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	<title>Delta Orionis</title>
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		<title>TV-Serie: Being Human</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 19:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[TV-Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/being_human-1-93x128.jpg" alt="George, Mitchell und Annie" title="George, Mitchell und Annie" width="93" height="128" class="imgalignleft" />Heute m&#246;chte ich euch mal die britische TV-Serie "Being Human" vorstellen, von der gerade die zweite Staffel l&#228;uft. Wie so viele BBC-Serienproduktionen ist sie wirklich gut gemacht, spannend anzuschauen und dabei von der ganzen Atmosph&#228;re her deutlich britisch. Nichts gegen amerikanische Serien, aber das ist auch mal eine sch&#246;ne Abwechslung. Worum geht es in "Being Human"? Mitchell, George und Annie sind drei junge Mittzwanziger, die in Bristol in einer WG zusammenleben -- so erscheint es jedenfalls Au&#223;enstehenden. In Wirklichkeit ist Mitchell ein Vampir, der vor 90 Jahren auf einem Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges gebissen und verwandelt wurde, und George ein Werwolf, der vor ein paar Jahren in einer Vollmond-Nacht angefallen wurde und nun selbst ein Problem mit dem Vollmond hat. Und Annie ist... nun ja, tot.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/being_human-1.jpg" alt="George, Mitchell und Annie" title="George, Mitchell und Annie" width="250" height="342" class="imgalignleft" />Heute m&#246;chte ich euch mal die britische TV-Serie &#8222;Being Human&#8220; vorstellen, von der gerade die zweite Staffel l&#228;uft. Wie so viele BBC-Serienproduktionen ist sie wirklich gut gemacht, spannend anzuschauen und dabei von der ganzen Atmosph&#228;re her deutlich britisch. Nichts gegen amerikanische Serien, aber das ist auch mal eine sch&#246;ne Abwechslung.</p>
<p>Worum geht es in &#8222;Being Human&#8220;? Mitchell, George und Annie sind drei junge Mittzwanziger, die in Bristol in einer WG zusammenleben &#8211; so erscheint es jedenfalls Au&#223;enstehenden. In Wirklichkeit ist Mitchell ein Vampir, der vor 90 Jahren auf einem Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges gebissen und verwandelt wurde, und George ein Werwolf, der vor ein paar Jahren in einer Vollmond-Nacht angefallen wurde und nun selbst ein Problem mit dem Vollmond hat. Und Annie ist&#8230; nun ja, tot. Die drei treffen zusammen, als Mitchell und George das Haus beziehen und zu ihrer Verwunderung den Geist der vorherigen Bewohnerin kennenlernen. Alle drei Charaktere sind f&#252;r sich genommen nicht wirklich revolution&#228;r, hat es alles schon mal gegeben. &#8222;Being Human&#8220; mischt die Geschichten dieser drei Charaktere jedoch zu einer interessanten neuen Mischung.</p>
<p>Wie der Titel der Serie es schon andeutet, geht es f&#252;r alle drei darum, ihre Menschlichkeit angesichts ihrer Umst&#228;nde nicht zu verlieren. Annie ist gr&#246;&#223;tenteils f&#252;r normale Menschen unsichtbar, Vampire und Werw&#246;lfe k&#246;nnen sie aber sehen. Am Anfang der Serie wei&#223; sie nicht, wieso sie nach ihrem Tod immer noch da ist. Sie verbringt ihre Tage damit, Tee zu kochen, den sie nicht trinken kann, weswegen im Haus der drei &#252;berall Teetassen zu finden sind. George ist erst relativ kurz ein Werwolf und hat gro&#223;e Schwierigkeiten, sich damit abzufinden oder diesen Zustand auch nur zu kontrollieren. Er arbeitet genau wie Mitchell in einem Krankenhaus, und sein Vollmond-Problem bricht immer wieder in sein normales Leben ein.</p>
<p class="center"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/being_human-2.jpg" alt="Annie" title="Annie" width="225" height="144" class="aligncenter" /><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/being_human-3.jpg" alt="George" title="George" width="225" height="144" class="aligncenter" /></p>
<p>Geister und Werw&#246;lfe, soweit alles wie gehabt. Mit den Vampiren geht &#8222;Being Human&#8220; etwas einen eigenen Weg. Mitchell ist seit 90 Jahren ein Vampir, hat sich mit dem Zustand aber nie ganz arrangiert. Er hat immer wieder lange Zeit auf menschliches Blut verzichtet, aber so ganz ist er davon nicht weg. Vampire k&#246;nnen in der Serie unbeschadet im Sonnenlicht herumlaufen, sind da h&#246;chstens etwas empfindlicher als normale Menschen. Knoblauch wurde bisher nicht erw&#228;hnt, Kreuze auch nicht. Mitchell hat jedoch kein Spiegelbild und kann nicht gefilmt werden. Der Blutdurst wird in &#8222;Being Human&#8220; weniger wie eine Notwendigkeit behandelt und mehr wie ein Suchtproblem. Vampire k&#246;nnen offenbar mit normaler Nahrung problemlos &#252;berleben, aber das Verlangen nach Blut ist extrem stark.</p>
<p>Soweit also zu den Hauptcharakteren und den prinzipiellen Story-Zutaten der Serie. Die drei verschiedenen phantastischen Elemente erlauben nat&#252;rlich Storys in ganz verschiedener Richtung zu erz&#228;hlen. Ein Fokus der ersten Staffel ist Annies Geschichte, sie findet nach und nach heraus, wieso sie noch als Geist unter den Lebenden weilt. George muss sich mit seinem Werwolf-Dasein arrangieren, w&#228;hrend Mitchell Probleme mit den lokalen Vampiren bekommt. Herrick, welcher ihn damals verwandelte, f&#252;hrt die &#246;rtlichen Vampire an und hat es sich in den Kopf gesetzt, sich nicht l&#228;nger vor den Menschen zu verstecken. All das ergibt ganz unterschiedliche Geschichten, aber die Elemente passen zusammen und erg&#228;nzen sich. Das Grundthema ist bei allen dreien der Gegensatz zwischen Menschlichkeit und der Verwandlung in etwas Unmenschliches. George verwandelt sich einmal monatlich in eine wilde Bestie, Mitchell muss sich jeden Tag aus Neue entscheiden, ob er eine Bestie sein m&#246;chte, und Annie ist einfach unwiderruflich getrennt von der realen Welt.</p>
<p>Dass die Serie so gut ist, wie sie ist, liegt neben den guten Drehb&#252;chern zu einem gro&#223;en Teil an den drei Hauptdarstellern. Aidan Turner spielt Mitchell auf eine Weise, dass man ihm die &#252;ber hundert Lebensjahre tats&#228;chlich abnimmt. Er kann abgekl&#228;rt und ruhig wirken und bringt in anderen Szenen die gef&#228;hrliche Seite von Mitchell genauso gut r&#252;ber. Russell Tovey mimt sehr sch&#246;n den sch&#252;chternen George, der eigentlich nur ein normales Leben f&#252;hren m&#246;chte, und Lenora Crichlow ist als vor Lebensfreude &#252;bersprudelnder Geist zu sehen. Alle drei sind ideal in ihren Rollen und haben auch einfach zu dritt die n&#246;tige Chemie. Die meisten anderen Darsteller sind ebenfalls sehr gut. Lediglich mit Herrrick hatte ich irgendwie meine Probleme, der Schauspieler hat in meinen Augen die Rolle nicht wirklich zum Leben erweckt.</p>
<p class="center"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/being_human-4.jpg" alt="John Mitchell" title="John Mitchell" width="225" height="144" class="aligncenter size-full wp-image-690" /><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/being_human-5.jpg" alt="Das Haus in Bristol" title="Das Haus in Bristol" width="225" height="144" class="aligncenter size-full wp-image-691" /></p>
<p>Die Serie spielt in Bristol, wo sie auch gedreht wird. Wer die Stadt kennt, erkennt da sicher viel wieder. F&#252;r mich beschr&#228;nkt sich das auf ein paar offensichtlichere Ansichten, aber es verleiht der Serie auf jeden Fall einen starken britischen Flair. Wie mit jeder guten britischen Serie ist in den USA auch schon ein Remake in Arbeit, was hoffentlich ordentlich baden geht quotenm&#228;&#223;ig. Dass die Amis fremdsprachige Sachen nachdrehen kann man ja noch verstehen, aber eine britische Serie neu zu verfilmen ist nun wirklich albern. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aktuell l&#228;uft wie gesagt die zweite Staffel. Ohne zu viel vom Ende der ersten verraten zu wollen: Die Geschichte von Mitchell, George und Annie wird sehr sch&#246;n weitergesponnen und um spannende neue Facetten bereichert. Wenn euch die Serie im Fernsehen also mal &#252;ber den Weg l&#228;uft, schaut ruhig rein. Ansonsten sind die sechs Episoden der ersten Staffel auch schon auf DVD erschienen.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sir Terry Pratchett: Shaking Hands With Death</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 21:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute habe ich die diesj&#228;hrige &#8222;Richard Dimbelby Lecture&#8220; geschaut, welche am Montag auf der BBC lief und dieses Jahr von Sir Terry Pratchett gehalten wurde. Richard Dimbelby war ein britischer Journalist und Moderator, der 1965 an Krebs starb. Seit 1972 gibt es die nach ihm benannte Vortragsreihe, in der jedes Jahr einflussreiche Personen aus Politik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/pratchett-dimbleby-1.jpg" alt="Terry Pratchett" title="Terry Pratchett" width="200" height="219" class="imgalignright size-full" />Heute habe ich die diesj&#228;hrige &#8222;Richard Dimbelby Lecture&#8220; geschaut, welche am Montag auf der BBC lief und dieses Jahr von Sir Terry Pratchett gehalten wurde. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Dimbleby" rel="nofollow" class="liwikipedia">Richard Dimbelby</a> war ein britischer Journalist und Moderator, der 1965 an Krebs starb. Seit 1972 gibt es die nach ihm benannte Vortragsreihe, in der jedes Jahr einflussreiche Personen aus Politik und Wirtschaft &#252;ber verschiedenste Themen sprechen. Terry Pratchetts Thema war seine Alzheimer-Erkrankung, der Umgang der Gesellschaft mit dem Tod und Sterbehilfe. Der Titel des Vortrags, &#8222;Shaking Hands With Death&#8220;, ist angesichts von Pratchetts Romanen nat&#252;rlich auch mit einem Augenzwinkern gew&#228;hlt.</p>
<p>Unter Fans hat sich sicher herumgesprochen, dass der Autor der Scheibenwelt-Romane 2007 mit einer Form von Alzheimer diagnostiziert wurde. Es ist eine seltenere Alzheimer-Form, aber <em>Posterior Cortical Atrophy</em> f&#252;hrt bei anderen Symptomen trotzdem zum gleichen Endergebnis. Terry Pratchett hat &#252;ber seine Erkrankung relativ fr&#252;h &#246;ffentlich gesprochen, wohl auch um das Verst&#228;ndnis f&#252;r die Krankheit in der &#214;ffentlichkeit zu f&#246;rdern und Unterst&#252;tzung f&#252;r die Forschung zu gewinnen. In diesem Zusammenhang hat er auch &#246;ffentlich &#252;ber Sterbehilfe gesprochen. Ich erinnere mich da zum Beispiel an einen merkw&#252;rdigen Moment im BBC-Morgenmagazin letztes Jahr, als er sinngem&#228;&#223; meinte, er h&#228;tte nicht vor, die schlimmsten Auswirkungen der Krankheit abzuwarten. Das ist nat&#252;rlich weit jenseits des Levels an Kontroverse, was im flauschig-weichgesp&#252;lten BBC Breakfast geht. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In diesem Zusammenhang war ich sehr gespannt auf diesen 45-min&#252;tigen Vortrag, in dem er seine Position ausf&#252;hrlicher erl&#228;utern konnte. Nach einer kurzen Einleitung &#252;bergab er dabei das Wort an Tony Robinson, welcher an Pratchetts Stelle den Vortrag als &#8222;Stunt-Pratchett&#8220; hielt, wie er meinte. Die Krankheit fordert halt u.a. beim Lesen und Schreiben ihren Tribut, was f&#252;r einen Autoren nat&#252;rlich doppelt bitter ist. Tony Robinson ist jedem Briten und den meisten anderen auch als Baldrick aus Rowan Atkinsons &#8222;Black Adder&#8220; bekannt, hat in den letzten Jahren aber auch viele Dokumentationen gedreht, u.a. auch eine sehr pers&#246;nliche Doku &#252;ber die Demenzerkrankung seiner Mutter. Pratchetts Vortrag hielt er wirklich perfekt, ruhig, fl&#252;ssig und ohne sich selber in den Vordergrund zu spielen. Man h&#246;rte einfach, dass die Worte Pratchett pur waren, auch wenn jemand anders vortrug.</p>
<p>Der Vortrag beginnt mit Erinnerungen an den Tod seines Gro&#223;vaters und Vaters und geht dann zu Pratchetts Alzheimer-Erkrankung &#252;ber. Er erz&#228;hlt von der ersten Diagnose und den Auswirkungen auf seinen Alltag. All das hat er in seinem eigenen humorvollen Stil geschrieben, und das Publikum lachte nat&#252;rlich an den richtigen Stellen. Aber das Wissen, dass es hier um eine reale Person geht, verschaffte dem Vortrag schon eine eigenartig bedr&#252;ckte Atmosph&#228;re, fand ich.</p>
<blockquote lang="en"><p>
PCA manifests itself through sight problems, and difficulty with topological tasks, such as buttoning up a shirt. I have the opposite of a superpower; sometimes I cannot see what is there. [&#8230;] I have little work-arounds to deal with this sort of thing –- people with PCA live in a world of work-arounds.</p>
<p>If you did not know there was anything wrong with me, you would not know there is anything wrong with me. The disease moves slowly, but you know it&#8217;s there. Imagine a very, very slow-motion car crash. Nothing much seems to be happening. There&#8217;s an occasional little bang, a crunch, a screw pops out and spins across the dashboard as if we&#8216;re in Apollo 13. But the radio is still playing, the heater is on and it doesn&#8217;t seem all that bad, except for the certain knowledge that sooner or later you will definitely be going headfirst through the windscreen.
</p></blockquote>
<p>Der Vortrag kommt dann auch bald zum eigentlichen Thema: Sterbehilfe. Immer noch irgendwie ein Tabu-Thema und auf jeden Fall ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Pratchetts Gedanken dazu kommen mir sehr vern&#252;nftig und wohl begr&#252;ndet vor. Pratchetts Argumente sind insbesondere so nachvollziehbar, weil seine Argumentation nicht abstrakt oder akademisch ist, sondern zutiefst pers&#246;nlich. Er erz&#228;hlt von seinem Vater, der nicht an Schl&#228;uchen langsam dahinsiechen wollte, aber dessen Krebserkrankung seinem Leben langsam und nicht speziell w&#252;rdevoll ein Ende setzte. Er vergleicht die heutige Situation mit der Vergangenheit, wo es wesentlich normaler war, dass ein Doktor das Leiden eines Patienten beendete. Insbesondere argumentiert Pratchett gegen Begriffe wie &#8222;assisted suicide&#8220;. Wenn ein unheilbar kranker Patient ohne Hoffnung auf Besserung und mit der Aussicht auf einen h&#228;sslichen Krankheitsverlauf seinem Leben selbst ein Ende setzt, w&#252;rde ich das auch eher nicht als &#8222;Selbstmord&#8220; bezeichnen. Technisch mag es der richtige Begriff sein, aber die Konnotation von &#8222;Mord&#8220; passt einfach nicht.</p>
<p>Der Vortrag endet mit praktischen &#220;berlegungen: Im US-Bundesstaat Oregon ist Sterbehilfe seit 13 Jahren legal (wusste ich noch nicht, Infos dazu finden sich z.B. bei <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/109/424867/text/" class="liexternal">der SZ</a>), und das System funktioniert offenbar relativ gut, ohne dass es massenhaft zu Missbrauch der M&#246;glichkeiten gekommen w&#228;re. Aus anderen L&#228;ndern gibt es sicher ebenfalls Erfahrungswerte dazu. Pratchett schl&#228;gt ein System vor, bei dem sinnvoll besetzte Gremien nach sorgf&#228;ltiger Abw&#228;gung jedes Einzelfalles die Verschreibung eines entsprechenden Medikamentes m&#246;glich machen w&#252;rdenhe. Das w&#252;rde dann insbesondere die heute existierende Kriminalisierung von &#196;rzten und Angeh&#246;rigen vermeiden.</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/pratchett-dimbleby-2.jpg" alt="Tony Robinson und Terry Pratchett" title="Tony Robinson und Terry Pratchett" width="300" height="190" class="imgalignleft size-full" />Und darauf l&#228;uft es letztlich hinaus: Man muss jeden einzelnen Fall neu bewerten. Generalisierende Gegenargumente (&#8222;slippery slope&#8220;) sind nat&#252;rlich &#252;berzeugend und haben Gewicht, sonst h&#228;tte sich diese Debatte schon vor Jahren erledigt. Aber mit ihnen betrachtet man das Problem immer gesamtgesellschaftlich, abstrakt. Es ist eine ganz andere Sache, &#252;ber das Leben eines konkreten Menschen zu sprechen. Wie gesagt, die Atmosph&#228;re des Vortrags war aus diesem Grund etwas bedr&#252;ckend, aber den Vortrag an sich fand ich sehr gut. Alle Argumente sind klar und nachvollziehbar begr&#252;ndet, und wenn man sich Pratchetts Situation anschaut, kann man ihm einfach nicht widersprechen. Es besteht f&#252;r ihn keine Aussicht auf eine Wunderheilung, er kann quasi dabei zuschauen, wie er selber nach und nach verschwindet. Noch ist er bei klarem Verstand und in der Lage, f&#252;r sich selber eine Entscheidung zu treffen. Wer will ihm das wirklich streitig machen?</p>
<blockquote lang="en"><p>
Back in my early reporting days I was told that nobody has to do what the doctor tells them. [&#8230;] I remember what George said and vowed that rather than let Alzheimer&#8217;s take me, I would take it. I would live my life as ever to the full and die, before the disease mounted its last attack, in my own home, in a chair on the lawn, with a brandy in my hand to wash down whatever modern version of the &#8222;Brompton cocktail&#8220; some helpful medic could supply. And with Thomas Tallis on my iPod, I would shake hands with Death. This seems to me quite a reasonable and sensible decision for someone with a serious, incurable and debilitating disease to elect for a medically assisted death by appointment.
</p></blockquote>
<p>Alles in allem: Wirklich sehenswert! Mittlerweile findet sich die Aufnahme auch auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qUE3pBIuAGk&#038;feature=player_embedded" class="liexternal">YouTube</a> und anderen einschl&#228;gigen Quellen. Wen die Debatte um Sterbehilfe an sich interessiert oder wer sich f&#252;r Terry Pratchett interessiert, sollte sich das anschauen oder das <a href="http://www.guardian.co.uk/society/2010/feb/02/terry-pratchett-assisted-suicide-tribunal" class="liexternal">gek&#252;rzte Transkript</a> beim Guardian lesen. Pratchett f&#252;gt der Debatte vermutlich keine wirklich neuen Argumente hinzu, aber er vertritt die vorhandenen Argumente aus seiner pers&#246;nlichen Sichtweise einfach sehr &#252;berzeugend. Ich finde es vor allem sehr achtenswert, dass er dieses Tabuthema anpackt und &#246;ffentlich Stellung dazu bezieht. Aber wie auch immer man dazu stehen mag, es bleibt nat&#252;rlich traurig, dass es gerade einen genialen Autoren wie Terry Pratchett treffen musste.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Altered Carbon</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 19:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Morgan]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/cover_altered_carbon-79x128.jpg" alt="Cover 'Altered Carbon'" title="Cover 'Altered Carbon'" width="79" height="128" class="imgalignleft" />Rezension zu "Altered Carbon" von Richard Morgan, Gollancz London, 2002, ca. 534 Seiten, Ersterscheinung: 2002 (UK)

Im 26. Jahrhundert: Die Menschheit hat sich &#252;ber viele Planeten verteilt, mehr oder weniger freiwillig regiert von den Vereinten Nationen auf der Erde. Diese fragmentierte Menschheit wurde von einer bahnbrechenden Erfindung grundlegend ver&#228;ndert: Seit l&#228;ngerer Zeit l&#228;sst sich das Bewusstsein eines Menschen vom K&#246;rper trennen, speichern, &#252;bertragen und in einen beliebigen neuen K&#246;rper wieder einspielen. Diese Erfindung macht physische Reisen durchs All &#252;berfl&#252;ssig, genauso wie Gef&#228;ngnisse. Vor allem aber macht sie die Menschen potentiell unsterblich, denn jeder Mensch tr&#228;gt einen kortikalen Speicher im R&#252;ckenmark, der sein Bewusstsein abspeichert und reproduzierbar macht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/cover_altered_carbon.jpg" alt="Cover 'Altered Carbon'" title="Cover 'Altered Carbon'" width="200" height="321" class="imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Altered Carbon&#8220; von Richard Morgan, Gollancz London, 2002, ca. 534 Seiten, Ersterscheinung: 2001 (UK)</p>
<p>Deutsche Ausgabe: &#8222;Das Unsterblichkeitsprogrammm&#8220;, Wilhelm Heyne Verlag, 2004, 606 Seiten</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Im 26. Jahrhundert: Die Menschheit hat sich &#252;ber viele Planeten verteilt, mehr oder weniger freiwillig regiert von den Vereinten Nationen auf der Erde. Diese fragmentierte Menschheit wurde von einer bahnbrechenden Erfindung grundlegend ver&#228;ndert: Seit l&#228;ngerer Zeit l&#228;sst sich das Bewusstsein eines Menschen vom K&#246;rper trennen, speichern, &#252;bertragen und in einen beliebigen neuen K&#246;rper wieder einspielen. Diese Erfindung macht physische Reisen durchs All &#252;berfl&#252;ssig, genauso wie Gef&#228;ngnisse. Vor allem aber macht sie die Menschen potentiell unsterblich, denn jeder Mensch tr&#228;gt einen kortikalen Speicher im R&#252;ckenmark, der sein Bewusstsein abspeichert und reproduzierbar macht.</p>
<p>Takeshi Kovacs diente einst im Envoy Corps der UN, einer gef&#252;rchteten Spezialeinheit. Doch seit seiner Entlassung hat er sich des &#246;fteren auf der falschen Seite des Gesetzes wiedergefunden, was mit seinem Tod und der anschlie&#223;enden Verurteilung auf seinem Heimatplaneten Harlan&#8217;s World endete. Nun erwacht er unerwarteterweise auf der Erde, in einem neuen K&#246;rper. Der einflussreiche Industrielle Laurens Bancroft hat seine vor&#252;bergehende Entlassung aus dem virtuellen Gef&#228;ngnis bewirkt, um ihm bei der Aufkl&#228;rung eines Mordfalles zu helfen. Der Tote: Bancroft selbst. Nach der Wiederherstellung des letzten Backups weigert sich Bancroft, die These der Polizei zu glauben, dass er Selbstmord begangen haben soll&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Wow, was f&#252;r ein Buch! An der umfangreichen Inhaltsangabe sieht man schon, dass dies keine einfache Story ist und keine einfache Welt. Und ich muss sagen, h&#228;tte ich das Buch im Laden in die Finger bekommen, h&#228;tte ich es sicher nicht gekauft. Das Cover ist nichtssagend (wenn auch glitzernd) und statt einer Inhaltsangabe enth&#228;lt das Backcover nur Kritikerzitate. Aber monatelange und beharrliche Empfehlungen in der Cardiffer <a href="http://saucers-and-dragons.co.uk/" class="liexternal">Reading Group</a> haben mich dann doch bewogen, Richard Morgans Erstlingswerk zu lesen, und ich bin begeistert. Seit l&#228;ngerem habe ich nicht mehr einen Roman gelesen, der mit so viel K&#246;nnen geschrieben ist und dabei so spannend, unterhaltsam und ideenreich ist. </p>
<p>&#8222;Altered Carbon&#8220; ist die Einf&#252;hrung in eine neue Welt, in der mittlerweile zwei weitere B&#252;cher von Richard Morgan spielen. Die Welt, die der Autor entwirft, ist komplex und auf den ersten Blick verwirrend. Man muss das auf den ersten 20, 30 Seiten einfach ignorieren und weiterlesen, dann ergibt alles sehr schnell einen Sinn. Stilistisch ist der Roman eine Mischung aus einer klassischen Detektivgeschichte und einer SF-Dystopie. Der Autor meint zur Entstehung des Buches auf seiner Webseite:</p>
<blockquote><p>Fuelled by every crime noir novel I&#8216;d ever read, plus swabs of French and Japanese cinema, the work of William Gibson and M John Harrison, early Poul Anderson and Bob Shaw, and last but not least the colossal impact of Bladerunner, this was my take on future noir. Fast forward to middle of the new millennium, and down where it counts, nothing has changed, because neither have we. Enter Takeshi Kovacs.</p></blockquote>
<p>Morgan h&#228;lt sich im &#252;brigen nicht mit technischen Details auf. Wie der Bewusstseinstransfer oder die Cortical Stacks technisch und physikalisch funktionieren, interessiert im Rahmen des Romans nicht. Was das f&#252;r Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, schon viel eher. In dieser Hinsicht stecken ohne Ende spannende Ideen in dem Buch, und Morgan entwirft ein in sich stimmiges wenn auch gruseliges Bild einer zuk&#252;nftigen Gesellschaft. Ein Gef&#228;ngnisurteil ist hier z.B. gleichzusetzen mit dem Verlust des eigenen K&#246;rpers, es sei denn man kann die Miete f&#252;r die Lagerung bezahlen. Andernfalls findet man sich nach seiner Entlassung m&#246;glicherweise in einem K&#246;rper mit anderer Hautfarbe wieder und sieht seinen eigenen K&#246;rper im Fernsehen von Fremden aufgetragen. Wobei der Autor da auch nicht wirklich eine moralische Wertung in die Geschichte mischt, die muss sich der Leser selber &#252;berlegen.</p>
<p>Der Dreh- und Angelpunkt des Buches ist Takeshi Kovacs, aus dessen Ich-Perspektive das Buch erz&#228;hlt wird. Das ist insofern praktisch als Kovacs noch nie auf der Erde war. An viele Eigenheiten des &#228;ltesten von Menschen besiedelten Planeten werden wir also aus der Sicht eines Au&#223;enseiters herangef&#252;hrt (Katholiken etwa, die nicht an die M&#246;glichkeit des Transfers einer Seele glauben und denen deswegen der Weg zu anderen Planeten verschlossen ist). Andere Facetten dieser Welt lernen wir aus Kovacs Erinnerungen besser kennen, etwa das Envoy Corps. Das Corps und dessen Konditionierung machen aus Kovacs auch aus dieser Sicht einen Au&#223;enseiter. Was physische Verbesserungen betrifft, muss Kovacs nehmen, was sein jeweiliger K&#246;rper zu bieten hat. Psychisch wurde er auf Extreme getrimmt: Reflexe, Auffassungsgabe und Schmerzresistenz wurden gesteigert, jegliche Hemmungen gegen&#252;ber Gewaltanwendung wurden vom Corps wegkonditioniert.</p>
<p>Diese komplexe, d&#252;stere Science-Fiction-Welt stellt die B&#252;hne eines Detektiv-Plots dar. Die Geschichte ist durchaus klassisch und enth&#228;lt viele bekannte Zutaten: Der einzelg&#228;ngerische Detektiv, der tote Industrielle, seine junge Ehefrau, Aff&#228;ren, die unkooperative Polizistin, der korrupte Partner der Polizistin&#8230; Doch durch die einzigartige Welt, in der die Geschichte spielt, erhalten alle diese Teile eine ganz neue faszinierende Position im Puzzle. Das Mordopfer ist hier gleichzeitig der noch sehr lebendige Auftraggeber, die junge Ehefrau ist genauso viele Jahrhunderte alt wie ihr Mann und der beste Verb&#252;ndete Kovacs&#8216; ist die KI seines vollautomatisierten Hotels.</p>
<p>Morgans Schreibstil ist fl&#252;ssig und spannungsgeladen. Man mag das Buch nicht weglegen, weil man doch immer wissen m&#246;chte, wie es mit der Geschichte und den Charakteren weitergeht. Wenn man erst einmal in dieser Welt angekommen ist, &#252;berfordert der Autor auch nicht mit Details, fand ich, man muss sich nur durch die ersten 30 Seiten erstmal lesen. Alle par Seiten kommt zudem ein herrlicher, sarkastischer Humor in Redewendungen etc. durch, der zum gut lesbaren Schreibstil mit beitr&#228;gt. Inhaltlich hat die Geschichte viele d&#252;stere Facetten. Kovacs bekommt nichts geschenkt und so ergeht es auch seinen Gegnern. Sex, Gewalt, Folter &#8211; Richard Morgan ist nicht gerade zimperlich, ohne dass das ausarten w&#252;rde.</p>
<p>Wenn er sich mit Technobabble auch nicht aufh&#228;lt, so entwirft Morgan doch ein glaubw&#252;rdiges Bild einer technisierten zuk&#252;nftigen Welt. Cortical Stacks, Hovercars, virtuelle Realit&#228;ten und k&#252;nstliche Intelligenzen bilden einen integralen Bestandteil dieser Welt, und sie sind f&#252;r Kovacs so selbstverst&#228;ndlich wie f&#252;r uns ein Auto oder ein Computer, so dass einfach kein Grund f&#252;r tiefergehende Erkl&#228;rungen besteht.</p>
<p>Die Austauschbarkeit der K&#246;rper macht es durchaus schwierig, Takeshi Kovacs als Charakter zu fassen. Alle &#196;u&#223;erlichkeiten fallen schlicht weg, denn nach 130 Jahren objektiver Lebenszeit (davon wer wei&#223; wie viele Jahre in virtuellen Gef&#228;ngnissen) ist seine Jugend in seinem Originalk&#246;rper nur noch eine entfernte Erinnerung. Der Charakter definiert sich dann auch mehr &#252;ber seine Herkunft und seine F&#228;higkeiten, erst so nach und nach bekommt man ein besseres Gef&#252;hl, wer Takeshi Kovacs ist.</p>
<p>Am Anfang der Geschichte ist Kovacs noch recht unbeteiligt. Seine Erinnerungen kehren immer wieder zu den Kriegseins&#228;tzen zur&#252;ck, die er &#252;berlebt hat. Sein gegenw&#228;rtiger Auftrag bedeutet ihm nicht viel mehr als die Chance auf eine vorzeitige Entlassung mit einem guten Finanzpolster. Doch das R&#228;tsel um den Tod Bancrofts wird schon schnell pers&#246;nlich f&#252;r Kovacs, und schlie&#223;lich macht er sich daran, den Fall pers&#246;nlich machen. Die immer wieder eingestreuten Zitate der Revolution&#228;rin Quellcrist Falconer von Kovacs Heimatplanet fassen denn auch seinen Charakter mit am besten zusammen:</p>
<blockquote><p>
So if some idiot politician, some power player, tries to execute policies that harm you or those you care about, TAKE IT PERSONALLY. Get angry. [&#8230;] If you want justice, you will have to claw it from them. Make it PERSONAL. Do as much damage as you can. GET YOUR MESSAGE ACROSS. That way, you stand a better chance of being taken seriously next time. [&#8230;] And time and again they cream your liquidation, your displacement, your torture and brutal execution with the ultimate insult that it&#8217;s just business, it&#8217;s politics, it&#8217;s the way of the world, it&#8217;s a tough life and that IT&#8216;S NOTHING PERSONAL. Well, fuck them. Make it personal.</p></blockquote>
<p>&#8222;Altered Carbon&#8220; gewann 2003 den &#8222;Philip K. Dick Award&#8220; f&#252;r den besten Roman.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Spannend, innovativ, unterhaltsam und fesselnd geschrieben. Und fast das wichtigste: Der Roman bricht nicht wie so viele andere B&#252;cher nach Zweidritteln in sich zusammen. Richard Morgan kreiert eine glaubw&#252;rdige Welt, mit nachvollziehbaren Charakteren und einer soliden Story. Eine absolut gelungene Mischung aus Science-Fiction und einem d&#252;steren Detektivroman.</p>
<p>Standard-Disclaimer: Ich habe keine Ahnung, ob die deutsche &#220;bersetzung etwas taugt. Da Richard Morgans Sprache oder Schreibstil nicht wirklich spezielle Eigenheiten aufweisen, w&#252;rde ich aber annehmen, dass es zumindest m&#246;glich ist, das Buch ad&#228;quat zu &#252;bersetzen.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.richardkmorgan.com/" class="liexternal">Webseite des Autors</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Game: Mini Ninjas</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 19:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/cover_mini_ninja-93x128.jpg" alt="Mini Ninjas" width="93" height="128" class="imgalignleft size-thumbnail" />Die letzten vier Wochen habe ich zu einem guten Teil mit dem Zocken des XBox-Spieles "Mini Ninja" verbracht. Nachdem ich da nun so halbwegs durch bin, wollte ich dazu auch mal kurz was schreiben, denn es hat wirklich viel Spa&#223; gemacht.

Zur Einordnung: "Mini Ninja" ist aus meiner Laiensicht ein Jump-N-Run-Adventure, vom Stil her gar nicht so un&#228;hnlich zu meinem ersten komplett durchgezockten Spiel <a href="http://johannes-ruthenberg.de/game-lego-indiana-jones">Lego Indiana Jones</a>, nur mit wesentlich besserer Grafik. Man l&#228;uft durch die bunte Welt, sammelt Dinge ein, besiegt Gegner und muss hier und da ein bisschen &#252;berlegen um weiterzukommen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/cover_mini_ninja.jpg" alt="Mini Ninjas" width="200" height="274" class="imgalignleft" />Die letzten vier Wochen habe ich zu einem guten Teil mit dem Zocken des XBox-Spieles &#8222;Mini Ninjas&#8220; verbracht. Nachdem ich da nun so halbwegs durch bin, wollte ich dazu auch mal kurz was schreiben, denn es hat wirklich viel Spa&#223; gemacht.</p>
<h3>Das Spiel</h3>
<p>Zur Einordnung: &#8222;Mini Ninjas&#8220; ist aus meiner Laiensicht ein Jump-N-Run-Adventure, vom Stil her gar nicht so un&#228;hnlich zu meinem ersten komplett durchgezockten Spiel <a href="http://johannes-ruthenberg.de/game-lego-indiana-jones" class="liinternal">Lego Indiana Jones</a>, nur mit wesentlich besserer Grafik. Man l&#228;uft durch die bunte Welt, sammelt Dinge ein, besiegt Gegner und muss hier und da ein bisschen &#252;berlegen um weiterzukommen. Gut, das R&#228;tsel-l&#246;sen h&#228;lt sich sehr in Grenzen, haupts&#228;chlich geht es schon darum, die gegnerischen Samurai plattzumachen und versteckte Dinge zu finden.</p>
<p>Die Story sieht so aus: Ein b&#246;ser Samurai-Kriegsherr will die Herrschaft &#252;ber die Welt ergreifen. Dazu verwandelt er die Tiere des Waldes in Krieger f&#252;r seine Armee. Der weise Ninja-Meister hat fast alle seine Sch&#252;ler geschickt, um ihn zu besiegen, doch keiner von ihnen ist zur&#252;ckgekehrt. Schweren Herzens schickt er nun seinen j&#252;ngsten Sch&#252;ler, Hiro, ebenfalls auf die Reise&#8230;</p>
<p>Das ganze ist vom Stil her einfach sehr h&#252;bsch gemacht und mit viel Detailfreude und Phantasie gestaltet. Die Geschichte spielt in China, also wandert man durch Reisfelder, Bambusw&#228;lder, &#252;ber schneebedeckte Berge etc. Es ist auch relativ kindgerecht umgesetzt: Man metzelt die feindlichen Samurai nicht blutig nieder, stattdessen l&#246;sen sich die Samurai einfach in einer Rauchwolke auf und die urspr&#252;nglich verwandelten Tiere kommen wieder zum Vorschein, schauen einen an und hoppeln davon. Kein Killerspiel also. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Das Spiel ist in vielen Details auch recht humorvoll gestaltet. Das zeigt sich etwa in den kurzen Zwischensequenzen mit dem Samurai-Kriegsherrn, aber auch in Details wie den &#228;ngstlichen Samurai-Anf&#252;hrern. Hat man deren Soldaten n&#228;mlich besiegt, laufen die Anf&#252;hrer schreiend davon und verstecken sich! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auf seiner Reise muss Hiro 22 Level durchqueren. Ab und an kommt er dabei zu einer Festung des Samurai-Kriegsherrn, in diesen finden jeweils die &#8222;Boss Battles&#8220; statt. Ganz am Ende kommt man zum Schloss des Samurai-Kriegsherrn selbst und muss auch diesen besiegen. Unterwegs rettet Hiro nach und nach seine gefangenen Freunde, mit denen man dann ebenfalls spielen kann. Au&#223;erdem lernt Hiro, der als einziger Ninja Magie beherrscht, nach und nach verschiedene Zauberspr&#252;che, mit denen man z.B. Feuerb&#228;lle beschw&#246;ren oder die Zeit verlangsamen kann. An Extras hat das Spiel leider nichts zu bieten: Es gibt keine verstecken &#220;berraschungen, Bonus-Level etc., wie es bei den Lego-Spielen z.B. der Fall war.</p>
<p>Optisch erinnert mich das Spiel &#252;brigens relativ stark an &#8222;Kung Fu Panda&#8220;, allerdings sind die Bewegungen der Charaktere wesentlich besser. Am Panda, der ja sonst auch ein spa&#223;iges Spiel war, hat mich immer die Unbeweglichkeit des Charakters gest&#246;rt (gut, ist vom Film ja so vorgegeben). Hiro und seine Freunde sind dagegen sehr gut zu steuern, so dass das Spielen wirklich Spa&#223; macht. &#220;berhaupt ist das Spiel aus meiner Perspektive technisch sehr gut gemacht. Nachdem ich nun drei Lego-Abenteuer durchgespielt habe, wo von den 13 Tasten der XBox-Steuerung kaum die H&#228;lfte benutzt wurden, war &#8222;Mini Ninjas&#8220; ein deutlicher Fortschritt: Es werden tats&#228;chlich alle Tasten der Steuerung benutzt, und man braucht auch alle regelm&#228;&#223;ig. Zudem kann man die Kameraperspektive bis auf wenige Szenen relativ frei steuern, was mir ab jetzt in den Legospielen sehr stark fehlen wird. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/mini_ninja_01.jpg" alt="Screenshot Mini Ninjas" title="Screenshot Mini Ninjas" width="500" height="278" class="imgaligncenter size-full" /></p>
<p>Perfekt ist &#8222;Mini Ninjas&#8220; nat&#252;rlich auch nicht. Von dem Tengu-Bug (siehe unten) abgesehen, gibt es einige Levels, wo der Spielspa&#223; etwas unter der Nervigkeit leidet. Die Boss Battles z.B. sind nicht gerade meine Favoriten, aber da kommt man relativ schnell durch, wenn man wei&#223;, was zu tun ist. Und das soll ja auch nicht einfach sein, nehme ich an. Es gibt aber zwei andere Level, die einfach nur nervig sind. Im Wasserschloss muss Hiro immer wieder ins Wasser, und das nervt, weil es zu realistisch umgesetzt ist: Er bewegt sich dann sehr tr&#228;ge, kann beim Schwimmen nicht mal eben so umdrehen etc. Wie gesagt, sehr realistisch, aber der Spielspa&#223; leidet. Wenn man erstmal raus hat, wie man durchs Level durchkommt, kann man das aber gut abk&#252;rzen. Und ebenfalls sehr nervig ist leider das Lebende Schloss am Ende: Da es lebend durch die Gegend l&#228;uft, dachten die Programmierer, es w&#228;re doch nett, wenn sich das im Spiel dadurch niederschl&#228;gt, dass die Kamera alle 10, 12 Sekunden mit gro&#223;em Get&#246;se wackelt. Bei jedem Schritt des Schlosses halt. Das geht leider sehr schnell auf die Nerven, denn man muss dabei st&#228;ndig &#252;ber Abgr&#252;nde springen oder balancieren. Naja, es sind zwei von 22 Leveln, das kann ich verzeihen und es tr&#252;bt nicht den Gesamteindruck des Spieles.</p>
<p>Ein anderer Kritikpunkt, den ich vorher in einer Review des Spiels gelesen habe: Das Spiel beinhaltet sehr viele Zauberspr&#252;che, verschiedene Waffen, Tr&#228;nke, Ninja-Charaktere etc. Man kann aber, wenn man es darauf anlegt, auch fast ohne durchlaufen und sich einfach mit Hiros Katana den Weg freihacken. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen: Man kann auf den Einsatz der meisten Extras tats&#228;chlich verzichten. Futo und Shun muss man ab und zu benutzen, alles andere ist ein Extra. Es macht aber schon mehr Spa&#223;, wenn man die verschiedenen M&#246;glichkeiten ausprobiert, auch wenn das Spiel einen nicht dazu zwingt. Zu den Charakteren schreibe ich gleich mehr. Von den Zauberspr&#252;chen sind einige tats&#228;chlich sinnlos, andere aber sehr n&#252;tzlich. Die verschiedenen Waffen, die man so aufsammelt, habe ich aber tats&#228;chlich fast nie benutzt. Rauchbomben, Kirschbomben, R&#252;lpstrank etc. Da fehlt mir etwas der Sinn dahinter und vermutlich m&#252;sste einem das Spiel hier wirklich st&#228;rkere Anreize geben, diese auch einzusetzen.</p>
<h3>Tips und Tricks</h3>
<p>Am Ende des Artikels habe ich euch einen brauchbaren Walkthrough des Spieles verlinkt, mit dessen Hilfe ihr schwierige Stellen meistern oder zu gut versteckte Statuen finden k&#246;nnt. Es folgen jetzt noch ein paar allgemeine Tips, die man ruhig vor dem Spielen lesen sollte. Ich &#228;rgere mich im Nachhinein bei einigen Sachen wirklich, dass ich das vorher nicht wusste.</p>
<h4>Benutzt alle Charaktere!</h4>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/mini_ninja_02.jpg" alt="Suzume" title="Suzume" width="200" height="256" class="imgalignright size-full" />Ihr fangt ja mit Hiro und Futo an und befreit dann nach und nach die restlichen f&#252;nf Ninjas. Als erstes befreit ihr Suzume, und sie hat leider keine wirklich n&#252;tzlichen F&#228;higkeiten. Deswegen habe ich das restliche Spiel dann wohl auch gr&#246;&#223;tenteils nur mit Hiro und Futo durchgezockt, ohne die anderen auszuprobieren. Es lohnt sich aber, deren F&#228;higkeiten zu testen, wenn man sie freigeschaltet hat.</p>
<p>Kunoichi z.B. hat einen Speer dabei. Wann immer ihr auf Speerk&#228;mpfer trefft, schaltet auf Kunoichi um, denn alle anderen nehmen oft empfindlichen Schaden, ehe sie Speerk&#228;mpfer besiegt haben. Kunoichi macht das mit ihrem eigenen Speer relativ leicht, und auch sonst ist sie eine gute K&#228;mpferin. Der Nutzen von Shun erschlie&#223;t sich von selber: Er hat einen Bogen, man kann also Feinde aus der Ferne schon ausschalten. Im Nahkampf ist er aber nicht zu gebrauchen. Futo ist der gr&#246;&#223;te Ninja, man braucht ihn immer f&#252;r die verzauberten B&#228;ren. Aber auch ansonsten ist er manchmal in einer gr&#246;&#223;eren Menge Feinde gut zu gebrauchen: Springen und dann mit dem Hammer zuschlagen. Das ist durchschlagend und h&#252;bsch anzuschauen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Suzume ist wie erw&#228;hnt eher nicht n&#252;tzlich (oder mir hat sich der Nutzen noch nicht erschlossen): Sie kann mit ihrer Fl&#246;te Feinde verzaubern (<strong>Y</strong> dr&#252;cken). Das ist nett und man kann die Verzauberten dann ohne Gegenwehr besiegen. Aber da man daf&#252;r die rote Energie braucht, kann man genauso gut auch Hiros Energieangriff nutzen, das ist wesentlich durchschlagender. Und dann w&#228;re da noch Tora: Sein Nutzen erschlie&#223;t sich erst, wenn man ihn mal ein Weilchen benutzt hat. Zum einen kann Tora sehr schnell laufen (laufen und <strong>Y</strong> dr&#252;cken). Das macht sich gut, um vor Bienen zu fliehen oder wenn man sp&#228;ter nur noch Statuen sucht und schnell durchs Level kommen will. Zum anderen ist er aber auch im Kampf sehr gut zu gebrauchen (au&#223;er bei Speerk&#228;mpfern), da er so schnell ist, dass sich Bogensch&#252;tzen und selbst die merkw&#252;rdigen Teleporter-Magier schlecht auf ihn einstellen k&#246;nnen.</p>
<h4>Macht euch mit der Steuerung vertraut</h4>
<p>Schaut zum Beispiel im unten verlinkten Guide nach, was welche Taste tut, oder probiert es durch. Ich habe z.B. ewig gebraucht, bis ich raus hatte, wie ich Hiros Hut benutzen kann (rechten Joystick dr&#252;cken) oder dass man bei Zauberspr&#252;chen mit dem rechten Joystick das Fadenkreuz verschieben kann.</p>
<h4>Benutzt euer Inventar</h4>
<p><strong>Back</strong> bringt euch zu eurem Inventar. Hier k&#246;nnt ihr neue Tr&#228;nke brauen, Tr&#228;nke zu euch nehmen sowie Zauberspr&#252;che oder Gegenst&#228;nde in das Men&#252; f&#252;r die <strong>RB</strong>-Taste aufnehmen. Macht das regelm&#228;&#223;ig! Wenn euch die Tr&#228;nke ausgehen, mischt euch neue. Wenn ihr vor einem schwierigen Kampf seid, legt euch den Heilungstrank ins RB-Men&#252;, damit das Heilen schneller geht. Schaut ab und an, welchen Zauber ihr im aktuellen Level am besten gebrauchen k&#246;nnt.</p>
<h4>Befreit alle Tiere</h4>
<p>Wenn ihr die Erfolge alle sammeln wollt, befreit m&#246;glichst beim ersten Durchgang immer alle Tiere. Dazu kurz ein Wort zum Funktionieren des Spiels: Das Spiel merkt sich jeweils, welche Jizo-Statuen und welche Schreine ihr schon gefunden habt. Spielt ihr ein Level noch einmal, sind diese dann nicht mehr da. Das macht Sinn soweit. F&#252;r Tiere, Goldst&#252;cke und Pflanzen funktioniert das anders: Sie sind immer wieder alle da, das Spiel merkt sich aber nur <em>den jeweils letzten Durchlauf</em>. Wenn ihr also ein Level perfekt durchspielt und alle Tiere befreit, danach aber zur&#252;ckgeht um eine Jizo-Statue noch zu finden und den Rest ignoriert, habt ihr aus Sicht des Spieles die Tiere nicht befreit. Deswegen: Am besten beim ersten Durchlauf immer gleich alle Tiere mitnehmen und erstmal kein Level wiederholen.</p>
<p>Tip: Wenn ihr im Spiel <strong>Start</strong> dr&#252;ckt, gibt es den Men&#252;punkt &#8222;Fortschritt&#8220;. Dort seht ihr, was ihr in dem Level schon geschafft habt, auch die Anzahl der befreiten Tiere. Das gleiche seht ihr auch am Ende des Levels. Wenn ihr dann merkt, dass noch Tiere fehlen, w&#228;hlt einfach &#8222;Weiterspielen&#8220; aus und geht zur&#252;ck, bis ihr die K&#228;fige gefunden habt. Da dann ja alle Gegner besiegt sein sollten, kann man das relativ schnell machen (Tora nutzen).</p>
<h4>Erf&#252;llt die Tengu-Quests</h4>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/mini_ninja_03.jpg" alt="Tengu" title="Tengu" width="200" height="266" class="imgalignleft" />In vier der Levels trefft ihr auf die gro&#223;en Tengu-V&#246;gel, die euch eine einfache Aufgabe stellen. Blumen oder Pilze sammeln und so. Ihr m&#252;sst, wenn ihr die Aufgabe erf&#252;llt habt, zu dem Tengu zur&#252;ckkehren und noch mal mit ihm reden. Wenn ihr alle Quests erf&#252;llt habt, sollte ein Erfolg freigeschaltet werden. Und hier gibt es leider einen Bug, wenn man nicht aufpasst: Der Tengu im Level &#8222;Flooded Valley&#8220; taucht leider nicht mehr auf, wenn ihr das Level einmal gespielt habt, ohne seine Aufgabe zu erf&#252;llen. Bei mir war es jedenfalls so: Ich habe die Aufgabe erf&#252;llt. Als ich das Level wegen der Statuen wiederholt habe, war der Tengu da, aber ich habe seine Aufgabe nicht erf&#252;llt. Ab dem zweiten Wiederholen des Levels taucht der Tengu nun nicht mehr auf. Ich habe mittlerweile alle Quests erf&#252;llt, das Spiel erinnert sich aber wegen der Wiederholungen nicht mehr daran, und der Erfolg wurde nicht freigeschaltet. Das scheint ein echter Bug zu sein, man findet viele entsprechende Berichte im Netz.</p>
<p>Ist euch das passiert, habt ihr wohl keine Chance mehr den Erfolg mit diesem Save-Game zu kriegen. Ganz sicher bin ich nicht, aber theoretisch m&#252;sstet ihr dann den Spielstand l&#246;schen und von vorne anfangen, damit euch dieser Erfolg freigeschaltet wird. Auf die schon erhaltenen Erfolge sollte das keinen Einfluss haben, denke ich. Ausprobiert habe ich das aber noch nicht.</p>
<h4>Schwierigkeitsgrad</h4>
<p>Man kann das Spiel auf drei Schwierigkeitsstufen einstellen. F&#252;r das Beenden des Spieles auf leicht und mittel gibt es einen Erfolg, f&#252;r das Beenden auf schwerer Schwierigkeit gibt es einen zweiten Erfolg. Was man wissen muss: Wenn man Berichten im Netz traut, werden beim Beenden auf schwerer Schwierigkeitsstufe beide Erfolge freigeschaltet, wenn man den anderen noch nicht hatte. Es lohnt sich also eventuell, das Spiel gleich auf &#8222;schwer&#8220; einzustellen. Ich zocke es nun zum zweiten Mal und merke wenige Unterschiede. Eingeblendete Hinweise in der Boss Battle habe ich nicht gesehen und hier da sind ein paar mehr Gegner eingebaut. Aber wenn man seine vorhandenen M&#246;glichkeiten nutzt, finde ich das nicht zu schwierig. Andererseits spiele ich die ersten Level ja auch mit allen Ninjas, allen Zaubern und allen Herzen, es ist also sowieso leichter als beim allerersten Spielen. &#220;berlegt es euch bzw. probiert es einfach aus.</p>
<h4>Pflanzen und Geld</h4>
<p>Wie weiter oben schon gesagt erscheinen Pflanzen und Goldst&#252;cke bei jedem Spielen des Levels wieder von neuem. Es macht also nicht wirklich Sinn, sie immer alle mitzunehmen. Insbesondere Gold hat man sehr schnell genug, um alle Rezepte von den Tengus zu kaufen, das kann man dann also beizeiten ignorieren.</p>
<p>Bei den Pflanzen sieht es etwas anders aus: Es gibt keinen Erfolg f&#252;r das Finden aller Pflanzen (aber einen f&#252;r das Finder einer Pflanze jeder Art, das sollte man hinkriegen), aber man braucht sie, um Tr&#228;nke zu mischen. In sp&#228;teren Leveln gingen mir rapide die Heilungstr&#228;nke aus, das war wirklich nicht einfach, und pl&#246;tzlich fanden sich nirgends mehr die daf&#252;r ben&#246;tigten blauen Blumen, die vorher &#252;berall wuchsen. Deswegen: Schaut euch an, was ihr f&#252;r welchen Trank braucht und sorgt daf&#252;r, dass ihr die wichtigen Pflanzen immer mitnehmt. Heilungstrank und Ginseng-Trank sind wichtig, und auch vom Flakon der Instablilit&#228;t sollte man immer ein paar haben (l&#228;dt die Energie f&#252;r die Energieangriffe neu auf).</p>
<p>Ansonsten: Heilungstr&#228;nke nicht verschwenden! Wenn ihr Obstb&#228;ume oder die B&#252;sche mit den Beeren seht, nutzt diese um euch zu heilen (Ja, Obst macht gesund! *g*). Wenn ihr das Level fast fertig habt, nicht noch heilen, denn das n&#228;chste Level fangt ihr wieder mit vollen Herzen an. Wenn es auch ein Samurai-Heiltrank tut, nehmt diesen, ehe ihr einen richtigen Heiltrank benutzt. Was nat&#252;rlich nicht hei&#223;t, dass man geizen sollte, wenn es an die richtig schwierigen Konfrontationen geht.</p>
<p>Nutzt im &#252;brigen auch die Seelenwanderung: Tiere k&#246;nnen Pflanzen riechen, was sehr sch&#246;n durch blauen Rauch dargestellt wird. Immer mal also in ein Tier schl&#252;pfen, dann verpasst ihr weniger Statuen und Pflanzen.</p>
<h4>Taktik</h4>
<p>Ein paar grundlegende Taktiken f&#252;r die etwas schwierigeren K&#228;mpfe. Am Anfang ist das n&#228;mlich alles kein Problem, aber in den Schl&#246;ssern trifft man dann auch schon mal auf gr&#246;&#223;ere Feindestruppen, die einen schnell plattmachen und zum letzten Kontrollpunkt zur&#252;ckschicken. Da muss man vorher gut &#252;berlegen, wen man in welcher Reihenfolge angreift und mit welchem Charakter.</p>
<p>In jeder solchen Konfrontation immer zuerst machen: Wacht&#252;rme mit Bogensch&#252;tzen darauf zerst&#246;ren. Macht das auch zuerst, wenn ein Magier oder einer der gro&#223;en Samurai anwesend ist. Der Magier kann die T&#252;rme nicht wiederherstellen, und die Sch&#252;tzen auf den T&#252;rmen k&#246;nnen echt Schaden anrichten, vor allem die mit Raketen.</p>
<p>Immer als zweites: Magier plattmachen. Diese Gesellen trefft ihr etwa nach einem Drittel bis der H&#228;lfte des Spieles zum ersten Mal. Mit ihrem Fl&#246;tenspiel beleben sie eure Gegner wieder, so dass der Kampf kein Ende findet. Deswegen diese immer zuerst angehen. Es gibt die Magier in zwei Varianten: Den normalen, der nur die befreiten Tiere wieder zur&#252;ckverwandelt. Diesen k&#246;nnt ihr einfach direkt angreifen und nach einer Weile t&#246;ten. Da die Magier durch die Gegend schweben, macht sich hier Shun mit seinem Bogen sehr gut, finde ich. Sp&#228;ter gibt es noch eine andere Art von Magier. Deren Energieblase kann man nicht durchdringen, Shun n&#252;tzt hier also nichts. Sie beleben die Samurai aus einem gro&#223;en Energiewirbel heraus wieder. Wen ihr euch daneben stellt, m&#252;sst ihr ganz oft <strong>A</strong> dr&#252;cken, bis die Energieblase beim Magier ankommt und ihn das Feedback umhaut. Um das in Ruhe tun zu k&#246;nnen, m&#252;sst ihr zum einen schnell sein, wenn gro&#223;e Samurai anwesend sind. Falls sich in der Gegend sehr viele kleine Samurai tummeln, lohnt es sich eventuell, diese erstmal mit Hiros Energieangriff auszuschalten, damit ihr f&#252;r den Magier die n&#246;tige Ruhe habt.</p>
<p>Teleporter-Magier: Der komische herumteleportierende Magier ist auch eher nervig, kommt aber zum Gl&#252;ck nicht in zu vielen Leveln vor. Es gibt f&#252;r ihn sicher verschiedene Taktiken, aber es hat sich gezeigt, dass er eher schnell aufgibt, wenn man ihn richtig ohne Pause mit Toras Klauen angreift. Einfach drauflosmetzeln bis ihr ihn habt. Aber Heilungstr&#228;nke parat haben dabei!</p>
<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/mini_ninja_04.jpg" alt="Hiro im Nachtschloss" title="Hiro im Nachtschloss" width="500" height="280" class="imgaligncenter size-full wp-image-679" /></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>&#8222;Mini Ninjas&#8220; ist ein phantasievoll gestaltetes und sehr unterhaltsames Spiel. Es gibt keine gro&#223;en Extras au&#223;er den 22 Leveln, aber diese sind daf&#252;r wirklich spa&#223;ig zu spielen, vor allem wenn man die M&#246;glichkeiten des Spieles auch nutzt und sich nicht nur den Weg mit dem Katana freimetzelt. Es ist nicht zu schwierig, also auch f&#252;r Anf&#228;nger geeignet. Keine Ahnung ob sich Zocker-Veteranen da schon unterfordert f&#252;hlen w&#252;rden. Man kann es auch im gro&#223;en und ganzen als kinderfreundliches Spiel durchgehen lassen. Alles in allem: Empfehlenswert!</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.minininjas.com/de/" class="liexternal">Offizielle Webseite</a><br />
<a href="http://www.gamefaqs.com/console/xbox360/file/956191/57893" class="liexternal">WalkThrough</a><br />
<a href="http://www.gamefaqs.com/console/xbox360/file/956190/57898" class="liexternal">Achievement Guide</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Oscar-Nominierungen</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 08:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade lese ich im phantastik-news.de-Newsletter, dass &#8222;District 9&#8243; f&#252;r vier Oscars nominiert wurde! Und zwar nicht nur technische Kategorien (so erging es nicht zu Unrecht dem neuen &#8222;Star Trek&#8220;), sondern auch bester Film und bestes Drehbuch. Wow! Ganz ehrlich: Das w&#252;rde ich dem Film g&#246;nnen. Alle vier, wenn es nach mir geht. Gut, &#8222;visuelle Effekte&#8220; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade lese ich im <a href="http://phantastik-news.de" class="liexternal">phantastik-news.de-Newsletter</a>, dass <a href="http://johannes-ruthenberg.de/district-9" class="liinternal">&#8222;District 9&#8243;</a> f&#252;r vier Oscars nominiert wurde! Und zwar nicht nur technische Kategorien (so erging es nicht zu Unrecht dem neuen &#8222;Star Trek&#8220;), sondern auch bester Film und bestes Drehbuch. Wow! Ganz ehrlich: Das w&#252;rde ich dem Film g&#246;nnen. Alle vier, wenn es nach mir geht. Gut, &#8222;visuelle Effekte&#8220; wird wohl an <a href="http://johannes-ruthenberg.de/avatar" class="liinternal">&#8222;Avatar&#8220;</a> gehen und das ist ja auch durchaus verdient. Aber bester Film? Ganz ehrlich, wenn &#8222;District 9&#8243; den nicht kriegen kann w&#252;rde ich ihn eher noch an &#8222;Up&#8220; verteilen als an &#8222;Avatar&#8220;. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Naja, da ist die Oscar-Nacht dieses Jahr dann sogar mal minimal spannend. Es gab ja viele Jahre, wo man dreiviertel der nominierten Filme noch nicht mal gesehen hatte. Wenn ich das so durchschaue, habe ich diesmal von den meisten zumindest schon geh&#246;rt.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Avatar</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 00:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/avatar-86x128.jpg" alt="Avatar" title="Avatar" width="86" height="128" class="imgalignleft size-thumbnail" />Review zum Film "Avatar", USA, 2009

Im Jahr 2154: Auf dem Planeten Pandora bauen Menschen ein wertvolles Mineral ab und gehen dabei r&#252;cksichtslos gegen die eingeborenen Na'vi vor. Das Avatar-Projekt soll zu einer besseren Verst&#228;ndigung beitragen: Na'vi-K&#246;rper wurden gez&#252;chtet, welche von Menschen gesteuert werden k&#246;nnen. Einer dieser K&#246;rper wurde an Tom Sully angepasst. Als dieser bei einem Raub&#252;berfall get&#246;tet wird, bittet das Milit&#228;r seinen Zwillingsbruder, die Mission an Toms Stelle auszuf&#252;hren. Der querschnittsgel&#228;hmte Ex-Marine Jake nimmt den Auftrag an und fliegt nach Pandora. Auf der fremdartigen Dschungelwelt wird er in seinem Avatark&#246;rper schon bald von seinen Kollegen getrennt und trifft auf die Na'vi... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/media/rm843615744/tt0499549" class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/avatar.jpg" alt="Avatar" title="Avatar" width="270" height="400" class="imgalignleft" /></a>Review zum Film &#8222;Avatar&#8220;, USA, 2009</p>
<p>Regie: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000116/" class="liexternal">James Cameron</a>, Drehbuch: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000116/" class="liexternal">James Cameron</a>, Musik: <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000035/" class="liexternal">James Horner</a></p>
<h3>Schauspieler</h3>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0941777/" class="liexternal">Sam Worthington</a> &#8230; Jake Sully<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0757855/" class="liexternal">Zoë Saldana</a> &#8230; Neytiri<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000244/" class="liexternal">Sigourney Weaver</a> &#8230; Dr. Grace Augustine<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0002332/" class="liexternal">Stephen Lang</a> &#8230; Colonel Miles Quaritch<br />
<a href="http://www.imdb.com/name/nm0735442/" class="liexternal">Michelle Rodriguez</a> &#8230; Trudy Chacon</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Im Jahr 2154: Auf dem Planeten Pandora bauen Menschen ein wertvolles Mineral ab und gehen dabei r&#252;cksichtslos gegen die eingeborenen Na&#8216;vi vor. Das Avatar-Projekt soll zu einer besseren Verst&#228;ndigung beitragen: Na&#8216;vi-K&#246;rper wurden gez&#252;chtet, welche von Menschen gesteuert werden k&#246;nnen. Einer dieser K&#246;rper wurde an Tom Sully angepasst. Als dieser bei einem Raub&#252;berfall get&#246;tet wird, bittet das Milit&#228;r seinen Zwillingsbruder, die Mission an Toms Stelle auszuf&#252;hren. Der querschnittsgel&#228;hmte Ex-Marine Jake nimmt den Auftrag an und fliegt nach Pandora. Auf der fremdartigen Dschungelwelt wird er in seinem Avatark&#246;rper schon bald von seinen Kollegen getrennt und trifft auf die Na&#8216;vi&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p><em>SPOILER-Alarm: Etwa ab der Mitte der Review komme ich zum Ende des Filmes und werde es auch in den nachfolgenden Abs&#228;tzen immer wieder mal erw&#228;hnen. Bitte ab dort nicht weiterlesen, wenn ihr &#8222;Avatar&#8220; noch sehen wollt.</em></p>
<p>Der bisher erfolgreichster Film aller Zeiten (nicht inflationsbereinigt). Wenn das keine Erwartungen weckt! Durch Gespr&#228;che mit Freunden und das Lesen einiger Reviews hatte ich auch eine ungef&#228;hre Vorstellung, was mich erwartet. &#8222;Visuell atemberaubend, die Story eher flach&#8220;. Und da mich eine unlogische oder zu simple Story normalerweise schon st&#246;rt, war ich gespannt, was von beidem &#252;berwiegen w&#252;rde. Erstaunlicherweise lautet die Antwort: keines von beidem. Yep, der erfolgreichste Film aller Zeiten &#8211; und er l&#228;sst mich irgendwie merkw&#252;rdig kalt.</p>
<p>Wobei ich es auch nicht zu sehr runterspielen will: &#8222;Avatar&#8220; ist schon ein optisches Spektakel, das man ruhig gesehen haben kann, und James Cameron beherrscht sein Handwerk soweit, dass der Film einfach von den Grundlagen her gut gemacht ist. Kameraarbeit, Musik, die Schauspieler, das alles ist mindestens solide, vielfach auch wirklich gut. Aber ist das Ergebnis eine Offenbarung? Wirklich mitrei&#223;end? Revolutioniert es in irgendeiner Weise die Filmgeschichte? Kann ich nicht behaupten.</p>
<p>Ein Wort zu 3D: Ja, der Film arbeitet tats&#228;chlich gro&#223;fl&#228;chig mit 3D-Effekten. Aber w&#228;hrend ich das letztes Jahr bei &#8222;Cloudy With A Chance Of Meatballs&#8220; noch sehr ansprechend fand, muss ich sagen, h&#228;tte dieser Film f&#252;r mich genauso gut auch in 2D funktioniert. Dass manche Bildteile etwas n&#228;her am Zuschauer dran sind als andere hat so ziemlich gar nichts zum Filmvergn&#252;gen beigetragen und soweit ich das mitbekommen habe wurde es auch nur sehr selten auff&#228;llig, und gar nicht st&#246;rend benutzt (wie in einem der Trailer vor dem Film, wo jemand als Schockeffekt irgendwas auf den Zuschauer wirft). Man sollte den Film aber schon auf der gro&#223;en Leinwand sehen, die umwerfende Optik Pandoras wirkt sicher nicht halb so gut auf einem kleinformatigen TV.</p>
<p>Ok, kommen wir zu Pandora und den Na&#8216;vi. Optisch hatte ich schon gesagt ist das spektakul&#228;r. Der Abspann gibt einen Eindruck davon, was f&#252;r Aufwand im Rendern des quietschbunten Dschungels gesteckt haben muss, und ja das ist schon h&#252;bsch anzusehen. Man hat auch sehr viele interessante Kreaturen geschaffen, etwa die Reittiere der Na&#8216;vi, die mich irgendwie an Seepferdchen erinnerten. Die Na&#8216;vi selber sind wohl Gollum-artig alle am Rechner entstanden, aber mit sehr genauem Motion-Capturing. Man kann es ehrlich gesagt nicht mal genau sagen als Zuschauer. In manchen Actionszenen dachte ich schon, da haben sie der Schauspielerin jetzt aber falsche Ohren angesteckt und sie blau angemalt. Dass man es nicht sagen kann und es auch nicht auff&#228;llt beim Schauen ist sicher ein Qualit&#228;tsmerkmal. Man denkt nicht wirklich dar&#252;ber nach, ob die ganzen Blauen nun echt sind oder nicht, und falls sie es nicht sind, sind Mimik und Gestik wirklich gelungen. In dieser Hinsicht revolutioniert &#8222;Avatar&#8220; vielleicht nicht die Filmgeschichte (das hat z.B. Gollum vor acht Jahren getan oder die Matrix vor elf), setzt aber durchaus sehr hohe Ma&#223;st&#228;be des technisch Machbaren.</p>
<p>An der vielen CGI st&#246;rt mich aber etwas anderes: Die Macher sind in die &#252;bliche CGI-Falle getappt, alles umzusetzen was sie umsetzen k&#246;nnen ohne dabei daran zu denken, ob das sinnvoll oder realistisch ist. Den Na&#8216;vi lasse ich es z.B. durchgehen, dass sie sich schwindelfrei von einem Ast zum n&#228;chsten schwingen, aber Jake Sully in seinem frisch erworbenen K&#246;rper?! Klar, das kann man sch&#246;n damit wegerkl&#228;ren, dass das alles in den Na&#8216;vi-Genen steckt. Aber mir als Zuschauer f&#228;llt die Identifikation sehr schwer, wenn ich das Gef&#252;hl habe, dass f&#252;r den Charakter die normalen Gesetze der Physik nicht gelten genau wie normalen Realit&#228;ten des Lebens. Dass es weh tut, wenn man aus 100 Metern H&#246;he abst&#252;rzt und der Sturz dabei von 50 &#196;sten und Bl&#228;ttern unsanft gebremst wird. Dass in 100 Metern H&#246;he auch mal heftigerer Wind herrschen kann. Dass es anstrengend und gruselig sein kann, an einer Wurzel wer-wei&#223;-wie-viele hundert Meter &#252;ber dem Boden emporzuklettern. Insbesondere der Umgang mit H&#246;he war f&#252;r einen Film, der derma&#223;en exzessiv damit spielt, unglaublich unglaubw&#252;rdig. Und um das mal in einen Kontext zu setzen: Ich zocke gerade &#8222;Mini Ninja&#8220; auf der X-Box durch, und in einer Szene muss ich meinen Ninja &#252;ber ein Seil von einem Geb&#228;ude zum n&#228;chsten steuern. Dabei hatte ich tats&#228;chlich einen Anflug von H&#246;henangst, auch beim zweiten Spielen des Levels noch! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Bei &#8222;Avatar&#8220; nicht.</p>
<p>Dass es auch anders geht beweist im &#252;brigen eine Szene vom Ende des Filmes: Da liegt Neytiri unter einem toten Riesentier. Vom Stil des restlichen Filmes her h&#228;tte ich jetzt erwartet, dass sie sich elfengleich und m&#252;helos darunter hervorwindet, und ab zur&#252;ck in den Kampf. Aber hier hat man sich zur Abwechslung mal f&#252;r eine Dosis Realismus entschieden, und so braucht Neytiri gr&#246;&#223;ere Anstrengungen, um unter dem Koloss hervorzukriechen. Dass gibt einem als Zuschauer das Gef&#252;hl, dass man sich in diesem Moment mit ihr identifizieren kann, und man vergisst tats&#228;chlich, dass beide Bestandteile der Szene animiert sind.</p>
<p>Ok, soweit zum Handwerklichen. Zu den Schauspielern will ich nicht viel sagen. Zoë Saldana macht ihren Job als Neytiri exzellent, ihr Charakter ist der mit Abstand glaubw&#252;rdigste des Filmes. Sam Worthington spielt zumindest nicht schlecht, er h&#228;tte aber ein deutlich besseres Script ben&#246;tigt. Ansonsten fiel mir noch Michelle Rodriguez positiv auf. Ihr Part war klein, aber ihre Szenen immer unterhaltsam.</p>
<p>Der einzig andere wichtige Aspekt an &#8222;Avatar&#8220; ist meiner Meinung nach die Story, und es ist mir wirklich unbegreiflich, wie es bei so einem riesigen Projekt, dass so genial umgesetzt ist, passieren kann, dass die Story so flach ist. Sie ist auf den ersten Blick nicht mal schlecht im Sinne des Wortes, nur unheimlich flach. Die B&#246;sen sind b&#246;se, die Guten sind gut, Ende der Geschichte. Keine Abstufung, kein Hinterfragen, nichts. Und dabei w&#228;re es so einfach gewesen, das Ganze wenigstens etwas lebensnaher zu machen. Colonel Quaritch und der Vertreter der Sch&#252;rffirma h&#228;tten z.B. nicht so entsetzliche Karikaturen typischer Filmb&#246;sewichte sein m&#252;ssen. Um mal wahllos eine M&#246;glichkeit in den Raum zu werfen: Anstatt das Technobabble-Mineral, nach dem da gesch&#252;rft wird, einfach nur wertvoll sein zu lassen ohne weitere Begr&#252;ndung wieso, h&#228;tte dieses Mineral doch die interstellare Raumfahrt erm&#246;glichen k&#246;nnen (Dilithium l&#228;sst gr&#252;&#223;en) oder ein richtig tolles Heilmittel f&#252;r eine Seuche sein k&#246;nnen. Ja, da h&#228;tten wir spontan schon mal eine glaubw&#252;rdige Motivation f&#252;r die beiden. Aber nein, es geht um Geldsucht und Militarismus, und das muss reichen.</p>
<p>Und das ist irgendwie symptomatisch f&#252;r den Film: Die Geschichte probiert nicht mal, realistisch oder clever zu sein. Offensichtlich wird es, als die Charaktere zum fliegenden Gebirge kommen. An der Stelle verwandelt sich &#8222;Avatar&#8220; urpl&#246;tzlich von einem SF-Film zu einem Fantasyfilm. Hallo, fliegendes Gebirge?! Und niemand wundert sich dar&#252;ber? Jake fragt nicht mal nach, wie das funktionieren soll? Da in etwa hatten sie mich so halbwegs verloren. Auch so ein Symptom: Auch wenn Pandora wohl eigentlich ein Mond ist, ist es schon ein gro&#223;er Mond (hat ja eine brauchbare Schwerkraft). Aber klar, das einzige Vorkommen des Wunderminerals, das sich abzubauen lohnt, liegt ausgerechnet unter dem Baum der Na&#8216;vi, und das heiligste Heiligtum liegt keine Tagesreise entfernt. Dass es noch andere Na&#8216;vi-Gruppen gibt, wird sp&#228;ter im Film deutlich, aber prinzipiell wird hier wieder mal ein planetenweiter Konflikt auf die Gr&#246;&#223;e eines einzigen Dorfes herunterskaliert, ohne das wirklich zu begr&#252;nden. Wenn nun das Mineral Bestandteil des Heiligtums gewesen w&#228;re, ja dann&#8230;</p>
<p>In die gleiche Richtung geht das Ende (so, ab hier &#8211; SPOILER &#8211; ). Auf den ersten Blick wirkt das Ende angemessen. Die Na&#8216;vi haben hart gek&#228;mpft und eben gewonnen, super. Auf den zweiten Blick ist das Schwachsinn: Die Soldaten werden also in ihre Raumschiffe geleitet und dann was? Wer hindert sie daran, aus dem Orbit den Planeten platt zu bomben, wie <a href="http://wortvogel.de/2010/01/meine-verspatete-meinung-avatar/" class="liexternal">Wortvogel</a> in seiner Review ganz richtig anmerkte?! Oder eben in zehn Jahren mit einem gr&#246;&#223;eren Kriegsschiff wiederzukommen?! Das ist eher eine billige Art, sich aus der Verantwortung f&#252;r ein gutes Ende zu stehlen.</p>
<p>Die grundlegende Story ist ja die von &#8222;Pocahontas&#8220; oder &#8222;Der mit dem Wolf tanzt&#8220;. Den Vergleich mit letzterem Film finde ich interessant, denn (ganz ohne CGI) hat er fast die gleiche Story so viel besser erz&#228;hlt. John Dunbars Transformation zum Sioux war glaubw&#252;rdig in der Art wie sie erz&#228;hlt wurde. Bei Jake Sully bin ich nicht sicher, wieso er sein altes Leben so leicht hinter sich l&#228;sst. John Dunbars Sioux wurden nicht als &#8222;Edle Wilde&#8220; pr&#228;sentiert, sondern als ganz reale Menschen mit allen Macken, die Menschen eben so haben. Die Na&#8216;vi sind dagegen irgendwie nicht sehr lebensecht: Alle jung, schlank, schwindelfrei und furchtlos. Klar, es sind Aliens, James Cameron kann sie sich ausdenken wie er will. Aber das entfernt sie halt vom Zuschauer, finde ich. Und insbesondere gegen Ende f&#228;llt der Unterschied auf: John Dunbar wei&#223;, dass er 5 Soldaten t&#246;ten kann, oder 10 oder 100, aber dass er den Krieg nicht gewinnen kann. Das Ende von &#8222;Der mit dem Wolf tanzt&#8220; ist traurig, weil man genau wei&#223;, dass die Charaktere sich mit ihrer Flucht vielleicht zehn Jahre erkaufen. Jeder wei&#223;, wie die Geschichte ausgegangen ist. Unter &#228;hnlichen Voraussetzungen pr&#228;sentiert James Cameron uns dagegen ein scheinbar perfektes Happy End, das angesichts der gezeigten technischen M&#246;glichkeiten der Menschen einfach nicht glaubw&#252;rdig ist. Da h&#228;tte er tiefer in die Trickkiste greifen m&#252;ssen.</p>
<p>Ok, insofern die halbwegs offensichtlichen Kritikpunkte. Man kann aber auch noch etwas tiefer schauen. Ich finde zum Beispiel den Umgang mit Jake Sullys Behinderung sehr merkw&#252;rdig. Was ist das f&#252;r eine Message f&#252;r behinderte Menschen, wenn sie da sehen, dass man als Querschnittsgel&#228;hmter quasi nutzlos ist, wenn man nicht zuf&#228;llig die tolle Avatar-Steuerung zur Hand hat? Sicher, Sully wird als halbwegs unabh&#228;ngig dargestellt, er l&#228;sst sich nicht helfen mit seinen Beinen oder dem Rollstuhl. Und es gibt eine nette Szene, als er zum ersten Mal den Avatar steuert und alle Anordnungen missachtend einfach losl&#228;uft. Das war sch&#246;n gemacht, fast schon einf&#252;hlsam. Aber da h&#246;rt es dann leider auch schon wieder auf. Wir erfahren nichts &#252;ber die Urspr&#252;nge seiner Verletzung, keine Gedanken oder Gef&#252;hle, die er selber zu seinem Zustand hat, keine Art von &#220;berlegung, ob er tats&#228;chlich seinen eigenen K&#246;rper aufgeben, ihn sterben lassen soll. Wof&#252;r er sich ja durchaus entscheiden mag, nur entscheidet er sich eben nicht sichtbar, es passiert einfach, als m&#252;sste es so sein. Und das finde ich dann schon Schade und bedenklich.</p>
<p>Einen weiteren Kritikpunkt an der &#252;bersimplifizierten Story stellt der grundlegende Konflikt dar. Dieser ist ja nicht aus der Luft gegriffen, er ist real f&#252;r unz&#228;hlige Menschen. Im Amazonas-Gebiet werden Menschen von ihren L&#228;ndern vertrieben, damit gro&#223;e Firmen den Wald ausbeuten k&#246;nnen. In China werden riesige Landstriche zwangsentv&#246;lkert und zu Stauseen geflutet. Irgendwie h&#228;tte ich es da sch&#246;n gefunden, wenn der Film diesen Konflikt etwas ernster genommen h&#228;tte, vielleicht gar brauchbare L&#246;sungsans&#228;tze pr&#228;sentiert h&#228;tte. Mehr als auf Gewalt mit gr&#246;&#223;erer Gewalt zu reagieren hat &#8222;Avatar&#8220; leider nicht anzubieten. Und da der Amazonas-Dschungel leider nicht mit riesigen Sauriern in den Kampf eingreifen kann, bleibt &#8222;Avatar&#8220; da jede brauchbare Antwort schuldig. Was das betrifft, ist &#8222;Avatar&#8220; wirklich hirnloses Popcorn-Kino, dass sich selbst weder ernst nimmt noch auf unterhaltsame Art nicht ernst nimmt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ein optisches Spektakel, das in 3D wie in 2D Ma&#223;st&#228;be setzt. Die Schauspieler und Produktionswerte machen den Film durchaus sehenswert, aber die Story ist lachhaft eindimensional. James Cameron hat mit &#8222;Avatar&#8220; ein halbwegs vergn&#252;gliches Action-Kinoabenteuer geschaffen, aber er erschafft sicher keine faszinierende Mythologie, die nach dem Kinobesuch haften bleibt. Gehirn bitte am Eingang abgeben, Dankesch&#246;n. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>P.S.: Und je mehr ich &#252;ber &#8222;Avatar&#8220; nachdenke, desto &#228;rgerlicher wird der Film. Habe meine Wertung gerade mal von urspr&#252;nglich 3.5/5 auf 3/5 reduziert.</p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schneekatastrophe</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 21:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte mich ja letztes Jahr schon mit Hagen Rethers Spruch &#8222;Schneekatastrophe, hm. Fr&#252;her nannte man das Winter.&#8220; &#252;ber das Chaos hier am&#252;siert. Diesmal schneit es in Europa ja wenigstens ernsthaft. Hier in Gro&#223;britannien gab es davon rund um Weihnachten nur eine Light-Version, und die hat trotzdem mal wieder das ganze Land zum Stillstand gebracht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte mich ja <a href="http://johannes-ruthenberg.de/schneekatastrophe" class="liinternal">letztes Jahr</a> schon mit Hagen Rethers Spruch &#8222;Schneekatastrophe, hm. Fr&#252;her nannte man das Winter.&#8220; &#252;ber das Chaos hier am&#252;siert. Diesmal schneit es in Europa ja wenigstens ernsthaft. Hier in Gro&#223;britannien gab es davon rund um Weihnachten nur eine Light-Version, und die hat trotzdem mal wieder das ganze Land zum Stillstand gebracht. Als ich am 8. Januar wieder hier in Cardiff eintraf, lag noch das Eis von Weihnachten auf der Stra&#223;e und ein bisschen Schnee, ein, zwei Fingerbreit. Aber die ganze Zeit sah man schon, dass der Schnee sich M&#252;he geben musste, nicht wegzutauen, und eine Woche sp&#228;ter war der Spuk auch schon wieder vorbei. Zwei Tage sp&#228;ter waren bei 8 Grad Au&#223;entemperatur aber immer noch Schulen wegen eingefrorener Wasserleitungen geschlossen!?! <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So sah es bei uns &#252;brigens vor Weihnachten aus, als unser Eurostar-Zug wegen der K&#228;lte ausfiel, fast alle Flugh&#228;fen immer wieder geschlossen waren und zeitweise sogar die beiden Severn-Br&#252;cken geschlossen wurden. Yep, wir waren eingeschneit und hatten dabei nicht mal Schnee. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/eingeschneit.jpg" rel="lightbox" title="Eingeschneit..." class="liimagelink"><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/eingeschneit-300x199.jpg" alt="Eingeschneit" width="300" height="199" class="imgaligncenter" /></a></p>
<p>Den Schnee in Berlin und Leipzig zur Jahreswende fand ich absolut toll, auch wenn es f&#252;r unsere ganzen Reisen Probleme verursacht hat. Aber es sah einfach magisch aus, alles so eingeschneit. Mittlerweile habe ich auch mal Bilder gesehen, wie es in Greifswald <a href="http://blog.17vier.de/?p=5478" class="liexternal">aussah</a> und <a href="http://www.daburna.de/blog/2010/01/30/schneesturm-keziban-fegt-ueber-greifswald/" class="liexternal">aussieht</a>. Echt krass! Den Bodden habe ich bisher nur einmal zugefroren gesehen, und so viel Schnee gab es in Greifswald auch nicht oft.</p>
<p>Tja, von unserem vergleichsweise milden britischen Klima aus wirken solche Bilder jedenfalls halbwegs bizarr. Diana, die derzeit in Indien ist, l&#228;uft derweil bei 20 bis 25 Grad rum, in der Sonne gerne auch mal 30. Was einem die Bilder &#252;brigens trotzdem n&#228;her bringen kann: &#8222;The Day After Tomorrow&#8220; schauen! Da bin ich gestern beim Durchzappen h&#228;ngengeblieben, und meine G&#252;te war mir nach all dem Eis und Schnee am Ende kalt. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Romanitas</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/romanitas</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 00:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/cover_romanitas-83x128.jpg" alt="Cover 'Romanitas'" title="Cover des Orion-Books-Hardcovers" width="83" height="128" class="imgalignleft size-thumbnail" />Rezension zu "Romanitas" von Sophia McDougall, ca. 452 Seiten, Orion Books London, 2005

Seit Jahrtausenden hat sich das r&#246;mische Reich unaufhaltsam ausgedehnt, erstreckt sich nun vom Niger bis zum Ganges, von Gr&#246;nland bis Feuerland. Man schreibt das Jahr 2757 seit Gr&#252;ndung der Stadt, als in den gallischen Alpen Tertius Novius Faustus Leo, der Bruder des Kaisers, und seine Frau bei einem Autounfall sterben. Ihr Sohn, Marcus Novius Faustus, erf&#228;hrt schon bald, dass der Tod seiner Eltern mitnichten ein Unfall war. Ohne genau zu wissen, wer hinter dem Anschlag steckt, muss Marcus &#252;berst&#252;rzt die Stadt verlassen. In der Provinz Britannia hat derweil der junge Sklave Sulien durch die Trauerfeierlichkeiten einen kurzen Aufschub gewonnen. Ihm droht f&#252;r ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, der Tod am Kreuz... [..]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/cover_romanitas.jpg" alt="Cover 'Romanitas'" title="Cover des Orion-Books-Hardcovers" width="200" height="307" class="imgalignleft" />Rezension zu &#8222;Romanitas&#8220; von Sophia McDougall, ca. 452 Seiten, Orion Books London, 2005</p>
<h3>Inhalt</h3>
<p>Seit Jahrtausenden hat sich das r&#246;mische Reich unaufhaltsam ausgedehnt, erstreckt sich nun vom Niger bis zum Ganges, von Gr&#246;nland bis Feuerland. Man schreibt das Jahr 2757 seit Gr&#252;ndung der Stadt, als in den gallischen Alpen Tertius Novius Faustus Leo, der Bruder des Kaisers, und seine Frau bei einem Autounfall sterben. Ihr Sohn, Marcus Novius Faustus, erf&#228;hrt schon bald, dass der Tod seiner Eltern mitnichten ein Unfall war. Ohne genau zu wissen, wer hinter dem Anschlag steckt, muss Marcus &#252;berst&#252;rzt die Stadt verlassen. In der Provinz Britannia hat derweil der junge Sklave Sulien durch die Trauerfeierlichkeiten einen kurzen Aufschub gewonnen. Ihm droht f&#252;r ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, der Tod am Kreuz&#8230;</p>
<h3>Bewertung</h3>
<p>Es gibt B&#252;cher, die lese ich wegen des Autors oder wegen einer spannend klingenden Geschichte. Manchmal ist es aber auch einfach das Cover, das mich einf&#228;ngt. &#8222;Romanitas&#8220; ist so ein Fall. Auf dem Cover sieht man eine Reihe mechanische Kreuze, deren Opfer auf eine moderne Gro&#223;stadt hinabblicken. &#8222;This is the Roman Empire. Now.&#8220; Das macht neugierig auf diese Verquickung der modernen Welt mit einem jahrtausendealten r&#246;mischen Reich.</p>
<p>Das Buch war dann nicht ganz das, was ich erwartet hatte, wobei auf dem Backcover die Geschichte ja auch nur angedeutet wird. Die Autorin konzentriert sich sehr auf die Story und auf ihre Charaktere, und das gelingt ihr wirklich gut. Man m&#246;chte sehr schnell wissen, wie es mit Sulien, Una und Marcus weitergeht. Nebenbei erf&#228;hrt man viele Details &#252;ber das Reich und die kaiserliche Familie. Die Anekdote &#252;ber den Fluch, der auf der Novius-Familie lastet, fand ich dabei besonders interessant erz&#228;hlt, aber auch die Karte am Anfang des Buches ist faszinierend. Mit Ortsnamen hat sich Sophia McDougall insgesamt gro&#223;e M&#252;he gegeben, so wurde z.B. Amerika von seinem r&#246;mischen Entdecker &#8222;Terranova&#8220; getauft.</p>
<p>Etwa in der Mitte des Buches kommen die Charaktere nach l&#228;ngerer Flucht kurz zur Ruhe, und ab da fiel es mir dann schon so langsam auf, dass die Autorin sehr wenig &#252;ber die L&#252;cke zwischen der Handlungszeit (2757 AUC = 2004 n.Chr.) und dem Untergang des r&#246;mischen Reiches in der Realit&#228;t verr&#228;t. Eigentlich m&#252;sste sie das auch nicht unbedingt, es wirken nur viele Details exakt wie man sie aus den Geschichtsb&#252;chern kennt. Da h&#228;tte ich mir mehr Informationen gew&#252;nscht zur Ursache, wieso dieses Reich so lange bestehen blieb und sich gewisse Dinge dabei so wenig ver&#228;nderten. Wurde je der Kaiser gest&#252;rzt und eine Republik ausgerufen? Gab es eine Entsprechung unseres Mittelalters? Wieso wurde in 1500 Jahren die Sklaverei nicht abgeschafft? Oder die Kreuzigungen? Dem Laien fallen nicht mal nennenswerte &#196;nderungen des politischen Systems auf. Mit gr&#246;&#223;eren Unterbrechungen der Kaiserzeit h&#228;tte man all das sch&#246;n erkl&#228;ren k&#246;nnen, die Timeline am Ende des Buches macht es aber deutlich, dass sich die Autorin tats&#228;chlich eine  durchgehende Monarchie vorstellt. In dieser Timeline bekommt man durchaus einen sch&#246;nen Einblick in die Welt, gerade die letzten 50 Jahre vor der Handlungszeit werden aber v&#246;llig offen gelassen.</p>
<p>Man muss zudem eine Menge Details zusammentragen, um die Welt des Buches technologisch einzuordnen. Die Handlung spielt in unserem Jahr 2004, aber technisch w&#252;rde ich sie etwa 1960 ansiedeln. Es gibt z.B. Autos, Schusswaffen, Telefone, Fernseher und Helikopter, aber wohl keine Computer und keine Raumfahrt. Das mag durchaus plausibel sein, diese Welt hat sich halt anders entwickelt. Als Leser erwartet man aber unbewusst, das R&#246;mische Reich mit unserer tats&#228;chlichen Realit&#228;t vermischt zu finden (wie es das Cover sagt: &#8222;Now.&#8220;), und da irritiert dieser Unterschied doch irgendwie. Es fehlen mir einfach wichtige Facetten unserer Welt, die schlicht nicht erw&#228;hnt werden. Besonders im zweiten Teil kam es mir zunehmend komisch vor, dass sich die Charaktere z.B. nicht einfach an die Presse gewandt haben.</p>
<p>Aber das sind letztlich vor allem meine Erwartungen an einen &#8222;Alternate History&#8220;-Roman. Die Autorin hat dabei halt andere Akzente gesetzt, mehr Charaktere und Story, weniger World Building. Und wie erw&#228;hnt hat sie interessante Charaktere erschaffen, die einem schnell ans Herz wachsen. Es gibt &#252;brigens auch kleine Fantasyelemente in der Geschichte, aber das h&#228;lt sich sehr in Grenzen. Der Schreibstil ist fl&#252;ssig und packend, das Buch hat mich mehrmals bis fr&#252;h um f&#252;nf wach gehalten. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8222;Romanitas&#8220; ist Sophia McDougalls erster Roman, sie hat mittlerweile zwei Fortsetzungen geschrieben. Auf Deutsch ist das Buch meines Wissens nach nicht erschienen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Eine sehr spannende Geschichte mit interessanten Charakteren. Die Alternativwelt, welche die Autorin aufbaut, k&#246;nnte detailreicher konstruiert sein, aber sie wei&#223; gr&#246;&#223;tenteils auch so zu &#252;berzeugen. Auf jeden Fall lesenswert.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://www.romanitas.com/" class="liexternal">Webseite zu den B&#252;chern</a></p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fragt den Flaschengeist!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 02:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber die HLWW-Liste kam gerade ein toller Link, der mich doch tats&#228;chlich aus meinem Blog-Winterschlaf rei&#223;t: http://us.akinator.com/
Auf der Seite erwartet euch ein Flaschengeist, der euch auffordert an einen bestimmten Charakter zu denken. Der Flaschengeist stellt dann Fragen und r&#228;t am Ende, an wen ihr gedacht habt. Und es ist wirklich verbl&#252;ffend, wie akkurat er dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber die HLWW-Liste kam gerade ein toller Link, der mich doch tats&#228;chlich aus meinem Blog-Winterschlaf rei&#223;t: <a href="http://us.akinator.com/" class="liexternal">http://us.akinator.com/</a></p>
<p>Auf der Seite erwartet euch ein Flaschengeist, der euch auffordert an einen bestimmten Charakter zu denken. Der Flaschengeist stellt dann Fragen und r&#228;t am Ende, an wen ihr gedacht habt. Und es ist wirklich verbl&#252;ffend, wie akkurat er dabei ist. Jeweils in weniger als 20 Fragen hat er bisher erraten:</p>
<ul>
<li><a href="http://ammaletu.de/de/chronik/immortals/files/connor.php" class="liexternal">Connor MacLeod</a> (Highlander)</li>
<li>Worf (Star Trek TNG + DS9)</li>
<li>Captain Jack Harkness (Torchwood)</li>
<li>Thursday Next (Romane von <a href="http://www.jasperfforde.com/" class="liexternal">Jasper Fforde</a>)</li>
<li>Marvin (aus Douglas Adams&#8216; Anhalterromanen)</li>
<li>Data (Star Trek TNG)</li>
</ul>
<p>Insbesondere Thursday Next fand ich verbl&#252;ffend. Sie stammt aus Romanen und ist <em>so</em> bekannt nun auch wieder nicht, trotzdem hatte der Flaschengeist sogar ein Foto von ihr. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber Vorsicht: Das macht s&#252;chtig, zumindest solange man keinen Charakter findet, den der Flaschengeist nicht kennt. Man kann kaum anders als weiterzusuchen.</p>
<p>Als Programmierer interessiert mich nat&#252;rlich auch, wie die das gemacht haben. Ich denke, das sieht in etwa so aus: Es gibt eine Liste von Charakteren und eine Liste von Fragen. Alle Fragen sind f&#252;r alle Charaktere beantwortet. Das stellt die grundlegende Wissensbasis dar. Diese kann das Programm analysieren und herausfinden, welche Fragen die Menge m&#246;glicher Antworten am meisten einschr&#228;nkt. Ganz am Anfang fragt der Geist z.B. danach, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Sagt man bei beidem Nein, kommt dann z.B. recht schnell die Frage, ob es ein Roboter ist. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Geist macht dann wohl so lange weiter, bis die Menge der m&#246;glichen Antworten hinreichend geschrumpft ist und schl&#228;gt dann den Charakter vor, der am h&#228;ufigsten von Besuchern angegeben wurde. Trotzdem ist es noch recht verbl&#252;ffend, dass er aus so allgemeinen Infos wie weiblich, Engl&#228;nderin, 20. Jahrhundert, hat einen Bruder aber keine Schwester, wohnt nicht bei ihren Eltern, arbeitet als Polizistin auf Thursday Next kommt und nicht auf eine der 5000 anderen englischen Detektivinnen/Polizistinnen etc., auf die das vielleicht zuf&#228;llig auch zutrifft.</p>
<p>Praxistest dazu: Marvin und Data sind sich ja schon relativ &#228;hnlich. Data hat Haare, tr&#228;gt eine Uniform, stammt aus einer TV-Serie und ist Teil einer Crew. Ich glaube, das waren in etwa die unterschiedlichen Infos, die der Flaschengeist bekam, und es hat zum Unterscheiden gereicht. Der Algorithmus, der die Fragen ausw&#228;hlt, ist dabei noch verbesserungsw&#252;rdig. Der Geist wusste schon, dass die gesuchte Person ein Roboter ist und schon im Weltraum war, fragt aber zur Sicherheit noch mal nach, ob es die Person wirklich gegeben hat!? *g*</p>
<p>P.S.: Jetzt hab ich ihn zum ersten Mal zum Schwitzen gebracht! <a href="http://johannes-ruthenberg.de/ash-a-secret-history" class="liinternal">Ash</a> aus Mary Gentles Roman konnte er in drei Versuchen nicht erraten. Ha! Allerdings habe ich Ash nun eingetragen, so dass der n&#228;chste, der das probiert, m&#246;glicherweise die korrekte Antworte bekommt. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>A Christmas Night At The Movies</title>
		<link>http://johannes-ruthenberg.de/a-christmas-night-at-the-movies</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 19:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzten Freitag waren wir in einem Konzert des Cardiff Philharmonic Orchestras in der St. David&#8217;s Hall. Gespielt wurde Filmmusik von &#8222;Christmas Classics&#8220;, also Filmen, die bevorzugt zu Weihnachten im TV laufen. Die Auswahl wirkte deswegen auch etwas willk&#252;rlich; was man im deutschen TV an Weihnachten regelm&#228;&#223;ig im Fernsehen sieht fehlte (&#8222;Highlander&#8220; oder &#8222;Stirb Langsam&#8220; *g*). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/a_night_at_the_movies.jpg" alt="A Christmas Night At The Movies" width="275" height="393" class="imgalignright" />Letzten Freitag waren wir in einem Konzert des <a href="http://www.cardiffphilharmonic.com/" class="liexternal">Cardiff Philharmonic Orchestras</a> in der St. David&#8217;s Hall. Gespielt wurde Filmmusik von &#8222;Christmas Classics&#8220;, also Filmen, die bevorzugt zu Weihnachten im TV laufen. Die Auswahl wirkte deswegen auch etwas willk&#252;rlich; was man im deutschen TV an Weihnachten regelm&#228;&#223;ig im Fernsehen sieht fehlte (&#8222;Highlander&#8220; oder &#8222;Stirb Langsam&#8220; *g*). Es war aber trotzdem ein sehr angenehmer Abend mit genialer und genial vorgetragener Musik. Der Dirigent Michael Bell f&#252;hrte jeden Film mit ein paar erkl&#228;renden und unterhaltsamen Worten ein und verglich dabei auch schon mal Darth Vader mit Lord Mandelson (aktuell britischer Wirtschaftsminister). Die Einnahmen des Abends gingen an &#8222;George Thomas Hospice Care&#8220;.</p>
<p>Soundtracks waren mir schon immer sehr wichtig. Meine allererste CD, die ich mir Mitte der Neunziger kaufte, war eine Soundtrack-CD (die n&#228;chsten zehn oder so danach auch *g*): &#8222;Star Wars&#8220; von John Williams. Auch sp&#228;ter gab es eigentlich nie eine Zeit, wo ich nicht regelm&#228;&#223;ig auch einen Soundtrack aufgelegt h&#228;tte. Witzigerweise verbinde ich die Musik dabei irgendwie nicht mit dem Bild eines Orchesters. Es wirkt fast surreal, die vertraute Musik zu h&#246;ren und gleichzeitig die Musiker zu sehen. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Abend bot die Musik aus so unterschiedlichen Filmen wie &#8222;Gone With The Wind&#8220;, &#8222;Terminator 2&#8243;, &#8222;E.T.&#8220;, &#8222;Jurassic Park&#8220; und nat&#252;rlich &#8222;Star Wars&#8220;. Hier und da h&#246;rte man feine Unterschiede heraus, da quietschte etwa mal eine Trompete mehr als sie sollte, aber im gro&#223;en und ganzen war es wirklich eine originalgetreue Darbietung. Ein paar der &#228;lteren Filme kannte ich leider gar nicht, da fehlte mir dann etwas der Bezug dazu. Aber selbst so Sachen wie &#8222;Daktari&#8220; wussten dank der Musik zu &#252;berzeugen. Wir hatten diesmal &#252;brigens genau die richtigen Pl&#228;tze (mittig), nachdem wir vor anderthalb Jahren bei <a href="http://johannes-ruthenberg.de/david-gray-live" class="liinternal">David Gray</a> etwas am Rand gesessen hatten. Das Konzert war aber akustisch auch perfekt, ganz ohne Boxen in Kleinwagen-Gr&#246;&#223;e. Die St. David&#8217;s Hall ist halt &#228;hnlich wie das Gewandhaus in Leipzig f&#252;r eine gute Akustik gebaut, und ich vermute nun doch, dass die Lautst&#228;rke damals bei David Gray nicht wirklich Absicht war.</p>
<p>Seit dem Konzert habe ich nun allerdings einen Ohrwurm: Das Titelthema von &#8222;Jurassic Park&#8220; von John Williams. Ich hatte vor Jahren mal die CD, habe sie aber wieder verkauft, weil nur ein einziges St&#252;ck darauf wirklich gro&#223;artig war, w&#228;hrend der Rest so vor sich hinpl&#228;tscherte. Doch im Zeitalter der digitalen Downloads muss einen sowas ja nicht mehr aufhalten, und so habe ich einen kleinen Einkaufsbummel bei Amazon gemacht und mir den Korb mit Titelthemen bekannter Filme gef&#252;llt, die ich seitdem rauf- und runterh&#246;re. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Unter anderem hat dieser Abend auch meine Begeisterung f&#252;r John Williams wieder geweckt. In den letzten Jahren ging mir seine Musik zusehends auf den Keks. Ich glaube, es fing mit &#8222;Harry Potter&#8220; an, dass mir sein monumentaler Orchesterstil st&#246;rend erschien. Die Musik war einfach an vielen Stellen unpassend laut, immer mit dem ganzen Orchester, an keiner Stelle auch mal subtil oder anders. Aber auch wenn John Williams l&#228;nger keinen Klassiker mehr produziert hat (nicht dass ich w&#252;sste jedenfalls), darf man wirklich nicht vergessen, dass er seit vielen Jahrzehnten im Gesch&#228;ft ist und sicher mehr als die H&#228;lfte der bekanntesten und beliebtesten Filmmelodien komponiert hat. Das zeigte sich auch im Konzert, wo von 15 vertretenen Filmen ganze sechs von John Williams orchestriert waren. Buchst&#228;blich jeder kennt die &#8222;Star Wars&#8220;-Musik, und auch &#8222;Indiana Jones&#8220;, &#8222;E.T.&#8220; oder &#8222;Schindlers Liste&#8220; sind bekannt.</p>
<p>Ich werde mal schauen, ob ich es vor Weihnachten noch schaffe, meine pers&#246;nliche Top-Ten-Liste aufzuschreiben. <img src='http://johannes-ruthenberg.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
                <p style="border-top: 1px solid #999999; padding-top: 1em;"><small>Soweit nicht anders angegeben: &copy; Johannes Ruthenberg. Lesen erwünscht, Zitieren erlaubt, Übernahme des kompletten Textes oder Einbinden des Feeds in andere Webseiten nicht gestattet! Für mehr Infos dazu siehe <a href="http://johannes-ruthenberg.de/infos">http://johannes-ruthenberg.de/infos</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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