro&#223;en grauen Kasten gebaut und anschlie&#223;end Architektur drangeklebt.&#8220;<br />
<em>[S. 126]</em></p>
<p>Nanny schenkte sich einen Gin mit etwas Gin und einem Schuss Gin ein und betrachtete interessiert die verschiedenen Flaschen.<br />
<em>[S. 141]</em></p>
<p>&#8222;Wir Hexen haben immer alles miteinander geteilt&#8220;, sagte Oma.<br />
&#8222;Ja, das stimmt&#8220;, r&#228;umte Nanny ein und kam auf den Kern dieser soziologischen Debatte. &#8222;Es ist leicht, alles miteinander zu teilen, wenn niemand etwas hat.&#8220;<br />
<em>[S. 199]</em></p>
<p>Greebo h&#228;tte Oma gern angefaucht, aber selbst in seinem Katzenhirn steckte genug Intelligenz f&#252;r die Erkenntnis, dass so etwas nicht ratsam war.<br />
<em>[S. 225]</em></p>
<p>Da der Intelligenzquotient einer Gruppe dem IQ des D&#252;mmsten geteilt durch die Anzahl der Gruppenmitglieder entspricht, wusste sp&#228;ter niemand zu sagen, was &#252;berhaupt geschehen war.<br />
<em>[S. 255]</em></p>
<p>Christine n&#228;herte sich unbesorgt. Christine w&#228;re auch in das Maul eines Drachen marschiert, wenn dar&#252;ber ein Schild mit der Aufschrift &#8222;V&#246;llig harmlos, keine Sorge&#8220; hing. Ein Schild mit gro&#223;en, leicht zu lesenden Buchstaben.<br />
<em>[S. 285]</em></p>
<p><em>Die Rechte an obigen Zitaten liegen bei Terry Pratchett und den Verlagen. Dies soll keine Copyright-Verletzung darstellen, sondern lediglich zum Lesen des Buches anregen. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Goldmann-Ausgabe.</em></p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.co.uk.lspace.org/books/apf/maskerade.html" class="liexternal">Dieses Buch im <em>Annotated Pratchett File</em></a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/bibliographie-terry-pratchett" >&#220;bersicht aller Scheibenwelt-B&#252;cher</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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