Only the rain

JR am 26. April 2009 um 22:37 Uhr

Kurzgeschichte von Johannes Ruthenberg, entstanden als Schreibübung für die Creative Writing Group, Anmerkungen und Copyright-Hinweise am Ende der Seite

She sat on the cold stone when the rain started to fall. There was no wind and the water felt almost comfortable as it ran down her face.

‘It’s only the rain,’ she thought and looked down on the stone. There was a simple cross at the head of it, nothing fancy, nothing expensive. It had been hard enough to pay for the funeral…

She felt like saying something, but couldn’t really. What was there to say anyway? Absentmindedly she plucked a leaf of weed from the side of the stone plate. Her gaze drifted over the writing on the plate, over the date. Ten years to the day now. Ten years in which she hadn’t quite understood what had killed her sister. But now she knew!

Back then, fate had killed her, bad luck. Think of the tiny chance of getting that particular disease for which no cure existed. Yet. Now, years later, the mechanisms of the disease were finally understood. She had found out about that accidentally, while searching for something completely different on the web. And there it was: The infection, the symptoms, the cure. What would heal you and what would kill you off. A certain type of blood pressure drug would, but who could have known back then?

‘Killed by the wrong prescription,’ she thought, ‘poor Lilly.’ But there was no humour in her thoughts when she finally rose and said good-bye to her sister, as she did every year. It was still raining when she left the cemetery.

Anmerkungen

Geschrieben: 21. Apr 2009, Wörter: 254

Als Schreibübung hatten wir dieses Mal zwei Sachen aus dem Writer’s Block rausgepickt (die ebenfalls aufgeschlagene Seite „write naked“ haben wir dann doch einstimmig beschlossen zu überspringen *g*). Das eine war die Idee, eine Geschichte über die Folgen eines falsch ausgestellten Rezepts zu schreibe, das andere war eine Geschichte über einen Friedhof zu schreiben. Die meisten haben diese Ideen zusammengelegt, weil sich das ja doch irgendwie anbietet. *g*

Das falsche Rezept hätte sich ansonsten sehr für eine humorvolle Geschichte angeboten. Aber an diesem Abend war mir irgendwie nicht danach, schon wieder was Lustiges aus der Schreibübung zu machen, und deshalb ist diese eher düstere Geschichte bei rausgekommen. So richtig zufrieden bin ich aber nicht, man merkt hier doch recht deutlich, dass ich das in etwa 15 Minuten und ohne echte Inspiration geschrieben habe. Einige andere in der Runde hatten da deutlich bessere Ergebnisse.

Diese Geschichte ist mein geistiges Eigentum. Ihr dürft sie gerne speichern, ausdrucken und weitergeben, solange immer mein Name und die Adresse dieser Webseite dabeistehen. Bitte veröffentlicht die Story jedoch nicht auf anderen Internet-Seiten oder in gedruckter Form ohne mein Einverständnis. Und es leuchtet sicher ein, dass ich keinen Spaß verstehe, wenn ihr die Geschichte als eure eigene ausgebt.

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