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	<title>Delta Orionis &#187; Doctor Who</title>
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		<title>TV-Serie: The Sarah Jane Adventures</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 20:19:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute will ich mal wieder eine Serie vorstellen, die wir aktuell gerade schauen: &#8222;The Sarah Jane Adventures&#8220;. Dabei handelt es sich um eine Ablegerserie von &#8222;Doctor Who&#8220;, so wie auch &#8222;Torchwood&#8220; (zu beiden m&#252;sste ich hier eigentlich noch was schreiben&#8230;). Im Gegenteil zum sehr d&#252;steren Torchwood und dem f&#252;r jedes Alter geeigneten Doktor richtet sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/sarah_jane_01.jpg" alt="The Sarah Jane Adventures" title="The Sarah Jane Adventures" width="300" height="172" class="imgalignleft size-full wp-image-904" />Heute will ich mal wieder eine Serie vorstellen, die wir aktuell gerade schauen: &#8222;The Sarah Jane Adventures&#8220;. Dabei handelt es sich um eine Ablegerserie von &#8222;Doctor Who&#8220;, so wie auch &#8222;Torchwood&#8220; (zu beiden m&#252;sste ich hier eigentlich noch was schreiben&#8230;). Im Gegenteil zum sehr d&#252;steren Torchwood und dem f&#252;r jedes Alter geeigneten Doktor richtet sich Sarah Jane speziell an Kinder und Jugendliche. Das tut dem Spa&#223;faktor der Serie allerdings nur selten Abbruch, finde ich.</p>
<p>Zur Vorgeschichte des Charakters: Sarah Jane Smith (gespielt von Elisabeth Sladen) war eine junge Reporterin, als sie den Doktor kennenlernte. Zusammen mit dem Zeitreisenden von Gallifrey reiste Sarah Jane durch Raum und Zeit und erlebte Abenteuer auf vielen Planeten. Ihre Wege trennten sich eines Tages, als der Doktor sie etwas abrupt wieder auf der Erde absetzte. Viele Jahre sp&#228;ter trafen sich die beiden zuf&#228;llig wieder. Sarah Jane arbeitete wieder als Reporterin, und zum Abschluss ihres gemeinsamen Abenteuers schenkte der Doktor ihr K-9.</p>
<p>Die Serie beginnt kurz danach: Sarah Jane Smith lebt in London. Nach au&#223;en hin ist sie eine eigenbr&#246;dlerische Reporterin. Doch insgeheim untersucht sie die Aktivit&#228;ten von Aliens auf der Erde und hilft ihnen oder stoppt sie, je nachdem ob sie gestrandet sind oder mit Invasionsabsichten kommen. Dabei stehen ihr K-9 und ein au&#223;erirdischer Super-Computer auf ihrem Dachboden zur Seite. In der ersten Episode geht es um eine geplante Invasion, in deren Verlauf Sarah Jane einen von den Aliens gez&#252;chteten Jungen aufnimmt. Luke wird schon bald wie ein Sohn f&#252;r sie, und ehe Sarah Jane sich versieht sind Lukes Freunde Maria und Clyde in ihr Geheimnis eingeweiht. Und so besch&#252;tzen sie die Erde fortan zu viert&#8230;</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/sarah_jane_06.jpg" alt="Sarah Jane" title="Sarah Jane" width="300" height="170" class="imgalignright size-full wp-image-906" />Die Serie begann 2007 und hat es mittlerweile auf 4 Staffeln gebracht. Die Episoden sind dabei immer nur 25 Minuten lang und zwei Episoden geh&#246;ren jeweils zu einer Geschichte. Der Stil der Serie &#228;hnelt sehr &#8222;Doctor Who&#8220;, aber da die Zielgruppe doch Kinder und Jugendliche sind, sind manche Geschichten etwas simpler gehalten als n&#246;tig w&#228;re, und nat&#252;rlich sind die jungen Begleiter von Sarah Jane oft genug die Helden des Tages anstatt sich von Erwachsenen retten zu lassen. Das f&#228;llt aber wirklich selten negativ auf.</p>
<p>Generell gef&#228;llt mir der <em>Sense of Wonder</em>, den die Serie verbreitet. Das hat sie mit &#8222;Doctor Who&#8220; gemeinsam, aber dem Doktor stehen alle Zeiten und das ganze Universum offen, w&#228;hrend Sarah Jane auf die Erde der Gegenwart beschr&#228;nkt ist. Trotzdem geben sich die Autoren gro&#223;e M&#252;he, immer wieder auch anklingen zu lassen, welche Wunder das Universum bereit h&#228;lt. Sehr sch&#246;n ist z.B. die Szene, als Maria Sarah Jane bei einer Begegnung mit einem Alien in ihrem Garten beobachtet. Auch toll: Clyde und die anderen werden auf ein Raumschiff im Erdorbit gebeamt und sind dort gerade auf der Flucht &#8211; aber sie bleiben an einem Aussichtsfenster stehen und bewundern den Anblick der Erde.</p>
<blockquote lang="en"><p>I saw amazing things, out there in space&#8211;but there is strangeness to be found, wherever you turn. Life on Earth can be an adventure too&#8230; you just need to know where to look!</p></blockquote>
<p>Die Geschichten sind also phantasievoll und auch mit Humor gespickt. F&#252;r letzteren sorgen oft die Nachbarn von Sarah Jane von der anderen Stra&#223;enseite. Anfangs sind das Maria, ihr geschiedener Vater und ihre &#252;berdrehte Mutter. Am Anfang der zweiten Staffel zieht Maria in die USA (wohl weil die Schauspielerin sich auf ihren Schulabschluss konzentrieren musste) und in ihr Haus zieht Rani mit ihren Eltern. Da beide nichts von Aliens wissen, bietet das &#228;hnliches Potential f&#252;r Komik, zumal Ranis Mutter Marias Mutter in Sachen &#220;berdrehtheit nicht wirklich nachsteht. Den Wechsel von Maria zu Rani fand ich anfangs sehr Schade, aber man gew&#246;hnt sich schnell an den neuen Charakter.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/sarah_jane_05.jpg" alt="General Kudlak" title="General Kudlak" width="300" height="188" class="imgalignleft size-full wp-image-907" />Die meisten Episoden sind wirklich gro&#223;artig, z.B. &#8222;Warriors of Kudlak&#8220;, &#8222;Whatever Happened to Sarah Jane?&#8220; oder &#8222;The Temptation of Sarah Jane Smith&#8220;. Es gibt nat&#252;rlich auch viele &#220;berlappungen mit &#8222;Doctor Who&#8220;, da beide Serien vom gleichen Team produziert werden und entsprechend viele Masken wiederverwendet wurden. So trifft man die Sontarans wieder, die Slitheen und die Judoon (meine Lieblingsmaske aus dem Who-Universum!). Auch der Doktor selber macht in zwei Doppelfolgen einen Gastauftritt, einmal der zehnte Doktor und einmal der elfte in der aktuellen Staffel.</p>
<p>Wenn die Serie daneben haut, haut sie allerdings wirklich daneben. Zum Gl&#252;ck kommt das nicht oft vor. Zwei Dinge sind mir da vor allem im Ged&#228;chtnis geblieben: Ganz am Anfang der Serie, in &#8222;Revenge of the Slitheen&#8220;, werden Maria und Clyde von einem Slitheen verfolgt. Sie wissen, dass diese negativ auf Essig reagieren, und bringen den Slitheen damit zur Explosion. Sie schauen sich an und lachen erleichtert. Ich dachte mir da nur: Die beiden sind 13 und haben hoffentlich noch nie zuvor ein intelligentes Lebewesen get&#246;tet. Ist das wirklich zum Lachen? Die Episode hatte sich n&#228;mlich explizit M&#252;he gegeben, die Slitheen nicht als Monster der Woche darzustellen, sondern als intelligente wenn auch amoralische Lebewesen. In dieser Szene h&#228;tte ich etwas mehr Tiefe erwartet, stattdessen wurde aus dem Explosionseffekt ein langgezogener schleimiger Gag.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/sarah_jane_03.jpg" alt="Maria und Clyde" title="Maria und Clyde" width="300" height="172" class="imgalignright size-full wp-image-908" />Als zweites w&#228;re hier &#8222;Secrets of the Stars&#8220; aus der zweiten Staffel zu erw&#228;hnen: Eine Episode, die allen Ernstes versucht, eine ernsthafte Geschichte auf Astrologie aufzubauen (&#8222;die Macht der Sterne&#8220;, &#8222;Energie von vor dem Beginn des Universums&#8220; blahblahblah). Das ist leider weit unter dem sonstigen Niveau der Serie, die doch sonst bei allem spa&#223;igen Pseudo-Technobabble immer f&#252;r Wissenschaft und Vernunft eintritt.</p>
<p>Gedreht wird die Serie &#252;brigens in Cardiff und Penarth. Letzteres muss als London doublen. F&#252;r uns gibt es also wie beim Doktor und bei Torchwood in vielen Episoden Bekanntes zu entdecken.</p>
<p>Alles in allem: Wenn ihr &#8222;Doctor Who&#8220; m&#246;gt und Sarah Jane bisher vermieden habt, weil es ja eigentlich eine Kinderserie ist, schaut ruhig mal rein. Die Serie lohnt sich und muss sich hinter &#8222;Doctor Who&#8220; nicht verstecken, auch wenn die Geschichten oft etwas kleiner gestrickt sind. Und wenn ihr &#8222;Doctor Who&#8220; noch nicht kennt, k&#246;nnte das durchaus ein guter Einstieg in dessen Universum sein. Ich bin jedenfalls schon auf die f&#252;nfte Staffel gespannt, welche schon angek&#252;ndigt ist.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sein oder Nichtsein</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 18:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das war die Frage f&#252;r uns an einem Freitag Anfang August (diesen Text hier habe ich leider viel zu lange unfertig liegen gelassen). Eigentlich war es die Frage f&#252;r David Tennant, der in Stratford-upon-Avon als Hamlet auf der B&#252;hne steht. Angek&#252;ndigt wurde die Produktion der Royal Shakespeare Company unter der Regie von Gregory Doran schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rsc.org.uk/downloads/gallery/images/hamlet08_009l.jpg" title="David Tennant als Hamlet (&copy; by Ellie Kurttz / RSC)" rel="lightbox[346]" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/hamlet_01.jpg" alt="David Tennant als Hamlet" title="David Tennant als Hamlet (&copy; by Ellie Kurttz / RSC)" width="241" height="319" class="alignright" /></a>Das war die Frage f&#252;r uns an einem Freitag Anfang August (diesen Text hier habe ich leider viel zu lange unfertig liegen gelassen). Eigentlich war es die Frage f&#252;r David Tennant, der in Stratford-upon-Avon als <a href="http://www.rsc.org.uk/WhatsOn/5723.aspx" class="liexternal">Hamlet</a> auf der B&#252;hne steht. Angek&#252;ndigt wurde die Produktion der Royal Shakespeare Company unter der Regie von Gregory Doran schon im letzten Herbst. Weil der Start des &#246;ffentlichen Kartenverkaufs mitten in meinen Umzug fiel, hatte ich mich viel zu lange nicht um Karten gek&#252;mmert. Aber Anfang November, glaube ich, haben wir dann doch noch Tickets f&#252;r die Vorstellung bekommen. Wir haben uns lange Zeit gefragt, wieso ausgerechnet an diesem einen Freitag von allen Wochenenden der kompletten Spielzeit noch gute Pl&#228;tze verf&#252;gbar waren. Mittlerweile ist uns aufgegangen, dass wir uns da wohl bei den Olympischen Spielen bedanken d&#252;rfen, deren Er&#246;ffnung an diesem Freitag Nachmittag lief.</p>
<p>Also, Hamlet. Ich muss zugeben, ich mag das St&#252;ck eigentlich nicht. Wir haben es im Deutschunterricht vor Jahren wochenlang durchgekaut, inklusive des Vergn&#252;gens, DEN MONOLOG auswendig lernen und vortragen zu d&#252;rfen. Ich mag es trotzdem nicht. Die Charaktere ergeben f&#252;r mich gr&#246;&#223;tenteils wenig Sinn, und am Ende sind sie dann alle tot. Na toll.</p>
<p>Andererseits: David Tennant und Patrick Stewart! Zusammen auf der B&#252;hne! In einem Shakespeare-St&#252;ck in Stratford! Da &#252;berlegt man dann trotz dieser Abneigung nicht zweimal. Schlie&#223;lich stand ein ordentlicher Theaterbesuch sowieso auf unserem Plan f&#252;r die Jahre hier in Gro&#223;britannien, und Patrick Stewart mal live auf der B&#252;hne zu sehen, ist auch schon seit langem angedacht (zur FedCon hat er es bisher ja nicht geschafft). Und seit wir letztes Jahr mit <em>Doctor Who</em> angefangen haben, sind wir nat&#252;rlich beide auch Fans von David Tennant. Dazu kommt die Chance, sich Stratford-upon-Avon anzuschauen, die Geburtsstadt von William Shakespeare.</p>
<p>Stratford selbst ist eine kleine Stadt, mitten im s&#252;dlichen England und um die zwei Stunden von Cardiff entfernt. Sie liegt am Avon, der von dort aus nach S&#252;dwesten in den Severn flie&#223;t. Die Stadt selbst ist nett und &#252;berschaubar, war an diesem Freitag aber schon recht gut mit Besuchern gef&#252;llt. Ein guter Teil davon schien wegen Hamlet gekommen zu sein, zumindest meinte die Besitzerin unseres Bed &#038; Breakfasts, es w&#252;rde sich momentan alles um das St&#252;ck drehen.</p>
<p><a href="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/hamlet_02.jpg" rel="lightbox[346]" title="The Courtyard Theatre" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/hamlet_02.thumbnail.jpg" alt="The Courtyard Theatre" title="The Courtyard Theatre" width="200" height="266" class="alignleft" rel="lightbox"/></a>Aufgef&#252;hrt wurde Hamlet im &#8222;Courtyard Theatre&#8220;, da das traditionelle Theater &#8222;The Swan&#8220; gerade im Umbau ist. Das Courtyard Theatre liegt ein paar Meter die Stra&#223;e hinunter, ebenfalls am Avon und wurde wohl nur f&#252;r die &#220;bergangszeit errichtet. Das Foyer ist au&#223;en noch nett holzverkleidet, aber rechts davon und zum Gl&#252;ck gr&#246;&#223;tenteils von B&#228;umen verdeckt pr&#228;sentiert sich das eigentliche Theater als angerosteter Stahlkasten ohne jegliche Architektur. Innen ist es dagegen nett gestaltet und hat vor allem praktisch keine schlechten Pl&#228;tze. Der Innenraum wird von der quadratischen B&#252;hne dominiert. An drei Seiten davon erstecken sich die Sitzpl&#228;tze &#252;ber drei Ebenen, unten mit sieben Reihen, oben mit jeweils drei Reihen. Das sind gar nicht mal so viele Pl&#228;tze, garantiert aber von fast allen Pl&#228;tzen beste Sicht. Und das Theater war auch an diesem Abend wohl ausverkauft, w&#228;hrend es im Foyer eine kleine Schlange f&#252;r zur&#252;ckgegebene Tickets gab.</p>
<p>Am Theater kann man sich eigentlich nur &#252;ber eine Sache beschweren: Die Sitze waren furchtbar unbequem! Wenn man gem&#252;tliche Kinositze mit Armlehne und Getr&#228;nkehalter gewohnt ist, war das schon eine Umstellung: Auf die wenigen verf&#252;gbaren Reihen wurde eine maximale Anzahl von m&#246;glichst schmalen Sitzen gequetscht, und Armlehnen waren dabei nur in einigen Reihen angedeutet. Die zwei Stunden bis zur Pause waren darauf nicht wirklich ein Vergn&#252;gen.</p>
<p>Ok, Hamlet also. Kurz nach 19.15 Uhr ging es los, der Saal verdunkelte sich und eine Wache betrat die B&#252;hne. Das St&#252;ck war mit um die drei Stunden nicht gerade kurz, aber durchaus an einigen Stellen gek&#252;rzt. Ansonsten fiel zuerst auf, dass die Inszenierung aus einer modernen Ausstattung kombiniert mit dem Originaltext bestand. So hatten die Wachen Gewehre und Taschenlampen dabei und die meisten Charaktere trugen keine historischen Kost&#252;me. Das funktionierte erstaunlich gut, aber dazu gleich mehr.</p>
<p>Nach den Wachen und Horatio betrat dann David Tennant als Hamlet die B&#252;hne. Prinzipiell eignet er sich f&#252;r den Charakter hervorragend, denke ich. Er hat das Jugendliche eines Hamlet, aber auch den leicht manischen Hauch. Und er hat die Rolle im Rahmen ihrer von Shakespeare vorgegebenen Restriktionen wirklich gut r&#252;bergebracht. Das erw&#228;hnte Fehlern historischer Kost&#252;me f&#252;hrte leider dazu, dass Hamlet gr&#246;&#223;tenteils im Smoking zu sehen war, was es doch schwerer machte, Tennant nicht als Doctor Who zu sehen. Immerhin, es gab keine roten Turnschuhe, eher turnte Tennant zeitweise barfu&#223; &#252;ber die B&#252;hne.</p>
<p><a href="http://www.rsc.org.uk/downloads/gallery/images/hamlet08_012l.jpg" rel="lightbox[346]" title="Patrick Stewart als Claudius (&copy; by Ellie Kurttz / RSC)" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/hamlet_03.jpg"  alt="Patrick Stewart als Claudius" title="Patrick Stewart als Claudius (&copy; by Ellie Kurttz / RSC)" width="200" height="288" class="alignright" /></a>Ein oder zwei Szenen sp&#228;ter betrat dann auch Patrick Stewart die B&#252;hne, als Hamlets Onkel Claudius. Genaugenommen war er aber vorher schon zu sehen gewesen, denn Stewart spielte nebenbei auch die Rolle des Geistes von Hamlets Vater. Auch Stewart trug als K&#246;nig gr&#246;&#223;tenteils formale Abendgarderobe, was ein wenig an Professor Xavier aber ansonsten nicht zu sehr an Captain Picard erinnerte. Sowohl Tennant als auch Stewart sind erfahrene Theater-Schauspieler (auch wenn Patrick Stewart nat&#252;rlich zwanzig oder drei&#223;ig Jahre Erfahrung mehr hat), und es machte wirklich Spa&#223; den beiden zuzusehen.</p>
<p>Neben den beiden Stars Stewart und Tennant waren ein gutes Dutzend Schauspieler zu sehen, von Anf&#228;ngern in ihrer ersten Saison mit der RSC bis zu alten Hasen. Spontan bekannt kam mir <a href="http://www.imdb.com/name/nm2916966/" class="liimdb">David Ajala</a> vor, den ich kurz zuvor in &#8222;The Dark Knight&#8220; gesehen hatte, w&#228;hrend Diana <a href="http://www.imdb.com/name/nm0203882/" class="liimdb">Oliver Ford Davies</a> wiedererkannte und richtig den neueren Star-Wars-Filmen zuordnete (er spielte den Kanzler von Naboo). &#220;berraschenderweise lieferte auch ausgerechnet Oliver Ford Davis die beste Performance des St&#252;cks ab, fand ich. Alle Schauspieler haben ihre Rollen gut gespielt, manche auch sehr gut (Mariah Gale etwa gab als Ophelia wirklich alles), aber Davis fiel aus Polonius durchaus etwas aus dem Rahmen, denn er schaffte es aus diesem eigentlich absolut langweiligen Nebencharakter wirklich etwas herauszuholen. Sein Polonius sorgte immer wieder f&#252;r Heiterkeit beim Publikum, wenn er mitten im Satz h&#246;rbar begann gedanklich abzuschweifen, sich Aufz&#228;hlungen in die L&#228;nge zogen und schlie&#223;lich verwirrt abgebrochen wurden. Dieser leicht verwirrte Polonius war wirklich liebenswert dargestellt und man hatte das Gef&#252;hl, dass hier der Schauspieler tats&#228;chlich einem eigentlich blassen Charakter durch ein paar kleine Tricks Leben einhaucht. Gut, das kann nat&#252;rlich auch aus dem Script kommen, aber ich fand es auf jeden Fall gelungen.</p>
<p>Sehr gelungen fand ich auch die ganze Inszenierung des St&#252;cks. Ich bin kein wirklich erfahrener Theaterg&#228;nger, deswegen kann ich nicht beurteilen inwiefern das eine wirklich kreative Umsetzung ist und was daran vielleicht Standard oder die ganz normale Theater-Magie ist. Als TV- und Kino-Fan fand ich es jedenfalls toll, mit wie sp&#228;rlicher Ausstattung die B&#252;hne zum Leben erwachte. Eine n&#228;chtliche Szene au&#223;erhalb des Schlosses? Das Licht wurde einfach abgeschaltet und die Schauspieler liefen mit Taschenlampen &#252;ber die dunkle B&#252;hne. Man hat nicht viel gesehen, aber die Atmosph&#228;re dieser Szene hat absolut gestimmt. Der Thronsaal des Schlosses? Es kamen einfach sechs Kronleuchter von der Decke gefahren. Das war&#8217;s, keine Deko wenn sie nicht ben&#246;tigt wurde, sp&#228;ter erst kam der Thron dazu. Und trotzdem spielte die Szene ganz selbstverst&#228;ndlich im Thronsaal des Schlosses, die Leuchter reichten daf&#252;r wirklich aus.</p>
<p><a href="http://www.rsc.org.uk/downloads/gallery/images/hamlet08_004l.jpg" rel="lightbox[346]" title="Oliver Ford David als Polonius und Mariah Gale als Ophelia (&copy; by Ellie Kurttz / RSC)" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/10/hamlet_04.jpg" alt="Polonius und Ophelia" title="Oliver Ford David als Polonius und Mariah Gale als Ophelia (&copy; by Ellie Kurttz / RSC)" width="364" height="266" class="alignleft" /></a>Sp&#228;ter wurde noch das ein oder andere M&#246;belst&#252;ck &#252;ber die B&#252;hne geschoben, aber doch meist eher sp&#228;rlich. Eine gr&#246;&#223;ere Rolle spielte eine riesige Spiegelwand, hinter der Polonius sein Ende fand und die fortan ein Riss vom Boden bis zur Decke zierte, da Hamlet in dieser Version nicht zum Degen sondern zur Pistole griff. Und ebenfalls sehr gelungen fand ich die Szene mit dem Totengr&#228;ber: Hier wurde beim Szenenwechsel schnell ein St&#252;ck Rasen auf die B&#252;hne gerollt, und ehe man wirklich sah, was passierte, tauchte pl&#246;tzlich ein Kopf aus dem Rasenst&#252;ck mit dem offenen Grab auf. Da hatte man die Grab&#246;ffnung geschickt &#252;ber eine &#214;ffnung im B&#252;hnenboden gelegt, so dass der Totengr&#228;ber (ebenfalls ein sehr witziger und gut gespielter Charakter, aber dieser Witz steckte ja schon im St&#252;ck) tats&#228;chlich bis zu den Schultern in dem Grab stehen konnte. Sehr einfach, aber wie ich fand doch sehr effektiv.</p>
<p>Noch gewagter wurde es gegen Ende: Die norwegische Armee seilte sich in voller Kampfmontur zu Helikopterger&#228;uschen von der Decke ab. Genau wie der Rest der Kost&#252;me passte das auf eigent&#252;mliche Weise gut zum St&#252;ck und zur Inszenierung, trotz des klassischen Textes. Vielleicht auch gerade, weil man keine gro&#223;e Show daraus machte. Nur in einer Szene brach die Modernit&#228;t f&#252;r einen Moment in das St&#252;ck ein, als Ophelia im Koffer ihres abreisenden Bruders eine Packung Kondome fand. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In dieser Hinsicht ergab sich &#252;brigens auch ein h&#252;bscher Kontrast als sp&#228;ter im St&#252;ck die Schauspielertruppe an den Hof kam und ein St&#252;ck auff&#252;hrte: Dieses war n&#228;mlich komplett klassisch gehalten, incl. riesigen R&#246;cken und dramatisch geschminkten M&#228;nnern in Frauenrollen. Durch den leicht &#252;bertriebenen Stil war es als St&#252;ck im St&#252;ck erkennbar, und die v&#246;llig andere Ausstattung hob es noch mal ein St&#252;ck weiter ab.</p>
<p>Alles in allem war es trotz der unbequemen Sitze ein kurzweiliger Abend und der Ausflug nach Stratford hat sich f&#252;r &#8222;Hamlet&#8220; absolut gelohnt. Nach dem Ende der Vorstellung warteten wir &#252;brigens noch kurz an der Stage Door. Leider nicht allein, sondern mit hundert oder mehr Doctor-Who-Fans (nehme ich mal an), von denen die meisten schneller als wir gewesen waren. Es f&#252;hlte sich fast etwas l&#228;cherlich an, da im beginnenden Nieselregen zu warten, aber nach einigen Minuten kam dann tats&#228;chlich David Tennant kurz raus und unterschrieb schnell was ihm vorne an der Absperrung so gereicht wurde. Leider standen wir eher so in der f&#252;nften Reihe und hatten keine Chance, ihn zu erreichen. Trotzdem war das ein witziger Abschluss des Abends. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Soundtrack: Doctor Who Series 3</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 07:42:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/doctor_who_series_3_soundtrack.thumbnail.jpg" width="128" height="128" alt="CD-Cover" title="Doctor Who Soundtrack Series 3" class="imageframe imgalignleft" />Vor etwas &#252;ber einem Jahr habe ich meine erste "Doctor Who"-Folge gesehen und es leider immer noch nicht geschafft, etwas &#252;ber diese geniale Serie zu schreiben. Heute will ich zumindest den Soundtrack zur dritten Staffel kurz vorstellen, der seit gestern bei mir auf Dauerschleife l&#228;uft. Die Musik der neuen "Doctor Who"-Serie wird genau wie die des Ablegers "Torchwood" von Murray Gold geschrieben. Zu den ersten beiden Staffeln ist schon ein Soundtrack erschienen, den ich aber noch nicht besitze, so dass ich dahingehend keine Vergleiche anstellen kann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/doctor_who_series_3_soundtrack.jpg" width="275" height="275" alt="CD-Cover" title="Doctor Who Soundtrack Series 3" class="imageframe imgalignleft" />Vor etwas &#252;ber einem Jahr habe ich meine erste &#8222;Doctor Who&#8220;-Folge gesehen und es leider immer noch nicht geschafft, etwas &#252;ber diese geniale Serie zu schreiben. Heute will ich zumindest den Soundtrack zur dritten Staffel kurz vorstellen, der seit gestern bei mir auf Dauerschleife l&#228;uft. Die Musik der neuen &#8222;Doctor Who&#8220;-Serie wird genau wie die des Ablegers &#8222;Torchwood&#8220; von Murray Gold geschrieben. Zu den ersten beiden Staffeln ist schon ein Soundtrack erschienen, den ich aber noch nicht besitze, so dass ich dahingehend keine Vergleiche anstellen kann. Die dritte Staffel der Serie bescherte uns mit Martha Jones einen neuen Companion sowie mit dem Master einen der klassischsten Gegenspieler &#252;berhaupt. Dazwischen gab es viele spannende, spa&#223;ige und dramatische Episoden. All diese Geschichten werden von Murray Golds Musik wundervoll eingefangen. Gespielt wird die Musik vom <span lang="en">BBC National Orchestra of Wales</span>, dirigiert von Ben Foster.</p>
<h3>Der Soundtrack</h3>
<p>Was mir im Vergleich zu vielen anderen Soundtracks auff&#228;llt: Da die Musik aus einem guten Dutzend ganz verschiedener Episoden stammt, ist sie nicht so in sich geschlossen wie man das von einem Film-Soundtrack gew&#246;hnt ist. Murray Gold packt in seine Musik die verschiedensten Stile, je nach den Erfordernissen der Episode. So klingt der Soundtrack manchmal bombastisch-orchestral nach &#8222;Gladiator&#8220; von Hans Zimmer und Lisa Gerrard, an anderen Stellen erinnert er an Danny Elfmans &#8222;Batman&#8220;. Jazzige St&#252;cke wechseln sich ab mit action-getriebenen Tracks, milit&#228;risch klingende St&#252;cke mit wunderbaren Themen, die einfach den &#8222;Sense of Wonder&#8220; der Serie transportieren. Und dazu gibt es als Dreingabe noch zwei von <a href="http://johannes-ruthenberg.de/yamit-mamo" >Yamit Mamo</a> gesungene Songs. Diese Unterschiedlichkeit macht den Soundtrack nicht ganz so einfach zu h&#246;ren, da sich laute und leise, langsame und schnelle St&#252;cke abwechseln. Auf der anderen Seite sorgt das auch daf&#252;r, dass die Musik immer spannend bleibt.</p>
<p>Und vor allem kriegt man hier <em>wirklich</em> etwas f&#252;r sein Geld: Die CD enth&#228;lt ganze 28 Tracks mit einer Spielzeit von 1 Stunde und 14 Minuten! Neben den Episoden der dritten Staffel ist auch Musik aus den Christmas Specials &#8222;The Runaway Bride&#8220; (vor der dritten Staffel) und &#8222;Voyage Of The Damned&#8220; (nach der dritten Staffel) enthalten. Au&#223;erdem gibt es ein sch&#246;n gestaltetes Booklet, mit einer wie immer witzigen Einleitung von Produzentin Julie Gardner und kurzen Kommentaren von Murray Gold zu jedem St&#252;ck.</p>
<h3>Die Tracks</h3>
<p>Folgende St&#252;cke sind auf der CD enthalten:</p>
<ol lang="en">
<li>All The Strange, Strange Creatures (The Trailer Music)</li>
<li>Martha&#8217;s Theme</li>
<li>Drowning Dry</li>
<li>The Carrionites Swarm</li>
<li>Gridlocked Cassinis</li>
<li>Boe</li>
<li>Evolution Of The Daleks</li>
<li>My Angel Put The Devil In Me</li>
<li>Mr Smith And Joan</li>
<li>Only Martha Knows</li>
<li>Smith&#8217;s Choice</li>
<li>Just Scarecrows To War</li>
<li>Miss Joan Redfern</li>
<li>The Dream Of A Normal Death</li>
<li>The Doctor Forever</li>
<li>Blink (Suite)</li>
<li>The Runaway Bride</li>
<li>After The Chase</li>
<li>The Futurekind</li>
<li>YANA (Excerpt)</li>
<li>The Master Vainglorious</li>
<li>Martha&#8217;s Quest</li>
<li>This Is Gallifrey: Our Childhood, Our Home</li>
<li>Martha Triumphant</li>
<li>Donna&#8217;s Theme</li>
<li>The Stowaway</li>
<li>The Master Tape</li>
<li>Abide With Me</li>
</ol>
<p>Der erste Track wurde f&#252;r die Trailer der dritten Staffel benutzt und enth&#228;lt verschiedene Themen. Es beginnt mit dem kr&#228;ftigen Gallifrey-Thema, welches sp&#228;ter in Track 23 wieder anklingt. Aber auch Marthas Thema steckt hier schon drin, was in Track 2 noch mal l&#228;nger zu h&#246;ren ist. Es beginnt ruhig und mystisch klingend und erst relativ sp&#228;t kommt die typische Martha-Melodie auf. Auf dem gleichen Thema basiert &#8222;Martha Triumphant&#8220; vom Ende der Staffel, nur klingt die Musik hier orchestraler.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/doctor_who_series_3_soundtrack2.jpg" width="200" height="169" alt="R&#252;ckseite der CD" class="imageframe imgalignright" />Es folgen zwei eher action-reiche Themen aus der Shakespeare-Folge sowie ein kurzes, lockeres Thema aus der Folge &#8222;Gridlock&#8220;. Track 6 &#8222;Boe&#8220; geh&#246;rt zu meinen Lieblingsst&#252;cken der CD. Die Musik ist ruhig, aber mit einem energetischen Thema, das irgendwie das geheimnisvolle Flair des Face of Boe einf&#228;ngt. Und obwohl es, soweit ich mich an die Episode erinnere, die Todesszene des Charakters begleitet, ist es eher fr&#246;hlich und optimistisch und einfach wundersch&#246;n.</p>
<p>Von dort geht es zu einem martialischen, aber kurzen Dalek-Thema, untermalt von einem unheilvoll klingenden Chor. Aus der gleichen Episode folgt dann der Song &#8222;My Angel Put The Devil In Me&#8220;. In der Episode wurde der Song von Miranda Raison gesungen, aber f&#252;r den Soundtrack hat ihn Yamit Mamo neu aufgenommen, m&#246;glicherweise weil er in der Episode nicht komplett zu h&#246;ren war!? Das Lied ist ein klassischer Song, jazzig und beschwingt, wie man ihn in einer in den 30ger Jahren spielenden Episode erwarten w&#252;rde. Und Yamit Mamo bringt das mit einer rauchig klingenden Stimme perfekt r&#252;ber.</p>
<p>Es folgen sechs k&#252;rzere St&#252;cke aus dem Zweiteiler &#8222;Human Nature&#8220; und &#8222;Family Of Blood&#8220;. Murray Gold meint dazu im Booklet, dass er aus diesen Episoden allein ein Soundtrack-Album h&#228;tte zusammenstellen k&#246;nnen. Die St&#252;cke sind mit einem kleineren Orchester umgesetzt worden und klingen deswegen eher ruhig. Lediglich &#8222;Smith&#8217;s Choice&#8220; ist lauter und schneller, da es aus dem Finale des Zweiteilers stammt. &#8222;Only Martha Knows&#8220; f&#228;llt durch Pfeifen etwas aus dem Rahmen, in der Episode war das St&#252;ck wohl ohne zu h&#246;ren. &#8222;Just Scarecrows To War&#8220; klingt entsprechend dem Thema der Episode milit&#228;risch, angelehnt an typische Milit&#228;rm&#228;rsche. &#8222;The Dream Of A Normal Death&#8220; ist dann wieder ein wundersch&#246;nes, ruhiges Thema, das sich um den Doktor und seine (kurze) Aussicht auf ein normales, sterbliches Leben dreht.</p>
<p>&#8222;The Doctor Forever&#8220; ist das Thema des Doktors und war in vielen Episoden der dritten Staffel zu h&#246;ren. Es enth&#228;lt die mystischen Elemente von Martha&#8217;s Theme und pendelt zwischen ruhigen und schnellen Momenten, mal mit Orchester, mal mit einem Chor im Hintergrund. Alles in allem passt es gut zum Doktor, enth&#228;lt sowohl seine geheimnisvollen Aspekte als auch die Action und das Abenteuer. Ganz am Ende ist auch das Gallifrey-Thema angedeutet, welches dann jedoch wieder in eher nach Abenteuer klingender Musik endet.</p>
<p>Die Suite aus der Episode &#8222;Blink&#8220; beginnt mit einem sehr ruhigen und tief klingenden Fagott, welches von einer schnelleren Melodie abgel&#246;st wird. Auch das passt zur Atmosph&#228;re der Episode, welche generell ruhig und unheimlich war, abgel&#246;st von kurzen dramatischen Momenten. Die n&#228;chsten beiden St&#252;cke stammen aus dem Christmas-Special &#8222;The Runaway Bride&#8220;. Die Musik zur Verfolgungsjagd ist entsprechend gestaltet, sehr klassisch und an den entsprechenden Stellen mit dem Helden-Thema des Doktors versehen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es folgen sechs St&#252;cke aus dem Finale der dritten Staffel. &#8222;The Futurekind&#8220; ist ein d&#252;steres, schnelles Thema, das wieder eine Verfolgungsjagd illustrierte und irgendwie elektronisch klingt. &#8222;Yana&#8220; ist das Thema des Masters und basiert auf Track 1. Es ist das k&#252;rzestes St&#252;ck der CD und untermalt recht bombastisch das Erscheinen des Masters. &#8222;The Master Vainglorious&#8220; ist sehr psychedelisch und elektronisch und gef&#228;llt mir am wenigsten. Es ist einfach verglichen mit der restlichen Musik eher stressig, auch wenn es dann ab der Mitte von elektronischen Sounds wieder zum klassischen Orchester driftet und am Ende beides kombiniert. Nat&#252;rlich passt es gut zum Charakter des Masters, illustriert sch&#246;n seine Energie, seinen Machthunger und seinen Gr&#246;&#223;enwahn. </p>
<p>Mein absolutes Lieblingsst&#252;ck der CD ist &#8222;This Is Gallifrey: Our Childhood, Our Home&#8220;. Das St&#252;ck wurde, soweit ich mich erinnere, gespielt zu den Erinnerungen des Doktors und des Masters an Gallifrey, ihren untergegangenen Heimatplaneten. Es ist von einem konstanten Beat unterlegt, die Hauptmelodie wechselt dagegen zwischen langsameren und schnelleren Teilen. Die Musik transportiert einfach perfekt den &#8222;Sense of Wonder&#8220; dieser Welt, aber auch die Melancholie, die Sehnsucht nach einer grandiosen Heimat, die f&#252;r immer verloren ist. Dazwischen klingt auch das Thema des Masters wieder an, vermutlich passend zu seinen Erinnerungen. Stilistisch erinnert es an Boes Thema, vor allem in dessen zweitem Teil, ist aber durch den treibenden Beat irgendwie bewegter und schneller.</p>
<p><a href="http://www.bbc.co.uk/doctorwho/gallery/2007_x/800/10.jpg" rel="lightbox[345]" title="Band im Ballsaal der Titanic -- Murray Gold steht rechts neben Yamit Mamo" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/01/yamit_mamo_2.jpg" width="500" height="333" alt="Titanic-Band" title="Band im Ballsaal der Titanic -- Murray Gold steht rechts neben Yamit Mamo" class="imageframe imgaligncenter" /></a></p>
<p>&#8222;Donna&#8217;s Theme&#8220; ist ruhiger, klingt aber sehr nach &#8222;The Runaway Bride&#8220;. Es folgt der zweite Song des Albums, wieder gesungen von Yamit Mamo. &#8222;The Stowaway&#8220; wurde von der Geschichte des Christmas Specials vor der vierten Staffel inspiriert und war dort im gro&#223;en Ballsaal der Titanic zu h&#246;ren. Yamit Mamo sang das Lied auch onscreen in der Episode und wurde dabei unterst&#252;tzt von Murray Gold und Dirigent Ben Foster. Murray Gold entschuldigt sich im Booklet ausdr&#252;cklich f&#252;r die schlechten Background-S&#228;nger. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  W&#228;hrend Yamit Mamo in Track 8 noch rauchig und jazzig klang, bringt sie diesen Song wunderbar melodisch-beschwingt r&#252;ber. Was soll ich sagen: Ohrwurm-Gefahr!</p>
<p>&#8222;The Master Tape&#8220; ist dann noch einmal ein Ausflug zur&#252;ck zum Master. Das Thema ist sehr schnell und kr&#228;ftig, aber weniger elektronisch als Track 21 und alles in allem viel sch&#246;ner anzuh&#246;ren. Das Album endet mit der christlichen Hymne &#8222;Abide With Me&#8220; von Henry Francis Lyte und William Henry Monk (1847/1861), gesungen vom Crouch End Festival Chorus. Das ruhige und w&#252;rdevoll klingende Lied war am Ende der Episode &#8222;Gridlock&#8220; zu h&#246;ren. Es f&#228;llt etwas aus dem Rahmen verglichen mit der restlichen Musik und passt deswegen wohl ganz gut ans Ende der CD.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Murray Golds Musik ist abwechslungsreich und einfach spannend. Actionreiche Musik ist hier gemischt mit wunderbaren Themen und tollen Songs. Allen Fans der neuen &#8222;Doctor Who&#8220;-Serie kann ich dieses Album uneingeschr&#228;nkt empfehlen. Inwiefern die Musik auch Leuten gef&#228;llt, die die Serie nicht kennen, bin ich mir nicht sicher. F&#252;r mich zumindest transportiert ein Soundtrack in erster Linie die Bilder, Geschichten und Emotionen des Filmes. Aber vielleicht ist Murray Golds Musik, in der das ganze Doctor-Who-Universum so wunderbar beschrieben ist, ja auch ein Ansporn, mal in die Serie reinzuschauen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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