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	<title>Delta Orionis &#187; Datenschutz</title>
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		<title>Datenberge bei Amazon</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 01:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Beitrag m&#246;chte ich kurz ein paar Gedanken zum Thema Amazon und Datenschutz aufschreiben. Das ganze ist nicht so ernst gemeint, wie es sich vielleicht liest. Es sind einfach nur ein paar Betrachtungen dazu, die mir vor kurzem durch den Kopf gingen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Beitrag m&#246;chte ich kurz ein paar Gedanken zum Thema Amazon und Datenschutz aufschreiben. Das ganze ist nicht so ernst gemeint, wie es sich vielleicht liest. Es sind einfach nur ein paar Betrachtungen dazu, die mir vor kurzem durch den Kopf gingen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wisst ihr noch, was eure erste Bestellung bei Amazon war? Nein? Das k&#246;nnt ihr ganz einfach nachschlagen, denn Amazon hebt diese Daten alle auf. In meinem Fall ist das bald acht Jahre her: Am 12. M&#228;rz 2000 habe ich offensichtlich die CD &#8222;Dust In The Wind&#8220; der Band <em>Kansas</em> bei amazon.de bestellt. Die komplette, nach Jahren geordnete Liste der vergangenen Bestellungen findet man, wenn man sich bei Amazon einloggt und unter &#8222;Wo ist meine Bestellung?&#8220; in der DropDown-Box &#8222;Alle fr&#252;heren Bestellungen nach Jahren sortiert&#8220; ausw&#228;hlt. Ich war ehrlich &#252;berrascht, als ich diesen Men&#252;punkt letztens entdeckte. Leider ist das ganze Loginsystem bei Amazon ja maximal verwirrend gemacht, und das ist auch schon seit Jahren so. Nicht mal einen klar beschrifteten Logout-Link gibt es dort.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/amazon_01.jpg" width="475" height="148" alt="Screenshot" title="Alle fr&#252;heren Bestellungen nach Jahren sortiert" class="imgaligncenter" /></p>
<p>Eigentlich h&#228;tte es mich aber nicht &#252;berraschen m&#252;ssen, eine komplette Liste meiner Bestellungen dort zu finden. Jedem Amazon-Kunden sollte schlie&#223;lich schon aufgefallen sein, dass Amazon sich gro&#223;e M&#252;he gibt, aus dem bisherigen Verhalten des Kunden spezielle Empfehlungen und Ansichten zu generieren. Von &#8222;Ihnen k&#246;nnten diese Artikel gefallen&#8220; &#252;ber &#8222;Kunden, die dasselbe suchten wie Sie, haben gekauft&#8220; bis zu &#8222;G&#246;nnen Sie sich etwas&#8220; als Auszug aus dem eigenen Amazon-Wunschzettel. Und das ist so erstmal ja auch gar nicht schlecht. Im Gegenteil, <a href="http://johannes-ruthenberg.de/lucy-kaplansky-the-red-thread" >manchmal</a> bekommt man so tats&#228;chlich Infos &#252;ber Neuerscheinungen, die einen interessieren, oder findet verwandte Artikel, die man noch nicht kennt, aber die den eigenen Geschmack treffen. Gegen diese Art der Datenverwendung habe ich also prinzipiell gar nichts.</p>
<p>Was ich jedoch befremdlich finde, ist, dass man als Kunde keinen Einfluss darauf hat, welche Daten Amazon verwendet. Das &#228;u&#223;ert sich prim&#228;r darin, dass ich meine bisherigen Bestellungen aus dieser ewigen Liste nicht l&#246;schen kann. <span class="strike">Ich kann auch nicht alternativ angeben, dass eine bestimmte Bestellung nicht in mein Profil einflie&#223;en soll.</span> [Update: Ok, geht doch. Siehe unten.]</p>
<p>Warum w&#252;rde man das machen wollen? Nun, da gibt es eine ganze Reihe Gr&#252;nde, aber fangen wir mit etwas Konkretem an: Die ewige Liste verr&#228;t mir, dass ich am 5. Juli 2005 das Buch &#8222;Eine Reihe betr&#252;blicher Ereignisse, Bd.4. Die unheimliche M&#252;hle&#8220; bestellt habe. Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich das f&#252;r eine Freundin bestellt habe, auch wenn ich nicht mehr wei&#223;, warum. Von ihrem Geburtstag und von Weihnachten ist das Datum zu weit entfernt&#8230; Egal, ich habe es also &#252;ber meinen Account bestellt. Alle paar Monate (subjektiv gef&#252;hlt: einmal die Woche) kriege ich von Amazon nun eine E-Mail, wenn ein neuer Band der scheinbar endlosen Lemony-Snicket-Reihe erschienen ist. &#8222;Amazon.de hat neue Empfehlungen f&#252;r Sie, auf Basis der Artikel, die Sie gekauft oder bewertet haben.&#8220; Es gibt leider keine M&#246;glichkeit, Amazon mitzuteilen, dass mich dieser spezielle Artikel nicht die Bohne interessiert.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/amazon_02.jpg" width="475" height="331" alt="Screenshot" title="Eine Reihe betr&#252;blicher Ereignisse -- mal wieder" class="imageframe imgaligncenter" /></p>
<p>Nat&#252;rlich zwingt einen niemand, bei Amazon zu bestellen. Vermutlich kann man dort irgendwo auch den Empfang von Newslettern komplett deaktivieren (na, das hoffe ich doch zumindest mal). Dann tauchen die &#8222;betr&#252;blichen Ereignisse&#8220; aber immer noch (gelegentlich) auf der Startseite auf, wenn ich eingeloggt bin. Und das w&#228;re gleich mein n&#228;chster Kritikpunkt: Nehmen wir mal rein hypothetisch an, ich h&#228;tte das Weihnachtsgeschenk meiner Frau bei Amazon bestellt. Dann h&#228;tte ich nun den ganzen Dezember &#252;ber aufpassen m&#252;ssen, nicht bei Amazon eingeloggt zu sein, wenn sie mir &#252;ber die Schulter schaut, damit nicht die Startseite schon per &#8222;Ihnen k&#246;nnten diese Artikel gefallen&#8220; die &#220;berraschung verr&#228;t.</p>
<p>Na gut, dann loggt man sich eben wieder aus nach dem Einkauf. Oder kauft den Artikel woanders. Aber selbst das reicht nicht wirklich aus, denn Amazon trackt auch ausgeloggt, was man sich auf der Seite <em>ansieht</em>. Nur mal nach einem potentiellen Geschenk geschaut? Dann taucht danach auf der Startseite die neue Rubrik &#8222;Was kaufen Kunden, die sich diesen Artikel angesehen haben?&#8220; auf, mit Empfehlungen basierend auf dem angeschauten Artikel. Ein paar Klicks sp&#228;ter finde ich das noch deutlicher als &#8222;Mehr zu entdecken &#8211; Sie haben sich angesehen: &#8211; Ihnen k&#246;nnten diese Artikel gefallen:&#8220; wieder. Man muss die Cookies l&#246;schen, wenn man nicht die n&#228;chste Zeit &#252;ber daran erinnert werden m&#246;chte, was man sich angesehen hat. Und bei einem gemeinsam genutzten Laptop ist es durchaus eine reale Gefahr, dadurch eine &#220;berraschung zu verraten.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man sich das alles auch noch viel weiter denken. Strafverfolgungsbeh&#246;rden w&#252;rde es z.B. sicher interessieren, was ihre Verd&#228;chtigen so einkaufen. Und die Kamasutra-Ausgabe kauft man vielleicht auch besser vor Ort in der Buchhandlung, wenn man nicht f&#252;r immer entsprechende Empfehlungen bekommen m&#246;chte. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Fazit: Man &#252;berlege sich hin und wieder, welche Daten man Amazon anvertraut und was man dort kaufen m&#246;chte. Trotz allem mag ich Amazon aber und werde da auch sicher weiter bestellen. Ich w&#252;nschte mir nur, Amazon w&#252;rde den Datenschutz seiner Kunden etwas ernster nehmen und vielleicht sogar mal den verwirrenden Login-Bereich &#252;berarbeiten. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Update</h3>
<p>Ich muss mich korrigieren, man kann doch beeinflussen, was Amazon f&#252;r die Erstellung der Empfehlungen verwendet. Danke Kathrin f&#252;r den Tipp! Einfach einloggen und unter &#8222;Mein Konto&#8220; runterscrollen zu &#8222;Verbessern Sie Ihre Empfehlungen&#8220;. Auf dieser Seite hat man alle seine bestellten oder bewerteten Artikel aufgelistet und kann rechts eine Checkbox anhaken, ob der Artikel f&#252;r die Empfehlungen ber&#252;cksichtigt werden soll. Das ganze ist genauso wie ich mir das nach der Entdeckung meiner Bestelliste vorgestellt hatte, und sogar schon schick mit Ajax umgesetzt. Interessant dabei: Ein Artikel, den ich als Geschenk f&#252;r jemand anders bestellt hatte, flie&#223;t offenbar nicht in meine Empfehlungen ein.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2008/02/amazon_03.jpg" width="475" height="149" alt="F&#252;r meine Empfehlungen ber&#252;cksichtigen" title="F&#252;r meine Empfehlungen ber&#252;cksichtigen" class="imageframe imgaligncenter" /></p>
<p>Wieso habe ich das nicht gleich gefunden? Nun, ich hatte schon erw&#228;hnt, dass ich den Loginbereich bei amazon.de maximal verwirrend finde, weswegen ich mich da auch nie wirklich umgeschaut habe. In der Liste der Bestellungen h&#228;tte ich diese M&#246;glichkeit instinktiv erwartet, da gibt es aber nicht mal einen Link zu der alternativen Ansicht. Der eigentliche Grund, wieso ich nicht weiter danach gesucht habe, ist aber ein anderer: Ich hatte letztens spa&#223;eshalber mal bei Amazon angefragt und mein &#8222;Problem&#8220; geschildert, und in der Antwort des Supports hie&#223; es sinngem&#228;&#223;, es g&#228;be leider momentan keine M&#246;glichkeit, die Empfehlungen zu beeinflussen. Dummerweise habe ich die Mail schon gel&#246;scht, sonst k&#246;nnte ich das im Wortlaut zitieren. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Tja, dieser Beitrag ist jetzt ein bisschen witzlos, aber ich lasse ihn mal so stehen. Hat ja immerhin was gebracht, und ich bin jetzt sehr auf meine n&#228;chste Empfehlungsmail gespannt. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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