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	<title>Delta Orionis &#187; Fantasy</title>
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		<title>The First Law III: Last Argument of Kings</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 20:10:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/cover_last_argument_of_kings-82x128.jpg" width="82" height="128" alt="Cover 'Last Argument of Kings'" title="Cover 'Last Argument of Kings'" class="imgalignleft" />Rezension zu "The First Law III: Last Argument of Kings" von Joe Abercrombie, Gollancz London, ca. 670 Seiten, 2008

Die Union ist in Aufruhr: Beide Kronprinzen sind tot und K&#246;nig Guslav V. ist alt und gebrechlich. Stirbt er, wird der Offene Rat einen neuen K&#246;nig w&#228;hlen, und die M&#228;chtigen Aduas sind Tag und Nacht mit dem Geschacher um die Stimmen der Ratsmitglieder besch&#228;ftigt. Dazu z&#228;hlt auch Erzlektor Sult, in dessen Auftrag Inquisitor Glokta unterwegs ist. Derweil kehren Bayaz und seine Gef&#228;hrten von ihrer langen Reise zur&#252;ck, mit leeren H&#228;nden. Logen Ninefingers schlie&#223;t sich seinen alten Freunden im Norden an, wo die Armee der Union immer noch Krieg gegen Bethod f&#252;hrt. Doch bald &#252;berschlagen sich die Ereignisse in der Union und in Angland... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/09/cover_last_argument_of_kings.jpg" width="200" height="309" alt="Cover 'Last Argument of Kings'" title="Cover 'Last Argument of Kings'" class="imgalignleft" />Rezension zu &#8222;The First Law III: Last Argument of Kings&#8220; von Joe Abercrombie, Gollancz London, ca. 670 Seiten, 2008</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;K&#246;nigsklingen&#8220;, Wilhelm Heyne Verlag M&#252;nchen, ca. 944 Seiten, 2008</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Die Union ist in Aufruhr: Beide Kronprinzen sind tot und K&#246;nig Guslav V. ist alt und gebrechlich. Stirbt er, wird der Offene Rat einen neuen K&#246;nig w&#228;hlen, und die M&#228;chtigen Aduas sind Tag und Nacht mit dem Geschacher um die Stimmen der Ratsmitglieder besch&#228;ftigt. Dazu z&#228;hlt auch Erzlektor Sult, in dessen Auftrag Inquisitor Glokta unterwegs ist.</p>
<p>Derweil kehren Bayaz und seine Gef&#228;hrten von ihrer langen Reise zur&#252;ck, mit leeren H&#228;nden. Logen Ninefingers schlie&#223;t sich seinen alten Freunden im Norden an, wo die Armee der Union immer noch Krieg gegen Bethod f&#252;hrt. Doch bald &#252;berschlagen sich die Ereignisse in der Union und in Angland: Ninefingers Nordleute schmieden einen gef&#228;hrlichen Plan, um den Konflikt mit Bethod ein f&#252;r allemal zu beenden. Derweil stirbt in Adua der K&#246;nig, und der Offene Rat w&#228;hlt einen unerwarteten Nachfolger. All das wird &#252;berschattet von der Invasion der gurkishen Armee, geschickt vom Propheten Khalul um Rache an Bayaz zu nehmen&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Band drei von Abercrombies Trilogie setzt kurz nach Band zwei an und erz&#228;hlt die Geschichte der bekannten Charaktere weiter. Nachdem wir in Band zwei viele Andeutungen &#252;ber die Vorgeschichte von Bayaz und Khalul erfahren haben, dreht Abercrombie handlungsm&#228;&#223;ig nun endlich auf und es kommt zum gro&#223;en Showdown. Da er sich damit etwas Zeit gelassen hat in den beiden ersten B&#252;chern wirken manche Ereignisse hier nun ein wenig &#252;berhastet, und das obwohl das Buch um einiges dicker ist als seine Vorg&#228;nger. Da h&#228;tte man vielleicht die Geschichte an einer anderen Stelle teilen sollen.</p>
<p>Abercrombie schreibt nach wie vor spannend und setzt die Helden der Geschichte wahrlich genug Gefahren aus, um den Leser bei der Stange zu halten. Was aber doch negativ auff&#228;llt, sind die &#220;berhand nehmenden Gewaltbeschreibungen. Die ersten beiden B&#252;cher waren nun wirklich auch nicht zimperlich, aber hier hatte ich erstmals das Gef&#252;hl, dass der Autor es &#252;bertreibt, dass er Gewaltorgien nur noch zum Selbstzweck schildert. Das ist Schade, weil es der ansonsten packenden und immer noch realistisch-d&#252;steren Atmosph&#228;re schadet.</p>
<p>Vom Ende der Trilogie will ich gar nicht zu viel verraten. Um es vorsichtig auszudr&#252;cken: Es hat mich anfangs relativ ratlos zur&#252;ckgelassen. Abercrombie nimmt sich durchaus Zeit, alle offenen F&#228;den zu verkn&#252;pfen und f&#252;r alle Charaktere ein Ende zu finden. Ein &#8222;gutes Ende&#8220; h&#228;tte ich fast geschrieben, aber das ist es gerade nicht. Ich habe selten einen Autoren erlebt, der so wenig Mitgef&#252;hl mit seinen Charakteren hat, der ihnen wirklich gar nichts schenkt. Und so bekommt auch fast niemand ein echtes Happy End, mit vielleicht einer Ausnahme.</p>
<p>Auf der einen Seite ist das f&#252;r den Leser sehr entt&#228;uschend. Man hat um die 1500 Seiten mit diesen Charakteren verbracht und kann schon f&#246;rmlich sehen, wie sich am Ende alles zum Besseren wendet. Auf der anderen Seite bewundere ich Abercrombie auch etwas f&#252;r den Mut, seine Geschichte entgegen jeder Konvention zu erz&#228;hlen, und das auch noch in dieser epischen Breite. Und mit etwas Abstand betrachtet muss ich zugeben, dass das durchaus passt.</p>
<p>Was bleibt am Ende von dieser Trilogie? Ein Konflikt, der nicht ganz das ist, was er anfangs zu sein scheint. Eine in sich stimmige Fantasy-Welt ohne Schnickschnack &#8211; keine Drachen, keine Magie, nur Politik, so banal und dreckig wie in der Realit&#228;t. Und mir pers&#246;nlich wird auch Logen Ninefingers in Erinnerung bleiben als ein toller, glaubw&#252;rdiger, innovativer und tragischer Charakter. Zu einem gewissen Teil tr&#228;gt Logen die Geschichte, sind die anderen Charaktere nur Nebenfiguren. Seine Geschichte rahmt alles ein und symbolisiert am besten die Hoffnung auf eine &#196;nderung zum Guten, die am Ende entt&#228;uscht wird.</p>
<p>Wie schon in den ersten beiden Rezis der Hinweis: Ich habe keine Ahnung, wie gut die &#220;bersetzung ist. Die Sprache ist streckenweise sehr derb (Nordleute halt *g*), und ich bin nicht sicher, wie das auf Deutsch wirkt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Band drei dieser Trilogie wird vermutlich nicht jedem gefallen, das muss man leider sagen. Aber wer Band eins und zwei gelesen hat und wissen m&#246;chte, wie die Geschichte ausgeht, hat keine Wahl und findet hier gewohnt spannende Kost vor. Der Abschluss ist auf gewisse Weise unbefriedigend, andererseits aber auch sehr passend. Eines ist das Buch jedoch ganz sicher nicht, und das ist langweilig.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-i-the-blade-itself" >Rezension &#8222;The First Law I&#8220;</a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-ii-before-they-are-hanged" >Rezension &#8222;The First Law II&#8220;</a><br />
<a href="http://www.joeabercrombie.com/" class="liexternal">Webseite des Autors</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>The First Law II: Before They Are Hanged</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-ii-before-they-are-hanged</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-ii-before-they-are-hanged#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 08:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/cover_before_they_are_hanged-83x128.jpg" alt="Cover 'Before They Are Hanged'" title="Cover 'Before They Are Hanged'" width="83" height="128" class="alignleft" />Rezension zu "The First Law II: Before They Are Hanged" von Joe Abercrombie, Gollancz London, ca. 570 Seiten, 2007

Im Norden ist K&#246;nig Bethod in Angland eingefallen, und die Union hat keine Wahl als in den Krieg zu ziehen. General Burr hat jedoch gr&#246;&#223;ere Probleme als nur die Armee der Nordm&#228;nner: Er muss den Kronprinzen Ladisla bei Laune halten. Ladisla ist der Erbe des Thrones, doch leider geht sein milit&#228;risches Verst&#228;ndnis gegen Null, was er mit fehlgeleitetem Enthusiasmus f&#252;r das Abenteuer des Krieges wett  macht. Es ist Major Wests Aufgabe sicherzustellen, dass der Prinz nicht zu Schaden kommt -- oder die ganze Armee ins Verderben f&#252;hrt...

Im S&#252;den nutzen die Gurkish die Ablenkung der Union und greifen die Halbinsel Dagoska an. Inquisitor Glokta wird als neuer Superior nach Dagoska beordert um das Verschwinden seines Vorg&#228;ngers zu untersuchen. Gleichzeitig soll er um jeden Preis sicherstellen, dass Dagoska nicht an die zahlenm&#228;&#223;ig hoffnungslos &#252;berlegene Armee der Gurkish f&#228;llt... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/cover_before_they_are_hanged.jpg" alt="Cover 'Before They Are Hanged'" title="Cover 'Before They Are Hanged'" width="200" height="308" class="alignleft" />Rezension zu &#8222;The First Law II: Before They Are Hanged&#8220; von Joe Abercrombie, Gollancz London, ca. 570 Seiten, 2007</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;Feuerklingen&#8220;, Wilhelm Heyne Verlag M&#252;nchen, ca. 797 Seiten, 2007</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Im Norden ist K&#246;nig Bethod in Angland eingefallen, und die Union hat keine Wahl als in den Krieg zu ziehen. General Burr hat jedoch gr&#246;&#223;ere Probleme als nur die Armee der Nordm&#228;nner: Er muss den Kronprinzen Ladisla bei Laune halten. Ladisla ist der Erbe des Thrones, doch leider geht sein milit&#228;risches Verst&#228;ndnis gegen Null, was er mit fehlgeleitetem Enthusiasmus f&#252;r das Abenteuer des Krieges wett  macht. Es ist Major Wests Aufgabe sicherzustellen, dass der Prinz nicht zu Schaden kommt &#8211; oder die ganze Armee ins Verderben f&#252;hrt&#8230;</p>
<p>Im S&#252;den nutzen die Gurkish die Ablenkung der Union und greifen die Halbinsel Dagoska an. Inquisitor Glokta wird als neuer Superior nach Dagoska beordert um das Verschwinden seines Vorg&#228;ngers zu untersuchen. Gleichzeitig soll er um jeden Preis sicherstellen, dass Dagoska nicht an die zahlenm&#228;&#223;ig &#252;berlegene Armee der Gurkish f&#228;llt&#8230;</p>
<p>Und im Westen ist Bayaz, der Erste Magi, auf einer Mission von h&#246;chster Wichtigkeit. Daf&#252;r hat er eine Gruppe schillernder Charaktere rekrutiert: Den gef&#252;rchteten Nordmann Logen Ninefingers, den arroganten Unions-Offizier Jezal dan Luthar, die mysteri&#246;se und gef&#228;hrliche Ferro Maljinn, seinen Sch&#252;ler Malacus Quai und den Navigator Bruder Longfoot. Auf ihrer Reise durch das Alte Reich lernen sich die Gef&#228;hrten widerstrebend besser kennen, werden vielleicht zu Freunden, w&#228;hrend sie Gefahren trotzen und uralte Geheimnisse entdecken. An ihrem Ziel wartet das Schicksal der Welt auf sie&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p><a href="http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-i-the-blade-itself" >Band I</a> der &#8222;First Law&#8220;-Trilogie hatte ich mir haupts&#228;chlich wegen des Covers gekauft, war jedoch von der erz&#228;hlten Geschichte begeistert. Dabei erz&#228;hlte der erste Band weniger eine Geschichte. Vielmehr f&#252;hrte er uns in diese Fantasy-Welt ein und stellte uns ausf&#252;hrlich die Charaktere vor.</p>
<p>Am Ende von Band I brachen alle Charaktere zu ihren Abenteuern von Band II auf: Bayaz und seine Truppe gen Westen, Inquisitor Glokta nach Dagoska und West nach Angland. Diese drei Geschichten werden hier nun abwechselnd weitererz&#228;hlt, und zwar im gleichen spannenden Schreibstil, der schon &#8222;The Blade Itself&#8220; so lesenswert machte.</p>
<p>Die Abenteuer von Major West im Krieg in Angland sind dabei mit am interessantesten. Man fiebert wirklich mit dem armen Major mit, und der v&#246;llig durchgeknallte Ladisla sorgt f&#252;r viele auf morbide Weise heitere Szenen. Ebenfalls spannend sind die Abenteuer von Bayaz. Hier erf&#228;hrt man nach und nach viel &#252;ber die Geschichte dieser Welt und auch &#252;ber die Geschichte von Bayaz und seinem Meister, Juvens. Der Autor erz&#228;hlt von den Anf&#228;ngen der Magie, von den Konflikten zwischen Juvens und seinen Br&#252;dern, und es wird deutlich, dass die aktuelle Bedrohung nur ein Schatten der Vergangenheit ist. Ein Krieg, der in zweiter Generation von den Sch&#252;lern toter Meister ausgetragen wird. So faszinierend sich das liest, so w&#252;nscht man sich f&#252;r Band III doch neben einer Karte auch ein Dramatis Personnae, um die Details noch auf die Reihe zu kriegen.</p>
<p>Der Plot um Inquisitor Glokta f&#228;llt im Vergleich etwas ab, denke ich, auch wenn er nicht weniger spannend ist. Aber Glokta zeigt sich hier doch zunehmend von seiner unerfreulichen Seite, und es wird nicht so ganz klar, was dieser Plot mit der eigentlichen Handlung der Trilogie zu tun hat. Das gleiche gilt nat&#252;rlich f&#252;r die Geschichte in Angland. Man ahnt, wie einzelne Puzzlest&#252;cke in Band III zusammengef&#252;gt werden sollen, aber gerade die Dagoska-Geschichte ist daf&#252;r vielleicht schon ein wenig sehr ausgebreitet.</p>
<p>Alles in allem bleibt &#8222;Before They Are Hanged&#8220; jedoch eine gelungene Fortsetzung, die man nur schwer aus der Hand legen kann. Und wie bei Band I die Warnung: Ein Gro&#223;teil der Spannung entsteht aus dem fl&#252;ssigen und fesselnden Schreibstil des Autors. Ich kenne die &#220;bersetzung nicht aus erster Hand, aber wer Englisch kann sollte auf Nummer sicher gehen und gleich das Original lesen.</p>
<p>Der Titel dieses Buches bezieht sich im &#252;brigen auf ein Zitat von Heinrich Heine: &#8222;We should forgive our enemies, but not before they are hanged.&#8220;</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Genauso spannend wie Band I geschrieben, und man kommt nach der Lekt&#252;re um den Kauf von Band III kaum herum. Realistische Fantasy vom feinsten mit glaubw&#252;rdigen Charakteren in einer glaubw&#252;rdigen Welt. </p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-i-the-blade-itself" >Rezension &#8222;The First Law I&#8220;</a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-iii-last-argument-of-kings" >Rezension &#8222;The First Law III&#8220;</a><br />
<a href="http://www.joeabercrombie.com/" class="liexternal">Webseite des Autors</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>The First Law I: The Blade Itself</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-i-the-blade-itself</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-i-the-blade-itself#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 09:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/cover_the_blade_itself.thumbnail.jpg" alt="Cover 'The Blade Itself'" title="Cover 'The Blade Itself'" width="83" height="128" class="alignleft" />Rezension zu "The First Law -- Book One: The Blade Itself" von Joe Abercrombie, Gollancz London, ca. 515 Seiten, 2006

Das Buch beginnt mit dem Krieger Logen Ninefingers, der im hohen Norden als einziger seiner Kameraden einen Shanka-Angriff &#252;berlebt. Einst weit und breit als "Bloody Nine" gef&#252;rchtet, hat Logen nun keine andere Wahl, als vor den Shanka nach S&#252;den zu fliehen. Jenseits der Berge erf&#228;hrt er, dass der alte und m&#228;chtige Magier Bayaz nach ihm sucht...

Jezal dan Luther ist ein junger Adeliger und aufstrebender Offizier in der Armee des K&#246;nigs. In Adua, der Hauptstadt der Union, trainiert Jezal f&#252;r den j&#228;hrlich stattfindenden Fechtwettbewerb. Dem Gewinner des Wettbewerbes stehen alle T&#252;ren offen, doch Jezal ist mehr an seiner Unterhaltung interessiert als am harten Training... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/cover_the_blade_itself.jpg" alt="Cover 'The Blade Itself'" title="Cover 'The Blade Itself'" width="200" height="307" class="alignleft" />Rezension zu &#8222;The First Law &#8211; Book One: The Blade Itself&#8220; von Joe Abercrombie, Gollancz London, ca. 515 Seiten, 2006</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;Kriegsklingen&#8220;, Wilhelm Heyne Verlag M&#252;nchen, ca. 796 Seiten, 2007</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p><em>Say one thing about Logen Ninefingers and one thing only: Say he was still alive.</em></p>
<p>Das Buch beginnt mit dem Krieger Logen Ninefingers, der im hohen Norden als einziger seiner Kameraden einen Shanka-Angriff &#252;berlebt. Einst weit und breit als &#8222;Bloody Nine&#8220; gef&#252;rchtet, hat Logen nun keine andere Wahl, als vor den Shanka nach S&#252;den zu fliehen. Jenseits der Berge erf&#228;hrt er, dass der alte und m&#228;chtige Magier Bayaz nach ihm sucht&#8230;</p>
<p>Jezal dan Luthar ist ein junger Adeliger und aufstrebender Offizier in der Armee des K&#246;nigs. In Adua, der Hauptstadt der Union, trainiert Jezal f&#252;r den j&#228;hrlich stattfindenden Fechtwettbewerb. Dem Gewinner des Wettbewerbes stehen alle T&#252;ren offen, doch Jezal ist mehr an seiner Unterhaltung interessiert als am harten Training&#8230;</p>
<p>Ein fr&#252;herer Gewinner des Wettbewerbes ist Sand dan Glokta. Er ist nur einige Jahre &#228;lter als Jezal, doch seine milit&#228;rische Karriere war zu Ende als er als Kriegsgefangener im Verlies des gurkischen Kaisers landete. Nach seiner Heimkehr begann der verkr&#252;ppelte Glokta, f&#252;r den jeder Schritt schmerzvoll ist, eine neue Karriere &#8211; als k&#246;niglicher Inquisitor. Eines Tages betraut ihn Erz-Lektor Sult mit einem speziellen Auftrag: Glokta soll einen der m&#228;chtigsten M&#228;nner der Stadt verhaften. Nur mit wasserdichten Beweisen f&#252;r dessen Verbrechen, versteht sich&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>&#8222;The Blade Itself&#8220; ist ein ungew&#246;hnliches Buch. Wie man oben sieht, ist es nicht leicht, die Handlung zusammenzufassen. Und ehrlich gesagt habe ich selten ein Buch gesehen, das so wenig klare Handlung besitzt. Der Witz dabei ist: Das macht &#252;berhaupt nichts! Die 500 Seiten sind mehr oder weniger ein ausf&#252;hrlicher Prolog f&#252;r Band zwei und drei der Reihe, aber der Autor schreibt so spannend und baut eine so interessante Welt auf, dass man das Buch kaum weglegen kann.</p>
<p>Die Charaktere und die Welt, darauf liegt der Fokus dieses Buches. Es gibt eine gr&#246;&#223;ere Rahmenhandlung f&#252;r alle drei B&#228;nde, aber sie wird hier eher nur angedeutet. Zuerst stellt Joe Abercrombie die Charaktere vor, uns Lesern, aber auch sich gegenseitig. Nach und nach treffen sie alle in Adua aufeinander, und es wird der Grundstein f&#252;r das n&#228;chste Buch gelegt. Der Titel der Reihe, &#8222;The First Law&#8220;, bezieht sich im &#252;brigen auf das erste Gesetz der Magie, von dem Logen im Buch erf&#228;hrt und das offenbar gebrochen wurde.</p>
<p>Die Welt, die der Autor entwirft, ist auf den ersten Blick eine Standard-Fantasy-Welt, deren hervorstechendstes Merkmal das Fehlen einer Karte vorne im Buch ist (und die w&#228;re sogar mal hilfreich gewesen, um die zahlreichen Orte einordnen zu k&#246;nnen). Hier gibt es keine Bonuspunkte f&#252;r &#252;berbordernde Fantasie, aber Joe Abercrombie schildert seine Welt daf&#252;r realistisch und &#252;berzeugend. Die Kriege der Barbaren im Norden, die Intrigen der Adeligen in der Union, die Konflikte mit den Gurkish im S&#252;den, all das nimmt man dem Autor ab.</p>
<p>Das gleiche trifft auf die Charaktere zu: Ein brutaler Barbar, ein arroganter Adeliger und ein gnadenloser Inquisitor, das klingt auf den ersten Blick nicht nach den interessantesten Charakteren, aber Joe Abercrombie schildert sie einfach so glaubhaft und spannend, dass man gar nicht anders kann, als mit ihnen mitzufiebern. Und das, obwohl alle drei eigentlich keine sympathischen Charaktere sein d&#252;rften von ihrer Anlage her. Und doch schafft der Autor es, uns sogar den schlecht gelaunten, verbitterten und gnadenlosen Inquisitor sympathisch zu machen!</p>
<p>&#8222;The Blade Itself&#8220; ist einfach spannend geschrieben, und wenn man einmal begonnen hat, mag man das Buch kaum weglegen. Das erinnert von der Spannung her an Andreas Eschbach oder Trudi Canavan. Ob die gr&#246;&#223;ere Rahmenhandlung h&#228;lt, was die ersten Andeutungen in diesem Band versprechen, werde ich noch sehen, aber ich habe da eigentlich keine Zweifel.</p>
<p>Einige Bewertungen bei Amazon deuten darauf hin, dass die &#220;bersetzung vielleicht nicht ganz gelungen ist. Ich kann es nicht aus erster Hand beurteilen, aber falls es so sein sollte, w&#252;rde das dem Buch vermutlich sehr schaden. Der Roman lebt doch zu einem gro&#223;en Teil einfach vom spannenden und fl&#252;ssigen Schreibstil des Autors. Wer des Englischen m&#228;chtig ist, sollte es also lieber im Original lesen.</p>
<p>Der Titel bezieht sich &#252;brigens auf ein Zitat von Homer: &#8222;The blade itself incites to deeds of violence.&#8220; Und Anekdote am Rande: Gekauft habe ich das Buch einzig und allein, weil mir das Titelbild in der Buchhandlung gefallen hat! Es hat mich irgendwie von der Aufmachung her sehr positiv an Mary Gentles <a href="http://johannes-ruthenberg.de/ash-a-secret-history" >&#8222;Ash&#8220;</a> erinnert. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Spannend geschriebene, schn&#246;rkellose Fantasy. Unbedingt lesen, aber nur wenn ihr auch bereit seid, Band zwei und drei zu lesen. Darum kommt man kaum herum, wenn man dieses Buch ausgelesen hat. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-ii-before-they-are-hanged" >Rezension &#8222;The First Law II&#8220;</a><br />
<a href="http://johannes-ruthenberg.de/the-first-law-iii-last-argument-of-kings" >Rezension &#8222;The First Law III&#8220;</a><br />
<a href="http://www.joeabercrombie.com/" class="liexternal">Webseite des Autors</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>The Year Of Our War</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/the-year-of-our-war</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/the-year-of-our-war#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 23:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/cover-the_year_of_our_war.thumbnail.jpg" alt="Cover 'The Year Of Our War'" title="Cover der Gollancz-Tschenbuchausgabe" width="82" height="128" class="alignleft" />Rezension zu "The Year Of Our War" von Steph Swainston, Gollancz London, 2005, ca. 369 Seiten, Ersterscheinung: 2004 (UK)

Seit 2000 Jahren befinden sich die Bewohner der Fourlands im Krieg. Menschen, gefl&#252;gelte Awianer und katzenhafte Rhydanne k&#228;mpfen gemeinsam gegen eine Insektenspezies, die durch ihre schiere Anzahl unbesiegbar scheint. Das Land, das die Insekten erobert haben, wird von ihnen kahl gefressen und mit Papierbauten &#252;berzogen. Unterst&#252;tzt in ihrem Kampf werden die K&#246;nige und Adeligen durch 50 Unsterbliche, die im Dienst des Kaisers San stehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/cover-the_year_of_our_war.jpg" alt="Cover 'The Year Of Our War'" title="Cover der Gollancz-Tschenbuchausgabe" width="200" height="310" class="alignleft" />Rezension zu &#8222;The Year Of Our War&#8220; von Steph Swainston, Gollancz London, 2005, ca. 369 Seiten, Ersterscheinung: 2004 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;Komet&#8220;, Blanvalet Verlag, 2007, ca. 384 Seiten</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Seit 2000 Jahren befinden sich die Bewohner der Fourlands im Krieg. Menschen, gefl&#252;gelte Awianer und katzenhafte Rhydanne k&#228;mpfen gemeinsam gegen eine Insektenspezies, die durch ihre schiere Anzahl unbesiegbar scheint. Das Land, das die Insekten erobert haben, wird von ihnen kahl gefressen und mit Papierbauten &#252;berzogen. Unterst&#252;tzt in ihrem Kampf werden die K&#246;nige und Adeligen durch 50 Unsterbliche, die im Dienst des Kaisers San stehen. </p>
<p>Einer dieser Unsterblichen ist Jant Shira, ein Rhydanne-Awianer-Mischling. Seine einzigartige Konstitution erm&#246;glicht ihm als einzigem das Fliegen und macht ihn zum Boten der Unsterblichen. Zusammen mit Lightning und anderen Unsterblichen ber&#228;t Jant Dunlis Rachiswater, den K&#246;nig von Awia, bei seiner Offensive gegen die Insekten. Doch der ehrgeizige Rachiswater begeht in seinem Bestreben, sich vor den Augen des Kaisers zu qualifizieren, einen Fehler, in dessen Folge sich die Fourlands einer gro&#223;angelegten Invasion der Insekten gegen&#252;bersehen. Und selbst der jahrtausendealte Kaiser wei&#223; nicht, woher die Insekten kommen und wie sie aufzuhalten sind&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Die Bewertung von &#8222;The Year Of Our War&#8220; l&#228;uft f&#252;r mich auf zwei Sachen hinaus: Mir gef&#228;llt die Welt, die die Autorin hier kreiert, und ich mag die Charaktere. Ich mag auch ihren Schreibstil. Auf der anderen Seite l&#228;sst die erz&#228;hlte Geschichte leider ein wenig zu w&#252;nschen &#252;brig. Im allgemeinen mag ich es gar nicht, wenn ein Autor das Ende eines Buches vermasselt, und wenn das Buch an und f&#252;r sich gut ist, ist das um so &#228;rgerlicher. Dies ist aber der seltene Fall, wo die geschilderte Welt so spannend ist, dass ich der Autorin das irgendwie hingeschluderte Ende tats&#228;chlich verzeihe und mit dem Gedanken spiele, mir die Fortsetzung zuzulegen.</p>
<p>Was ist daran nun so spannend? Auf den ersten Blick ist es nur eine weitere Fantasy-Welt, inclusive der obligatorischen Karte auf Seite 1. Aber Swainston schreibt hier zwar Fantasy, f&#252;hlt sich jedoch nicht an verstaubte Klischees gebunden, und so beginnt das Buch schon damit, dass sich der Hauptcharakter eine Zeitung kauft. Weitere Fantasy-untypische Dinge sind Pressekonferenzen, Jeans und T-Shirts, Comics etc. Auch der Schreibstil der Autorin ist eher modern, inclusive der Sprache der Charaktere. Das alles mischt sich mit den Beschreibungen einer Welt auf vielleicht dem technischen und milit&#228;rischen Stand von Europa um 1600 und ergibt eine interessante Mischung. Insbesondere die verschiedenen Adelsh&#228;user fand ich interessant geschildert.</p>
<p>Was mir an dieser Welt glaube ich auch sehr gef&#228;llt: Swainston kreiert eine eher komplexe Welt und sie macht es dem Leser nicht direkt leicht. Das f&#228;ngt schon damit an, dass die Unsterblichen alle drei Namen haben: Ihren eigenen (z.B. Jant Shira), ihren Kampfnamen (z.B. Comet) und ihre Funktion (z.B. Messenger). Yep, das ist am Anfang vergleichsweise sehr verwirrend. Solcherma&#223;en komplexe Welten gefallen mir nicht immer, aber in diesem Fall bekommt man genau so viel Informationen, dass man nicht verloren geht und seinen Spa&#223; an dieser Welt haben kann.</p>
<p>Und anfangs gibt es tats&#228;chlich eine Menge, was die Autorin r&#252;berbringen muss: Die einzelnen V&#246;lker dieser Welt, die Herrschaftsverh&#228;ltnisse, den Kaiser und die Unsterblichen und schlie&#223;lich die Insekten, die im &#252;brigen wunderbar gruselig geschildert sind. Gelesen habe ich das Buch haupts&#228;chlich, weil sich das Wort &#8222;immortal&#8220; im Klappentext fand. Seit &#8222;Highlander&#8220; habe ich da irgendwie einen Faible daf&#252;r, und auch diese Variante der Unsterblichkeit ist interessant und faszinierend. Hier ist der Kaiser unsterblich, seit Gott vor zweitausend Jahren die Welt verlie&#223; (fragt mich nicht, die Autorin versucht gar nicht, jedes Detail n&#228;her zu erkl&#228;ren), und er teilt diese Unsterblichkeit mit 50 Ausgew&#228;hlten, dem sogenannten <em>Circle</em>. Jeweils die besten ihrer Generation k&#246;nnen durch ihre F&#228;higkeiten oder durch Heirat in den <em>Circle</em> aufsteigen. Es wird sehr sch&#246;n geschildert, wie zum einen die Sterblichen danach trachten, in diesen Kreis aufzusteigen, und wie zum anderen die Unsterblichen mit ihrer langen Lebensdauer umgehen.</p>
<p>Zu der irgendwie unorthodoxen Schreibweise von Swainston z&#228;hlt auch der Hauptcharakter Jant Shira, aus dessen Ich-Perspektive die Geschichte erz&#228;hlt ist. Der Messenger ist einer der j&#252;ngeren Unsterblichen und er ist weit davon entfernt, ein strahlender Held zu sein. Genau genommen ist er ein Junkie, abh&#228;ngig von einer Droge namens &#8222;Cat&#8220;, und infolge dessen nicht immer ganz bei sich. Doch auch das ist komplizierter, als es auf den ersten Blick aussieht, denn diese Droge erlaubt es Jant, in eine andere Welt einzutauchen. Ja, da hat man sich gerade etwas in den Fourlands zurecht gefunden, da st&#252;rzt einen die Autorin in eine weitere Welt. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zu den Problemen des Buches: Swainston hat wie gesagt einen frischen und interessanten Schreibstil, aber die Strukturierung der Geschichte ist noch verbesserungsw&#252;rdig. Insbesondere die vereinzelten Flashbacks zu Jants Vorgeschichte wirkten auf mich unmotiviert und irgendwie unpassend. Schlimmer ist jedoch das Ende. So etwa 50 Seiten vor Schluss des Buches fing ich wirklich an, auf ein offenes Ende zu hoffen, auf ein &#8222;Fortsetzung folgt&#8220; vielleicht, weil sich n&#228;mlich noch absolut gar nicht abzeichnete, wie die vielen losen F&#228;den verkn&#252;pft werden sollten. Und diese Verkn&#252;pfung sieht dann leider auch irgendwie hastig und nicht durchdacht aus. Als Lektor h&#228;tte ich so etwas zur&#252;ck geschickt und noch mal &#252;berarbeiten lassen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Eine wirklich interessante Fantasy-Welt, mit spannenden Charakteren und generell einem interessanten Setting. Swainston schreibt abwechslungsreich und das Buch ist trotz des Endes, das etwas zu W&#252;nschen &#252;brig l&#228;sst, empfehlenswert.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.stephswainston.co.uk/" class="liexternal">Website der Autorin</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Perdido Street Station</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/perdido-street-station</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 22:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/cover_perdido_street_station.thumbnail.jpg" width="78" height="128" alt="Cover 'Perdido Street Station'" title="Cover 'Perdido Street Station'" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Perdido Street Station" von China Miéville, Pan Books London, 2000, ca. 867 Seiten, Ersterscheinung: 2000 (UK)

New Crobuzon: Der ausufernde Stadtstaat wird gleicherma&#223;en von Menschen wie Angeh&#246;rigen anderer Rassen bewohnt. Beherrscht wird der Moloch von B&#252;rgermeister Rudgutter, gest&#252;tzt auf die gef&#252;rchtete Miliz. Doch zwischen den H&#228;usern, Fabriken und Deponien, zwischen reichen Villenvierteln und gedr&#228;ngten Slums lauern Gefahren, die ganz New Crobuzon an den Rand des Abgrunds bringen k&#246;nnen. Solch eine Gefahr wird unfreiwillig heraufbeschworen, als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder den Wissenschaftler Isaac Dan der Grimnebulin aufsucht. Der Garuda Yagharek bietet Isaac eine Menge Gold, wenn er ihm das Fliegen zur&#252;ckgeben kann, denn dem Vogelwesen wurden die Fl&#252;gel abgeschnitten. Isaac akzeptiert den Forschungsauftrag, doch er ahnt nicht, welches Unheil er dabei heraufbeschw&#246;ren wird... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/cover_perdido_street_station.jpg" width="200" height="326" alt="Cover 'Perdido Street Station'" title="Cover 'Perdido Street Station'" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Perdido Street Station&#8220; von China Miéville, Pan Books London, 2000, ca. 867 Seiten, Ersterscheinung: 2000 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;Die Falter&#8220; und &#8222;Der Weber&#8220;, Bastei-L&#252;bbe</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>New Crobuzon: Der ausufernde Stadtstaat wird gleicherma&#223;en von Menschen wie Angeh&#246;rigen anderer Rassen bewohnt. Beherrscht wird der Moloch von B&#252;rgermeister Rudgutter, gest&#252;tzt auf die gef&#252;rchtete Miliz. Doch zwischen den H&#228;usern, Fabriken und Deponien, zwischen reichen Villenvierteln und gedr&#228;ngten Slums lauern Gefahren, die ganz New Crobuzon an den Rand des Abgrunds bringen k&#246;nnen. Solch eine Gefahr wird unfreiwillig heraufbeschworen, als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder den Wissenschaftler Isaac Dan der Grimnebulin aufsucht. Der Garuda Yagharek bietet Isaac eine Menge Gold, wenn er ihm das Fliegen zur&#252;ckgeben kann, denn dem Vogelwesen wurden die Fl&#252;gel abgeschnitten. Isaac akzeptiert den Forschungsauftrag, doch er ahnt nicht, welches Unheil er dabei heraufbeschw&#246;ren wird&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>So wie New Crobuzon ein Moloch von einer Stadt ist, so ist auch &#8222;Perdido Street Station&#8220; ein Moloch: Ganze 860 Seiten nimmt sich China Miéville Platz, um seine Geschichte zu erz&#228;hlen (im Deutschen wurde das mal wieder auf zwei B&#252;cher verteilt). </p>
<p>Beginnen  wir mal mit dem wichtigsten: Das Buch hei&#223;t &#8222;Perdido Street Station&#8220;, aber der treffendere Titel w&#228;re einfach &#8222;New Crobuzon&#8220; gewesen. Die Art, wie der Autor diese Stadt beschreibt, macht sie quasi zum heimlichen Hauptcharakter. Es ist nicht einfach nur eine Karte vorne im Buch abgedruckt, der Autor erz&#228;hlt immer wieder von den einzelnen Stadtvierteln, den H&#228;usern, Bewohnern und Geschichten aller Ecken von New Crobuzon. Und bevor ich in negativere Bewertungen abgleite muss ich doch sagen, dass Miéville die Schilderung dieser Stadt erstaunlich gut gelungen ist. Man hat nach einiger Zeit tats&#228;chlich das Gef&#252;hl, diese Stadt zu kennen. Man erkennt die unz&#228;hligen Stadtviertel wieder, hat eine ungef&#228;hre Vorstellung was wo ist und wie diese merkw&#252;rdige Stadt tickt. Das ist durchaus eine Leistung, ein so fremdartiges Szenario so detailliert und glaubw&#252;rdig r&#252;berzubringen.</p>
<p>Dabei hatte ich im &#252;brigen den Eindruck, dass das nicht zuf&#228;llig so gekommen ist. Vielmehr w&#252;rde ich wetten, dass sich der Autor hingesetzt und sagen wir mal 75 Seiten reine Beschreibungen der Stadt hintereinander weg getippt hat. Und diese Beschreibungen wurden dann sp&#228;ter mehr oder weniger passend in die Handlung eingef&#252;gt, als w&#228;ren sie aus einem Reisef&#252;hrer f&#252;r New Crobuzon kopiert worden. So faszinierend das sich ergebende Gesamtbild auch sein mag, den Lesefluss st&#246;rt es schon manchmal und nach einer Weile werden die immer wiederkehrenden Beschreibungen auch durchaus etwas erm&#252;dend.</p>
<p>Apropos erm&#252;dend: Miévielles Schreibstil f&#228;llt leider auch ein wenig in diese Kategorie. Keine Ahnung, ob er nur einfach immer so schreibt oder ob er sich hier vorgenommen hat, mal mit aller Kraft ein schwer lesbares Buch zu schreiben. Zugegeben, Englisch ist nun mal nicht meine Muttersprache. Aber ich hatte zeitweise schon das Gef&#252;hl, der Autor h&#228;tte extra in Fremdw&#246;rterb&#252;chern nach seltenen W&#246;rtern gest&#246;bert, mit denen er den Leser noch etwas herausfordern kann. Und es ging nicht nur mir so, dass ich bei jedem f&#252;nften Satz ins Stocken kam, auch Muttersprachler best&#228;tigten mir, eine gr&#246;&#223;ere Anzahl unbekannter Worte gefunden zu haben. Dazu darf man dann noch die fr&#246;hliche Variation bekannter W&#246;rter z&#228;hlen, und heraus kommt leider tats&#228;chlich kein leicht lesbares Buch. Wobei ich keine Ahnung habe, wie das in dieser Hinsicht in der deutschen &#220;bersetzung aussieht.</p>
<p>Was haben wir noch? Miéville beschreibt nicht nur die Stadt, sondern auch ihre Bewohner. Das beschr&#228;nkt sich nicht nur auf das Aussehen der insektoiden Khepri, der wasserbewohnenden Vodyanoi, der kakteenartigen Cactacae oder der gefiederten Garuda. Der Autor streift immer wieder auch deren Kultur, Kunst, Rechtssystem etc. Und daneben gibt es noch weit merkw&#252;rdigere V&#246;lker und Charaktere in New Crobuzon.</p>
<p>Neben der Stadt selbst sind die Hauptcharaktere Isaac und seine Freunde. Miéville gibt sich anfangs gro&#223;e M&#252;he, alle diese Charaktere sehr differenziert einzuf&#252;hren. Das geht soweit, dass er auf den ersten 300 Seiten leider keine Zeit f&#252;r die eigentliche Handlung hat. Leider hatte ich dann zunehmend das Gef&#252;hl, dass diese Differenziertheit unter den Notwendigkeiten der dann doch noch einsetzenden Handlungen zu leiden hatte. Da werden Gef&#252;hle einfach abgeschaltet, schwer nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, von Zweifeln oder &#196;ngsten ist wenig die Rede, und generell hatte ich etwas das Gef&#252;hl, dass einige dieser Charaktere pl&#246;tzlich zu Superhelden mutieren. Ok, so krass ist es vielleicht nicht, aber so richtig nachvollziehbar waren die Motive der Charaktere sp&#228;ter im Buch f&#252;r mich nicht.</p>
<p>Erw&#228;hnenswert w&#228;re noch der Weaver. Dieser seltsame Charakter ragt in einer gro&#223;en Menge seltsamer Charaktere noch mal deutlich heraus. Selbst der B&#252;rgermeister hat vor dem Weaver gr&#246;&#223;ten Respekt, und dieses Wesen sorgt f&#252;r die vielleicht witzigste Szene des ganzen Buches (sagen wir es mal so, w&#228;re &#8222;Perdido Street Station&#8220; ein Film, m&#252;sste man diese Szene f&#252;r die Nachmittagsausstrahlung herausschneiden, aber ich fand das wegen der puren Sinnlosigkeit einfach irre komisch). Leider stellt gerade der Weaver aber auch ein dramaturgisches Problem dar, finde ich, da zu keinem Zeitpunkt klar wird, wo seine Grenzen sind. Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Weaver das Problem der Stadt auch allein h&#228;tte l&#246;sen k&#246;nnen, wenn Isaac und seine Freunde einen l&#228;ngeren Sommerurlaub im Ausland eingelegt h&#228;tten. </p>
<p>Der Autor packt im &#252;brigen eine Menge an Ideen und Konzepten in das Buch. Das Rechtssystem der Garuda und im Kontrast das Rechtssystem von New Crobuzon, welches aus dem grausamen <em>Remaking</em> besteht. Die ganz spezielle Kunst der Khepri. Die sozialen Unterschiede innerhalb der Stadt und Inter-Spezies-Beziehungen. Und noch einiges mehr. Ich glaube, ein wenig verloren hat er mich, als er noch eine intelligente Maschine in den Mix warf. Die meisten dieser Ideen sind f&#252;r sich faszinierend, und aus einigen k&#246;nnte man problemlos einen eigenst&#228;ndigen Roman formen. Sie alle tragen auch zur weiteren Charakterisierung New Crobuzons bei. Aber f&#252;r die Story sind die meisten nicht relevant, und im Endeffekt wirkt das leider wie ein etwas unfertiger Mix. All diese vielen Puzzleteile f&#252;gen sich am Ende nicht geschickt zu einem storytechnischen Gesamtbild zusammen, sie ergeben eigentlich nichts weiter als nur das Bild dieser fremdartigen Stadt, was auch etwas unbefriedigend ist.</p>
<p>All das deutet irgendwie auf den Kern des Problems hin: China Miéville hat hier meines Erachtens zu viel versucht und im Endeffekt keine ausgewogenen Mischung hinbekommen. Ein Buch lebt f&#252;r mich immer zuerst von den Charakteren und der Geschichte. Die Geschichte beginnt hier aber erst auf Seite 320 und die Charaktere sind nicht <em>so</em> spannend und wie gesagt sp&#228;ter auch etwas schwer nachvollziehbar. Im weiteren Verlauf kommt dann doch noch etwas Spannung auf, aber auf schwer beschreibbare Weise haut mich die Geschichte trotzdem nicht um. Und obendrein macht einem der Autor das Lesen auch noch mit seinem gewollt schwierigen Schreibstil schwer. Da f&#228;llt es kaum noch ins Gewicht, dass das Buch mit einem vergleichsweise d&#228;mlichen Ende aufwartet.</p>
<p>Unter dem Strich bleibt f&#252;r mich deshalb vor allem die Erschaffung und Schilderung einer durchaus faszinierenden Welt und eine gr&#246;&#223;ere Anzahl spannender Konzepte. Aber f&#252;r einen 860-Seiten-W&#228;lzer reicht das ehrlich gesagt nicht. Da reicht das gerade nicht. W&#228;re &#8222;Perdido Street Station&#8220; ein 350-Seiten-Roman w&#252;rde ich vielleicht sagen &#8222;Na gut, lassen wir noch durchgehen, Setzen, 2-&#8220;. Aber wer mich wochenlang nachts wachh&#228;lt und mit 860 Seiten besch&#228;ftigt, von dem erwarte ich etwas mehr.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Nur eingeschr&#228;nkt empfehlenswert. Wenn euch ein schwieriger Schreibstil nicht schreckt, ihr euch gerne von fremden Welten und spannenden Konzepten begeistern lasst und daf&#252;r auch mal Charaktere und Geschichte zur&#252;ckstehen d&#252;rfen, dann versucht euch ruhig daran. Aber ich pers&#246;nlich fand dieses Buch vor allem erm&#252;dend.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lirael</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/lirael</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 07:54:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/cover_lirael.thumbnail.jpg" width="83" height="128" alt="Cover 'Lirael'" title="Cover der HarperCollins-Taschenbuch-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Lirael" von Garth Nix, Harper Collins London, 2003, ca. 527 Seiten, Ersterscheinung: 2001 (Australien)

Im vierzehnten Jahr der Herrschaft von K&#246;nig Touchstone I: Lirael ist eine Tochter der Clayr, jener geheimnisvollen Schwesternschaft, die in einem Gletscher im Norden des Alten K&#246;nigreiches lebt und die Zukunft sehen kann. Doch Lirael ist eine Ausgesto&#223;ene unter ihresgleichen. Aufgewachsen als Waise, unterscheidet sie sich schon optisch von den anderen Clayr. Doch vor allem trennt und belastet sie, dass sie auch mit vierzehn Jahren noch keine Visionen der Zukunft hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/cover_lirael.jpg" width="200" height="306" alt="Cover 'Lirael'" title="Cover der HarperCollins-Taschenbuch-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Lirael&#8220; von Garth Nix, Harper Collins London, 2003, ca. 527 Seiten, Ersterscheinung: 2001 (Australien)</p>
<p>Deutsche Ausgaben: &#8222;Lirael&#8220;, Bastei-L&#252;bbe Verlag, 2005, ca. 525 Seiten; &#8222;Lirael&#8220;, Carlsen Verlag, 2004, ca. 542 Seiten, Hardcover</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Im vierzehnten Jahr der Herrschaft von K&#246;nig Touchstone I: Lirael ist eine Tochter der Clayr, jener geheimnisvollen Schwesternschaft, die in einem Gletscher im Norden des Alten K&#246;nigreiches lebt und die Zukunft sehen kann. Doch Lirael ist eine Ausgesto&#223;ene unter ihresgleichen. Aufgewachsen als Waise, unterscheidet sie sich schon optisch von den anderen Clayr. Doch vor allem trennt und belastet sie, dass sie auch mit vierzehn Jahren noch keine Visionen der Zukunft hat.</p>
<p>W&#228;hrend eine schicksalhafte Begegnung dazu f&#252;hrt, dass sich Lirael in der Bibliothek der Clayr n&#252;tzlich macht, um ihren Kummer zu vergessen, sind Sabriel und Touchstone weiterhin damit besch&#228;ftigt, die Toten zu bek&#228;mpfen. Und die &#252;berall aufflammenden Unruhen scheinen ein gr&#246;&#223;eres Unheil anzuk&#252;ndigen, das bis ins ferne Ancelstierre reicht, wo Sabriels und Touchstones Kinder Sameth und Ellimere zur Schule gehen. Bald schon wird die ganze Familie gebraucht, um das Alte K&#246;nigreich zu retten&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>&#8222;Lirael&#8220; ist die Fortsetzung von <a href="http://johannes-ruthenberg.de/sabriel" >&#8222;Sabriel&#8220;</a>, mit welchem uns Garth Nix in die Welt des Alten K&#246;nigreiches und des Abhorsens einf&#252;hrt. Auch &#8222;Sabriel&#8220; war schon gut geschrieben, auch wenn mich das Alte K&#246;nigreich an sich nicht direkt begeistert hat. Interessant war dagegen die Schilderung des Todes.</p>
<p>Der Folgeband &#8222;Lirael&#8220; &#252;berrascht zuerst einmal mit dem anderthalbfachen Umfang und beginnt dann, vom kurzen Prolog abgesehen, 14 Jahre nach dem Ende des letzten Buches. Lirael hat auf den ersten Blick keine Verbindung mit der bisherigen Geschichte, aber sie ist ein liebenswert geschilderter Charakter. Garth Nix versetzt sich sehr glaubw&#252;rdig in den Charakter des stillen und einsamen Au&#223;enseiters und schildert Liraels Weg zu ihrer Bestimmung, alsbald begleitet von einem ganz besonderen Freund.</p>
<p>Nach einiger Zeit er&#246;ffnet das Buch eine zweite Handlungsebene, n&#228;mlich die Geschichte von Prinz Sameth. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich f&#252;r seine Geschichte zu begeistern, vor allem da die Sameth-Kapitel immer die spannendsten Stellen von Liraels Geschichte unterbrechen. *g* Aber auch Sameth ist ein sympathischer und glaubw&#252;rdiger Charakter, seine Geschichte braucht nur etwas l&#228;nger, um spannend zu werden.</p>
<p>Zusammen mit Sameth wird auch die gr&#246;&#223;ere Geschichte angeschnitten, n&#228;mlich die ultimative Bedrohung des gerade wieder im Aufbau befindlichen K&#246;nigreiches durch eine noch unbekannte Gefahr. Und ich verrate schon mal so viel: Konnte man &#8222;Sabriel&#8220; noch lesen ohne gezwungenerma&#223;en auch &#8222;Lirael&#8220; zu kaufen, kommt man am Ende dieses Buches nicht darum herum, auch Band drei <a href="http://johannes-ruthenberg.de/abhorsen" >&#8222;Abhorsen&#8220;</a> zu lesen. Gegebenenfalls kann man sich die B&#252;cher also gleich als Dreier-Set im Schuber zulegen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>W&#228;hrend mich am letzten Buch vor allem die Schilderung des Todes als Fluss faszinierte, geht es in &#8222;Lirael&#8220; weniger um den Tod und mehr um die Charter-Magie. Aber wie schon &#8222;Sabriel&#8220; ist &#8222;Lirael&#8220; einfach gut geschrieben. Das kommt hier noch deutlicher r&#252;ber. Garth Nix hat einfach ein H&#228;ndchen f&#252;r glaubw&#252;rdige und sympathische Charaktere und eine spannende Geschichte. &#8222;Lirael&#8220; ist sicher auch aufgrund der L&#228;nge weniger geradlinig aufgebaut als &#8222;Sabriel&#8220;, aber genauso spannend. Alles in allem l&#228;sst sich dieses Buch durchaus am St&#252;ck verschlingen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Einfach gut geschrieben, spannend, unterhaltsam. Garth Nix&#8216; St&#228;rke ist die Schilderung der Charaktere und auch das Alte K&#246;nigreich wird ein wenig glaubw&#252;rdiger. Wem &#8222;Sabriel&#8220; gefallen hat, kann ich dieses Buch nur empfehlen.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.garthnix.co.uk/" class="liexternal">Website des Autors</a><br />
Rezension von <a href="http://johannes-ruthenberg.de/sabriel" >&#8222;Sabriel&#8220;</a> und <a href="http://johannes-ruthenberg.de/abhorsen" >&#8222;Abhorsen&#8220;</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sunshine</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/sunshine</link>
		<comments>http://johannes-ruthenberg.de/sunshine#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 23:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Vampire]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://johannes-ruthenberg.de/sunshine</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/cover-sunshine.thumbnail.jpg" width="74" height="128" alt="Cover 'Sunshine'" title="Cover des amerikanischen Taschenbuchs" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Sunshine" von Robin McKinley, Jove Books New York, 2004, ca. 405 Seiten, Ersterscheinung: 2003 (USA)

Rae Seddon ist Mitte zwanzig und arbeitet im Familiencafé in der B&#228;ckerei. Jeden Morgen steht sie gegen 4 Uhr auf um ihre beliebten Zimtrollen und andere Leckereien zu backen, bevor der Tag in Charlies Café beginnt. Doch ihr irgendwie monotones Leben wird drastisch unterbrochen als sie eines Abends beschlie&#223;t an den See zu fahren, um f&#252;r eine Weile der Hektik des Familienlebens zu entfliehen. Denn dort wird sie von einer Gruppe Vampire angegriffen und entf&#252;hrt. Rae wird in einem alten Haus am See mit einem anderen Vampir eingesperrt, der genau wie sie ein Gefangener des Meistervampirs Bo ist. Doch anstatt von Constantine ausgesaugt zu werden, entdeckt Rae ganz neue F&#228;higkeiten an sich und erf&#228;hrt, wie passend ihr Spitzname "Sunshine" tats&#228;chlich ist... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/cover-sunshine.jpg" width="200" height="343" alt="Cover 'Sunshine'" title="Cover des amerikanischen Taschenbuchs" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Sunshine&#8220; von Robin McKinley, Jove Books New York, 2004, ca. 405 Seiten, Ersterscheinung: 2003 (USA)</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Rae Seddon ist Mitte zwanzig und arbeitet im Café ihrer Familie in der B&#228;ckerei. Jeden Morgen steht sie gegen 4 Uhr auf um ihre beliebten Zimtrollen und andere Leckereien zu backen, bevor der Tag in Charlies Café beginnt. Doch ihr irgendwie monotones Leben wird drastisch unterbrochen als sie eines Abends beschlie&#223;t an den See zu fahren, um f&#252;r eine Weile der Hektik des Familienlebens zu entfliehen &#8211; denn dort wird sie von einer Gruppe Vampire angegriffen. Die Vampire entf&#252;hren Rae und sperren sie in einem alten Haus am See mit einem anderen Vampir ein, der genau wie sie ein Gefangener eines Meistervampirs ist. Doch anstatt von Constantine ausgesaugt zu werden, entdeckt Rae ganz neue F&#228;higkeiten an sich und erf&#228;hrt, wie passend ihr Spitzname &#8222;Sunshine&#8220; tats&#228;chlich ist&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>&#8222;Sunshine&#8220; ist ein interessantes Buch, das sich sehr fl&#252;ssig und spannend liest. Es lebt vor allem vom frischen Schreibstil der Autorin und den interessanten Charakteren. Es ist aus der Perspektive Raes geschrieben, und Robin McKinley versteht es, die Geschichte in einer lockeren Sprache zu erz&#228;hlen, oft mit einem sarkastischen Unterton.</p>
<p>Rae alias <em>Sunshine</em> ist eigentlich mit ihrem Leben als Zuckerb&#228;ckerin zufrieden, ein Leben das von ihrer Mutter und ihrem Stiefvater Charlie gepr&#228;gt ist. Doch in der Gefangenschaft am See entdeckt sie das Erbe ihres Vaters wieder, eines offenbar m&#228;chtigen Magiers, und wird in eine dunklere Welt hineingezogen. In der Folge muss sie diese beiden Welten miteinander in Einklang bringen. Trotzdem verbringen wir im Laufe der Geschichte viel Zeit mit Rae in ihrem normalen Alltag, wo sie die &#8222;Cinnamon Roll Queen&#8220; ist, und die Autorin erweckt das Familiencafé mit viel Liebe zum Detail zum Leben.</p>
<p>Die Geschichte spielt in einer Welt, die unserer auf den ersten Blick sehr &#228;hnelt. Es ist schwer zu sagen, ob es eine Parallelwelt sein soll oder einfach unsere nahe Zukunft. Jedenfalls gibt es dort Vampire und zahllose andere Gesch&#246;pfe und D&#228;monen. Doch vor allem die Vampire sind ein Problem, nicht erst seit den sogenannten Voodoo-Kriegen ein paar Jahre zuvor. Eine Spezialeinheit, die SOF, besch&#228;ftigt sich damit, die Gefahr f&#252;r die Menschheit einzud&#228;mmen. Ansonsten &#228;hnelt Raes Welt unserer sehr, vielleicht mit der Ausnahme, dass Magie zu einem gewissen Teil zum Alltag geh&#246;rt (in Form von Schutzzaubern vor Vampiren etc.). Die Autorin baut diese Welt jedoch sehr langsam auf und enth&#252;llt erst nach und nach Details. Der Fokus der Geschichte bleibt jedoch bei Rae und wandert nicht zu den Voodoo-Kriegen, auch wenn das sicher ebenfalls spannend gewesen w&#228;re. Es geht um ihren Alltag und darum, wie sie die pl&#246;tzlich in ihr Leben tretenden Komplikationen bew&#228;ltigt.</p>
<p>Deswegen st&#246;rt es auch nicht so sehr, dass die Welt, die Robin McKinley hier aufbaut, nicht in allen Details originell ist. Die SOF hat man so z.B. in anderen B&#252;chern schon gesehen. Doch schon die &#252;blichen Vampirlegenden bereichert sie um einige nette Details, z.B. dass &#228;ltere Vampire so empfindlich gegen Sonnenlicht werden, dass sie bei Mondschein nicht mehr rausgehen k&#246;nnen (welcher ja nur reflektiertes Sonnenlicht ist). Ansonsten ist vielleicht noch erw&#228;hnenswert, dass die Autorin es schafft, eine glaubw&#252;rdige alternative Terminologie f&#252;r Computer und Internet zu entwickeln. Das tr&#228;gt zu dem Gef&#252;hl bei, dass die Geschichte vielleicht zwanzig Jahre in unserer Zukunft spielt, in einer leicht parallel angehauchten Welt.</p>
<p>Wie schon gesagt wird das Buch vor allem durch den frischen Schreibstil der Autorin lesenswert. Dahingehend habe ich nur eine Beschwerde: Robin McKinley hat die etwas merkw&#252;rdige Angewohnheit, mitten in einer Szene, in einem Dialog, abzuschweifen. Sicher, das Buch ist aus der Ich-Perspektive erz&#228;hlt, und man schweift mit seinen Gedanken auch schon mal ab w&#228;hrend man mit jemandem spricht. Aber das kann man &#252;bertreiben, vor allem wenn es sich mehrfach wiederholt. Und so unterbricht die Autorin &#246;fters ein Gespr&#228;ch zwischen zwei Charakteren und folgt zwei, drei Seiten lang den Gedanken Raes, nur um dann nahtlos den Dialog fortzusetzen.</p>
<p>Interessant ist &#252;brigens noch, dass McKinley der Versuchung widersteht, jedes aufgebaute R&#228;tsel am Ende des Buches aufzul&#246;sen. Sie &#252;berl&#228;sst statt dessen eine ganze Reihe an offenen Fragen der Fantasie der Leser. Sollte sie jemals eine Fortsetzung schreiben wollen, h&#228;tte sie damit nat&#252;rlich auch Ankn&#252;pfungspunkte. Auch wenn mich der ein oder andere Punkt wirklich interessiert h&#228;tte, finde ich es doch auch gut, dass nicht am Ende pl&#246;tzlich alle losen F&#228;den wieder hervorgezaubert und zu einer konstruierten Aufl&#246;sung verbaut werden. Da hat die Autorin durchaus eine gute Balance gefunden, und es passt zum Stil des Buches.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ein spannendes und interessantes Buch, das sich wirklich gut lesen l&#228;sst. Es lebt vom Schreibstil und dem glaubw&#252;rdig geschilderten Hauptcharakter. Empfehlenswert!</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.robinmckinley.com/" class="liexternal">Website der Autorin</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sabriel</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/sabriel</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 07:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/cover_sabriel.thumbnail.jpg" width="85" height="128" alt="Cover 'Sabriel'" title="Cover der HarperCollins-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu "Sabriel" von Garth Nix, Harper Collins London, 2003, ca. 367 Seiten, Ersterscheinung: 1995 (Australien)

Ein massiver Wall trennt das Alte K&#246;nigreich vom etwas moderneren Ancelstierre, bewacht von einer ganzen Garnison. Sabriel lebt nicht weit vom Wall entfernt auf der Ancelstierre-Seite, wo sie das Wyverley-College besucht. Doch die Achtzehnj&#228;hrige ist kein M&#228;dchen wie jedes andere, denn sie stammt aus dem Alten K&#246;nigreich und ihr Vater ist Abhorsen. Abhorsens Aufgabe ist es, die Toten an einer R&#252;ckkehr ins Leben zu hindern. Doch eines Tages &#252;berbringt eine geisterhafte Kreatur Sabriel das Schwert und den Glockeng&#252;rtel ihres Vaters, was nur bedeuten kann, dass Abhorsen von seinen Feinden &#252;berw&#228;ltigt wurde. Obwohl Sabriel sehr wenig &#252;ber das K&#246;nigreich wei&#223; und seit ihrer Kindheit nicht mehr dort war, bleibt ihr nichts anderes &#252;brig, als den Wall zu &#252;berqueren und sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/cover_sabriel.jpg" width="200" height="301" alt="Cover 'Sabriel'" title="Cover der HarperCollins-Ausgabe" class="imageframe imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Sabriel&#8220; von Garth Nix, Harper Collins London, 2003, ca. 367 Seiten, Ersterscheinung: 1995 (Australien)</p>
<p>Deutsche Ausgaben: &#8222;Sabriel&#8220;, Bastei-L&#252;bbe Verlag, 2005, ca. 365 Seiten; &#8222;Sabriel&#8220;, Carlsen Verlag, 2004, ca. 383 Seiten, Hardcover</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Ein massiver Wall trennt das Alte K&#246;nigreich vom etwas moderneren Ancelstierre, bewacht von einer ganzen Garnison. Sabriel lebt nicht weit vom Wall entfernt auf der Ancelstierre-Seite, wo sie das Wyverley-College besucht. Doch die Achtzehnj&#228;hrige ist kein M&#228;dchen wie jedes andere, denn sie stammt aus dem Alten K&#246;nigreich und ihr Vater ist Abhorsen. Abhorsens Aufgabe ist es, die Toten an einer R&#252;ckkehr ins Leben zu hindern. Doch eines Tages &#252;berbringt eine geisterhafte Kreatur Sabriel das Schwert und den Glockeng&#252;rtel ihres Vaters, was nur bedeuten kann, dass Abhorsen von seinen Feinden &#252;berw&#228;ltigt wurde. Obwohl Sabriel sehr wenig &#252;ber das K&#246;nigreich wei&#223; und seit ihrer Kindheit nicht mehr dort war, bleibt ihr nichts anderes &#252;brig, als den Wall zu &#252;berqueren und sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Auf den ersten Blick ist &#8222;Sabriel&#8220; Standard-Fantasy. Man nehme ein K&#246;nigreich, f&#252;ge Magie und einen Kartenausschnitt am Beginn des Buches hinzu sowie einen Superschurken, et voilá. Einige Elemente des Buches sind auch tats&#228;chlich sehr klassisch, um nicht zu sagen einfach gehalten. Zwei Dinge heben das Buch dann aber doch &#252;ber den Durchschnitt und machen es lesenswert: Garth Nix&#8216; guter Schreibstil und die Schilderung des Todes.</p>
<p>Fangen wir mit dem Tod an. Der Tod ist in &#8222;Sabriel&#8220; eine Art andere Dimension, die sich als rei&#223;ender, kalter Fluss darstellt. Der Fluss durchquert neun Ebenen, und was hinter dem neunten Tor wartet, wei&#223; niemand. Aber solange die Seele eines Verstorbenen das neunte Tor nicht durchquert hat, kann sie wiederkommen und die Lebenden heimsuchen. Die Aufgabe Abhorsens ist es, diese Seelen wieder auf ihren Weg zu schicken, wozu er die Charter-Magie und verschiedene Glocken benutzt. In den Tod kann er sich geistig einklinken, was er auch Sabriel beigebracht hat.</p>
<p>Dieses Konzept war zumindest f&#252;r mich neu und ungew&#246;hnlich. Ich meine, der Tod als Fluss, das passt einfach. Auch die Verwendung von Glocken f&#228;llt auf sehr passende Weise aus dem Rahmen des &#220;blichen (man h&#228;tte ja eher erwartet, dass die Geister mit Schwert oder Zauberstab gef&#252;gig gemacht werden). Die weiteren Konzepte der Charter-Magie sind dagegen schon nicht mehr so ungew&#246;hnlich, aber immer noch stimmig geschildert. Davon abgesehen kann Garth Nix einfach schreiben. Das Buch liest sich fl&#252;ssig und spannend und die Charaktere sind eing&#228;ngig geschildert. </p>
<p>Nicht so ganz schlau bin ich daraus geworden, wie das Alte K&#246;nigreich mit Ancelstierre zusammenpasst, was man sich wohl als Australien der 50ger vorstellen kann. Wenn ich so eine typische Fantasykarte in einem Buch sehe, will ich automatisch wissen, was au&#223;erhalb des begrenzten Kartenausschnittes zu finden ist, und das hinterl&#228;sst immer einen etwas merkw&#252;rdigen Eindruck. Davon abgesehen ist aber der Zusammenprall von &#8222;moderner&#8220; Technik und alter Magie interessant geschildert. Sagen wir mal, die Soldaten am Wall haben kein leichtes Leben, und es wird nicht leichter dadurch, dass ihre Vorgesetzten im S&#252;den nicht an Magie glauben.</p>
<p>Was mir erst im nachhinein auffiel: Die ganze Geschichte k&#246;nnte man 1:1 als Computerspiel adaptieren. Das Buch folgt einer klaren Formel, und ich kann mir das als Spiel wirklich lebhaft vorstellen. Aber es ist eben auch gut geschrieben, so dass eine nicht allzu tief gehende Story nicht st&#246;rt. Und an vielen Stellen schreibt Garth Nix kreativ und realistisch und vermeidet naheliegende Klischees. Eigentlich gibt es nur eine Stelle in der Mitte des Buches, wo es mir etwas negativ auffiel, dass der Autor ein Zusammentreffen von Charakteren produziert, das einfach etwas viel des Zufalls ist. Aber das kann man verschmerzen.</p>
<p>&#8222;Sabriel&#8220; ist im &#252;brigen der Auftakt der &#8222;Old Kingdom&#8220;-Trilogie mit Zusatzband. Es kann aber absolut f&#252;r sich stehen, und man ist am Ende nicht gezwungen, Band zwei zu lesen. Um einem die Entscheidung leichter zu machen, gibt es am Ende von &#8222;Sabriel&#8220; das erste Kapitel des Folgebandes <a href="http://johannes-ruthenberg.de/lirael" >&#8222;Lirael&#8220;</a> zu lesen (in meiner Ausgabe zumindest).</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ein gut geschriebenes Fantasybuch und die Einf&#252;hrung in eine interessante Welt. Nicht durchg&#228;ngig originell oder speziell tiefgr&#252;ndig, aber mit einigen interessanten Konzepten und eing&#228;ngigen Charakteren versehen. Vor allem aber liest es sich gut und spannend und ist nicht zu ausufernd.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.garthnix.co.uk/" class="liexternal">Website des Autors</a><br />
Rezension der Folgeb&#228;nde <a href="http://johannes-ruthenberg.de/lirael" >&#8222;Lirael&#8220;</a> und <a href="http://johannes-ruthenberg.de/abhorsen" >&#8222;Abhorsen&#8220;</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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